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#1
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| Hallo miteinander, Wie der Titel schon verrät, ich habe das Problem, dass ich beim Judo nicht sehr gut werfen kann bzw. fast garnicht, außer ich wende viel Kraft auf. Bsp.: Mache ich im Randori einen Wurfansatz, merke ich schon beim reingehen, das sich mein Partner vorbereitet um zu kontern, öfters lasse ich den Wurf dann bleiben, aber wenn ich dann durchziehe (natürlich nur um den Argumenten zuvor zu kommen "du probierst es ja gar nicht!" ) schaffe ich es halt nur mit sehr hohem Kraftaufwand oder garnicht und werde geblockt.Dies führt halt dazu, dass ich immer passiver werde und nur noch auf Möglichkeiten zum kontern warte. 1.Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Soll ich mehr Eingänge üben, sollte ich bestimmte Cambo's ausprobieren bzw. bestimmte Würfe? 2. Kennt das jemand von euch? 3. (nicht zum Thema) Kann ich den Trip-Takedown auch im Judo anwenden? (man braucht ja engen Körperkontakt, denn es im Standkampf nicht so häufig gibt) Hoffe auf viele gute Antworten, oder zumindest eine richtig gute. Danke im Voraus, Kilban |
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#2
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| mit dem trainer reden.
__________________ "The man who is at the peak of his success, and the man who has just failed are in exactly the same position. Each must decide what he will do next." - Jigoro Kano |
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#3
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| Lernen entspannt zu kämpfen, körperlich und geistig. Durch richtige Uchi-komi-Übungen lernt man das. |
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#4
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| Nun, ich keine deinen Rang nicht ... genausowenig eure Trainingsbedingungen. Aber im Normalfall sollte... : (Abgewandelter Text aus dem Buch "Bujinkan Budo Densho - Gyokko ryu Taijutsu no kata" von Carsten Kühn.) Phase 1: Der Schüler lernt die einzelnen Wurftechniken in der Grundform. Anschließend in einem kompletten Bewegungsablauf. Langsam und Schritt für Schritt. Phase 2: Um dem Schüler ein besseres Verständnis für das Prinzip der Wurftechnik oder für eine bestimmte Bewegung zu vermitteln, werden nun diverse Variationen geübt. Hierbei greifen Lehrer gerne in die große Schatzkiste ihrer Erfahrungen. ( Den Wurf anstatt im Stand, aus knienden Positionen heraus üben, in der Vorwärts-/ Rückwärtsbewegung, aus einer Drehung heraus usw. ) Phase 3: Das reine Erlernen der Grundtechnik ist nun abgeschlossen. Um sie technisch zu verfeinern, können jetzt auch entsprechende Konter und Gegentechniken geübt werden. Das heißt, dass jetzt der Angreifer alle Gegenangriffe des Verteidigers wiederum kontert. Hier wird zum Einen der Zeitpunkt unterschieden, wann die Gegentechnik einsetzt. Zum Beispiel … - … überhaupt keine Möglichkeit zum Angriff bieten. - … im Ansatz der Technik. - … während der Ausführung der Technik. - … während der vollen Wirkung der Technik. - … nach der Technikausführung. Zum Anderen unterscheiden wir gerne das Element, mit dem wir die Technik ausführen. Zum Beispiel … - Erde ( z.B. das Verhindern der Technik ) - Wasser ( z.B. sich im Ansatz herausdrehen / befreien ) - Feuer ( z.B. selbst eine dominantere Technik anwenden ) - Wind ( z.B. spielerisch mit dem Bewegungsfluss des Gegners mitgehen und kontern ) - Leere ( z.B. der Einsatz von Waffen oder geistige Angriffe ) Phase 4: Die Würfe werden nun mit vielen unterschiedlichen Partnern geübt. Also auch mal mit „schwierigen“ Partnern, welche gern blockieren, steif oder sehr kräftig sind. Im Gegensatz dazu natürlich auch mit kleineren, schwächeren Partnern /-innen, bei denen man sich mehr konzentrieren muss. Einen unschätzbaren Wert haben hier Freunde und Bekannte aus anderen Stilrichtungen. Phase 5: Kennt ein Schüler einen Wurf und seine Gegentechniken, so kommt er / sie nun dazu, wieder „ganz von vorne“ anzufangen. Die Technik mit allen Einzelheiten wieder völlig neu zu lernen. Aber dieses mal so, dass sich nicht mehr gekontert werden kann. Phase 6: Als letzte Phase sehe ich persönlich den Zeitpunkt an, ab dem man sich gar keine Gedanken mehr darum macht. Der Kopf sagt nur noch, welche Wirkung beim Gegner eintreten soll. Hände, Füße und Hüfte wissen dann bereits ganz von allein, was zu tun ist. ( „Nicht denken, TUN !“ ) Die Techniken sollen ohne Stopp und ohne Ecken fließen. Hier werden nur noch Timing und Rhythmus verfeinert. Die 8er Regel - Es gibt mindestens 8 Richtungen ( oder Möglichkeiten ) in die eine Technik sich ausführen lässt. - Es gibt mindestens 8 Möglichkeiten, jede dieser 8 Ausführungen zu kontern. - Es gibt mindestens 8 Möglichkeiten, jeden einzelnen dieser mindestens 8 Konter zu vereiteln. Geändert von Asterixxx (15-09-2011 um 20:59 Uhr). |
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#5
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| @ Asterixxx: Wenn du schon aus den "Denshos" von Carsten Kühn abschreibst, solltest du es wenigstens als Zitat kennzeichnen, es sei denn du bist C.K.... Vor allem Textpassagen wie "...ich persönlich...." lassen den Leser ansonsten annehmen, der Text wäre von dir ![]() |
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#6
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| Tut mir leid ... ich wollte nur helfen. Und ich habe den Text umgeschrieben (Kata --> Wurf). Aber der Korrektheit wegen ergänze ich es gerne. ![]() |
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#7
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| Ein echter Guttenberg! ![]()
__________________ Manche Menschen haben einen Horizont mit Radius null und das nennen sie ihren Standpunkt. |
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#8
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| Beste Grüße Geändert von Security (16-09-2011 um 21:49 Uhr). |
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#9
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| kraft ersetzt die technik nicht.
__________________ "The man who is at the peak of his success, and the man who has just failed are in exactly the same position. Each must decide what he will do next." - Jigoro Kano |
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#10
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| Hallo Leute, ich weiß ja nicht ob es weiterhilft. Mein Trainer sagt das wichtigste beim Werfen ist es das Gleichgewicht des Gegners zu brechen. Im Japanischen wird das soweit ich weiß als kuzushi bezeichnet. Im Vid wird ja ab 0,28 die Außensichel gedrillt (einer meiner Favoriten). Ich seh da aber nichts von kuzushi oder aus Gleichgewicht bringen oder die Ballance des Gegners stören. Kann mir das mal einer der Experten erklären? Hab ich Tomaten auf den Augen oder was? ![]() Dank im Voraus. Brandenburger
__________________ homo homini lupus est combat ready |
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#11
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| er bringt den partner aus dem gleichgewicht. nur macht er das ziemlich schnell, dass man genauer hinschauen muss, um den gleichgewichtsbruch zu sehen.
__________________ "The man who is at the peak of his success, and the man who has just failed are in exactly the same position. Each must decide what he will do next." - Jigoro Kano |
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#12
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| wie willst du ohne das werfen ? beispiel uke schiebt du _ ippon seionage / harei goshi / tomoe nage ... uke zhiet du - o soto gari/kosoto gake... usw bei der Prüfung machst ja Würfe aus der Bewegung die kannst ja schleifen was aber noch sein kann dein Körper-Kontakt ist nicht gut, spricht kommst nicht nah genug oder thief genug je nach würftechnik ich verstand es erst nach ca 1 jahr mfg |
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#13
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| Heutzutage geht eh viel zu wenig über die Technik, was sehr traurig ist. Ich habe hier ein paar grundlegende Formen des Randoris: 1) Man übt mit Gegner, die besser sind: Man sollte seine eigenen Techniken mit ganzer Kraft versuchen, um die eigene Technik zu verbessern und sich keine Gedanken über die Verteidigung machen. Die Verteidigung sollte ausschließlich aus Tai-sabaki (Körperbewegungen) bestehen und man sollte sich nicht darum scheren, geworfen zu werden, wenn die Technik des Partners die eigene Verteidigung durchbricht. 2) Man übt mit Gegner seines eigenen Standards: Man sollte seine eigenen Techniken und Stärken so gut es geht erproben. 3) Man übt mit Gegnern, die schwächer sind: Man sollte das technische Prinzip im Hinterkopf haben und den Gegner mit den richtigen und angemessenen Techniken werfen. Man sollte dem Gegner genügend Möglichkeiten eröffnen, selber Techniken anzusetzen, damit dieser sich ebenfalls entwickeln kann. Genau der dritte Absatz ist der springende Punkt: Zu viele erfahrene Judoka wollen immer "100%" Randori kämpfen, egal ob nun ein Anfänger ihnen gegenüber steht, oder ein erfahrener Kämpfer. Das ist falsch. Gerade am Anfang sollte man eben dem Schwächeren eine Chance lassen, wenn er mal einen Ansatz hat, ihn auch durchwerfen lassen... Heutzutage wird das aber kaum noch beachtet. Lieber ringt man 5 Minuten auf der Matte und niemand wird geworfen, bevor einer auch nur ansatzweise einen anständigen Eingang sucht und den Wurf durchzieht. Mittlerweile ist das Judo nur noch ein Greifen und daraus resultierender Vorteil > Wurf. Teilweise zu defensiv, evtl auch bedingt durch die verbotenen Beingreifer.... mfg |
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#14
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| Ich hatte lange Zeit das selbe Problem, bis mich ein anderer Trainer darauf gebracht hat, das ich meinen Partner nicht aus dem Gleichgewicht bringe. Seitdem arbeite ich verstärkt daran und das wirkt gradezu Wunder, auch wenn ich noch dringent weiter daran arbeiten muss. Vieleicht ist das ja auch dein Problem? Bringt man seinen Gegner nicht vor einem Wurf aus dem Gleichgewicht, ist er allerdings häufig nur mit starkem Kraftaufwand zubeenden, ist er einmal im Ungeleichgewicht, geht es wie von selbst. |
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#15
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| Ich höre das jetzt ziemlich oft im Judo: Uke zieht - ich werfe in seine richtung, Uke drückt, ich werfe in meine Richtung - aber was ist wenn Uke im Wettkampf weder zieht noch drückt? Dann muss ich ja die Bewegung initiieren, sonst bin ich ja nur passiv und warte auf eine Gelegenheit. Wenn ich die Bewegung aber initiiere, gebe ich meinem Gegner dann nicht direkt die Chance zu werfen, wenn ich der bin der drückt oder zieht? Dann setze ich mich ja vor ihm in Bewegung und bin doch nach der Grundidee des Judos in der schlechteren Position als Angreifer.... oder ? mfg |
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