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#241
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| Selbstverständlich ist das kein Unsinn! Zur Beurteilung der Allroundfähigkeit des heutigen Thaiboxen muss man sich nicht mit jahrhundertealten Inschriften in Thai befassen, zur Beurteilung der Allroundfähigkeit des heutigen Boxens muss man nicht wissen was vor 250 Jahren in England war und zur Beurteilung der Allroundfähigkeit des heutigen Judos ist die Historie desselben nicht von belang. Zitat:
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Beschimpfe mich doch als Jackenringer ich empfinde das als Kompliment. Zitat:
und du wolltest es mir nicht erläutern. Wenn du aufs Militär hinaus willst: In deren Spezialeinheiten also da wo in unserer Gesellschaft wirklich für Kampf auf Leben und Tod quasi Mann gegen Mann ausgebildet werden geht es wesentlich „demokratischer“ und weniger diszipliniert als im restlichen Militär zu. Die ganze Ausbildung ist dort ziemlich Sportlich. Das mag dich erschrecken ist aber leicht zu erklären wenn man darüber nachdenkt. Zitat:
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#242
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| Ach Gottchen diesen (merkwürdigen) Maßstab benutzt du doch im Leben außerhalb des Judos auch nicht . Oder beschimpfst auch die jemand der heute sagt das er Fußball, Yoga, Ringen etc. betreibt als Etikettenschwindler? Zitat:
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Kodokan Judo - Ismeretterjesztő Film Zitat:
Hier habe ich exakt die gleiche Meinung wie TomDu scheinst davon ausgehen das die heutigen Judoka total gerne schlagen würden dies Jedoch unterlassen weil sie denken das gehört nicht zum Judo! Wäre es nicht viel logischer davon auszugehen das viele Judo längst durch ein schlagende Disziplin ergänzt haben und die übrigen gar keinen (großen) Wert auf Schlagen legen? Interessant übrigens das du auf dieses Posting vom freien Geist nicht eingehst Zitat:
Nein diese Ziele können nicht Deckungsgleich sein! So jetzt aber genug der Theorie morgen ist Box Training. Ach ne Etikettenschwindel wir machen ja gar kein Boxen schließlich benutzen wir Handschuhe und Schlagen nicht am Boden nach... ![]() |
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#243
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| Allround = having many skills=Vielseitigkeit. Im Falle der SV sind damit aktive und passive Techniken aller Kampfdistanzen gemeint, also auch Schlag- und Trittdistanzen. Diese werden aber im Wettkampftraining nicht trainiert , weder aktiv noch passiv. Im Gegenteil, es ist ja der Sinn im Wettkampf Kontakt herzustellen um eine Technik anbringen zu können. Beschränkt man sich auf dieses Training ,so hat man zwar unzweifelhaft einen Nutzen davon ( guter Stand, körperliche Fitness, kann eventuell eine Technik anbringen etc...) aber da man nicht in der Tritt- und Schlagdistanz kämpfen kann betreibt man halt keine allroundfähige Kampfkunst. Jetzt kann man natürlich noch ein bisschen Thaiboxen oder ähnliches lernen , damit verbessert man sicher seine Allroundfähigkeit, wird sogar ein allroundfähiger Kämpfer. Nur betreibt man damit immer noch keine allroundfähige Kampfkunst sondern 2 sich ergänzende. Will man Judo aber als allroundfähige Kampfkunst betreiben kommt man nicht an den vergessenen Bestandteilen des Judo vorbei. Und diese findet man nun mal beim Gründer der Kampfkunst Judo , nämlich Kano. Er hat detaillierte Aufzeichnungen hinterlassen wie diese zu trainieren sind und welche Anforderungen er an einen Lehrer stellt. Diese Anforderungen sind sehr hoch, es bedarf sehr viel Zeit und Fleiss eigenes Wissen zu erwerben und sehr viel Idealismus dieses Wissen weiterzugeben. Im Idealfall ist es so, das der Lehrer seine eigenen Lehrer in direkter Linie bis zu Kano zurückverfolgen kann, Traditionell bestimmt ein Lehrer alleine wen er als seinen Schüler bezeichnet und bauftragt sein Wissen weiterzugeben. Man könnte also sagen das dieser Lehrer Kanos Wissen weitergibt, deshalb hat er ein gewisses Recht auf Respekt. Er kann erwarten das seine Schüler konzentriert und ohne Diskussionen an seinem Training teilnehmen, seinen Anweisungen folgen und ihn nicht als reinen Dienstleister betrachten den man bei bedarf wie einen Kellner herbeirufen kann. Umgekehrt kann man als Schüler natürlich auch verlangen mit Respekt behandelt zu werden und nach bestem Wissen und Gewissen unterrichtet zu werden. Betreibt man Judo als Wettkampf- oder Freizeitsport, so werden natürlich andere Ansprüche an einen Trainer gestellt. Im Falle der Wettkämpfer steht der Erfolg im Vordergrund, einem Wettkämpfer wird prinzipiell egal sein ob sein Trainer etwas von Seiryoku zenyiu weiß oder die Kime-no Kata beherrscht, solange er ihn zu Wettkampferfolgen führt. Im Falle des Freizeitsportlers sind dann mehr die Qualitäten eines „Animateurs“ gefragt, der Spass steht oft im Vordergrund. Will man aber die Vielfalt des Judo erhalten so darf man gerade die Inhalte der traditionellen Kampfkunst nicht vergessen, da wurden in der Vergangenheit viele Fehler gemacht, mittlerweile muss man diese Inhalte teilweise wieder neu erarbeiten. Zitat:
Geändert von Susi-Kunoichi (08-02-2009 um 02:36 Uhr). |
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#244
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| Hallo Susi, ich möchte mich bei dir dafür bedanken, daß du einige Dinge noch einmal klargestellt hast. Nutzen wird es bei jemandem wie Krake wahrscheinlich nichts, da er sich weigert, den Grundgedanken dieser Debatte zu erfassen. Ich hatte gefragt, ob er an "Demokratie" in den Koryû oder den daraus hervorgegangenen Gendai Budô glauben würde. Seine Antwort spricht Bände: Zitat:
Ich denke, daß man mit jemandem, der so bitter wenig weiß, nicht wirklich diskutieren kann. Es fehlt die Grundlage. Und wieder einmal wundere ich mich über die Selbstverständlichkeit, mit der manche Menschen klar und deutlich sagen: "Ich habe zwar keine Ahnung, worüber hier debattiert wird, aber ich sage trotzdem etwas dazu, weil das nämlich mein Recht ist!" Autsch ... Liebe Susi, du verstehst nun sicher, warum mir ab und an der Kragen platzt. Menschen, die vom Jûdô NICHTS wissen, sich auch nicht für die Inhalte des Jûdô interessieren, aufgrund fehlenden Wissens auch Zusammenhänge nicht erkennen können und zudem verkünden, daß sie auch nichts wissen WOLLEN - diese Menschen prägen leider allzu oft das Bild des Jûdô in den Augen der Öffentlichkeit. Sie haben an die Stelle belegbaren Wissens, an die Stelle belegbarer Fakten die eigene, völlig unmaßgebliche Meinung gesetzt - und schämen sich dafür nicht etwa, sondern halten das für "normal". Sie wissen über Jûdô NICHTS. Ihr Können entspricht in der Regel ihrem Wissen. Und dennoch stellen sie sich hin und "diskutieren" mit. Ebenso penetrant wie unwissend verkünden sie sinnbefreite Behauptungen, stellen sinnlose Vergleiche an und lehnen jedes auf Fakten beruhende Wissen ab. Sie sind nicht in der Lage, konstruktive Beiträge zu einer sachorientierten Debatte zu leisten, da es ihnen einfach an den notwendigen Kenntnissen fehlt. Weist man sie darauf hin, weist man es ihnen nach, dann sagen sie: "Na und?" und labern weiter. Was soll man dazu noch sagen? Vielleicht geht es solchen Leuten ja auch gar nicht darum in einer Debatte wie der hier stattfindenden die eigenen Kenntnisse, das eigene Wissen zu erweitern. Ich habe den Verdacht, daß es solchen Leuten letztlich nur um eines geht: so lange dummes Zeug zu quatschen, bis der jeweilige Kontrahent aufgibt, weil er dien geballten Unsinn nicht mehr erträgt. Dann können sich solche Leute toll fühlen - sie haben einen "Sieg" errungen und können dem anderen höhnisch vorwerfen, er habe ja nur aufgegeben, weil er "keine Argumente" mehr hätte ... Egal. Ich habe gesagt, was zu sagen war. Wenn du, liebe Susi, das Thema vertiefen möchtest, weißt du ja, wie du mich erreichst. ![]() Und nun lassen wir "Krake" das letzte Wort und freuen uns auf eine weitere seiner erhellenden Episteln ... Ich beispielsweise hätte gern mehr davon: Zitat:
Tom Geändert von FireFlea (08-02-2009 um 19:08 Uhr). |
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#245
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| Bitte versucht den Thread mal wieder etwas zu "entpersönlichen". Zurück zu einer informativen Diskussion. ![]()
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#246
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| Gern! Vielleicht kannst du mir helfen: wie geht man in einer solchen Debatte mit jemandem um, der Fakten ablehnt, der Wissen ablehnt und laut eigener Erklärung die eigene Meinung zum Maßstab macht? Ich werde versuchen, diesen Menschen zu ignorieren. Aber es ist schon seltsam, daß und wie er es schafft, bereits zur allseitigen Zufriedenheit geklärte Sachverhalte durch tapferes Vermeidungsverhalten in ganz neuem Licht erscheinen zu lassen ... Ich persönlich würde ja, ehe ich in eine Debatte einsteige, erst einmal alle vorangegangene Beiträge LESEN und zu verstehen versuchen, worüber da geredet wird - und was der letzte Stand der Dinge ist. Wie geht man nun mit jemandem um, der dies nicht tut, trotzdem mitschwallert und die eigene Meinung an die Stelle von belegbaren Fakten setzt? Ich finde es bedauerlich, dies hier überhaupt erörtern zu müssen. ich hätte mir gewünscht (ein frommer Wunsch, ich weiß!), daß ALLE Teilnehmer dieser Debatte sich wenigstens etwas mit der Materie vertraut machen würden, ehe sie sich hier beteiligen ... Tom |
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#247
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| Warum wäre es so wichtig, sich für den Atemibereich an Kanos Hinterlassenschaft zu orientieren ? Er ist ja keineswegs für hohe Erfahrungswerte im Stand up bekannt ? Ist es verboten, Judo auf der überlieferten Basis weiter auszubauen und an zeitgemäße Anforderungen im SV Bereich anzupassen? Gruß Gürteltier |
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#248
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| Die Tatsache das Judo (und BJJ) millionenfach, weltweit anders betrieben wird hindert dich doch auch nicht daran, dieses als falsch und wider dem Sinne von Judo zu deklarieren. |
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#249
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| Zitat:
Weil es millionenfach anders gemacht wird als es Kano sagte (wie man aus seinen Texten unschwer entnehmen kann, OHNE sie irgendwie zu "interpretieren", es reicht zu lesen was da steht) IST es also "richtig". Das erinnert mich an den Spruch über die Ernährungsgewohnheiten der Fliegen ... Zitat:
Und auf welcher Grundlage? Zitat:
Nur: du schreibst ja selbst "... auf der überlieferten Basis ..." Wie soll das gehen, wenn diese Basis kaum noch oder gar nicht mehr bekannt ist? Und einige Leute auch nicht interessiert? Und was heißt "... an zeitgemäße Anforderungen im SV Bereich anzupassen"? Was verstehst du unter "zeitgemäßen Anforderungen"? Und wie kommst du zu dem Schluß, der Bereich des Goshin Jutsu des Jûdô sei "nicht zeitgemäß"? Auf welcher Grundlage fällst du dieses Urteil? ich denke, um etwas beurteilen zu können, sollte man es gut kennen. Wie gut kennen die hier vertretenen Diskussionsteilnehmer den Bereich des Goshin Jutsu des Kôdôkan Jûdô, wie er zu Kanos Lebzeiten gelehrt wurde? Gut genug, um solche Urteile ("nicht zeitgemäß") fällen zu können? Ich glaube nicht ... Kano hat Prinzipien des Kampfes hinterlassen, die schlicht und einfach universal sind und die komprimierte Erfahrung etlicher Ryû-ha der Koryû darstellen. Das wird entweder übersehen oder ignoriert. Und noch einmal: um etwas "verbessern" oder "weiterentwickeln" zu können, sollte man sich doch wohl äußerst gründlich damit auseinandergesetzt haben. oder? Und sei es nur, um mögliche "Schachstellen" aufzuspüren - und um dann vielleicht feststellen zu müssen, das etwas, das als Problem erscheint, läöngst (und besser!) gelöst wurde ... Wie kann man aber, wenn man sich NICHT extrem gründlich mit einer Sache beschäftigt, annehmen, man könne sie "weiterentwickeln" oder "verbessern"? Auf welcher Grundlage? Die meisten derer, die mir hier so lustvoll widersprechen, tun dies NICHT auf der grundlage einer langjährigen, gründlichen, wissenschaftlich fundierten Recherche, so leid es mir tut. Sie stellen ihre Meinungen mit Fakten gleich und weisen dann sogar den Fakten einen geringeren Stellenwert zu als ihren Meinungen. Wohin soll eine solche Debatte denn führen? Welchen Sinn kann sie haben? "Meinungsfreiheit", die ein User hier vehement anmahnte, ist eine tolle Sache. Aber wenn die freie "Meinung" mit den harten Fakten nicht in Übereinstimmung zu bringen ist, dann ist die Meinung nichts wert. Ich wiederhole mich: auch eine Meinung, die von Milliionen Menschen geteilt wird, ist deshalb nicht zwangsläufig richtig oder wertvoll. Das dazu. Tom Geändert von tom herold (08-02-2009 um 20:25 Uhr). |
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#250
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| Zitat:
Daher noch einmal ein paar Zusammenschnitte: Zitat:
Selbstverständlich gehört zum Verständnis der Kata und der SV auch die Kenntnis, oder besser das Können anderer KK. Es ist aber halt kein Bestandteil des Judo, sondern nur für das Judo förderlich. Wie schon gesagt, es kommt halt immer wieder auf die Interpretation herausgepickter Textstellen aus anderen Büchern an. Aber das sind definitiv keine Worte von Kano. Natürlich ebenso wenig wie die von mir eingefügten Textstellen. Aber leider geht bisher aus seinen eigenen Texten nichts anderes hervor. Sollte sich bei den derzeitigen "direkten" Übersetzungen etwas anderes ergeben, werden wir es bestimmt ganz kurzfristig und direkt vom Übersetzer erfahren. Bis dahin einfach Geduld, mit dem zufrieden sein, was wir haben und vor allem trainieren, was jeder möchte..... |
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#251
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| Ich erlaube mir, dir entschieden zu widersprechen. Zitat:
Muß ich wirklich noch einmal all die Zitate Kanos wiederholen, in denen er erklärt, wie Tritt- und Schlagtechniken ins Randori zu integrieren sind? Hat es nicht gereicht, daß ich das etliche Posts weiter vorn ausführlich wiedergegeben habe?? Zitat:
Erstens geht es scon wieder um den Kata-Begriff, der nun ausreichend erläutert wurde. Zweitens widerspricht deine Äußerung den Worten Kanos (und sie stammen NACHWEISBAR von ihm!), wonach die "erste Ebene des Jûdô" aus "defense against attack" besteht. Man sehe sich diese Äußerung Kanos bitte in ihrem Kontext an! Zitat:
Damit HAT Kano auch das gesagt, was da zu lesen ist. Zum Randori dies: Zitat:
Und das soll Kano NICHT gesagt haben? Haben Niehaus und Watson (und andere) sich das also aus den Fingern gesaugt? Oder sind wir wieder an der Stelle, wo jemand kommt und sagt: "Das hat Kano aber ganz anders gemeint!" Oder: "Das gilt heute nicht mehr, das ist überholt!" Man kann so etwas sicher sagen. Aber auf welcher Grundlage? Wir beginnen uns im Kreise zu drehen, und das finde ich schade. Von meiner Seite aus ist mehr oder weniger alles gesagt. man kann Kanos Worte nachlesen, ich habe die Quellen angegeben. Ich hätte mir gewünscht, daß meine verehrten Opponenten in der Lage gewesen wären, mehr aufzubieten als Bemerkungen wie: "Man kann auch Jûdô machen ohne von Kano irgendwas zu wissen!" ich hätte mir gewünscht, daß meine verehrten Opponenten mehr anzubieten gehabt hätten als die ewig gleiche Litanei: "Heute ist es eben anders als zu Kanos Zeiten!" - ohne dies im Übrigen stichhaltig begründen zu können. Schade. Ich hätte mir gewünscht, daß die mir unterstellten (Fehl-) "Interpretationen" von Kanos Texten auch BEWIESEN worden wären - so bleiben es Behauptungen derer, die diese texte wahrscheinlich selbst nie gelesen haben ... Wiederum schade. Ich hätte mir allgemein einen höheren Stand des Wissens in Bezug auf Jûdô, seine (belegbare) Geschichte und seine Lehrinhalte gewünscht und weniger Meinungen (die, weil sie eben nur Meinungen sind, auf keinem tragfähigen Fundament aus solidem Wissen beruhen). So bleibt am Ende die Gewißheit, daß es einige gibt, die aus dieser Debatte eine Erweiterung ihres Wissens mitgenommen und dies auch so gesagt haben. Es bleibt aber leider auch die Gewißheit, daß etliche es ablehnen, etwas über Jûdô hinzuzulernen, wenn dies ihrem kleinen, festgefügten Bild des Jûdô widerspricht. Womit wir wieder da wären, wo bislang (zumindest in diesem Forum) ALLE derartigen Debatten endeten. Wer sich nicht mit den hierzulande oftmals üblichen Versatzstücken halbverstandener Lehrinhalte des Jûdô zufriedengeben möchte, der hat die Möglichkeit, sich noch einmal gründlich über die von mir angegebenen Quellen zu informieren. Und das ist doch auch schon was ... Und wie ich schon sagte: das letzte Wort darf auch gern ein anderer haben ... Ich schließe nun mit einer launigen Sentenz Dave Lowrys, die den Kern des Problems deutlicher zum ausdruck bringt als ich das könnte. Zitat:
Tom Geändert von tom herold (08-02-2009 um 20:50 Uhr). |
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#252
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| Fakt ist, dass es zu seinen Lebzeiten nirgendwo im Randori auftaucht. Da können andere seine Texte interpretieren, wie sie möchten. Es sind mengenweise unterschiedliche Auffassungen und Übersetzungen vorhanden. Nirgendwo gibt es Bilder und Filme, und Tom, die gab es bereits seit 1910, Bilder sogar noch davor, auf denen auch nur annähernd etwas davon zu sehen ist. Die vielen Zitate deuten alle nur darauf hin. Auch bei der vielfach erwähnten Vorführung vor dem Kaiser wird mengenweise Randori von großen Meistern gezeigt. Aber immer wieder wie wir es auch heute noch im Sportjudo kennen. Ebenso haben alle seiner großen Schüler "seine Form" des Randori weiter vermittelt - hatten sie alle keinen Austausch mit ihm. Müssen da Übersetzer und Buchautoren kommen und sie alle zurechtweisen, dass sie Kanos Worte auch nicht verstanden haben. (Klar gibt es auch einige, die die von Kano geplante Form des Randori übernommen haben, aber das waren auch seinerzeit, vorsichtig formuliert "Außenseiter" - allerdings gut das es sie damals - wie auch heute gibt, denn sonst hätten wir zum Beispiel auch diese Debatte hier nicht. Wie schon gesagt, dass soll nicht bedeuten, dass es sinnvoll ist alles zu üben. Vielleicht ergibt sich auch in nächster Zeit noch ein Gespräch mit Prof. Niehaus, wir überlegen gerade, ob wir ihn noch einmal einladen, da viele, "leider auch Du" die letzte Gelegenheit, an ihn auch solche Fragen zu stellen, verpasst haben. Insoweit müssen wir es einfach alle dabei belassen, was dort in Worten steht, kann man vielfach deuten und, wie man sieht, auch unterschiedlich interpretieren. Übrigens kann ich mit der Tatsache, dass Kano es in "eine Form" des Randori einbinden wollte, gedanklich leben. Im Gegenzuge finde ich es allerdings gut, dass Du versuchst, es als einen Auftrag aus seinen Worten zu deuten und in Deine Vorstellungen von Judo zu integrieren. Ansonsten würde es vermutlich langsam ganz verschwinden. Außer innerhalb der Kata, auf deren "Wiederbelebung" derzeit ja viel Wert gelegt wird. Geändert von judoka_nrw (08-02-2009 um 21:18 Uhr). |
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#253
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| Allroundfähig? Klares Nein. Es fehlen Tritte und Schläge. Schaffst du es die beiden Distanzen zu überbrücken siehts gut aus für dich. Natürlich kann man auch mit Judo gegen Kickboxer etc gewinnen, dann muss man es allerdings sehr gut beherrschen. Judo in einer Schlägerei is schon was feines muss ich einfach mal sagen. Allerdings war meine letzte in der Grundschule aber immerhin hatte ich Judo da erfolgreich angewendet . |
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#254
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__________________ 我愛廣府話 Geändert von Freier Geist (17-04-2011 um 00:13 Uhr). |
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#255
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| Zunächst einmal ein paar abwegige Gedanken: -Kano hat Judo in erster Linie nicht als Selbstverteidigung konzipiert, sondern als Erziehungssystem für die japanische Jugend. - Kano hat 1889 bei seinem Vortrag vor der Großjapanischen Gesellschaft für Erziehung erläutert, dass man Randori mit Handschuhen machen kann, um sich bei Atemi zu schützen - Kano hat in den späten 20-er Jahren auch darüber nachgedacht, Randori mit Atemi auszuführen - Kano hat es aber tatsächlich zu seinen Lebzeiten niemals gemacht! Warum? Weil er Randori so gestaltet haben wollte, dass es in Schulen und Universitäten von möglichst vielen jungen Japanern möglichst verletzungsfrei betrieben werden konnte. Kano hat Judo aus den verschiedenen Jujutsu Schulen und seinen eigenen Erfindungen zusammengestellt. Bis auf die Vorführungen anläßlich seiner schon weiter oben erwähnten Rede von 1889 vor der Dai Nihon Kyokukai keinerlei wirkliche Hinweise während seines mehr als 55-jährigen Judolebens auf den wichtigen Einsatz von Atemi im Randori oder beim Judo im Allgemeinen gegeben. Gegenteilige Behauptungen mit dem allgemeinen Hinweis auf Literatur ohne präzise Quellenangaben (auch bei wiederholter Verwendung machen sich Quellenangaben immer gut; wenn man überzeugend sein will) sind eben nichts weiter als Meinungen, wie sie jedem anderen User in diesem Forum ebenfalls zustehen - auch wenn er nicht so viel gelesen haben mag, wie mache hier glauben machen, dass man gelesen haben müsste, um hier berechtigterweise eine eigene Meinung veröffentlichen zu können. Auch Kano hat im Verlauf der Jahre von 1882 (Gründung des Kodokan mit 9 Studenten) bis zu seinem Tode 1938 (mehrere zehntausend Mitglieder im Kodokan) seine Auffassung zu bestimmten Themen mehrfach geändert bzw. auch ändern müssen, um weiter erfolgreich zu sein. Ein starres Beharren auf einer einmal gefassten Meinung widerspricht grundsätzlich allen Judoprinzipien. Und das hat überhaupt nichts mit Prinzipienlosigkeit zu tun. Selbst Zitate von Kano unterliegen einer ständigen Interpretation und niemand kann für sich in Anspruch nehmen, die alleinige Deutungshoheit zu besitzen. Ein wenig mehr Bereitschaft andere zu überzeugen statt zu beschimpfen würde mir in diesem Faden sehr gut gefallen. Abschließend: "Was wir naiverweise für real halten, hängt stark von unserer persönlichen Deutung ab!" MOTs Geändert von MOTs (09-02-2009 um 21:54 Uhr). |
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