 |  | | Budo, Bujutsu, Judo, Kobudo und andere Kampfkunstarten aus Japan und Okinawa Diskutiere Kann man einen Angriff vorausahnen?; Vermutlich... | | 
03-05-2008, 21:42
|  | Moderator Kampfkunst: La Superba, Non-tree-hugging Yiquan | | Registrierungsdatum: 15.01.2004 Ort: Wiesbaden Alter: 37
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| | Vermutlich 
__________________ "Und darum ist Kunst nichts weiter, oder doch soviel, wie die Beseelung einer Idee durch die eigene Persönlichkeit. Nicht mehr und nicht weniger." (Maestro Antonio Balestra) | 
03-05-2008, 22:36
|  | KKB-Userstatus: Intermediate Kampfkunst: Aikido (AFD) | | Registrierungsdatum: 24.11.2005 Ort: Hildesheim Alter: 42
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| | In der Tat.
Das japanische Verständnis von 気 und das chinesische sind ziemlich unterschiedlich.
(Der Begründer des Aikido hat übrigens konsequent die ältere Schreibweise des Kanji benutzt.)
Grüße,
Carsten | 
04-05-2008, 22:20
|  | KKB-Userstatus: Professional Kampfkunst: Taijiquan | | Registrierungsdatum: 03.03.2007 Ort: Karlsruhe
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| | Zitat von pilgrim In der Tat.
Das japanische Verständnis von 気 und das chinesische sind ziemlich unterschiedlich.
(Der Begründer des Aikido hat übrigens konsequent die ältere Schreibweise des Kanji benutzt.)
Grüße,
Carsten
| Lustigerweise hat sich Koichi Tohei auch gegen jede Parallele seines Systems und chinesischer Qigong-Systeme ausgesprochen, dabei kann man seine
Grundprinzipien: -sich vollkommen entspannnen
-Gewicht untenhalten
-Ki fließen lassen
-den einen Punkt halten
IMHO ganz schnell in Taijiquan wiederfinden, nur das Dantian sitzt etwas höher als sein einer Punkt und ist eben nicht punktförmig ist.
Die Menschen gleichen sich größtenteils, und daher auch ihre Funktionsprinzipien.
__________________ "Nur ein Dummkopf kämpft einen Kampf den er nicht gewinnen kann!"
Temüdschin | 
04-05-2008, 22:22
|  | KKB-Userstatus: Professional Kampfkunst: Taijiquan | | Registrierungsdatum: 03.03.2007 Ort: Karlsruhe
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| | Zitat von pilgrim In der Tat.
Das japanische Verständnis von 気 und das chinesische sind ziemlich unterschiedlich.
(Der Begründer des Aikido hat übrigens konsequent die ältere Schreibweise des Kanji benutzt.)
Grüße,
Carsten
| Kannst Du diese Unterschiede benennen?
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Temüdschin | 
04-05-2008, 22:35
|  | KKB-Userstatus: Professional Kampfkunst: Taijiquan | | Registrierungsdatum: 03.03.2007 Ort: Karlsruhe
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| | Zitat von senz wenn etwas aufgrund seiner existenz einen namen bekommt, dann ist der name doch eng verbunden mit der existenz. daher kann ich doch nur das meinen wenn ich den namen erwähne.da gibt es nichts zu deuten. wenn ich etwas deute gebe ich dem namen eine andere existenz. ist das denn richtig?
| und das von einem Zen-Meister Zitat von senz ihr wisst etwas über das system, ihr kennt die fakten- aber es befähigt euch nicht es anzuwenden.
| Doch, wir können es anwenden Zitat von senz ein weiteres beispiel ist die berühmte aussage mit positiver und negativer energie? was soll das sein? wer legt fest, was positiv und negativ ist. chi macht es nicht- es ist einfach nur da. so wie es in der welt, positiv und negativ gibt wie wir meist beurteilen.
| Du kannst jederzeit behaupten, ein Elektron sei positiv geladen, das ist eine willkürliche Festlegung.
Das ändert aber nichts an den Naturgesetzen  . Zitat von senz ich habe euch hier das komplette system der asiatischen weltanschauung wie sie die kampfkünste beeinflusst hat, erklärt...
|   
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Temüdschin
Geändert von bluemonkey (04-05-2008 um 22:38 Uhr).
| 
06-05-2008, 12:44
|  | KKB-Userstatus: Intermediate Kampfkunst: Aikido (AFD) | | Registrierungsdatum: 24.11.2005 Ort: Hildesheim Alter: 42
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| | Moin moin, Zitat von bluemonkey Kannst Du diese Unterschiede benennen?
| ich weiß nicht, ob ich das gut erklären kann ...
Im chinesischen Verständnis ist Qi gewissermaß material verstanden, etwas, das wie kleine Partikelchen oder so durch den Körper fließt, gesammelt, konzentriert, gelenkt werden kann.
Dieses Verständnis liegt natürlich dem japanischen zugrunde. Und viele Elemente davon finden sich ohne Frage auch im japanischen Verständnis.
Darüber hinaus ist aber im japanischen Verständnis Ki eher immaterial verstanden und beschreibt nicht einzelne und leibliche Aspekte des Menschen, sondern die Person im Ganzen.
Vielleicht wird deutlicher, was ich meine, wenn man zwei unterschiedliche Wörterbucheinträge vergleicht:
chinesisch (nach HanDeDict): 氣 Dampf, Atem, Luft, Lebenskraft
japanisch (wadoku jiten): 気 Geist, Stimmung, Gefühl, Seele, Wille, Absicht, Interesse, Natur (einer Sache), Disposition, Aufmerksamkeit
Zu Tohei ist noch zu sagen, daß sein Verständnis des Ki und des Umgangs damit allein für seinen Verband Bedeutung hat. In der übrigen Aikido-Welt wird es zumeist nicht in gleicher Weise erklärt oder praktiziert.
Grüße,
Carsten | 
06-05-2008, 19:42
|  | KKB-Userstatus: Professional Kampfkunst: Taijiquan | | Registrierungsdatum: 03.03.2007 Ort: Karlsruhe
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| | Zitat von pilgrim Im chinesischen Verständnis ist Qi gewissermaß material verstanden, etwas, das wie kleine Partikelchen oder so durch den Körper fließt, gesammelt, konzentriert, gelenkt werden kann.
| IMHO gibt es das chinesische Verständnis nicht, auch hier gibt es verschiedene Meinungen/Deutungen .
Zunächst mal bedeutet Qi "Dunst über Getreide" und eventuelle eher der beim Dreschen der Cerealien aufgewirbelte Staub als eine dampfende Reisschüssel.
Der Großmeister meines Systems sagt schon mal
"Chi are the nerves" (Verbindung zwischen Geist und Körper)
"mit Chi allein kommt man morgens nicht mal aus dem Bett"
oder
"Chi does not leave the Body,
if anyone tells you, he can push you without Contact, that's not true"
Andere Meister des Qigong/Taijiquan scheinen andere Ansichten zu haben...
Das Tohei-Beispiel zeigt, dass es wohl in Japan ähnlich aussieht. Zitat von pilgrim Darüber hinaus ist aber im japanischen Verständnis Ki eher immaterial verstanden und beschreibt nicht einzelne und leibliche Aspekte des Menschen, sondern die Person im Ganzen.
Vielleicht wird deutlicher, was ich meine, wenn man zwei unterschiedliche Wörterbucheinträge vergleicht:
chinesisch (nach HanDeDict): 氣 Dampf, Atem, Luft, Lebenskraft
japanisch (wadoku jiten): 気 Geist, Stimmung, Gefühl, Seele, Wille, Absicht, Interesse, Natur (einer Sache), Disposition, Aufmerksamkeit
|
hier scheint mir die chinesische Vorstellung differenzierter, detallierter zu sein:
Es gibt nicht nur einfach das Chi, sondern viele verschiedene Arten: grob, fein, Vorgeburtlich, Nachgeburtlich, AbwehrChi, An die Essenz (Blut Samen) gebunden, geistig verfeinert .... .
Darüberhinaus gibt es eigene Begriffe für Teilbedeutungen, die Du hier (zitierend) dem Ki zugordnet hast:
z.B.: Yi für die Intention, Shen/Xing für geistige Aspekte...
Interessant ist bei einem Vergleich IMHO eher, welche Konzepte sich in den inneren KK (zu denen ich einfach mal Aikido zähle  ) ähneln, egal wie sie genau benannt werden. 
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Temüdschin | 
10-05-2008, 00:28
|  | KKB-Userstatus: Beginner Kampfkunst: Bujinkan Ninpo Taijutsu | | Registrierungsdatum: 25.01.2008 Ort: Gersthofen bei Augsburg
Beiträge: 52
| | Man kann Angriffe schon an den kleinsten Bewegungen des Gengners vorausahnen. Nehmen wir mal an der Gegner hebt sein Bein um einen Kreuzschritt zu machen. Da weist du schon dass ein Kick kommt und überlegst dir gleich noch eine Abwehrtechnik.
Auserdem kann man unerwartete Angriffe durch den 6ten Sinn spüren.
(vgl. Sakki-Test). Diesen 6.ten Sinn trainiert man zum Beispiel so: Alle hocken aufm Boden in einer Reihe und der Trainer läuft hinter der Reihe immer geräuschlos mit einem Schaumschlägel bewaffnet hinter der Reihe hin und her. Die schüler die mit geschlossen Augen versuchen sich zu entspannen müssen spüren wenn der Schaumschlägel auf sie zugesaust kommt und instinktiv ne Rolle oder sowas ausfürhren. So machen wir das zumindest...
PS: Entschuldigung, wenn ich vielleicht was hingeschriebn hab, was schon erwähnt wurde. Ich hab mir die Mühe nicht gemacht die 25Seiten durchzulesen 
__________________ Ich trainiere nicht für einen Körper, der Bäume tragen kann, sondern für einen Geist, der Himmel und Erde bewegt. | 
10-05-2008, 09:12
|  | KKB-Userstatus: Intermediate Kampfkunst: Taiji | | Registrierungsdatum: 20.02.2008 Ort: Wien Alter: 52
Beiträge: 384
| | Zitat von 折場 にんぽ (vgl. Sakki-Test). Diesen 6.ten Sinn trainiert man zum Beispiel so: Alle hocken aufm Boden in einer Reihe und der Trainer läuft hinter der Reihe immer geräuschlos mit einem Schaumschlägel bewaffnet hinter der Reihe hin und her. Die schüler die mit geschlossen Augen versuchen sich zu entspannen müssen spüren wenn der Schaumschlägel auf sie zugesaust kommt und instinktiv ne Rolle oder sowas ausfürhren. So machen wir das zumindest...
PS: Entschuldigung, wenn ich vielleicht was hingeschriebn hab, was schon erwähnt wurde. Ich hab mir die Mühe nicht gemacht die 25Seiten durchzulesen  | keine sorge, bisher kam zum sakki-test nichts von entspannung und schaumschlegel, und es ist eine schöne bereicherung des threads, das in dieser wesentlich schülerfreundlicheren form auch mal erzählt zu kriegen. | |
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