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Japanische Kampfkünste Alles über die japanischen Kampfkünste und Kampfsportarten.



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  #1  
Alt 21-02-2017, 07:06
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Wing Chun / MT / BBT
 
Registrierungsdatum: 18.01.2016
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Standard Naginata Training in D - Sport oder Kunst?

Hallo zusammen,

so wirklich genau weiß ich nicht ob ich es hier hin posten sollte, oder eher in "Suche Verein"-blablubb, denn zum Thema Naginata Training stellen sich mir ein paar fragen.


Seit gut einem Jahr trainiere ich BBT. Aufgrund des Vereins und dem kleinen Interessenkreis, ist das Training nur zweimal die Woche und das spät Abends. Also könnt ihr euch vorstellen wie (nicht) intensiv das Training ausfällt und somit auch die Naginata selbst nur eine geringe Rolle (zur Zeit) spielt.
Doch die Naginata fasziniert mich irgendwie. Somit bin ich gewillt den Umgang damit intensiver zu lernen und die damit verbundenen, alten Traditionen kennen zu lernen.

Doch wie wird das Training in Deutschland gehalten?
Durch etwas Google-quälen bin ich schon auf diverse Seiten gestoßen, welche reines Naginata Training anbieten. Oft ist auch von Wettkämpfen die Rede. Das ist natürlich auch ein schöner Anreiz für das Training und stellt auch das gelernte auf die Probe. Doch wenn ich Wettkampf lese, dann schießen mir gleich Gedanken wie "Regeln" und "Sport" durch den Kopf.

Daher allgemein gefragt:
Wie groß ist der Unterschied zwischen den Naginata Wettkampf heute und der Naginata Kampfkunst, so wie sie früher gedacht war?
Wenn gewisse verehrende oder "tödliche" Angriffe verboten sind, würde es mich nicht wundern. Oder sind bestimme Körperstellen, welche im Kampf nur logisch wären, im Wettkampf eine Tabu-Zone? Ich hoffe ihr wisst worauf ich im allgemeinen hinaus will.


Zum anderen scheint es mir sowieso das es wirklich eine Nebenspate zu sein und sehr uninteressant. So viele Trainingsangebote finde ich nicht und dann oftmals Webseiten, die schon fast wie tot erscheinen.
Z. B. der Deutsche Naginata Bund. Da betitelt sich ein Verein mit "deutscher" und dann sind die letzten News aus 2014.

Trainiert einer von euch rein nur Naginata und/oder übt auch den Wettkampf aus?
Könnt ihr dann etwas zum Training und zu Wettkämpfen erzählen?


So, und noch die letzte Frage, weswegen ich natürlich nicht wusste wo ich es posten soll:
Kennt jemand einen Verein (oder ähnliches) zwischen dem Raum Fulda (36037) und Schlüchtern (36381) oder in der Nähe, welche so ein Training anbietet?


Im Voraus vielen Dank für euer Mühe.

(Tut mir leid falls ich vielleicht "dumme" Fragen stelle oder es schon einen ähnlichen Post gegeben hat. Dann reicht mir natürlich nur ein netter Verweis dahin^^)
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  #2  
Alt 21-02-2017, 09:41
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kenjutsu
 
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Beiträge: 1.102
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Moin,

sollten die betreffenden Dojo auch Kata unterrichten, wäre das eine Möglichkeit, die Balance zwischen Alt und Neu zu wahren.
Inwieweit in Deutschland allerdings Jikishinkage-ryu, Tendo-ryu und Co. unterrichtet werden, ist mir nicht bekannt. Ich muss gestehen, dass ich zu Naginata nach der Zen Nihon Naginata Renmei allerdings auch nicht wirklich viel beitragen kann.

Reine Koryu-Naginata Schulen wirst du in Deutschland nicht finden. Am nähesten kommen dem wohl Kashima Shin-ryu, Katori Shinto-ryu oder Hokushin Itto-ryu.

Grüße,
Micha
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  #3  
Alt 21-02-2017, 09:41
Benutzerbild von ryoma
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô
 
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Ort: CH-Basel
Beiträge: 1.805
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Naginata ist eben nicht gleich Naginata...
In vielen klassischen Schulen (Koryû) ist die Naginata ein Teil des Curriculums. Das Training ist dort natürlich hauptsächlich Kata-basiert.
Es gibt auch noch Schulen, welche neben den Kata mit der Naginata Freikampf üben (gegen unterschiedliche Waffen, nicht nur gegen Naginata). Das nennt sich dann Gekiken. Die Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô ist solch eine Schule.
Hierbei handelt es sich allerdings nicht um Punkt-Wettkämpfe.

Wie im modernen Kendô gibt es auch beim Naginatadô genau definierte Trefferzonen. Dies ist bei Gekiken nicht der Fall.

Mir ist nicht ganz klar, wie intensiv du die Seite des DNagB angeschaut hast. Auf der Link-Seite sind einige wenige Dôjô gelistet, welche Naginatadô anbieten.
Auch wird das internationale INF-Seminar 2017 in Deutschland abgehalten.

Wenn du allerdings daran interessiert bist, alte Traditionen kennenzulernen ist es gut möglich, dass dir Naginatadô nicht zusagt.
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  #4  
Alt 22-02-2017, 09:43
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Wing Chun / MT / BBT
 
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Beiträge: 121
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Dankeschön für eure Antworten.


Ich merke schon, da gibt es wieder viele Unterschiede und Feinheiten.
Die Seite vom DNagB habe ich wahrlich nicht intensiv angeguckt. Für mich ist die schon hinfällig, da es anscheinend nicht weiter gepflegt wird. Aber die verlinkten Dojo weisen da teilweise zum Glück mehr Aktivität auf.

Da habe ich mich etwas umgeguckt und gesehen das es doch ein großer Unterschied von Wettkampf zur ursprünglichen Anwendung ist, durch die limitierten Trefferzonen, usw...

Nach Hokushin Ittô-Ryû-Hyôhô habe ich auch gegooglet. In München steht da ein wahrlich interessantes Dojo.
Aber gut, ich muss wohl mein Schicksal akzeptieren das es zumindest in meiner Gegend absolut keinen Stellenwert besitzt und anscheinend generell nicht so oft vorkommt in Deutschland.

Meinerseits kann ich dann zu diesem Thema großartig nichts mehr schreiben.
Gerne hätte ich den Umgang mit der Naginata gelernt und damit auch den Freikampf geübt.
Alternativ habe ich auch schon an Seminare gedacht, aber mit meiner bisherigen Erfahrung werden mir die Seminare auch mehr Geld aus der Tasche ziehen als ich letztlich einen Nutzen davon habe. Den sicherenUmgang wird man letztlich nur mit kontinuierlichen Training erreichen können.
Da bleibt mir nur zu hoffen das irgendwann im BBT Unterricht der Fokus dahinfallen wird.
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  #5  
Alt 22-02-2017, 10:06
Benutzerbild von Tanukiyarô
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Kampfkunst: Kendô
 
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Beiträge: 50
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Auch wenns bereit zu spät ist:
Der größte Unterschied zwischen Koryû und Gendai Naginata ist das man in der Mehrheit in Koryû in den Omote Kata mit Naginata vs. Schwert beginnt. Ai Naginata kommt meistens erst sehr viel später.

Ich glaube es ist sogar Bennett der schrieb das bei der Schöpfung von Naginatadô stand der Butokukai genau vor diesem Problem. Man wollte eine Art Kendô haben für Frauen, Naginata vs. Naginata. Und so mussten Formen und zum Teil Techniken neu, sozusagen "am Reizbrett", geschaffen werden. Weil die Leute von den verschiedenen Naginata Ryûha natürlich nicht die Familienjuwelen in der neu geschaffenen Kampfkunst preisgeben wollten. Wo es die Leute die im Kendô halt deutlich einfacher hatten weil im Kenjutsu ist es bereit im Omote Level Ai Ken.
__________________
Don't feed the Tanuki.

Geändert von Tanukiyarô (22-02-2017 um 10:12 Uhr).
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  #6  
Alt 22-02-2017, 10:36
Benutzerbild von ryoma
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô
 
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Zitat:
Zitat von Forro Beitrag anzeigen
... Nach Hokushin Ittô-Ryû-Hyôhô habe ich auch gegooglet. In München steht da ein wahrlich interessantes Dojo.
Aber gut, ich muss wohl mein Schicksal akzeptieren das es zumindest in meiner Gegend absolut keinen Stellenwert besitzt und anscheinend generell nicht so oft vorkommt in Deutschland.
Das hat primär nichts mit der Hokushin Ittô-Ryû als Schule zu tun, sondern mit der Tatsache, dass klassische jap. Schulen (Koryû) im Westen prinzipiell nicht stark vertreten sind.

Du hast also folgende Möglichkeiten:

- Aufgeben und weiter BBT trainieren.
- Oder sich mit dem Konzept „Koryû“ intensiv befassen und sich eine entsprechende Schule suchen auch wenn das zuerst auf Seminar- und/oder Privattraining-Basis ist.

Aus purer Not haben so viele angefangen. Klar, das braucht ein stärkeres Commitment und Durchhaltewillen als einfach nach der Arbeit ins Dôjô um die Ecke zu gehen.
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  #7  
Alt 22-02-2017, 11:01
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Wing Chun / MT / BBT
 
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Zitat:
Zitat von ryoma Beitrag anzeigen
Das hat primär nichts mit der Hokushin Ittô-Ryû als Schule zu tun, sondern mit der Tatsache, dass klassische jap. Schulen (Koryû) im Westen prinzipiell nicht stark vertreten sind.
Sorry, kam durch den fehlenden Absatz zum Missverständnis.
Hokushin Ittô-Ryû als Schule wollte ich nicht beschuldigen, sondern wie du es schon geschrieben hast, das die klassischen jap. Schulen einfach nicht das ist, was sich der Westler wünscht bzw. erhofft.


Koryū werde ich definitiv als Schlagwort mitnehmen und mich damit auseinander setzen.
Heute Abend ist auch wieder BBT Training, da werde ich mal den Trainer mit Fragen löchern.
Aufgeben will ich definitiv nicht, aber zeitlich bin ich auch limitiert durch Wing Chun, Thaiboxen und Wing Chun... natürlich auch das private Leben, wenn die Freundin auch Aufmerksamkeit will


In der "Szene" kenne ich mich halt auch nicht wirklich aus.
Gibt es aber Namen von Trainern/Meistern oder von Seminaren, die man im Hinterkopf behalten sollte um dort zu trainieren wenn sich die Chance ergibt?
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  #8  
Alt 05-03-2017, 14:45
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Kampfkunst: Kampfkuscheln und Stöckchenhauen
 
Registrierungsdatum: 19.12.2014
Beiträge: 17
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Vielleicht wäre es ohnehin sinnvoll einen Focus zu setzen.
Du schreibst das du bereits MT und WC trainierst und beschwerst dich darüber das nur 2x die Woche BBT Training stattfindet?
Wie oft die Woche trainierst du denn Insgesamt?
Ich stell es mir schwierig vor drei doch sehr verschiedene Kampfkünste gleichzeitig auszuüben und dabei Fortschritte zu machen
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