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#1
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| Hi, es gibt ja Kempo Karate, was ist nun der Unterschied, bzw. was sind die Unterschiede zwischen Okinawas Kempo und dem heutigen Karate-Do ? Grüße KK
__________________ Have a break, have a ...discussion. |
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#2
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| Kempo, die japanische Schreibweise für Quanfa (in beiden Sprachen "Methode der Faust") waren eigentlich chinesische Kampfmethoden, die von Handelsreisenden, Priestern, Emigranten usw. nach Okinawa gebracht wurden. Bis der Einfluss der Japaner (Meiji-Periode) wuchs, pflegten die Okinawaer (schreibt man die so?) eine intensive Beziehung zu den Chinesen. Mit dem japanischen Einfluss begannen sich die Kampfmethoden stärker zu verändern, man wurde "nationalistischer" und man wollte etwas eigenes. Elemente wurden aus den Systemen herausgenommen, anderes vereinfacht oder "begradigt". Alles wurde irgendwie direkter, nicht so verspielt, wie die Chinesen. Ähnliche Entwicklungen findet man in vielen Dingen, wie zum Beispiel der Architektur oder der Kunst. Irgendwann (lt. diverser Bücher im 19 Jh.) etablierte sich nebenher der Begriff Karate, allerdings wurden (und werden) beide Begriffe parallel verwendet. "Kara" "Te" ... diese beiden Worte, die heute mit "Leere Hand" übersetzt werden, bedeuteten ursprünglich "Chinesische Hand". Erst Funakoshi kam auf die die Idee, ein anderes Schriftzeichen zu wählen, das genauso ausgesprochen wurde. So wurde aus Kara = Chinesisch dann das Kara = Leer, das man aber auch als Ku = Himmel lesen kann. Japanisch muss ne ziemlich umfangreiche Sprache sein ... Kempo-Karate ist ein Zwitter aus dem okinawischen Karate und dem chin. Quanfa, sozusagen ein Schritt in die Vergangenheit. Im Gegensatz dazu identifizieren sich die meisten Kempo-Stile (egal, ob Europa, Hawaii, Amerika oder sogar Japan und Okinawa) eher mit dem Karate, als mit dem Quanfa. Naja, keine Ahnung, warum. Man sollte die Wurzeln nicht "verleugnen". Ich selbst habe ewig gebraucht, um die Wurzeln meines Kempostiles heraus zu finden, aber das Wissen um die Geschichte macht immer auch ein bisschen Stolz - man ist sozusagen ein Teil der Geschichte. Gruß Dirk Geändert von Bokuto (19-05-2003 um 20:54 Uhr). |
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#3
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| Danke für die umfassende Information ![]()
__________________ Have a break, have a ...discussion. |
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#4
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| Hallo! Es gibt noch andere Deutungsmöglichkeiten. Anfang bis Mitte des 10. Jahrunderts lebten Chinesen in Japan die dort unterrichteten. Zur Unterscheidung wurde dies Kenpo genannt. So ist z.B. Inyo Ryu Kenpo Karate entstanden. Der Meister des Gründers war ein Chinese, der ein sogenanntes Juji? Kenpo lehrte. Dies verband der Inyo Ryu Gründer Hirayama mit Karate. Das heutzutage der Begriff Kenpo häufiger benutzt wird, ist wohl eher Mode. Klingt vielleicht cooler. |
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#5
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| Hmmmm ... ich denke, dass sich Kenpo deshalb als Begriff durchgesetzt hat, weil es in Amerika sehr populär ist und in Europa nur die wenigsten wissen, dass es Kenpo/Kempo gibt! Gruß Mike
__________________ www.nikolaus-budo-lehrgang.de www.warriors.de www.psds.de NBL findet am 13. +14.12.2008 statt! |
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#6
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| Dann gibt es ja noch Linds Shotokan Kempo Karate, dass er als rückbesinnung auf das originale Okinawa-Te verstanden haben möchte. mfg, Luggage |
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#7
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| Hi, ja, das MÖCHTE er, aber ich sehe das etwas anders. Okinawa-Kempo ist etwas besonderes und man findet es heute in Europa nur selten vor. W. Lind nimmt Shotokan, modifiziert es und nennt es dann Shotokan-Kempo-Karate. Naja.. ich möchte damit niemanden angreifen, aber richtig ist das IMHO nicht. Wo sind die Prinzipien des Kempo wie Keil-Prinzip, Gleichzeitigkeit etc....??? Wo ist die Abhärtung der Faust und des Körpers ??Diese Art des Kempo ist viel zu statisch und unflexibel, gibt aber eine sehr gute Basis her Ich habe diese Dinge noch auf keinem Video des BSK gesehen. Ich denke, W. Lind hat die richtigen ansätze, interpretiert die Dinge aber falsch. |
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#8
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| Zitat:
Gruß Mike
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#9
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| Hallo Mike, ich denke Deine Interpretation ist richtig wenn. 1.) Du mit Deiner Interpretation eine SV-Situation auf Leben und Tod überlebst und 2.) Du Dir im Training keinen körperlichen Schaden (Gelenke, ...) zufügst. Ansonsten ist ALLES Interpretationssache. Tschüssi Ike |
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#10
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| HI, ja, natürlich, wann ist eine Interpretation richtig und wann falsch, das kann keiner sagen. Aber ich habe ja schließlich auch zwei Beispiele gebracht, was Hr. Lind falsch macht. Abgesehen davon, daß die ART und WEISE der statischen Bewegungen so auf Okinawa nie unterrichtet wurde und auch heute nicht wird. |
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#11
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| Hallo Goshinsatori, warst Du schon mal auf Okinawa - wie trainiert man denn dort so? Äußerungen wie: "wann ist eine Interpretation richtig und wann falsch, das kann keiner sagen" passen nicht zu: "was Hr. Lind falsch macht" Auch ein Herr Lind hat klipp und klar das Recht, die traditionellen Kampfkünste in seiner Art und Weise zu interpretieren. Tschüssi Ike |
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#12
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| HI, ich selbst war nicht auf Okinawa, aber mein Lehrer und zwar viele JAHRE ! Das hat aber alles nichts mit dem Thema zu tun. Jeder hat das recht seine Meinung zu sagen, aber man wird wohl kritisieren können und dürfen. Denn dazu ist das BOARD da. Hr. LIND mach das meiner Meinung nach FALSCH. Wenn ihr anderer Meinung seit, ok, dann begründet das aber bitte und Thematisiert hier nicht INTERPRETATION sondern kommt zum eigentlichen THEMA und schreibt doch mal EURE Meinung ! ![]() |
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#13
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| Hey Jungs, locker bleiben ... Mich hat nur interessiert wie das mit dem interpretieren und dem richtig und falsch ist! Daran scheiden sich bekanntlich, und das haben wir hier gemerkt, die Geister! Meine Frage hat sich geklärt ... Danke! Gruß Mike
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#14
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| Das einzige, was ich mit Bestimmtheit über Hr. Lind sagen kann, ist: Mit wachsendem Bekanntheitsgrad sinkt seine Kritikfähigkeit. Aber ich glaube, das trifft auf sehr viele Meister zu, die ihre Kunst vorrangig kommerziell betreiben. Leider. @Goshinsatori: Wenn er seinen Stil als Rückbesinnung verstanden haben will, ist das nicht gleichbedeutend mit: "Ich mache eigentlich Okinawa-Te und nenne es nur anders". Heutzutage findet man ja eine vergleichbare Analogie in der Modewelt: Styles der 60er, 70er oder 80er Jahre werden adaptiert - aber nicht kopiert. Die heutigen Schlaghosen, die sich an den 60ern orientieren, weisen modernere und bessere Materialien sowie bequemere Schnitte auf, die dem Stand der heutigen Zeit entsprechen. Das ist eine Rückbesinnung im Sinne des Fortschrittes. Gruß Dirk |
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#15
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| Zitat:
Zitat:
Gruß Mike
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