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  #361  
Alt 30-04-2008, 15:21
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Zitat von tsange Beitrag anzeigen
keineswegs paranormal, sondern darauf begründet, dass man eine kraft in den partner schickt und mit den eigenen ganz normalen taktilen sensoren das echo erfasst, ganz ähnlich wie bei einer ultraschalluntersuchung (oder einem radarscan).
diese Erklärung halte ich nicht für richtig, geht IMHO ohne Kraft reinzuschicken und auch auf Distanz.

Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
also eine "gewöhnliche" mustererkennung (wie zu beginn des threads von dir und von trinculo beschrieben) mit ungewöhnlichen mitteln.
Das wäre Telepathie auch, oder die Wahrnehmung einer Störung in der Matrix

Das hier hört sich in meinen Ohren doch schon etwas ungewöhnlich an (nehm ich ihm aber auch nicht so ganz ab).
Allerdings muss man innerhalb dieser Methodik eher still (leer) werden, als starke Emotionen zu suchen, wie im Ansatz von Sensei Senz:

"Eine jegliche Regung, sei es physisch oder mental, ist aus unserer Sicht, immer erst eine Folge innerer Energetik. Ähnlich wie man normalerweise nicht die Energie selbst, sondern immer erst deren Wirkung wahrnimmt. Dschuang Dsi spricht hier vom „Fasten des Herzens“, um auf eine Ebene hinzuweisen, die vor den uns bekannten Wahrnehmungen (unseres Selbst und darüber auch des Anderen) liegt. Das bedeutet, man muss den Bereich wahrnehmen, der vor dem Fühlen liegt. Daoistisch: Man muss das Nicht-Fühlen fühlen. So kann der Weise „im verborgenen handeln“, bzw. „nicht handeln und doch bleibt nichts ungetan“ (Laotse). Denn dieses Handeln findet in einem Bereich statt, der vor der Wahrnehmung eines Untrainierten liegt und bleibt ihm daher verborgen. Bzw. er kann keine Handlung erkennen. So sagt unser Stilbegründer Chen Wangting (17. Jahrhundert): „Niemand kennt mich, wobei ich alle kenne.“

Geändert von bluemonkey (30-04-2008 um 15:28 Uhr).
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  #362  
Alt 30-04-2008, 18:23
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
zitat tsange: darauf begründet, dass man eine kraft in den partner schickt und mit den eigenen ganz normalen taktilen sensoren das echo erfasst,

diese Erklärung halte ich nicht für richtig, geht IMHO ohne Kraft reinzuschicken und auch auf Distanz.
das h in imho halte ich bitteschön für affig (ohne anspielung auf deinen nick).
gehen tut sicher vieles und es ist klar, dass du mit taiji deutlich mehr erfahrung hast als ich. vermutlich kennst du vieles, von dem ich noch keine ahnung habe.

das direkte scannen im kontakt mit dem gegner (auf das ich mich bezog) bringt verdammt viel information, selbst einer anfängerin wie mir. und dinge wie steigphase-anhaften würde ich schon als hineinschicken einer kraft bezeichnen, es tut ja auch was mit dem gegenüber.

auf distanz bin ich vorläufig auf visuelle bewegungserfassung und allgemeine situations- und personeneindrücke angewiesen, um einzuschätzen, was gerade auf mich an energien und intentionen zukommen.

mag sein, dass ich irgendwann auch dinge wie wärmeentwicklung beim gegner auf anderthalb meter entfernung bemerke, an irgendeiner körperstelle, wo sich gerade seine angriffe zusammenbrauen. oder dass ich reine intention auf noch größere entfernung registriere, in welcher form auch immer. davon weiss ich heute nichts. mag auch sein, dass ich mehr bemerke, als ich benennen kann und noch lernen muss, es auszudifferenzieren und zuzuordnen.

ich freu mich aber, wenn du mir ein bissl mehr darüber erzählst.

Zitat:
Zitat von tsange
also eine "gewöhnliche" mustererkennung (wie zu beginn des threads von dir und von trinculo beschrieben) mit ungewöhnlichen mitteln.

Das wäre Telepathie auch, oder die Wahrnehmung einer Störung in der Matrix
telepathie wäre auch eine mustererkennung mit ungewöhnlichen mitteln, aber keine gewöhnliche, sondern eine paranormale, und daher keine wie zu beginn des threads usw.

was ich beschrieben habe, ist mehr sowas wie ultraschall - strahl hinein, strahl reflektiert und ergibt ein muster. oder, ohne technisches gerät: wie auskultation - gestreckte finger flach auf wen auflegen, mit einem finger der anderen hand auf den eigenen finger draufhämmern und das klangliche echo, das man über luftgefüllten oder nichtluftgefüllten organen des anderen erhält vergleichen. man erzeugt ein diskretes signal und kriegt ein deutliches signalmuster zurück, als information.

telepathie als aktives scannen auf echo-basis erscheint mir sehr schwierig. das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen (obwohl ich mir telepathie sehr gut vorstellen kann), weil es noch viel höhere anforderungen als bloßes inneres stillmachen zwecks empfang voraussetzen würde. ein echo-scan erfordert ja, dass man sendet _und_ das echo noch von seinen eigenen mustern auseinanderhält. und im gegensatz zur körperlich-taktilen situation, wo man die richtung des angriffsvektors als spürbare orientierungshilfe hat, müsste bei einer gedankenübertragung die angriffsabsicht wohl aus sicht des anderen übernommen werden, was dann als echo in gegenrichtung doch sehr verwirren dürfte bei der unterscheidung "was davon war jetzt ich und was davon war jetzt er". ich denke, wenn telepathie, dann einfach so, dass man impulse mit fremdsignatur einfach als signale hereinkriegt und (wenn der eigene kopf nicht mit zuviel eigengeräusch angefüllt ist) mehr oder weniger bewußt bemerkt und verwertet.

Zitat:
Das hier hört sich in meinen Ohren doch schon etwas ungewöhnlich an (nehm ich ihm aber auch nicht so ganz ab).
Allerdings muss man innerhalb dieser Methodik eher still (leer) werden, als starke Emotionen zu suchen, wie im Ansatz von Sensei Senz:
bin ich sehr dafür. ich schreib ja schon die ganze zeit, dass mir angst und schrecken als lehrmeister nicht behagen würden und mir die entspannungsmethode viel mehr zusagt.

Zitat:
"Eine jegliche Regung, sei es physisch oder mental, ist aus unserer Sicht, immer erst eine Folge innerer Energetik. Ähnlich wie man normalerweise nicht die Energie selbst, sondern immer erst deren Wirkung wahrnimmt.
ob man jetzt energie oder kraft sagt: es ist gekennzeichnet dadurch, dass es eine wirkung hat. das kann man als anfänger mit den händen spüren und wohl als fortgeschrittener auch auf distanz.
was man mit den händen spürt, ist relativ leicht zu entziffern, während distanzsignale, um nutzbringend gedeutet zu werden, wesentlich komplexer sein müssen. und da stolpern wir gleich mal über die schwierigkeit, dass menschen nicht bezeichenbare wahrnehmungsmuster gerne in vertraute sinneswahrnehmungen "übersetzen". wenn jemand sagt, er sieht um einen zornigen menschen eine flammend rote aura, ist das vielleicht seine übersetzung der vielen micro-wahrnehmungen der zornenergie bei diesem menschen. aber vielleicht ist da wirklich eine rote aura, die ich und du nicht sehen können. man weiß es nicht. ebenso: wenn jemand sagt und empfindet, er sieht die wärme in der schulter des gegners, bevor dieser zum schlag ansetzt: vielleicht sieht er wirklich wärme, vielleicht sieht er aber dasselbe wie ich: eine diskrete muskelspannung, ein minimales aufstützen auf einem bein, eine winzige änderung des blicks. warum sollte jemand nicht - aufgrund von hohem können - seine mikrowahrnehmungen in energievektoren des gegners übersetzen können und dann auch folgerichtig den gegner als energiemuster "sehen". es ist ja optimal nutzbar.

vielleicht ist es aber auch genau umgekehrt: dass wir die energiemuster wahrnehmen und lauter verdrängte telepathen sind, die unsere wahrnehmungen nicht bezeichnen können und daher als visuelle micro-signale umdeuten
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  #363  
Alt 30-04-2008, 18:50
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Dschuang Dsi spricht hier vom „Fasten des Herzens“, um auf eine Ebene hinzuweisen, die vor den uns bekannten Wahrnehmungen (unseres Selbst und darüber auch des Anderen) liegt. Das bedeutet, man muss den Bereich wahrnehmen, der vor dem Fühlen liegt. Daoistisch: Man muss das Nicht-Fühlen fühlen. So kann der Weise „im verborgenen handeln“, bzw. „nicht handeln und doch bleibt nichts ungetan“ (Laotse). Denn dieses Handeln findet in einem Bereich statt, der vor der Wahrnehmung eines Untrainierten liegt und bleibt ihm daher verborgen. Bzw. er kann keine Handlung erkennen. So sagt unser Stilbegründer Chen Wangting (17. Jahrhundert): „Niemand kennt mich, wobei ich alle kenne.“[/color]
jetzt fällt mir erst auf, dass du das wohl fettgeschrieben hast, weil es dir wichtig ist. tschuldigung - da schreib ich so eine lange wurst und lass den hauptteil weg...

ich denke, mit dem nicht-fühlen oder dem vorzustand vor dem fühlen ist einfach das größtmögliche "stillwerden" und die (erzeugung und wahrnehmung von) intention als reiner impuls gemeint (bei völliger abstrahierung aller überlagerungen durch denken, ego, gefühlen).
ich stell mir das ungefähr wie die teich-metapher vor, die (oje) bei der telepathie und/oder präkognition gerne verwendet wird: nur auf einer völlig stillen wasseroberfläche wirst du die wellen, die durch einen außenimpuls entstehen, präzise wahrnehmen können. daher wird nur jemand, der innerlich ganz still ist, unverzerrte signale erhalten können.
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  #364  
Alt 30-04-2008, 22:26
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Oh mann,
mir schwirrt der Kopf

Zitat:
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gehen tut sicher vieles und es ist klar, dass du mit taiji deutlich mehr erfahrung hast als ich. vermutlich kennst du vieles, von dem ich noch keine ahnung habe.
Da würd ich jetzt nicht drauf wetten ich bin doch nur Zehntausend-Bücher-Li

Zitat:
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das direkte scannen im kontakt mit dem gegner (auf das ich mich bezog) bringt verdammt viel information, selbst einer anfängerin wie mir. und dinge wie steigphase-anhaften würde ich schon als hineinschicken einer kraft bezeichnen, es tut ja auch was mit dem gegenüber.
sicherlich, aber ich glaube eben nicht, dass das in diesem Zusammenhang gemeint ist:

"Der Gegner bewegt sich nicht-
Ich bewege mich nicht.
Der Gegner bewegt sich, ich bin schon da"


Das heißt ich tue nichts, das einzige was ich auf meinen Gegner richte ist meine offene Aufmerksamkeit.
Wenn der Gegner dann irgendetwas tut, verstehe ich besser, was daraus werden kann, oder nicht, weil ich aufgrund meines Formtrainings weiß, wie mein und damit auch sein Körper funktioniert. Das ist dann schon Mustererkennung, aber eben auf einer tieferen Ebene, an einem früheren Moment und natürlich auf einer vorbewußten Ebene.
Es passiert etwas und hinterher merkt man "ach, ich habe gerade das und das gemacht". Und auch die Emotionen kommen hinterher.
Das geht natürlich um so besser, je bewußter der Gegner arbeitet. Bei den Pushandsroutingen kann man beispielsweise sehr schnell merken, wenn jemand nur die Absicht hat, gleich die Hüfte zu drehen, da sich diese Absicht in einer minimalen Bewegung oder Spannungsänderung ausdrückt.

>Interessant sind in diesem Zusammenhang vielleicht die Libet-Experimente, die darauf hinweisen, dass das Aktionspotential für eine Aktion vor der bewußten Entscheidung existiert. Damit ist eine Bewegung im Ansatz schon irgendwo vor der Entscheidung zur Bewegung vorhanden. Allerdings ist in diese Versuche schon ziemlich viel hineininterpretiert worden und ich würde mich auf ähnlich dünnem Eis bewegen, wie die Quantentelepathen<




Zitat:
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auf distanz bin ich vorläufig auf visuelle bewegungserfassung und allgemeine situations- und personeneindrücke angewiesen, um einzuschätzen, was gerade auf mich an energien und intentionen zukommen.
etwas anderes habe ich auch nicht gemeint


Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
mag sein, dass ich irgendwann auch dinge wie wärmeentwicklung beim gegner auf anderthalb meter entfernung bemerke, an irgendeiner körperstelle, wo sich gerade seine angriffe zusammenbrauen. oder dass ich reine intention auf noch größere entfernung registriere, in welcher form auch immer. davon weiss ich heute nichts. mag auch sein, dass ich mehr bemerke, als ich benennen kann und noch lernen muss, es auszudifferenzieren und zuzuordnen.

ich freu mich aber, wenn du mir ein bissl mehr darüber erzählst.
muss ich Dich leider enttäuschen, nichts was ich bisher erlebt habe geht über das auf gewöhnliche Wahrnehmung erklärbare hinaus (hab mich jetzt allerdings noch nicht so lange in Asien aufgehalten wie Sensei Senz und spiele lieber im Vorgarten.

Was ich schon gefühlt habe, war beim einhändigen Pushhands mit Fortgeschrittenen ein verstärktes Energiegefühl in der Kontaktfläche wenn der Partner (mit extrem leichten Kontakt) schob.
Ich bin aber grundsätzlich aufgeschlossen und mache gerade ein Qigong-Ausbildung, in der ich schon unangenehm als Ketzer aufgefallen bin.
Wenn ich Auren sehe, oder Wasseradern spüre, werde ich Dir gerne davon berichten. (Das war jetzt kein Scherz, ich hab's irgendwie im Urin, dass in der Energiegeschichte noch was passiert)



Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
ob man jetzt energie oder kraft sagt: es ist gekennzeichnet dadurch, dass es eine wirkung hat. das kann man als anfänger mit den händen spüren und wohl als fortgeschrittener auch auf distanz.
was man mit den händen spürt, ist relativ leicht zu entziffern, während distanzsignale, um nutzbringend gedeutet zu werden, wesentlich komplexer sein müssen. und da stolpern wir gleich mal über die schwierigkeit, dass menschen nicht bezeichenbare wahrnehmungsmuster gerne in vertraute sinneswahrnehmungen "übersetzen". wenn jemand sagt, er sieht um einen zornigen menschen eine flammend rote aura, ist das vielleicht seine übersetzung der vielen micro-wahrnehmungen der zornenergie bei diesem menschen. aber vielleicht ist da wirklich eine rote aura, die ich und du nicht sehen können. man weiß es nicht. ebenso: wenn jemand sagt und empfindet, er sieht die wärme in der schulter des gegners, bevor dieser zum schlag ansetzt: vielleicht sieht er wirklich wärme, vielleicht sieht er aber dasselbe wie ich: eine diskrete muskelspannung, ein minimales aufstützen auf einem bein, eine winzige änderung des blicks. warum sollte jemand nicht - aufgrund von hohem können - seine mikrowahrnehmungen in energievektoren des gegners übersetzen können und dann auch folgerichtig den gegner als energiemuster "sehen". es ist ja optimal nutzbar.
Da bin ich ganz bei Dir. So erkläre ich mir auch die Lichtblitze, von denen Ueshiba berichtete, dass sie im die Angriffe Gegners gezeigt haben.
Oder er konnte tatsächlich die Energie wahrnehmen
Wahrscheinlich war er nicht nur ein begnadeter Kampfkünstler, sondern auch
ziemlich durchgeknallt




Zitat:
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jetzt fällt mir erst auf, dass du das wohl fettgeschrieben hast, weil es dir wichtig ist.
nö, ich hab gedacht, das sieht irgendwie schöner aus

Geändert von bluemonkey (30-04-2008 um 22:28 Uhr).
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  #365  
Alt 01-05-2008, 05:32
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
diese Erklärung halte ich nicht für richtig, geht IMHO ohne Kraft reinzuschicken und auch auf Distanz.



Das wäre Telepathie auch, oder die Wahrnehmung einer Störung in der Matrix

Das hier hört sich in meinen Ohren doch schon etwas ungewöhnlich an (nehm ich ihm aber auch nicht so ganz ab).
Allerdings muss man innerhalb dieser Methodik eher still (leer) werden, als starke Emotionen zu suchen, wie im Ansatz von Sensei Senz:

"Eine jegliche Regung, sei es physisch oder mental, ist aus unserer Sicht, immer erst eine Folge innerer Energetik. Ähnlich wie man normalerweise nicht die Energie selbst, sondern immer erst deren Wirkung wahrnimmt. Dschuang Dsi spricht hier vom „Fasten des Herzens“, um auf eine Ebene hinzuweisen, die vor den uns bekannten Wahrnehmungen (unseres Selbst und darüber auch des Anderen) liegt. Das bedeutet, man muss den Bereich wahrnehmen, der vor dem Fühlen liegt. Daoistisch: Man muss das Nicht-Fühlen fühlen. So kann der Weise „im verborgenen handeln“, bzw. „nicht handeln und doch bleibt nichts ungetan“ (Laotse). Denn dieses Handeln findet in einem Bereich statt, der vor der Wahrnehmung eines Untrainierten liegt und bleibt ihm daher verborgen. Bzw. er kann keine Handlung erkennen. So sagt unser Stilbegründer Chen Wangting (17. Jahrhundert): „Niemand kennt mich, wobei ich alle kenne.“
der einzige unterschied zwischen dem geschriebenen von dem herrn und mir liegt nicht in der beschreibung des umgangs mit den gefühlen. er liegt, darin, dass der meister hier von einem ergebnis spricht, dass auch ich beschrieben habe, als ich sagte- die mentalebene wird bei regelmässiger konfrontation mit der information gefahr diese als bedrohung später vorzeitig erkennen und eine direkte handlung auslösen, die erst im nachhinein als bewusst wahrgenommen wird bzw. im details aber nicht mehr nachvollziehbar ist. nur durch die frühzeitige erkennung durch die mentalebene ist es möglich, schon vorher beim gegner angekommen zu sein. die mentalebene ist übrigens die ebene vor dem denken und fühlen.
jedoch ist die frage wie komme ich da überhaupt hin? sicherlich gibt es talente für die dieser weg sehr viel einfacher ist, das zu erreichen. dann sind wir jedoch von unserem talent abhängig. das würde auch erklären, warum einige auch nach 40-50 jahren die fähigkeit noch nicht gefunden haben.
wenn wir die sache jedoch logisch und für jeden nachvollziehbar machen wollen, müssen wir uns fragen welche aufgabe und welche möglichkeiten hatdie sogenannte mentalebene oder auch die ebene mit dem actionspotential vor dem physischen aktionspotential. sie hat den schutzfaktor- sie ist dafür verantwortlich dass wir leben - in anderen kreisen bezeichnet man es als seele. die tatsache, dass wir diese möglichkeit huetzutage nicht mehr wahrnehmen bzw.deren einfluss, ist einfach,dass keine notwendigkeit mehr besteht. unser körper und bewusstsein werden mit übermässigen physischen informationen gefüttert und wir haben keine echte gefahr mehr.
wenn wir krank werden,nehmen wir es als selbstverständlich hin,dass ein heilungsprozess eingeleitet wird. ohne zu fragen, woher der auslöser kommt. die krankheit könnte uns doch auch einfach dahinraffen- aber was hält uns am leben? dieser frage ist man in asien schon sehr lange zeit bevor zugrunde gegangen und hat erkannt, dass es doch besser den ursprung oder auch das zentrum (wie im text beschrieben),das wesen aller dinge zu erkennen. wenn ich weiss wie alles aufgebaut ist, woraus es besteht und warum es besteht,welche zusammenhänge bestehen- ist es doch viel besser die dinge zu verstehen und zu nutzen. euch dürfte doch auch selbst schon aufgefallen sein, dass die fernöstliche medizin ganz andere lösungsansätze hat als die abendländische. in der fernöstlichen medizin interessiert man sich dafür warum die krankheit da ist- was ist der auslöser? in der abendländischen medizin bekämpft man nur die symptome. man geht sogar noch weiter und bekämpft die heilprozesse des körpers. siehe rückenschmerzen- da wirden ein paar spritzen monatlich reingejagt und damit basta. in asien fragt mansich- warum der körperdieses signal sendet- was läuft da schief? das geht soweit, das man erkennt, rückenschmerzen rühren oft von fehlhaltungen her, wodurch das muskelsystem ungünstig ausgebildet wird.dann fragt man sich warum diese fehlhaltung und oftmals erkennt man einfach mangelndes selbstbewusstsein desjenigen,der drang sich klein zu machen um nicht aufzufallen. sehr grosse menschen haben oft das problem. auch frauen mit sehr grossen brüsten haben oft einen rundrücken umihre brust kleiner erscheinen zu lassen.

wenn wir also den faktor angst unserer mentalebene wieder als real erscheinen lassen wollen,muss sie die angst erst wieder kennenlernen. das ist das selbe system, wenn du dir ein auto kaufen willst, wo du meinst das hat nicht jeder. und seit du dir das in den kopf gesetzt hast, siehst du das auto überall. kennt doch bestimmt oder?
unser bewusstsein nimmt nur das wahr worauf wir fixiert sind- daher auch die erklärung mit dem mond in der quantentheorie. so verhält es sich auch mit informationen unserer mentalebene. die mentalebene reagiert nur auf informationen die uns direkt etwas angehen. also müssen wir ihr vorgeben,was uns etwas angeht. so wie mit dem auto.
ich finde es immer amüsant, was man hier unten erlebt,beider leichtigkeit des seins der thais. da watschelt man gemütlich mitten auf der strasse. der autofahrer kann derweil bis auf wenige zentimeter an die fussgänger von hinten heranfahren. bei ca 10 cm patsch schon erschrickt man da kommt ein auto was uns wohl bei schnellerer geschwindigkeit schon längst überrollt hätte.
das ist ein typisches beispiel und jeder der mal hier unten war, kann das bestätigen. man nimmt den faktor gefahr einfach nicht mehr wahr.

naja vielleicht klingts nicht so toll wie ichs erklärt habe, aber mit den mystischen erklärungen bin ich nicht so weit her . war dann auch mein letzter bericht zu dem thema um euch zu verschonen.
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  #366  
Alt 01-05-2008, 05:53
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Zitat:
Zitat von shenmen2 Beitrag anzeigen
Aber vom Glauben an ihn. Und im größeren Zusammenhang erklärt Jesus immer wieder, daß er von Gott kommt/zu ihm gehört.
Johannes 8,42
Jesus sagte zu ihnen:"Wäre Gott wirklich euer Vater, dann würdet ihr mich lieben. Denn ich bin von Gott zu euch gekommen. Ich kam nicht in eigenem Auftrag, sondern er hat mich gesandt."
Johannes14,9-10
Jesus antwortete:"Nun bin ich solange mit euch zusammen gewesen, Phillipus, und du kennst mich immer noch nicht ? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du dann sagen:"Zeige uns den Vater" ? Glaubst du nicht, daß du in mir dem Vater begegnest ?"
Die Heilungen, die in der Bibel beschrieben werden, sind deutlich etwas anderes als z.B. Qigong-Übungen, bei denen ein Heiler dem Kranken Qi gibt oder der Kranke sich in Selbstsuggestion übt.
dann erkläre mir doch mal,warum jesus behaupten kann- wer mich gesehen hat, der hat den vater gesehen?
Warum kann er seinen jüngern nicht gott zeigen,wenn er doch von ihm kommt?
warum fragt er dann glaubst du nicht, dass du in mir dem vater begegnest? wie sollte das gehen, wenn der vater doch in wirklichkeit jemand anderes wäre? auch an anderen stellen weist jesus seine jünger daraufhin, dass gott in ihnen ist, dass das himmelsreich in ihnen ist. warum? welche logische erklärung hast du dafür,die zu den fakten passt?
auch buddha sagte- ihr seid buddhanatur - ist doch verblüffend nicht?
wenn jesus sagte er komme von gott, ist das auch richtig und noch mehr wenn er sagt er gehört zu ihm. nichts anderes wird im buddhismus gesagt. nur die bezeichnung ist anders.
jesus rief die menschen auf gott zu suchen und ihm zu vertrauen. wenn du also die schnipsel zusammenbringst und liest dass gott in ihnen ist.- könnte es heissen sie sollten etwas in sich suchen und finden. das selbe wird als buddhanatur bezeichnet im buddhismus. wenn du meine ausführungen aufmerksam lesen kannst und statt dem verwendeten begriff mentalebene einfach gott einsetzt und dann einfach das weglässt was man dir so in der religionslehre beigebracht hat, könnte es sein, dass du verstehst, was jesus meinte. übrigens hat jesus auch selbst nie etwas aufgeschrieben, weil erwollte, dass die menschen seinem beispiel folgen und nicht irgendwelche schriften auswendig lernen und interpretieren. daher sollte man auch keine götzenbilder erschaffen und sie anbeten.
und verblüffende ähnlichkeiten findest du auch in den ursprüngen anderer religionen. einen bericht habe ich mal gesehen, der eine theorie aufwarf, dass jesus sogar in indien gelernt haben soll. ich weiss nicht ob es richtig ist, aber es würde durchaus erklären warum er von denselben dingen sprach, wie auch buddha, der ebenfalls in indien seine lehrer hatte. ist nur ne theorie. nimms nicht so für bahre münze. aber lohnt sich drüber nachzudenken.
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  #367  
Alt 01-05-2008, 06:01
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Zitat von shenmen2 Beitrag anzeigen
Hmm, aber ich finde es ist ein Unterschied, ob ich an mich selbst/meine Selbstheilungskräfte glaube, oder daran, daß Gott (auf dem Umweg über Jesus) mich heilen kann. Schon von der Technik her. Selbstheilung erfordert viel Zeit und Übung, im NT dagegen geht es "Schwupp, du bist gesund" - also wird da schon von außen etwas gegeben.
jemand anderes kann dich nicht heilen, dass kannst nur du selbst. es gibt jedoch unterschiedliche auslöser dafür. ein auslöser dafür kann durchaus der glaube an gott sein oder auch jesus oder auch an den arzt. es spielt zum schluss keine rolle. wenn jemand diese technik beherrscht, auf diese weise menschen zu heilen bzw. den anstoss zur heilung zu geben,dann ist ihm das mittel völlig egal. es ist doch nützlich einem gottgläubigen zu erzählen, es sei gott der ihn heilt. dann sind die erfolgschancen sehr viel größer. keinen interessiert es ob es nun richtig ist. hast du einen kranken hindu wird wohl der gott wenig helfen. dann erklär ihm einfach, es sei eine seiner gottheiten. der prozess ist jedoch immer derselbe-nur die mittel sind unterschiedlich.
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  #368  
Alt 01-05-2008, 08:39
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Zitat von senz Beitrag anzeigen
der einzige unterschied zwischen dem geschriebenen von dem herrn und mir liegt nicht in der beschreibung des umgangs mit den gefühlen.
ich denke schon, dass der wesentliche unterschied im zugang liegt, während das ergebnis ähnlich sein mag.

wenn ich eine möglichkeit kriege, potentiell gefährliche gegner frühzeitig wahrzunehmen und ihre aktionen vorauszukennen, bin ich natürlich hochinteressiert.
wenn allerdings der preis dafür höher ist als der voraussichtliche gewinn, lass ich die finger davon.

wenn ich z.b. in einer festung wie in einem gefägnis wohne, um 100%ig gegen einbrüche und gewalttäter geschützt zu sein, bin ich zwar geschützt, aber was schütze ich da noch an lebensqualität? also ziehe ich es vor, in einer normalen wohnung zu leben und hinauszugehen, wann es mir passt, und mit einem geringen risiko zu leben, dass mir vielleicht mal ein dachziegel auf den kopf fällt oder mir ein rabiater zeitgenosse über den weg läuft.

vielleicht funktioniert deine methode. vielleicht ist sie sinnvoll in gegenden, wo man an jeder ecke um sein leben fürchten muss. in einer solchen gegend möchte ich aber nicht leben, auch nicht, wenn ich in der lage wäre, täglich drei bösewichter plattzumachen.

wenn ich hingegen anekdoten von taiji-leuten höre, die im schlaf einen angriff abwehren konnten oder einem wütenden tier so selbstverständlich ausweichen konnten, dass sie jederzeit gut geschützt waren, und zwar nicht durch horrorszenarien und grenzerfahrungen, sondern durch gutes, reguläres taiji-training - also durch das, was die kampfkunst (oder lebenskunst) ausmacht, die ich lerne und die auch ohne diesen zusatzbonus an hellsichtigkeit für mich rasend spannend und erstrebenswert ist - ist das für mich reines win-win.
was immer sich zusätzlich an hellsichtigen selbstschutzfähigkeiten daraus entwickelt oder nicht: ich habe jetzt schon viel nutzen und kriege laufend weiteren nutzen dazu. dieses lernen macht mir freude und bereichert mein leben. das ist ganz was anderes, als jahrelang etwas nur durchzustehen, um zum schluss möglicherweise irgendein ergebnis (mit nicht größerer wahrscheinlichkeit) zu erhalten.

ich schätze, den leuten mit einer anderen kampfkunst geht es da recht ähnlich wie mir. auch sie lernen sich zunehmend besser zu schützen, auch vor unerwarteten angriffen aus dem nichts, indem sie etwas üben und lernen, an dem sie freude haben und das sie hier und jetzt als bereicherung erleben.
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  #369  
Alt 01-05-2008, 09:48
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Zitat von tsange Beitrag anzeigen
ich denke schon, dass der wesentliche unterschied im zugang liegt, während das ergebnis ähnlich sein mag.

wenn ich eine möglichkeit kriege, potentiell gefährliche gegner frühzeitig wahrzunehmen und ihre aktionen vorauszukennen, bin ich natürlich hochinteressiert.
wenn allerdings der preis dafür höher ist als der voraussichtliche gewinn, lass ich die finger davon.

wenn ich z.b. in einer festung wie in einem gefägnis wohne, um 100%ig gegen einbrüche und gewalttäter geschützt zu sein, bin ich zwar geschützt, aber was schütze ich da noch an lebensqualität? also ziehe ich es vor, in einer normalen wohnung zu leben und hinauszugehen, wann es mir passt, und mit einem geringen risiko zu leben, dass mir vielleicht mal ein dachziegel auf den kopf fällt oder mir ein rabiater zeitgenosse über den weg läuft.

vielleicht funktioniert deine methode. vielleicht ist sie sinnvoll in gegenden, wo man an jeder ecke um sein leben fürchten muss. in einer solchen gegend möchte ich aber nicht leben, auch nicht, wenn ich in der lage wäre, täglich drei bösewichter plattzumachen.

wenn ich hingegen anekdoten von taiji-leuten höre, die im schlaf einen angriff abwehren konnten oder einem wütenden tier so selbstverständlich ausweichen konnten, dass sie jederzeit gut geschützt waren, und zwar nicht durch horrorszenarien und grenzerfahrungen, sondern durch gutes, reguläres taiji-training - also durch das, was die kampfkunst (oder lebenskunst) ausmacht, die ich lerne und die auch ohne diesen zusatzbonus an hellsichtigkeit für mich rasend spannend und erstrebenswert ist - ist das für mich reines win-win.
was immer sich zusätzlich an hellsichtigen selbstschutzfähigkeiten daraus entwickelt oder nicht: ich habe jetzt schon viel nutzen und kriege laufend weiteren nutzen dazu. dieses lernen macht mir freude und bereichert mein leben. das ist ganz was anderes, als jahrelang etwas nur durchzustehen, um zum schluss möglicherweise irgendein ergebnis (mit nicht größerer wahrscheinlichkeit) zu erhalten.

ich schätze, den leuten mit einer anderen kampfkunst geht es da recht ähnlich wie mir. auch sie lernen sich zunehmend besser zu schützen, auch vor unerwarteten angriffen aus dem nichts, indem sie etwas üben und lernen, an dem sie freude haben und das sie hier und jetzt als bereicherung erleben.
ich gebe dir völlig recht,wenn du es so schreibst. wie gesagt, sehe ich in allem eine existenzberechtigung was existiert, sonst würde es nicht existieren. daher auch die entwicklung der sogenannten kampfkünste oder auch sport. sie ist völlig richtig, da so ein gewisser teil der alten kampfkünste der masse auch zugänglich wird. so wie du denkst, denkt der allermeiste teil der heutigen kampfsportler und es ist ok so.
ich selber habe nie mit einer kampfkunst angefangen, um mich verteidigen zu können. sondern ich wollte wissen was an den alten legenden dran ist und wenn etwas dran wäre,wollte ich es erlernen. nicht um jemandem zu imponieren, ich wollte es wissen. ich musste auch lange suchen und habe schnell gemerkt dass mir das sport-karate nicht das bieten konnte. also hab ich weitergesucht und fand eine kleine gruppe, die eben etwas anders trainierten. bis dahin war es das beste was ich finden konnte und später ergab sich eben mehr daraus, nicht nur das übliche verständnis von kampfkunst.

ich habe übrigens im thema wingtsun,taiji usw. eure beiträge gelesen. ich verstehe eins nicht. euch schmeisst man da irgendwelche nichtverständlichen chinesischen worte um die ohren und dann reimt ihr euch da etwas daraufhin zusammen. warum kann euch euer lehrer nicht erklären oder besser- zeigen, was chi ist. natürlich kann man die energie nicht sichtbar machen- aber seine ergebnisse. statt dessen macht sich jeder eine andere vorstellung von chi. und jetzt stell dir vor, dass das schon seit ein paar sagen wir jahrzehnten so geht,um nicht zu übertreiben. was lernt ihr da eigentlich noch?
auch der hr. aus dem beitrag hat noch nicht alles gefunden was möglich ist,und was ursprünglich als chi bezeichnet wurde. das was er macht, hast du übrigens richtig
erkannt, läuft über die ausstrahlung des gegenübers,du hast es aura genannt, ich nenne es ätherkörper. man sagt, es sei feinstoffliche materie, was durchaus aus sicht der heutigen wissenschaft irgendwelche wellen sein könnten,die der körper aussendet. was auch immer- es ist und sorgt dafür, dass es funktioniert. wenn du irgendwo in der öffentlichkeit rumstehst und hast nichts bestimmtes zu tun, bekommst du sofort ein komisches gefühl,wenn dir jemand in dein privates umfeld kommt. auch wenn physisch keinerlei kontakt da ist. das ist übrigens auch in der verkaufslehre schon anerkannt, dass jeder ein privates umfeld hat,in das man möglichst nicht treten sollten.
so wie ich es aus dem taiji oder auch wingtsun kenne, ist dort ständig ein kontakt zum gegner da. daher ist es relativ einfach auch zu erlernen mit einiger routine selbstverständlich. hier wird jedoch ein eingreifen der mentalebene oder auch der kosmischen energie nicht erfordert. die information wird über den ätherkörper wahrgenommen und darauf erfolgt die reaktion. hastdu gewusst, dass der ätherkörper sich in extremen gefühlszuständen vergrößert und damit schon ein weiteres umfeld wahrnehmbar wird? das auch eine erklärung für meine art diese fähigkeiten zu erlernen. aber wie gesagt
mich würde an eurer stelle stutzig machen, warum das chi ausgerechnet von der ausstrahlung kommen sollte. es wird doch immer gesagt- es kommt von innen.
auch eine stauung und das ganze bramborium und es muss da gelagert werden usw. ist doch unlogisch. wenn ihr aus der kosmischen energie besteht wie alle pflanzen und tiere oder auch steine. warum sollte sie dann nur lokal vorhanden sein? was soll dann der rest sein?
und wenn alles aus einem besteht, eine gleiche basis hat, warum soll dann keine verbindung auf dieser basis da sein?

das alles hat mal den grundstein des buddhismus gebildet, der dann im zen buddhismus noch weiterentwickelt wurde, woraus irgendwann später die sogenannte harte arbeit entwickelt wurde und erst aus der notwendigkeit sind spezielle arten von kampfkünsten entstanden, die dann im laufe der zeit leider ihren ursprung verloren hatten.


ich habe es bereits all die antworten auf eure fragen geschrieben und wurde dafür ausgelacht.

und was die zielsetzung des ganzen ist, dieser qualen wie ihr es beschreibt- sage ich nur eins: die kampfkunst ist nur ein weg dahin.
und wer will das schon wissen

so das wars jetzt zum thema endgültig
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  #370  
Alt 01-05-2008, 09:59
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Zitat:
Zitat von senz Beitrag anzeigen
naja vielleicht klingts nicht so toll wie ichs erklärt habe, aber mit den mystischen erklärungen bin ich nicht so weit her . war dann auch mein letzter bericht zu dem thema um euch zu verschonen.
Schade, empfand jetzt sehr angenehm und interessant
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  #371  
Alt 01-05-2008, 10:06
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
sicherlich, aber ich glaube eben nicht, dass das in diesem Zusammenhang gemeint ist:

"Der Gegner bewegt sich nicht-
Ich bewege mich nicht.
Der Gegner bewegt sich, ich bin schon da"


Das heißt ich tue nichts, das einzige was ich auf meinen Gegner richte ist meine offene Aufmerksamkeit.
Wenn der Gegner dann irgendetwas tut, verstehe ich besser, was daraus werden kann, oder nicht, weil ich aufgrund meines Formtrainings weiß, wie mein und damit auch sein Körper funktioniert. Das ist dann schon Mustererkennung, aber eben auf einer tieferen Ebene, an einem früheren Moment und natürlich auf einer vorbewußten Ebene.
Es passiert etwas und hinterher merkt man "ach, ich habe gerade das und das gemacht". Und auch die Emotionen kommen hinterher.
Das geht natürlich um so besser, je bewußter der Gegner arbeitet.
das verstehen klingt eher nach denken (viel zu langsam), das würde ich hier eher ausklammern bzw. durch "wissen" oder "ahnen" ersetzen. das verstehen passiert im training über die jahre; ich denke, in der interaktion wird es nur noch als bereits vorhandene struktur wirksam.
was du mit tieferer ebene beschreibst kommt dem ziemlich nahe, was ich mit reinem impuls bezeichnet hatte und das durch taiji sehr systematisch trainiert wird - dass man sich nicht mit bildern, gedanken oder gefühlen aufhält, sondern nur das gegenseitige spiel der intentionen (als reine kräfte oder energien, also als das, was tatsächlich wirkt) prozessiert und steuert, und im übrigen alles dem autopiloten überlässt.

aber ich denke, dass das zitat
"Der Gegner bewegt sich nicht-
Ich bewege mich nicht.
Der Gegner bewegt sich, ich bin schon da"


darüber hinaus noch auf die eigenheit anspielt, dass man die (blitzschnelle) intention vorausschickt, und dass die (langsamere) körperaktion folgt. das wird auch angedeutet in der anmerkung zur angst (die noch da ist, aber man selbst sich nicht mehr da befindet, wo die angst ist). also idealerweise: in dem augenblick, wo sich die unbewusste intention im gegner formt, bin ich mit meiner intention (nicht wirklich ich, natürlich, ich kann das vermutlich die nächsten 10 jahre noch nicht) zeitgleich dort, wo ich hingehöre, um darauf zu antworten, und daher mit meiner bewegung (die automatisch der intention nachfolgt) genau dann dort, wenn der gegner mit seiner bewegung ankommt. und ich hatte dabei jede zeit der welt, ohne mich beeilen zu müssen, eben weil die intention als reiner impuls ohne verzögerung funktioniert und der rest sowieso von selbst läuft.

Zitat:
>Interessant sind in diesem Zusammenhang vielleicht die Libet-Experimente, die darauf hinweisen, dass das Aktionspotential für eine Aktion vor der bewußten Entscheidung existiert. Damit ist eine Bewegung im Ansatz schon irgendwo vor der Entscheidung zur Bewegung vorhanden. Allerdings ist in diese Versuche schon ziemlich viel hineininterpretiert worden und ich würde mich auf ähnlich dünnem Eis bewegen, wie die Quantentelepathen<
ich finde das eigentlich sehr einleuchtend und vernünftig, dass intention vor dem bewußtsein davon da ist. bewußtsein _ist_ langsam und darf ja langsam sein. ich stell mir das so vor: in der kampfsituation hast du dann, wenn du sehr gut bist, erst die intention und dann, während die bewegung erfolgt, hast du die muße, dir das, was du tust, mit dem bewußtsein anzuschauen. wenn "nur" gut bist, hast du erst nach beendigung des kampfes zeit, mit dem bewußtsein nachzuziehen. und wenn du gar nicht gut bist, wirst du überhaupt von vorneherein überrumpelt, weil du mit allem gleichzeitig dort bist, wo die bewegung ist, und daher grundsätzlich bei jeder aktion hinterher.

Zitat:
Ich bin aber grundsätzlich aufgeschlossen und mache gerade ein Qigong-Ausbildung, in der ich schon unangenehm als Ketzer aufgefallen bin.
Wenn ich Auren sehe, oder Wasseradern spüre, werde ich Dir gerne davon berichten. (Das war jetzt kein Scherz, ich hab's irgendwie im Urin, dass in der Energiegeschichte noch was passiert)
dass du nicht vernagelt bist, brauchst du nicht extra dazuschreiben, das merkt man auch so :-)
wie man mustererkennungen letztlich für sich übersetzt - reines ahnen/wissen oder energie, bilder, gerüche, taktile oder klangliche wahrnehmung - ist im grunde einerlei. tatsche ist, dass gute qigong-leute erstaunlich viel information kriegen und verwerten. daher nehme ich stark an, dass du da tatsächlich noch einiges berichtenswertes erleben wirst.

Zitat:
So erkläre ich mir auch die Lichtblitze, von denen Ueshiba berichtete, dass sie im die Angriffe Gegners gezeigt haben.
Oder er konnte tatsächlich die Energie wahrnehmen
Wahrscheinlich war er nicht nur ein begnadeter Kampfkünstler, sondern auch
ziemlich durchgeknallt
ich hab mal ein buch über den gelesen, von seinem sohn geschrieben. ich fands erschütternd - sowohl die art von respekt, die der sohn zeigte, als auch die (für mein empfinden fast schwülstige) selbstergriffenheit des meisters. mein eindruck war, dass da einer, der jede greifbare kampfkunst in seinem lebensradius der reihe nach gelernt hatte, aufgrund seiner diesbezüglichen erfahrung und seiner zufällig vorhandenen guten trancefähigkeit von einigen kampfkunstinteressierten geistern (geister nicht im sinn von toten leuten, sondern von spirits, im schamanischen sinn - er nennt sie götter) als dolmetscher ausgesucht wurde, um deren brillante lehren an die menschheit weiterzugeben (typisch geisterhumor, sowas).

Zitat:
nö, ich hab gedacht, das sieht irgendwie schöner aus
jajajaja, mach dich nur lustig über meine mentale fehlleistungen :-)
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  #372  
Alt 01-05-2008, 11:05
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Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
das verstehen klingt eher nach denken (viel zu langsam), das würde ich hier eher ausklammern bzw. durch "wissen" oder "ahnen" ersetzen. das verstehen passiert im training über die jahre; ich denke, in der interaktion wird es nur noch als bereits vorhandene struktur wirksam.
Genau,

ich meinte Verstehen im Zusammenhang von
"Ting Jin -> Dong Jin -> Hua Jin-> (eventuell) Fa Jin":

"Kraft hören -> Kraft verstehen -> Kraft umleiten -> eigene Kraft hinzufügen"

Also die Signale des anderen nicht nur Bemerken, sondern eben auch Verstehen was daraus wird.
Verstehen unbewußt und in einem Schritt, so wie wenn Du ein Gesicht erkennst und nicht erst zusammensetzen musst, wie Leute mit bestimmten kognitiven Störungen: "Große Nase, Brille, Muttermal auf Wange: Onkel Horst!" fehlt die Brille, wird's schwer .


Zu dem Echolotansatz:
Früher hat man geglaubt, dass man im Sehprozesss die Objekte wie mit Scheinwerfern aktiv beleuchtet ("Augenlicht") und die Reflektionen auswertet.
Heute geht man davon aus, dass Sehen eher ein passiver Prozess Wahrnehmungsprozess ist (zumindest der Teil vom Objekt bis zur Netzhaut, dann wird's ja sehr kreativ).

Das erinnert mich an den Vergleich eines Taijimeisters von Pushhands mit einem Gespräch:
Man muss nicht nur reden, sondern vor allem auch zuhören, was der andere sagt und idealerweise verstehen, was er meint (auch wenn es ihm vielleicht selbst nicht bewußt ist.
Spinnt man dieses Bild weiter, kann man Dein Echolot-Ansatz als geschickte Gesprächsführung mit den richtigen Fragen interpretieren.


Zitat:
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ich finde das eigentlich sehr einleuchtend und vernünftig, dass intention vor dem bewußtsein davon da ist. bewußtsein _ist_ langsam und darf ja langsam sein. ich stell mir das so vor: in der kampfsituation hast du dann, wenn du sehr gut bist, erst die intention und dann, während die bewegung erfolgt, hast du die muße, dir das, was du tust, mit dem bewußtsein anzuschauen. wenn "nur" gut bist, hast du erst nach beendigung des kampfes zeit, mit dem bewußtsein nachzuziehen. und wenn du gar nicht gut bist, wirst du überhaupt von vorneherein überrumpelt, weil du mit allem gleichzeitig dort bist, wo die bewegung ist, und daher grundsätzlich bei jeder aktion hinterher.
IMHO ist das Bewußtsein für das Erlernen neuer Fähigkeiten (Umprogrammierung) nützlich, da fällt die geringe Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit nicht in's Gewicht.
Steht das Programm einmal, dann kann man es laufen lassen ohne jeden Schritt einzeln zu überwachen.

Zitat:
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ich hab mal ein buch über den gelesen, von seinem sohn geschrieben. ich fands erschütternd - sowohl die art von respekt, die der sohn zeigte, als auch die (für mein empfinden fast schwüls