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  #1  
Alt 07-04-2006, 11:43
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Kampfkunst: traditionelles judo, freistilringen, escrima, *ing *un, sambo
 
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Standard judo-sv

hat sich jemand mal die neue sv-ausbildung im djb angetan? ich habe dazu nur eine zusammenfassung im djb-magazin gelesen. klingt gruselig und abwegig. der prüfungsreferent h. daxbacher schreibt dort, man wolle im bereich der tritt- und schlagtechniken profis unterrichten lassen, d.h. für die schlagtechniken werden dan-träger aus dem shotokan und für die kicktechniken leute aus dem tkd eingekauft.
ist es nicht erschreckend, daß es unter den vielen, vielen hohen dan-trägern des djb offenbar niemanden mehr zu geben scheint, der die tritt- und schlagtechniken des judo (atemi-waza, kyusho ho etc.) beherrscht?
ich bin jedenfalls ziemlich konsterniert, nicht zuletzt über die etwas sinnfreie einteilung der ausbildung zum "judo-sv-lehrer" in vier module, inklusive ein pflicht-laber-quassel-modul und ein kata-modul! wo goshinjutsu-no-kata gelehrt werden soll. die ausbildung im schlagen und treten (wahlmodul!) umfaßt maximal 12 unterrichtstunden zu je 45 minuten ...
was meint ihr dazu?
mfg
tom
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  #2  
Alt 07-04-2006, 12:16
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Kampfkunst: dies und das
 
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Zitat:
ist es nicht erschreckend, daß es unter den vielen, vielen hohen dan-trägern des djb offenbar niemanden mehr zu geben scheint, der die tritt- und schlagtechniken des judo (atemi-waza, kyusho ho etc.) beherrscht?
Viel erschreckender finde ich, dass hinsichtlich Schlagtechniken für den SV-Bereich Danträger aus dem Shotokan-Karate zu Rate gezogen werden sollen. Ähnliches gilt für die Kick-Techniken und TKD.
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  #3  
Alt 07-04-2006, 12:20
Benutzerbild von lamix75
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Kampfkunst: Modern Arnis, Judo, Ju Jutsu, kleines bisschen BJJ
 
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naja wenn man dann in der SV so schlägt wie im Karate ist die SV ziemlich schnell zu Ende wenn der Angreifer was drauf hat

hmmm und Tritte aus dem TKD für SV reicht doch Front Kick, Low-Kick, alles andere ist Gespiele, Knie währen höchstens noch interessant!
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  #4  
Alt 07-04-2006, 12:29
Benutzerbild von Schnueffler
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Es hört sich ein wenig so an, als wenn die Herren was nachholen wollen. Nur tun sie das meiner Meinung nach auf dem falschen Weg.
Sie sollten sich entscheiden, was sie wollen: einen Wettkampfsport oder ein SV-Training. Beides unter dem Judo zusammenfassen, wie es heute meißt gelehrt wird, halte ich für unpraktikabel.
MfG
Markus
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  #5  
Alt 07-04-2006, 12:45
Benutzerbild von Poeck
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Kampfkunst: Judo, Kung Fu
 
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Beiträge: 99
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Zitat:
Zitat von Schnüffler
Es hört sich ein wenig so an, als wenn die Herren was nachholen wollen. Nur tun sie das meiner Meinung nach auf dem falschen Weg.
Sie sollten sich entscheiden, was sie wollen: einen Wettkampfsport oder ein SV-Training. Beides unter dem Judo zusammenfassen, wie es heute meißt gelehrt wird, halte ich für unpraktikabel.
MfG
Markus

Ich glaube schon, dass man sowohl SV als auch Wettkampfsport unter dem Begriff Judo zusammenfassen kann. Allerdings sollte man sich vorher überlegen was man eigentlich will. Kein Wunder dass man sich Leute von außen für korrekte Atemi-Waza holen muss, wenn die SV mittlerweile zumindest schon in der Bayerischen Prüfungsordnung komplett gestrichen wurde.
Trotzdem halte ich das neue Konzept für nicht ausreichend durchdacht. Also SV-Lehrer muss man doch keine Kata können. Kata ist doch vollkommen anders als eine realistische SV-Situation.

Zitat:
ist es nicht erschreckend, daß es unter den vielen, vielen hohen dan-trägern des djb offenbar niemanden mehr zu geben scheint, der die tritt- und schlagtechniken des judo (atemi-waza, kyusho ho etc.) beherrscht?
allerdings ist das erschreckend. aber deshalb werden jetzt anscheinend einige zum SV-Lehrer ausgebildet!


@tom
könntest du das Konzept vielleicht nochmal ein bisschen genauer erläutern? ich weiß zwar von den 4 modulen, etc., aber wie viele und welche muss man da besuchen? und dann gibts doch auch noch Unterschiede in der Bezeichnung der jeweiligen erreichten Qualifikation, oder?
__________________
www.judo-nuernberg.de
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  #6  
Alt 07-04-2006, 13:05
Benutzerbild von Schnueffler
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@ Poeck:
Meine Betonung lag auch auf, wie es heute unterrichtet wird. Da ist es so, das der Wettkampf klar im Vorteil ist und die SV zurück stecken muß.
Von der Tradition her gesehen, ist es natürlich unter dem Begriff Judo und SV zu verbinden!
MfG
Markus
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  #7  
Alt 07-04-2006, 13:40
Benutzerbild von Poeck
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Kampfkunst: Judo, Kung Fu
 
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Zitat:
Zitat von Schnüffler
@ Poeck:
Meine Betonung lag auch auf, wie es heute unterrichtet wird. Da ist es so, das der Wettkampf klar im Vorteil ist und die SV zurück stecken muß.
Von der Tradition her gesehen, ist es natürlich unter dem Begriff Judo und SV zu verbinden!
MfG
Markus

axo, dann hab ich dich bissl falsch verstanden! so gesehen hast du natürlich vollkommen recht!
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  #8  
Alt 07-04-2006, 14:16
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Zitat:
Zitat von tom herold
man wolle im bereich der tritt- und schlagtechniken profis unterrichten lassen, d.h. für die schlagtechniken werden dan-träger aus dem shotokan und für die kicktechniken leute aus dem tkd eingekauft.
Prinzipiell ist es imho schon eine gute Idee, wenn man keine Ahnung hat, jemand zu fragen der sich damit besser auskennt. Nur sollte man soviel Ahnung haben, dass man auch weiß wen man fragt. Es gibt sicherlich kompetente Leute aus dem Shotokan/TKD, aber i.d.R. ist denen ihr Training aus meiner Erfahrung (ich war bei beiden) heraus keinesfalls auf SV ausgerichtet. Selbst wenn wir mal eine SV-Stunde gemacht haben, hatte das nicht viel realistisches. Vielleicht ist das aber in anderen Vereinen besser.

Die beschriebene Judo-Entwicklung findet sich auch im BJJ. Helio Gracie hat da mal irgendwas in diese Richtung gesagt, dass das heutige Sport-BJJ nicht mehr viel mit "seinem System" zu tun hat und versportlicht worden ist. Das muss ja auch nicht schlecht sein, aber wenn man BJJ/Judo als die ultimative SV-Methode verkauft ("Judo wurde für die Polizei entwickelt und ist deshalb ganz effektiv") finde ich es schade.

Aber selbst das versportlichte Judo/BJJ halte ich für SV tauglich, denn wie man hier sooft liest, kommt es auf ....
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  #9  
Alt 08-04-2006, 11:27
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Standard judo-sv

Zitat:
Zitat von Poeck
Ich glaube schon, dass man sowohl SV als auch Wettkampfsport unter dem Begriff Judo zusammenfassen kann. Allerdings sollte man sich vorher überlegen was man eigentlich will. Kein Wunder dass man sich Leute von außen für korrekte Atemi-Waza holen muss, wenn die SV mittlerweile zumindest schon in der Bayerischen Prüfungsordnung komplett gestrichen wurde.
Trotzdem halte ich das neue Konzept für nicht ausreichend durchdacht. Also SV-Lehrer muss man doch keine Kata können. Kata ist doch vollkommen anders als eine realistische SV-Situation.



allerdings ist das erschreckend. aber deshalb werden jetzt anscheinend einige zum SV-Lehrer ausgebildet!


@tom
könntest du das Konzept vielleicht nochmal ein bisschen genauer erläutern? ich weiß zwar von den 4 modulen, etc., aber wie viele und welche muss man da besuchen? und dann gibts doch auch noch Unterschiede in der Bezeichnung der jeweiligen erreichten Qualifikation, oder?
erstes modul:"gefahrenerkennung"etc. = quasselstunde, dieses modul ist pflicht, von den anderen drei muß man nur zwei besuchen. die anderen module: kata (=goshin-jitsu-no-kata, ist zwar eine wertvolle kata, hat aber in diesem zusammenhang nichts zu suchen), weiteres modul: tritt-und schlagtechniken, letztes modul: "anwendung der judotechniken in der realistischen sv" = wenn der mich so anfaßt, mache ich hier diesen echt gefährlichen hebel ...
das ist an sich schon schlimm, aber es kommt noch dicker: wenn man diese module erfolgreich ... ähh, besucht hat, dann darf man sich "judo-sv-lehrer des djb" nennen. ist das nicht schön?
kann mir mal irgendjemand erklären, was das ganze soll? glauben die im djb wirklich, daß man sich nach absolvieren dieser module tatsächlich verteidigen kann? ich bin, wie unschwer zu bemerken, etwas fassungslos ...
mfg
tom
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  #10  
Alt 08-04-2006, 11:31
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Ich finde das traurig. Der DJB hat sowas imo nicht nötig. Judo ist ein seriöser Sport. Diese SV-Geschichte ist peinlich und wirkt kommerziell.
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Geändert von kinkon (08-04-2006 um 11:34 Uhr).
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  #11  
Alt 08-04-2006, 11:43
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Was ich ja viel interessanter finde ist, dass es meines Wissens nach im Judo keine hohen Tritte gibt und da mit tkd vielelicht ein bissl die falschen als Referenten geholt wurden
Sowieso wird man nich zum SV-Lehrer wenn man nen bissl schlagen und treten kann. Man sollte einmal lernen die eigenen Würfe im Ernstfall auch ohne reißfeste Klamotten beim Gegner ansetzen zu können und nen paar geschickte Übergänge von der Schlag-Tritt Distanz in die Judodistanz.
Also ist zwar nett dass sie wieder auf SV eingehen wollen was auch nötig ist, nru sit der Weg dahin irgendwie falsch

Außerdem lässt sich das ohne weiteres mit Wettkampf vereibaren. Vereinsintern zB lassen wir auch alle Atemis zu im Kampf, aber nur in Bauchregion, da die meißten bei uns noch keine Schützer haben. Punkte gibt es trotzdem nru fürs Werfen(und Bodentechniken) damit das Judo erhalten bleibt so wie wir es mögen, wir wollen ja nich zu JuJutsu werden
__________________
Is was, Doc?
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  #12  
Alt 08-04-2006, 12:10
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Kampfkunst: traditionelles judo, freistilringen, escrima, *ing *un, sambo
 
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Standard judo-sv

Zitat:
Zitat von Ratte
Was ich ja viel interessanter finde ist, dass es meines Wissens nach im Judo keine hohen Tritte gibt und da mit tkd vielelicht ein bissl die falschen als Referenten geholt wurden
Sowieso wird man nich zum SV-Lehrer wenn man nen bissl schlagen und treten kann. Man sollte einmal lernen die eigenen Würfe im Ernstfall auch ohne reißfeste Klamotten beim Gegner ansetzen zu können und nen paar geschickte Übergänge von der Schlag-Tritt Distanz in die Judodistanz.
Also ist zwar nett dass sie wieder auf SV eingehen wollen was auch nötig ist, nru sit der Weg dahin irgendwie falsch

Außerdem lässt sich das ohne weiteres mit Wettkampf vereibaren. Vereinsintern zB lassen wir auch alle Atemis zu im Kampf, aber nur in Bauchregion, da die meißten bei uns noch keine Schützer haben. Punkte gibt es trotzdem nru fürs Werfen(und Bodentechniken) damit das Judo erhalten bleibt so wie wir es mögen, wir wollen ja nich zu JuJutsu werden
bitte nicht judo und das ("deutsche") 1968 "gegründete" "Ju-Jutsu" in einen topf werfen! da krieg ich wutpickel!
ansonsten schrieb kano zum randori (und zu den ersten shiai): es ist bedauerlich und gefährlich, daß neuerdings (1918) einige judoka im kampf eine gebeugte position einnehmen, um nicht geworfen zu werden. dadurch aber sind sie mit den atemi-waza für den gegner leicht zu treffen und nicht in der lage, diese treffer sicher abzuwehren ...
es ist halt viel verloren gegangen im judo seit dem ende des wk II (aber dsa hatten wir ja schon in nem anderen thread).
ich finde es jedoch erfreulich, daß sich offenbar immer mehr judoka (und nicht nur die) dafür interessieren, wie judo in seiner gesamtheit aussieht, jenseits der limitierungen des wettkampf-sports.
in diesem sinne
jiko no kansei!
tom
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  #13  
Alt 10-04-2006, 11:49
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Hmmm,

dann versteh ich aber nicht, warum die Judokas sich nicht ihrer Stärken bewusst sind und ein SV-System entwickeln, welches daran angelehnt ist.

Ich meine damit z.B. den Standkampf mit Clinch-Griffen so schnell wie möglich umgehen, dann mit ein paar kurzen, heftigen Knie- oder Ellenbogentechniken einen effektiven Wurf vorbereiten, wo man gleich in eine gute Ausgangspostition im Boden landet, um finale Schlag-, Würge- oder Hebeltechniken ansetzen zu können.

Aber zwanghaft nun noch TKD-Highkicks oder Karate(!)Schlagtechniken einbauen, naja, ich weiß nicht.... Dabei weiß man ja schon länger, dass genau diese Atemitechniken für eine SV am wenigsten geeignet sind.

Also eher mal ein paar gute MTler oder MMAler mit Schwerpunkt Boden verpflichtet, würde m.E. viel besser zum Judo passen

Diva
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  #14  
Alt 10-04-2006, 11:53
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Das hätte aber was mit logischem Denken zu tun. Das kannst du doch nicht ernsthaft von den Krawattenträgern erwarten!
MfG
Markus
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  #15  
Alt 11-04-2006, 10:46
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Standard judo-sv

Zitat:
Zitat von diva
Hmmm,

dann versteh ich aber nicht, warum die Judokas sich nicht ihrer Stärken bewusst sind und ein SV-System entwickeln, welches daran angelehnt ist.

Ich meine damit z.B. den Standkampf mit Clinch-Griffen so schnell wie möglich umgehen, dann mit ein paar kurzen, heftigen Knie- oder Ellenbogentechniken einen effektiven Wurf vorbereiten, wo man gleich in eine gute Ausgangspostition im Boden landet, um finale Schlag-, Würge- oder Hebeltechniken ansetzen zu können.

Aber zwanghaft nun noch TKD-Highkicks oder Karate(!)Schlagtechniken einbauen, naja, ich weiß nicht.... Dabei weiß man ja schon länger, dass genau diese Atemitechniken für eine SV am wenigsten geeignet sind.

Also eher mal ein paar gute MTler oder MMAler mit Schwerpunkt Boden verpflichtet, würde m.E. viel besser zum Judo passen

Diva
die art zu kämpfen, die du obenstehend beschreibst, ist eine recht gute erläuterung des kodokan judo, wie kano es lehrte. und was die MMAler betrifft - beinahe alles, was die machen, findest du im authentischen judo (einiges sogar besser).
warum dsa heute nicht mehr so ist? ganz einfach - nach dem wk II haben sich organisationen wie das ioc berechtigt gefühlt, aus dem judo etwas zu machen, was ihrem verständnis westlicher sportarten entsprach. einige halbgebildete berufen sich ja noch heute darauf, daß kano sein judo in die reihen der olympischen disziplinen aufgenommen wissen wollte - trotz gegenteiliger aussagen kanos, die in schriftform noch heute vorliegen. da wird nämlich einiges verwechselt : kano war den olympischen spielen sehr zugetan, förderte als mitarbeiter des jap. erziehungsministeriums die verbreitung westlicher sportarten in japan, da sie in seinen Augen wertvoll waren - und wies immer wieder darauf hin, daß kodokan judo nicht nit dem westlichen verständnis des sports zu erfassen ist, da es ganz andere zieluund aufgaben hat. da dies offenbar in vergessenheit geraten ist, wurde aus dem wettkampf-judo eine weitgehend sinnfreie, nur um sich selbst kreisende simple sportart ohne jeden wert. schade, aber man muß diesen weg ja nicht mitgehen.
in diesem sinne - jiko no kansei!
tom
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