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#1
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| Hallo Leute! Jetzt muss ich Euch mal was fragen und ich bitte um sachliche, ehrliche Antworten: (Also bitte nicht diskutieren oder streiten!!!) Was mich ehrlich im Bujinkan Budo Taijutsu stört ist, dass dieses System offiziell aus NEUN alten japanischen Schulen besteht, aber in Wirklichkeit nur SECHS davon unterrichtet werden!!!!!! Vom Karate bin ich halt gewohnt, dass mir (zumindest theoretisch) "alles offensteht". Damit meine ich z.B.: ...wenn ich meinem Trainer sage, dass mich mal eine höhere Kata trainieren würde, dann tun wir das einfach. Aber im BBT ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass selbst hohe Dan-Träger nur sehr unvollständige Unterlagen haben. Ja, wo gibt es denn sowas, dass selbst jemand mit einem 10.Dan (!) noch nicht mal alle Unterbereiche seiner Kampfkunst kennt? Ist das im Genbukan genauso? Schließlich besteht das aus deutlich mehr Stilrichtungen. |
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#2
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| Definier mal bitte "Unterbereiche". Ich interpretiere das mal mit Grundlagen und ich kenne keinen hochgraduierten Schüler oder Lehrer im Bujinkan, welcher die Grundlagen nicht kennt. Wenn das doch der Fall war, dann war 10.Dan evtl. nicht so gut. Speziell im BBT gibt es sowieso ziemlich viele "Sonderfälle". Kommt natürlich auf die Schule/das Dojo/den Lehrer etc. an...
__________________ Jede Rede erscheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt. |
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#3
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| Hallo Asterixxx, also wie dir sicherlich bekannt sit, hat das Bujinkan so seine Besonderheiten. Wenn man genauer darüber nachdenkt vieleicht sogar mehr als viele andere Organisationen. Die vielen Freiheiten der Shidoshi können das System als Ganzes ungemein fördern - oder halt auch blockieren. Die Qualitätsunterschiede sind halt da und wohl auch von Soke Hatsumi gewollt. Ein paar allgemeine Worte zu den 9 Schulen. Eine Ryu ist eigentlich ein vollständiges Kampfsystem. Oft wurde nur ein Teil (der einfachste natürlich) an die breite Masse weitergegeben, während der tiefere Einblick (sehr) wenigen Personen vorbehalten war. So gesehen ist folgt das Bujinkan oft dieser Tradition. Man kann sich ja auch ewig lange mit einem Stil beschäftigen, um in die tieferen Geheimnisse einzudringen. Sieht man nun die vielen Stile im Bujinkan und auch den anderen X-Kan, obliegt es deiner Phantasie wie lange es dauert und wie viel Material du studieren musst, um einigermaßen einen Überblick zu erhalten. Dies ist in anderen Systemen sicherlich anders und deutlich einfacher. Soke Hatsumi hat den Technikkatalog halt einfach nicht "offiziell" und "vollständig" veröffentlicht. Das ist sein Recht und er kann als Soke tun, was ihm richig erscheint. Oft sind dann auch noch historische Stile nicht mehr vollständig, da zu dem schriftlichen Teil in der Regel auch eine mündliche "Erklärung" gehört. Wenn man nun nur einen Teil hat wird es schwierig. Dies scheint auch bei einigen Ryu die im Bujinkan System vorhanden sind der Fall zu sein, denn teilweise sind nur Theorien oder Strategien oder einzelne Konzepte vorhanden. Diese Voraussetzungen machen das System (wie die anderen x-kan) zwar sehr interessant, gleichzeitig aber ist die individuelle Bereitschaft gefordert und notwendig, um entsprechende Ergebnisse im Geiste wie im Körper zu erzielen. Das die Graduierung hierfür nur als Ansporn und nicht als Maß aller DInge zu werten ist, scheint ja allgemein bekannt zu sein. Ich hoffe dir mit meiner Antwort etwas geholfen zu haben. |
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#4
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| Zitat:
Die 3 Schulen die nicht unterrichtet werden sollen (nach allgemeinen glauben) sind: Gikan Ryu Koppojutsu Gyokushin Ryu Ninjutsu Kumogakure Ryu Ninjutsu Gikan Ryu wird wahrscheinlich wegem dem Streit um die Sokeschaft nicht regulär unterrichtet. Trotzdem werden in Japan ab und an mal Taijutsu Kata unterrichtet, und Hatsumi redet auf seiner Koppojutsu DVD über das Koppojutsu der Gikan. Gyokushin Ryu hat nur 13 Kata und ein Paar Waza zu den Waffen (vorallem Nawa, Fundo und Kunai) ist aber im ganzen nicht auf Kampf spezialisiert wie die hervorhebung des ,,Ninjutsu´´ im Namen auch hervorhebt. Die Fundo nawa und Kunai sachen sind aber bekannt und waren teilweise sogar schon jahresthema. Das Koppojutsu der Gyokushin wurde auch schon mehrmals in Japan gezeigt. Kumogakure Ryu ist die Schwesternschule zur Togakure. Viele Kata sind ähnlich so das sie meist nicht seperat unterrichtet werden. Aber auch hier wurde in Japan und auf DVD´s schon einiges gezeigt. Das Sojutsu der Kumogakure gibts sogar in Hatsumi Clips aus den 80ern. Und der Ryogamayari dieser Schule ist eigentlich ja auch bekannt. Also es werden Inhalte aus allen 9 Schulen unterrichtet, aber keine komplett, dazu würden auch so sachen wie Heilkunde, Strategie, Reiten usw. gehören. Desweiteren wird die Ettikete der einzelnen Schulen bis auf ein paar Aspekte weggelassen, bzw. durch Bujinkan ettikete überschrieben. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Und zumindest bei dieser Ryu kann man zu jeder Kata Material finden und es wurde jede auch schon soweit verbreitet das sie jeder lernen könnte wen er den nen Lehrer findet. Auch wenn die anderen 8 Ryu nicht so viele verschiedene Waffen haben, die Taijutsu Kata von Gikan, Takagi Yoshin, und Shindenfudo Ryu sind ähnlich umfassend wie in der Kuki. Bestimmte Sachen werden selbst in Japan nur selten unterrichtet und wenn man dann nicht gerade in Japan war hat man es halt nicht mitbekommen. Aber du hast recht es gibt im BBT sehr viele teils hochgraduierte Leute die nicht viel Plan von dem Haben was sie machen. Sowohl heoretisch als auch praktisch. Es gibt auch sehr viele Leute die alles mögliche nur keine Kata unterrichten. Du musst halt selber für dich unterscheiden bei wem du trainieren gehst und was du genau willst. Zitat:
Lg Micha |
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#5
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| Zitat:
Beste Ansprechpartner dafür ist nun mal Hatsumi Sensei Abgesehen davon wird keiner von uns die Bujinkan oder Genbukan betreiben 1005 alles erfahren sprich können. Wenn überhaupt 25 % von allem selbst das wird nicht so einfach werden das wissen bis dahn zu bekommen Geändert von Marcus (28-07-2011 um 12:50 Uhr). |
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#6
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| Prinzipiell ist es bei uns wie im Bujinkan: Das Genbukan ist ein System das auf unseren 18 Ryu ha gründet und erstmal ein eigenes System bildet. Welche Techniken dies bis zum 1. Dan sind kann nachgelesen und nachvollzogen werden. Steht auf der Webseite und im offiziellen Trainingsbuch. Welche Techniken zu welcher Ryu ha gehören ist normalerweise nicht gelistet, kann aber mit Sicherheit nachvollzogen werden wenn man sich auskennt und die wirklich hohen Lehrer im Genbukan können dir auch sagen aus welcher Ryu Ha die einzelne Technik kommt. Ab dem 1. Dan können Lehrer Graduierungen in traditionellen Ryu Ha bekommen bzw. trainieren. Die Techniken sind dann meist etwas anders. Welche Ryu Ha ein Lehrer unterrichten kann hängt dann natürlich von seiner Graduierung darin ab oder kann bei Leuten ab dem 4. Dan in der offiziellen Liste nachgesehen werden: Browser Compatability
__________________ Genbukan Ninjutsu Karlsruhe / Pforzheim |
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#7
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| @Marcus Zitat:
Auf Fragen bekommt man meist Sphinxartige Antworten. Zitat:
@Ektron Schöner Beitrag. Lg Micha |
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#8
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| Sotodeshi und Uchideshi werden hier allerdings völlig falsch verstanden. Ein Sotodeshi kanndurchaus wesentlich weiter kommen als ein Uchideshi. Leider wird da im Westen wieder einmal mehr in japanische Begriffe hineininterpretiert als sein sollte. Jemand, der am Dôjô oder im Haus des Lehrers wohnt hat wahrscheinlich mehr Möglichkeiten Dinge wahrzunehmen, die rund um diesen Ort geschehen, steht deshalb aber nicht automatisch über den Schülern, die zu jedem Training vorbeifahren müssen. Uchi und Soto bezeichnen hier nur physikalisch die Orte an denen sich die Deshi aufhalten und alles was darüber hinausgeht ist leider wieder typische westliche Budôromantik. |
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#9
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| Man sollte aber anmerken, dass Uchi und Soto prinzipiell erstmal Teil eines Gesellschaftsprinzips innerhalb der japanischen Gesellschaft sind. Dabei geht es um die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Ist man Mitglied, ist man "drinnen" (Uchi). Ist man kein Mitglied, ist man außen vor (Soto). Es gibt entweder nur Deshi oder nichts. Entweder hat der Lehrer Schüler und lehrt seine Kunst oder eben nicht. Abstufungen werden erstmal nicht gemacht. Man ist Schüler oder nicht. Je nach Leistungsstand, Willen, usw. kann der Lehrer natürlich unterscheiden was er wem beibringt. |
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#10
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| und wo liege ich den da Falsch? Ich gehe mal davon aus das Noguchi nicht so gut wäre wie er ist wenn er im Schwarzwald wohnen würde und nur alle halbe Jahr mal für 2 Wochen in Japan wäre. Uchideshi heißt ja nur das der Schüler vorort lernt und das auch außerhalb des, sagen wir mal ,,Tourismusbetriebes´´. Sotodeshi ist dagegen der der nur zum Training kommt was aber in BBT Kreisen vorallem auf die Budotouristen (nicht abwertend gemeint bin ja selbst einer) zutrifft. Das hat nichts mit Budoromantik zu tun, sondern es ist einfach so das man durch dauernde anwesenheit 1. eine persönlichere Beziehung zum Lehrer aufbaut und 2. wenn ein Thema nur alle 200 trainingseinheiten mal dran kommt hat der Uchi halt die größeren chancen nichts zu verpassen. Ist nichts anderes als bei uns im Training. Wer 2x die Woche kommt wird auch mehr Wissen und Können erlangen als der der alle 4 Wochen mal reinschaut. Lg Micha |
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#11
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| @ Dragodan ja soto und uchi findet sich nicht nur bei den deshi nur ging es mir jetzt nicht um das was es sonst noch so gibt. Wie Du selbst ja bestätigst ist man einfach deshi oder nicht und nicht würdigerer oder unwürdigerer deshi. @ Deamonday kann sein dass es im Bujinkan so läuft. Das hat dann aber eigentlich nichts wirklich mit dem ich sage mal System von uchideshi und sotodeshi zu tun sondern ist halt ein anderes problem. Ein sotodeshi kann sogar mehr trainieren als ein uchideshi und auch besser sein, weil es eben wie dragodan ja auch schrieb nur deshi und nichtdeshi gibt was das Anerkennen durch die Schule betrifft. Was Du ansprichst ist ein generelles Problem von ausländischen Schülern die nicht einmal im land leben wo die Schule steht und trifft es nicht ganz mit den typischen sotodeshi und uchideshi, gabs früher ja auch kaum. Theoretisch könnte ein ausländischer Schüler mehrmals seinen Status wechseln weil er zwischendurch einfach mal wiederholt ein paar monate oder gar ein zwei jahre uchideshi wird wenn er es irgendwie kann. In vernünftigen Schulen also wo lehrer echte lehrer sind muss das Lernen unter einem anerkannten Lehrer der japan aus irgendwelchen gründen verlassen hat nicht schlechter sein als das lernen in Japan vor ort. In stilen wo jeder lehrer sein darf der will oder wo Graduierungen eigentlich keinen echten sinn haben gilt das weniger. Da muss man dann natürlich glück haben mit dem lehrer den man dann außerhalb japans findet. Es gibt genug beispiele, wo schüler eines ausgewanderten lehrers gut mit den leuten in japan mithalten konnten. Wieviele echte lehrer außerhalb japans es im bujinkan gibt weiß ich natürlich nicht aber die vielen diskussionen unter euch lassen mich da eher auf Ausnahmen schließen. Aber selbst da kann ein ausgewanderter echter lehrer dich genauso weit bringen wie das training vor ort. Klar ein paar Boni gibt es natürlich nicht und sei es nur das feeling vor ort und der extrahauch exotik. |
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#12
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| och shingaku Deswegen schrieb ich doch auch im Bujinkan und in dem Thread geht es doch auch nur um selbiges. Das das nicht auf Japanische Künste im allgemeinen zutrifft weis ich natürlich. Lg Micha |
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#13
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| Es war die Rede von Genbukan und Bujinkan und deine Antwort war Zitat:
dass Du von einem ganz speziellen Bujinkanuchideshisystem sprichst, was mit dem normalen eigentlich nichts zu tun hat. Mit dem neuen hinweis, dass Du alle Ausasagen dazu nur auf Bujinkan beziehst, sieht es natürlich anders aus. Auch im genbukan kann es auch wieder anders laufen könnte ich mir vorstellen da es ja generell etwas anders funktioniert. |
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#14
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| Manchmal frag ich mich, wie oft er vielleicht klipp und klar wichtige Hinweise gibt, dabei aber einfach Fachbegriffe benutzt, die vielen Schülern nicht bekannt sind. Uechiba war angeblich auch eine "Sphinx". Dabei zeigt sich mehr und mehr, daß seine "Orakel" tatsächlich klar benannte Bewegungsprinzipien waren, sich aber kaum jemand für diese Fachbegriffe zu interessieren schien. Ten-Chi-Jin, Aiki, Die sechs Richtungen/Kräfte/Vektoren, Öffnen und Schließen, Spiralen, Intention statt Muskelkraft, Verschmelzen mit dem Gegner, Zentrumsarbeit, Langwaffen als Grundlage und Prüfstein der Körperarbeit, etc. - Nichts davon war bei Uechiba so philosophisch gemeint, wie es häufig interpretiert wird. Es sind klar definierte Konzepte aus dem Bereich der traditionellen asiatischen Körperarbeit. Ich wüßte zu gern, was Hatsumis kryptische Hinweise sind.
__________________ Manche Menschen haben einen Horizont mit Radius null und das nennen sie ihren Standpunkt. |
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#15
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| Ich spiele schon länger mit dem Gedanken einen zum Thema Aiki zu eröffnen, aber ich glaube das könnte für manche schockierend werden ![]() Grüße Ima-Fan |
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