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  #1  
Alt 05-06-2011, 20:47
Benutzerbild von stagediver
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Kampfkunst: Ju-Jutsu | Boxen | Judo | Karate
 
Registrierungsdatum: 26.04.2006
Ort: Sinsheim
Alter: 29
Beiträge: 590
Standard Japanische Schlagtechnik

Hallo, alle zusammen!

Ich frage mich gerade, wie eigentlich die traditionelle japanische Schlag- bzw. Tritttechnik funktioniert?
Man denkt erstmal an Karate - doch das ist ja Okinawisch, vorher wurde in Japan ja aber auch schon gehauen. Im Judo werden hierzulande keine Atemis unterrichtet, im Ju-Jutsu werden Karatetechniken verwendet.
Wie ist das im BBT oder im jap. Jiu-Jitsu? Wie unterscheidet sich da die Kampftechnik zum Karate?

Besten Dank
sd
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  #2  
Alt 05-06-2011, 20:56
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Kampfkunst: Bujinkan Budo Taijutsu
 
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Beiträge: 111
Standard

Der "standart Schlag" im BBT unterscheidet sich vom Karate vor allem durch die gerade, vertikale Faust statt des Drehens in die waagerechte. Hier bei kommt die kraft aus dem gesamten Körper.
Allerdings gibts es reichlich Variationen wie Handkantenschläge, Fingerstiche oder Fäuste mit vorgeschobenem Daumen (boshiken).

Mfg Toggy
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  #3  
Alt 05-06-2011, 21:13
Benutzerbild von califax
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kuchijutsu
 
Registrierungsdatum: 29.04.2010
Beiträge: 1.181
Standard

Zitat:
Zitat von stagediver Beitrag anzeigen
Ich frage mich gerade, wie eigentlich die traditionelle japanische Schlag- bzw. Tritttechnik funktioniert?
Geh in das nächstgelegene Dojo eines X-Kan oder einer Koryu und laß es Dir zeigen.
Erklären bringt nichts, zumal es natürlich verschiedene Ausprägungen und Varianten gibt.

Zitat:
Zitat von stagediver Beitrag anzeigen
Man denkt erstmal an Karate - doch das ist ja Okinawisch, vorher wurde in Japan ja aber auch schon gehauen.
Gutes Karate folgt den selben Atemiprinzipien wie die japanischen Koryu.

Zitat:
Zitat von stagediver Beitrag anzeigen
Im Judo werden hierzulande keine Atemis unterrichtet, im Ju-Jutsu werden Karatetechniken verwendet.
Wo ist denn "hierzulande"?

Zitat:
Zitat von stagediver Beitrag anzeigen
Wie ist das im BBT oder im jap. Jiu-Jitsu? Wie unterscheidet sich da die Kampftechnik zum Karate?
Ein häufig gehörter Kritikpunkt der Japanerfraktion gegenüber Karatestilen ist, daß Karateka zumindest im Training sehr frontal zum Gegner stehen, während man bei den Japanern stark in Linie geht, um weniger Trefferfläche zu bieten und durch gleitenden Standbeinwechsel mit der Distanz zu spielen.

Ansonsten mußt Du schon sagen, welche Schulen Du miteinander vergleichen willst. Es gibt gravierende Unterschiede zwischen den Karateschulen ebenso wie es gravierende Unterschiede zwischen den Jujutsuschulen gibt. Sogar zwischen den Geschwisterschulen nur innerhalb des BBT gibt es deutliche Unterschiede.
__________________
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  #4  
Alt 05-06-2011, 21:36
Benutzerbild von ryoma
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Kampfkunst: Iaido (früher MSR/Tamiya Ryu), heute MJER
 
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Alter: 40
Beiträge: 569
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Zitat:
Zitat von stagediver Beitrag anzeigen
... im Ju-Jutsu werden Karatetechniken verwendet...
Von welchem Ju-Jutsu sprichst du? Ich gehe davon aus, du meinst das deutsche Ju-Jutsu. In den Jujutsu-Koryu werden wohl keine Karatetechniken verwendet. Und da sind die Prinzipien von Ryu zu Ryu wiederum sehr unterschiedlich.
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  #5  
Alt 05-06-2011, 23:35
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Kampfkunst: koryu und andere sachen
 
Registrierungsdatum: 27.04.2011
Beiträge: 15
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he he he
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  #6  
Alt 06-06-2011, 00:57
Benutzerbild von stagediver
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Kampfkunst: Ju-Jutsu | Boxen | Judo | Karate
 
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Ort: Sinsheim
Alter: 29
Beiträge: 590
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Zugegeben - so gut kenne ich mich mit der Materie nicht aus, um meine Frage zu spezifizieren. Aber es scheint doch deutliche Unterschiede zu geben (Kraft mehr aus dem Körper, sehr seitliche Positionierung zum Gegner).
Ich hatte gehofft, es gäbe ein, zwei deutliche Unterscheidungsmerkmale zum Karate, die die einzelnen Schulen gemein haben.

@ Califax:
Hierzulande heißt, dass es in Deutschland bis auf wenige Ausnahmedojo nicht zum offiziellen Judolehrplan gehört, Atemis ins Training einzubauen.

@ryoma:
Ja, ich meine das deutsche Ju-Jutsu - über originäre Stile weiß ich eben nicht viel...

Zitat:
Zitat von bakayaro Beitrag anzeigen
he he he
Darf man mitlachen??
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  #7  
Alt 06-06-2011, 01:06
Benutzerbild von califax
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Kampfkunst: Kuchijutsu
 
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Beiträge: 1.181
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Zitat:
Zitat von stagediver Beitrag anzeigen
Zugegeben - so gut kenne ich mich mit der Materie nicht aus, um meine Frage zu spezifizieren. Aber es scheint doch deutliche Unterschiede zu geben (Kraft mehr aus dem Körper, sehr seitliche Positionierung zum Gegner).
Wer holt mehr Kraft aus dem Körper gegenüber wem?
Ich hab bisher Tsuki von einem Karateka, einem Judoka und einem Bujinkan-Budoka vergleichen können - die liefen alle auf dasselbe hinaus. Der eine betonte die Kamae, der andere die Bewegung, der nächste die Entspannung in den Schlag hinein. War aber alles eigentlich derselbe Tsuki, nur verschiedene Arten, ihn zu lernen und zu lehren.

Zitat:
Zitat von stagediver Beitrag anzeigen
Ich hatte gehofft, es gäbe ein, zwei deutliche Unterscheidungsmerkmale zum Karate, die die einzelnen Schulen gemein haben.
Wie gesagt: Karateka trainieren den Tsuki häufig mit Hikite in Frontalstellung während die japanischen Sachen tendenziell eher aus der Linie heraus und ohne Hikite üben.

Zitat:
Zitat von stagediver Beitrag anzeigen
@ Califax:
Hierzulande heißt, dass es in Deutschland bis auf wenige Ausnahmedojo nicht zum offiziellen Judolehrplan gehört, Atemis ins Training einzubauen.
Das ist ein Grund aber kein Hindernis. Fahr halt auf Seminare, frag rum, bohr nach.
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  #8  
Alt 06-06-2011, 09:36
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Vierlleicht bin ich ja gerade am Thema vorbei ... aber ich halte das Ganze für eine etwas akademische Geschichte. ABER für eine interessante.

Kurz zur Erläuterung. Ich bin der Überzeugung, Schlagen, wie jeder andere "Kampf"-einsatz ist stets eine Frage der Distanz. Leider wurde in den mir bekannten Trainings, Stilrichtungen, Workshops etc. stets zuerst die Frage der Schlagetechnik sowie der zugehörigen Fußstellung und Körperhaltung aufgeworfen bzw. beantwortet.

Jedoch richtet sich gerade letztere eben nun mal nach der Distanz zum Partner/Gegner.

Und letztendlich ... sicherlich muss man erstmal lernen, wie so ein Schlag ablaufen könnte. Danach und vorallem mit dem entsprechenden Sparring kommt man wieder in der Realität an.

Gruß

Tengu
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  #9  
Alt 06-06-2011, 09:42
pilgrim
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In den japanischen Stilen wird - zumeist - die senkrechte Faust benutzt.
Der Fauststoß ist - zumeist - eher "schiebend", d.h. es gibt nicht das, was zumeist mit kime assoziiert wird.
Damit hängt zusammen, daß es - zumeist - kein Zurückziehen der Faust gibt, sondern sie "länger" vorne bleibt. (Wodurch sich manche Eingänge im yawara oder z.B. eben auch im aikido historisch ein wenig besser erschließen.)
Auch die "Energiegewinnung" ist entsprechend etwas anders, "mehr aus den Beinen" quasi.

Geändert von pilgrim (06-06-2011 um 09:47 Uhr).
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  #10  
Alt 06-06-2011, 12:11
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Zitat:
Zitat von pilgrim Beitrag anzeigen
InDamit hängt zusammen, daß es - zumeist - kein Zurückziehen der Faust gibt, sondern sie "länger" vorne bleibt. (Wodurch sich manche Eingänge im yawara oder z.B. eben auch im aikido historisch ein wenig besser erschließen.)
.

Nennt man auch "Weg der stehenden Faust" , oftmals Grundvoraussetzung das unrealistische Heben und Würfe funktionieren.
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  #11  
Alt 06-06-2011, 13:26
pilgrim
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Zitat:
Zitat von Asahibier Beitrag anzeigen
Nennt man auch "Weg der stehenden Faust" oftmals Grundvoraussetzung das unrealistische Heben und Würfe funktionieren.
Das ist in der Tat das Phänomen, das leider heute in manchen dojo oder aikido-Richtungen daraus geworden ist.

Beschreibt aber weder diese Art des Angriffs, noch die Techniken des aikido wirklich.
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  #12  
Alt 06-06-2011, 14:23
Benutzerbild von Asahibier
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Nun das Schlagprinzip hast Du ja recht treffend beschrieben und so kenne ich es auch von den klassischen jap. Künsten wo ich mal gucken durfte - also mehr oder weniger "die Hüfte schiebt den Fauststoß".

Ist ja auch nicht verkehrt, nur hat sich in manchen Dojo eingeschlichen die Faust dann vorne zu parken und nicht zu entspannen und in eine mittlere Position zurückzuziehen.

Wenn dann jemand schlägt und zurückzieht klappen halt viele tolle Dinger nimmer wenn man zu faul ist dem Gegner zu folgen...
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  #13  
Alt 06-06-2011, 14:38
pilgrim
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Zitat:
Zitat von Asahibier Beitrag anzeigen
... nur hat sich in manchen Dojo eingeschlichen die Faust dann vorne zu parken ... Wenn dann jemand schlägt und zurückzieht klappen halt viele tolle Dinger nimmer wenn man zu faul ist dem Gegner zu folgen...
Richtig.
Daher sind - jedenfalls soweit ich das kenne - die Techniken im aikido eigentlich so angelegt, daß man der Faust, bzw. dem Arm wenn er zurückgezogen wird, nicht "folgen" muß. (Man sieht häufig aikidoka, die versuchen, die Faust zu "fangen" oder so ...)
Sondern es wird zuerst lediglich ein Kontakt aufgebaut und zwar zumeist in der Nähe des Ellenbogens oder sogar in der Ellenbeuge. Ganz egal, ob der Arm nun stehen bleibt oder aber sich wieder zurückzieht oder ... ist es in dieser Form möglich, den Kontakt zu halten und damit zu arbeiten.
Klingt jetzt vielleicht etwas umständlich, ist aber vom Prinzip her relativ einfach.
Zudem, kann man bereits über diesen Kontakt auf den Angreifer einwirken.

naja ... wenns gut läuft ... ;-)
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  #14  
Alt 06-06-2011, 15:01
Benutzerbild von Asahibier
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Zitat:
Zitat von pilgrim Beitrag anzeigen
Richtig.
Sondern es wird zuerst lediglich ein Kontakt aufgebaut und zwar zumeist in der Nähe des Ellenbogens oder sogar in der Ellenbeuge. Ganz egal, ob der Arm nun stehen bleibt oder aber sich wieder zurückzieht oder ... ist es in dieser Form möglich, den Kontakt zu halten und damit zu arbeiten.
... ;-)
So kenn ich das auch, Fauststoß vermeiden, Faust folgen und ran in die Nahdistanz, einmal den Ellenbogen über die aufgehende Sonne und dann in den Wurf oder Hebel...
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  #15  
Alt 06-06-2011, 16:53
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Kampfkunst: Iaido, Jodo, Kenjutsu
 
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Alter: 36
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http://www.youtube.com/watch?v=KmgL7yktXCs
Dabei wird keine klassische Faust gemacht sondern, der Daumen ist hinter den Zeige und Mittelfinger, schwer zu erklären,

gruß
Kumbaja

Geändert von Kumbaja (06-06-2011 um 16:56 Uhr).
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