Kampfkunst-Board



Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 20-06-2002, 16:05
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Bujinkan Budo Taijutsu, AKKI Kenpo, Freestyle Nito
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: Freiburg
Alter: 24
Beiträge: 26
Standard Ninjutsu als Kampfkunst im Vergleich

Hi alle!

Ich mache jetzt seit ca. 1,5 Jahren intensiv Ninjutsu (intensiv für meine Verhältnisse) und habe was das reine Taijutsu betrifft kaum Vortschritte gemacht (habe früher schon viel anderes gemacht). Ich lerne sehr viele Techniken für alle erdenklichen Fälle und doch habe ich das Gefühl, es fehlt was Fundamentales (jetzt nur auf das "Kampf" element bezogen). Obwohl Ninjutsu eigentlich alle erdenklichen Elemente enthält, fühle ich mich in einer offenen Konfrontation gegen z.B. einen Kickboxer sehr stark unterlegen. Vorallen im Dankentaijutsu Aspekt finde ich die mir bisjetzt bekannten/trainierten Varianten eher bedingt anwendbar. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich von meinem körper und von meinem denken her noch nicht komplett umgestellt hab, vielleicht fehlt in unserem Training wirklich was.

Wie seht ihr es? Was ist euere Erfahrung?

Gruß
Nightwing
Mit Zitat antworten
Quicklinks
  #2  
Alt 22-06-2002, 02:38
Benutzerbild von Rene
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Ninjutsu
 
Registrierungsdatum: 27.08.2001
Alter: 45
Beiträge: 980
Standard

Zitat:
Vorallen im Dankentaijutsu Aspekt finde ich die mir bisjetzt bekannten/trainierten Varianten eher bedingt anwendbar.
Öhm, ja. Irgendwie weis ich nicht recht was ich Dir dazu schreiben soll. Du solltest Dich mal von dem ganzen Theoriekrams frei machen und das Tajutsu als ganzes sehen. Das Geheimnis heist nicht einzelne Disziplinen zu betrachten sonder alle gemeinsam als Kombination in Ihren vielen Variationen.

Du bist aber auch erst 1,5 Jahre dabei. Gönnt Dir noch mal die gleiche Zeitspanne, dann blickst Du schon weiter durch.


Zitat:
Obwohl Ninjutsu eigentlich alle erdenklichen Elemente enthält, fühle ich mich in einer offenen Konfrontation gegen z.B. einen Kickboxer sehr stark unterlegen.
Dagegen hilft eigendlich nur eines. Trainiere mal in Dojos anderer Kampfkünste. Schaue Dir andere Kampfkünste an und besuche Lehrgange andere Kampfkünste. Vielleicht findest Du auch eine festen Trainingspartner der z.b. Kickboxer ist.

Zitat:
intensiv für meine Verhältnisse
4 Wochen Trainingspause können manchmal Wunder bewirken.
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 26-06-2002, 10:16
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 16.04.2002
Ort: JAPAN
Beiträge: 47
Standard Re: Ninjutsu als Kampfkunst im Vergleich

Ich mache jetzt seit ca. 1,5 Jahren intensiv Ninjutsu...

Was meinst Du mit NINJUTSU ???

Ich denke die meisten Leute haben falsche Vorstellungen ueber diesen Begriff und Bujinkan Budo Taijutsu.

Um es klarzustellen. Das Bujinkan Budo Taijutsu ist auf vielen Koryu Schulen aufgebaut (nicht nur auf den bekannten 9, Hatsumi Sensei hat auch Menkyo Kaiden in anderen Traditionen, als auch Raenge in Gendai Budo Kuensten). Ich denke jedoch aus Respekt zu seinem Lehrer zaehlt er nur die bekannten 9 Schulen auf die er von seinem Lehrer ueberliefert bekommen hat (was nicht ungewoehnlich ist in Japan). Dies sind:

Togakure Ryu Ninpo Happo Hiken

Gyokko Ryu Kosshijutsu Happo Hiken

Koto Ryu Koppojutsu Happo Hiken

Shinden Fudo Ryu Ninpo Happo Hiken

Kukishin Ryu Taijutsu Happo Hiken

Takagiyoshin Ryu Jutaijutsu Happo Hiken

Kumogakure Ryu Ninpo Happo Hiken

Gyokushin Ryu Ninpo Happo Hiken

Gikan Ryu Koppojutsu Happo Hiken


Von diesen Traditionen sind nur 3 direkte Ninjutsu Traditionen, und dies sind:

Togakure Ryu Ninpo Happo Hiken

Kumogakure Ryu Ninpo Happo Hiken

Gyokushin Ryu Ninpo Happo Hiken


Diese Schulen stellen jedoch nur einen sehr kleinen Bruchteil der Kampftechniken im Bujinkan dar. Es gibt sehr wenig kata info an diesen Traditionen. Die Basis fuer das Bujinkan Budo Taijutsu kommt wahrscheinlich von Gyokko Ryu, Koto ryu und Takagiyoshin Ryu.
Die Art des Ninjutsu ist nicht wie so oft dargestellt eine reine Kunst des Toeten. Es ist die Kunst der Spionage, Sabotage und unkonventioneller Kriegsfuerhung. Die Priroritaet war es Informationen im geheimen zusammeln und verdeckte Operationen auszufuehren. Dies bedeutete das man Kaempfe zu vermeiden versuchte, oder sie so schnell wie moeglich beendet oder verzeogert um die Flucht zuergreifen. Die Kata der Togakure Ryu zeigen dies deutlich.

Die Hongkong und Hollywood Filme waehrend des Ninja Booms haben leider dazu beigetragen das Ninjutsu ein sehr falsches Image bekommen hat. Auch helfen die Selbstverkmarktungsmethoden die gewisser dojo diesem Image nicht.

Das Bujinkan hat Ninjutsu Traditionen und die Philosophie, Taktiken und mentale Einstellungen reflektieren diese Traditionen. Auch schliest das Training viele Spezialwaffen des Ninjutsu ein, jedoch sind wahrscheinlich ueber 90% der eigentlichen Techniken nicht spezielle Ninjutsu Techniken...

(intensiv fE meine Verhältnisse) und habe was das reine Taijutsu betrifft kaum Vortschritte gemacht (habe frEer schon viel anderes gemacht).

Taijutsu kann man nicht ueber nacht lernen und 1.5 Jahre ist recht wenig. Erfahrung in anderen KKs ist nicht immer von Vorteil, manche Dinge fallen mir manchmal sehr schwer zutun da ich dieses auch anderst gelernt hatte und diese nun tiefverankert sind in Muskelgedaechtniss und Reflexen.

Ich lerne sehr viele Techniken fE alle erdenklichen Fälle und doch habe ich das GefEl, es fehlt was Fundamentales (jetzt nur auf das "Kampf" element bezogen).

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist nicht ueber Techniken sondern ueber das Gefuehl...

Obwohl Ninjutsu eigentlich alle erdenklichen Elemente enthält, fEle ich mich in einer offenen Konfrontation gegen z.B. einen Kickboxer sehr stark unterlegen.

Mit "Ninjutsu" training wuerde ich Dir auch nicht raten in einen Kickboxring zusteigen.

OK hier ist meine ehrliche Meinung. Nach 1-3 Jahren training wuerde ich mein Geld auf einen Kickboxer setzen, als auf jemand der in einen durchschnittlichen Bujinkan dojo trainiert hat... Nach 4-5 Jahren Training sieht das jedoch anderst aus.
Kickboxer sind Hochleistungsathleten die in staendig in sehr guter koerperlicher Verfassungen trainieren. Kickboxen ist auf Staerke, Schnelligkeit und Ausdauer aufgebaut. Techniken und Philosophie beziehen sich auf den Ring. Zeit limit, einer gegen einen umbewaffnet, solider objektfreier Boden, etc... Kickboxer sind auf harten Kontaktkampf trainiert. Diese Training zeigt schnelle Resultate. Jedoch sind diese auch begrenzt. Ein Beispiel ist, was wuerde ein Kickboxer machen wenn z.B. ein Kollege auf der Weihnachtsfeier einen zuviel hatte und anfaengt richtigen Aerger zumache...??? Ins Gesicht schlagen??? In die Rippen? Roundhouse hinters Ohr ??? Kickboxen hat Treffertechniken und nicht wirklich Kontrolltechniken. Das ist einer der Punkte wo sich Kampfsport von Kampfkuensten unterscheidet.
Kickboxen hat Gewichtsklassen da offensichtlich ein groesserer und staerkerer Kaempfer den natuerlichen Vorteil hat unter then Techniken die erlaubt sind. Frauen und Kickboxen ist nett fuer Fitnesscenter aber nicht fuer realistische Selbstverteidigung.
Ein anderer interessanter Punkt was oft vergessen wird ist das viele der Handtechniken im Kickboxen nicht umbedingt realistisch sind in einem echten Kampf ohne Boxhandschue. In den USA stehen gebrochene Haende an dritter Stelle in den Notaufnahmen an Kampfverletzungen (nach Schusswaffen und Stichverletzungen). Gebrochene Haende und nicht gebrochene Kiefer...
Kickboxen hat sicherlich seine Vor und Nachteile wie jeder andere Kampfsport man sollte es aber nicht umbedingt mit einer Kampfkunst vergleichen. Da diese einem ganz anderen Zweck dient.

Auch das Konzept ich bin nicht so gut wie ein Kickboxer oder ich kann nicht so gut grappeln wie ein BJJ Mann... sind nicht gut. Du machst Deine Art. Konzentriere Dich auf Deine Kunst und vertraue ihr...

Hier sind ein paar Tips fuer eine Konfrontation mit einem Kickboxer:

- Entschludige Dich
- Gib ihm das Geld, etc...
- Renn weg...
- Ueberraschungsangriff
- Benutze eine Waffe
- Benutzte einen Gebrauchsgegenstand als Waffe
- Nimm ihm die Sehfaehigkeit
- Brich ein Bein oder Fuss
- Bring den Kampf so schnell wie moeglich auf den Boden
etc..

Vorallen im Dankentaijutsu Aspekt finde ich die mir bisjetzt bekannten/trainierten Varianten eher bedingt anwendbar. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich von meinem körper und von meinem denken her noch nicht komplett umgestellt hab, vielleicht fehlt in unserem Training wirklich was.

Nein nicht wirklich, die Kunst hat sich ueber 900 Jahre blutige und toedliche Erfahrung wo sie Kriege und Feldzuege ueberlebt hat und sich weiterentwickelte...

An Deinem Training fehlt etwas, und das ist Erfahrung... Die braucht Zeit und gute Lehrer...

Geändert von Mark Brecht (26-06-2002 um 14:58 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 26-06-2002, 10:32
Benutzerbild von Luggage
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: [beliebiges Klischee hier einsetzen]
 
Registrierungsdatum: 20.05.2002
Ort: Bei Mannheim, gerade noch Hessen
Alter: 25
Beiträge: 5.475
Standard

@Mark Brecht:
Toller Beitrag, ich glaube, ich muss doch mal Ninjutsu anfangen...

mfg,
Luggage
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 26-06-2002, 13:13
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Bujinkan Budo Taijutsu, AKKI Kenpo, Freestyle Nito
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: Freiburg
Alter: 24
Beiträge: 26
Standard

Respekt!
Danke du hast mir echt weitergeholfen. auf andere Gedankengänge.
Der zweite Teil hat meinen Gesichtspunkt jetzt geändert.

TGX nochmal

Bye Nighwing

PS: Das mit den Bezeichnungen nehme ich eigentlich nicht all zu ernst. Ich benutze NINJUTSU als überbegriff und Bujinkan budo Taijutsu als mehr oder wenig direkte Konfrontation-Geprägten Aspekt des Ninjutsus.
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 10-07-2002, 17:49
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Black Dragon Martial Arts
 
Registrierungsdatum: 10.07.2002
Ort: Switzerland
Beiträge: 1.416
Standard

Ich bin der Meinung hier geht es um einen Aspekt, der für alle Kampfkünste gültig ist. Am Anfang ahmt man Bewegungen nach. Später macht man Bewegungen aber auch das ist sie noch nicht die Kampfkunst. Erst wenn man eine Kampfkunst lebt funktioniert sie auch wirklich. Das ist auch der Unterschied, den man immer wieder sieht, es ist die Leichtigkeit der Meister und die kommt nur durch viel Erfahrung.

Gruss Skyguide
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 19-07-2002, 12:01
Benutzerbild von Michael Kann
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: www.warriors.de www.psds.de www.nikolaus-budo-lehrgang.de
 
Registrierungsdatum: 24.06.2002
Beiträge: 10.329
Standard Gutes Statement aber ...

Hi Mark,

guter Beitrag und ich gehe mit Dir in den "meisten" Punkten konform. Aber (mußte ja kommen)

"OK hier ist meine ehrliche Meinung. Nach 1-3 Jahren training wuerde ich mein Geld auf einen Kickboxer setzen, als auf jemand der in einen durchschnittlichen Bujinkan dojo trainiert hat... Nach 4-5 Jahren Training sieht das jedoch anderst aus.
Kickboxer sind Hochleistungsathleten die in staendig in sehr guter koerperlicher Verfassungen trainieren."

Nur ein schwindend kleiner Teil der Kickboxer, Boxer, Thaiboxer usw. ist ein Hochleistungsathlet. Die Mehrzahl betreibt Kickboxen als ganz normalen Breitensport ... Fitnessgedanke!

"Jedoch sind diese auch begrenzt. Ein Beispiel ist, was wuerde ein Kickboxer machen wenn z.B. ein Kollege auf der Weihnachtsfeier einen zuviel hatte und anfaengt richtigen Aerger zumache...??? Ins Gesicht schlagen??? In die Rippen? Roundhouse hinters Ohr ??? Kickboxen hat Treffertechniken und nicht wirklich Kontrolltechniken."

Davon wäre ich nicht so überzeugt. Viele der heute tätigen Lizenztrainer haben eine fundierte Ausbildung und unterrichten neben dem Wettkampfsport u.a. auch die Selbstverteidigung. Ein guter Lehrer wird seinen Schüler auf solche "Kollegen" (darf man den wirklich so nennen?) vorbereiten .... Deeskalation und im Notfall auch Selbstverteidigung im Rahmen des §§ 32 Abs. 2

"Frauen und Kickboxen ist nett fuer Fitnesscenter aber nicht fuer realistische Selbstverteidigung."

Frauen und Kickboxen, klingt irgendwie abwertend?! Denke meine Lebensgefährtin (kommt von Lebensgefahr!), selbst mehrfache bayerische Vizemeisterin und Vize Internationale Deutsche Meisterin 2002 sieht das ganz anders. Kommt auf den Lehrer an ... oder? Im übrigen trainieren die wenigsten Aktiven Kickboxen in Studios sondern in Vereinen ... ggf. im jeweiligen Landessportverband organisiert und somit auf der Liste des DSB.


"Ein anderer interessanter Punkt was oft vergessen wird ist das viele der Handtechniken im Kickboxen nicht umbedingt realistisch sind in einem echten Kampf ohne Boxhandschue. In den USA stehen gebrochene Haende an dritter Stelle in den Notaufnahmen an Kampfverletzungen (nach Schusswaffen und Stichverletzungen). Gebrochene Haende und nicht gebrochene Kiefer..."

Eine Mähr die so gern und so oft erzählt wird ... mich schüttelts! Bitte stell die Statistik der Amis mit ins Netz. Fakt ist, dass Boxer, Kickboxer usw. Boxhandschuhe in erster Linie tragen um ihren Gegner nicht zu verletzen. Ich selbst habe Boxer in Straßenkampfsituationen erleben dürfen und auch meine eigene Erfahrung geht dahin, dass nicht jeder Schlag mit einer gebrochenen "Mittel-"Hand endet. Sonst stell sich die Frage, weshalb heute in allen gängigen Kriegskünsten usw. immer noch, trotz dieser wissenschaftlichen Analysen, Fausttechniken trainiert werden?

Deine Tipps in allen Ehren, aber "Benutze eine Waffe - Benutzte einen Gebrauchsgegenstand als Waffe - Nimm ihm die Sehfaehigkeit - Brich ein Bein oder Fuss" schon mal was von verhältnismäßigkeit der Mittel §§ 32 und Co. gehört? Mir blieb die Luft weg ... viel Spaß beim Staatsanwalt!

Und wieso eigentlich "Bring den Kampf so schnell wie moeglich auf den Boden"? Weiß ich ob der Typ am Boden nicht auch bewandert ist? Woran erkennst Du ob Dein Angreifer Kickboxen, Boxen, Muay Thai, Kyokushinkai, Shorinji Kempo oder was auch immer macht? Trägt er ein Schild um den Hals?

Wenn der Gegner boxt ... tritt ihn, wenn er zieht ... drück ihn usw.

Boxe nie einen Boxer, Kicke nie einen Kicker und Grapple nie mit einem Grappler!

Meine Meinung, ganz ehrlich!

AEG
Mike
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 19-07-2002, 19:01
Benutzerbild von Rene
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Ninjutsu
 
Registrierungsdatum: 27.08.2001
Alter: 45
Beiträge: 980
Standard

Zitat:
Boxe nie einen Boxer, Kicke nie einen Kicker und Grapple nie mit einem Grappler!
jep. Gibts nichts anzufügen.

alledings...

Zitat:
Deine Tipps in allen Ehren, aber "Benutze eine Waffe - Benutzte einen Gebrauchsgegenstand als Waffe - Nimm ihm die Sehfaehigkeit - Brich ein Bein oder Fuss" schon mal was von verhältnismäßigkeit der Mittel §§ 32 und Co. gehört? Mir blieb die Luft weg ... viel Spaß beim Staatsanwalt!
Also wenn mich ein mir körperlich uberlegener Gegner angreift gehe ich lieber das Risiko ein mit dem Staatsanwalt vor Gericht zu kämpfen aber meine Gesundheit besteht noch.
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 19-07-2002, 19:53
Benutzerbild von cdobe
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Wu Taichi (Honkong u. Schanghai) und Elemente aus anderen KK
 
Registrierungsdatum: 01.10.2001
Ort: Hessen
Alter: 28
Beiträge: 759
Standard Re: Re: Ninjutsu als Kampfkunst im Vergleich

Zitat:
Original geschrieben von Mark Brecht

Ein anderer interessanter Punkt was oft vergessen wird ist das viele der Handtechniken im Kickboxen nicht umbedingt realistisch sind in einem echten Kampf ohne Boxhandschue. In den USA stehen gebrochene Haende an dritter Stelle in den Notaufnahmen an Kampfverletzungen (nach Schusswaffen und Stichverletzungen). Gebrochene Haende und nicht gebrochene Kiefer...
Könntest Du mal eine Quellenangabe machen! Wäre sehr nett!
(Nicht, daß ich die Aussage bezweifeln würde )

msg
cdobe
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 22-07-2002, 08:42
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 16.04.2002
Ort: JAPAN
Beiträge: 47
Standard Re: Gutes Statement aber ...

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann
...guter Beitrag und ich gehe mit Dir in den "meisten" Punkten konform. Aber (mußte ja kommen)
Ich habe kein Problem mit "aber", im Gegenteil von guten und informative Diskussionen lernen wir alle.

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann
Nur ein schwindend kleiner Teil der Kickboxer, Boxer, Thaiboxer usw. ist ein Hochleistungsathlet. Die Mehrzahl betreibt Kickboxen als ganz normalen Breitensport ... Fitnessgedanke!
Ich denke doch das durschnittliche Leute die Kickboxen betreiben in der Regel in besserer physikalischer Verfassung sind als der durchschnittliche Schueler in einem Bujinkan Dojo.

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann Davon wäre ich nicht so Eerzeugt. Viele der heute tätigen Lizenztrainer haben eine fundierte Ausbildung und unterrichten neben dem Wettkampfsport u.a. auch die Selbstverteidigung. Ein guter Lehrer wird seinen SchEer auf solche "Kollegen" (darf man den wirklich so nennen?) vorbereiten .... Deeskalation und im Notfall auch Selbstverteidigung im Rahmen des §§ 32 Abs. 2
Was meinst Du mit "die Selbstverteidigung"? ? ? Ich habe keinen Zweifel daran das die meisten Kickboxlehrer einen guten background in Kampfkuensten und Selbstverteidigungsarte/systemen haben. Jedoch denke ich nicht das "Selbstverteidigung" offiziel ein Teil des Kickboxen ist. Zu meinem Verstaendniss ist Kickboxen ein Sport mit Gewichtsklassen indem man versucht den Gegner mittels Schlaege und Tritte KO zuschlagen. Werden Selbstverteidigungsprinzipien und Techniken in Kickboxschulen untterrichtet? Sicherlich, dies macht diese jedoch nicht zu "Kickboxen" in meiner Meinung.

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann "Frauen und Kickboxen ist nett fuer Fitnesscenter aber nicht fuer realistische Selbstverteidigung."

Frauen und Kickboxen, klingt irgendwie abwertend?!
Es war nicht abwertend gegenueber Frauen gemeint. Jedoch bin ich offen und ehrlich das ich nichts davon halte wenn Kickboxkurse fuer Frauen angeboten werden die sich mit "Selbstverteidigung" vermarkten. Egal was man von Kickboxtechniken haelt fuer Selbstverteidgungszwecke. Im Kickboxen gewinnt normalerweise der groessere und staerkere, anderseits waeren ja sonst keine Gewichtsklassen notwendig...

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann Denke meine Lebensgefährtin (kommt von Lebensgefahr!), selbst mehrfache bayerische Vizemeisterin und Vize Internationale Deutsche Meisterin 2002 sieht das ganz anders.
Ich wuerde immer vorsichtig seine eine reale lebensgefaehrliche Situation mit einem Sportwettkampf (in einem Ring mit Regeln gegen ein unbewaffneten Gegner) zuvergleichen.

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann Kommt auf den Lehrer an ... oder?
Hier stimme ich vollkommen zu, auch kommt es auf den individuellen Schueler an.

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann Eine Mähr die so gern und so oft erzählt wird ... mich schEtelts! Bitte stell die Statistik der Amis mit ins Netz.
Da muesste ich erst im Netz suchen. Ich habe lange in den USA gelebt und dort wurde mir diese Statistiken von vielen Leuten die im ER (Notaufnahme) arbeiten bestaetigt.

Zitat:
Original geschrieben von MichaelFakt ist, dass Boxer, Kickboxer usw. Boxhandschuhe in erster Linie tragen um ihren Gegner nicht zu verletzen.
Dies ist "kein FAKT"... Ich wuerde das Gegenteil behaupten, zu meinem Wissen wird hier in Japan von Kaempfer verlangt das sie Handschuetzer tragen im "PRIDE" Fullcontactturnier damit sie sich nicht so schnell ihre Haende brechen. In der UFC gab es viele gebrochene Haende, Ken Shamerock ist der erst Name der mir da zu Sinn kommt.

Zitat:
Original geschrieben von MichaelIch selbst habe Boxer in Straßenkampfsituationen erleben dEfen und auch meine eigene Erfahrung geht dahin, dass nicht jeder Schlag mit einer gebrochenen "Mittel-"Hand endet.
Natuerlich nicht jeder, aber im Durchschnitt gibt es mehr gebrochene Haende als gebrochene Kiefer, etc.. Persoenlich kenne ich niemand dem der Kiefer gebrochen wurde (mit gebrochenen Haenden kenne ich viele...). Die Hand habe ich mir auch schon erfolgreich gebrochen (zwei Kochen und dislokiert, 1.5 Stunden Operation in Vollnarkose und US$5000...).

Zitat:
Original geschrieben von MichaelSonst stell sich die Frage, weshalb heute in allen gängigen KriegskEsten usw. immer noch, trotz dieser wissenschaftlichen Analysen, Fausttechniken trainiert werden?
Die Frage ist einfach, da Kriegskuenste meist andere Koerperziele haben als in Kickboxwettkaempfen. Auch ist die Koerperbewegung und Schlagtechnick sehr anderst. Viele Arten konditionieren auch ihre Haende staendig (ohne Handschutz) so das sie in der Lage sind den Impakt zuueberstehen (z.B. Makiwaratraining).

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann Deine Tipps in allen Ehren, aber "Benutze eine Waffe - Benutzte einen Gebrauchsgegenstand als Waffe - Nimm ihm die Sehfaehigkeit - Brich ein Bein oder Fuss" schon mal was von verhältnismäßigkeit der Mittel §§ 32 und Co. gehört? Mir blieb die Luft weg ... viel Spaß beim Staatsanwalt!


Willkommen zur Realitaet. Dies "Koryu Bujutsu Forum" ist nicht ueber Schulfhofpruegelleien, Wettkaempfe oder Deutsche Vize Meister Pokale. In Selbstverteidigung oder "Combat" gewinnt man nicht, man versucht zu ueberleben...
In einer realen lebensgefaehlichen Selbstverteidgungssituation hat man das Geburtsrecht sein Leben oder das Leben eines anderen mit jedem Mittel zu schuetzen. Im Wettkampf kannst Du Dich hinterher beim Schiedsrichter beschweren, in einer realen Konfrontation kannst du Dich beim verlieren hinterher nicht mehr beschweren (na ja vieleicht wenn Du in den Himmel kommst, dem Teufel wirds wahrscheinlich egal sein...).

Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann Und wieso eigentlich "Bring den Kampf so schnell wie moeglich auf den Boden"? Weiß ich ob der Typ am Boden nicht auch bewandert ist? Woran erkennst Du ob Dein Angreifer Kickboxen, Boxen, Muay Thai, Kyokushinkai, Shorinji Kempo oder was auch immer macht? Trägt er ein Schild um den Hals?
Sehr einfach die Grappler haben kaputte Ohren und die Kickboxer kaputte Visagen...
Spass beiseite die Frage in diesem thread war spezifisch ueber "KICKBOXER" und nicht generell...
Mit Zitat antworten
  #11  
Alt 22-07-2002, 09:37
Benutzerbild von Michael Kann
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: www.warriors.de www.psds.de www.nikolaus-budo-lehrgang.de
 
Registrierungsdatum: 24.06.2002
Beiträge: 10.329
Standard Hi Mark

"Ich denke doch das durschnittliche Leute die Kickboxen betreiben in der Regel in besserer physikalischer Verfassung sind als der durchschnittliche Schueler in einem Bujinkan Dojo."

Im Namen aller Kickboxer ... Danke für die Blumen

"Was meinst Du mit "die Selbstverteidigung"? ? ? Ich habe keinen Zweifel daran das die meisten Kickboxlehrer einen guten background in Kampfkuensten und Selbstverteidigungsarte/systemen haben. Jedoch denke ich nicht das "Selbstverteidigung" offiziel ein Teil des Kickboxen ist."

Tja, da irrst Du Dich! Bereits das erste offizielle Prüfungsprogramm, geschrieben von G. F. Brückner, hatte folgenden Titel: Kickboxen - Wettkampfsport und Selbstverteidigung. Es beinhaltet in etwa (je nach Gürtelgrad) 40 - 50% rein auf die SV ausgerichtete Bestandteile. Fakt!

"Zu meinem Verstaendniss ist Kickboxen ein Sport mit Gewichtsklassen indem man versucht den Gegner mittels Schlaege und Tritte KO zuschlagen."

Eben ... Dein Verständnis ... hat aber eben mit den Fakten nichts zu tun. Du sprichst hier nur vom reinen Wettkampfsport sonst nichts.

"Werden Selbstverteidigungsprinzipien und Techniken in Kickboxschulen untterrichtet?"

Wenn es sich um einen ausgebildeten Trainer handelt hoffe ich doch schwer ... dies hängt aber eben immer vom jeweiligen Standorttrainer ab und daher kann ich Dir schlecht sagen wie es % gehändelt wird. Bei mir teilt sich in jedem Fall der Unterricht in diese Bestandteile auf.

"Sicherlich, dies macht diese jedoch nicht zu "Kickboxen" in meiner Meinung."

Da kann ich schlecht gegenhalten ... is ja Deine Meinung

"Es war nicht abwertend gegenueber Frauen gemeint. Jedoch bin ich offen und ehrlich das ich nichts davon halte wenn Kickboxkurse fuer Frauen angeboten werden die sich mit "Selbstverteidigung" vermarkten."

Sehe ich genauso wie Du, gleich ob Kickboxaerobik, TaeBo oder wie es sich auch immer schimpft. Gut für die Fitness, aber für SV nicht geeignet. Is halt ein Marketingkonzept und wie Du siehst, es funktioniert.

"Egal was man von Kickboxtechniken haelt fuer Selbstverteidgungszwecke. Im Kickboxen gewinnt normalerweise der groessere und staerkere, anderseits waeren ja sonst keine Gewichtsklassen notwendig... "

Du beziehst Dich schon wieder auf den Bereich des Wettkampfsportes ... nur ne Anmerkung!

"Ich wuerde immer vorsichtig seine eine reale lebensgefaehrliche Situation mit einem Sportwettkampf (in einem Ring mit Regeln gegen ein unbewaffneten Gegner) zuvergleichen."

Das tust Du und nicht ich ... sorry ... aber wir sprechen in einigen Punkten von unterschiedlichen Dingen.

"Da muesste ich erst im Netz suchen. Ich habe lange in den USA gelebt und dort wurde mir diese Statistiken von vielen Leuten die im ER (Notaufnahme) arbeiten bestaetigt."

Dann bitte suche im Netz ... ansonsten ist es blanke Theorie und fügt sich in die laaaaannnnnngeee Kette von Märchen und Geschichten die sich gepusht durch viele andere Kampfstile am Markt gern halten.

"Dies ist "kein FAKT"... Ich wuerde das Gegenteil behaupten, zu meinem Wissen wird hier in Japan von Kaempfer verlangt das sie Handschuetzer tragen im "PRIDE" Fullcontactturnier damit sie sich nicht so schnell ihre Haende brechen. In der UFC gab es viele gebrochene Haende, Ken Shamerock ist der erst Name der mir da zu Sinn kommt."

Dachte Du sprichst immer noch von Kickboxern ... so Dein Statement auch am Ende Deines letzten Schreibens
Die Entwicklung im Pride war nicht nur auf gebrochene Mittelhandknochen zurückzuführen. Vieles und vor allem die nicht unerheblichen Verletzungen im Gesicht, vor allem, der Augen führte hier zu einer Änderung.

"Natuerlich nicht jeder, aber im Durchschnitt gibt es mehr gebrochene Haende als gebrochene Kiefer, etc.. Persoenlich kenne ich niemand dem der Kiefer gebrochen wurde (mit gebrochenen Haenden kenne ich viele...). Die Hand habe ich mir auch schon erfolgreich gebrochen (zwei Kochen und dislokiert, 1.5 Stunden Operation in Vollnarkose und US$5000...)."

Gehe noch ein Stückchen weiter und behaupte ... die wenigsten brechen sich die Hand. Meist sind dies Ungeübte und dazu möchte ich anmerken, dass ich ebenfalls im SV-Unterricht meinen Schülern den Tipp gebe mit dem Handballen zu attackieren, da vor allem im Anfängerstatium die wenigsten fähig sind richtig zu schlagen. Ich persönlich kenne gerade einmal zwei Kollegen die sich den Mittelhandknoch angebrochen hatten und nur einen der sich bei einem regulären Kampf den Unterkiefer brach. Das alles, obwohl ich viele Freunde in den unterschiedlichsten Lagern habe und seit nun mehr als 28 Jahren in diesem Bereich tätig bin.

"Die Frage ist einfach, da Kriegskuenste meist andere Koerperziele haben als in Kickboxwettkaempfen."

Richtig! Eben Wettkampf ... sag ich doch!

"Viele Arten konditionieren auch ihre Haende staendig (ohne Handschutz) so das sie in der Lage sind den Impakt zuueberstehen (z.B. Makiwaratraining)."

Macht ein Boxer, Kickboxer usw. ebenfalls. Nicht unbedingt am Makiwara, aber er tuts! Darauf wird ein ausgebildeter und erfahrener Trainer ebenfalls achten.

"Willkommen zur Realitaet. Dies "Koryu Bujutsu Forum" ist nicht ueber Schulfhofpruegelleien, Wettkaempfe oder Deutsche Vize Meister Pokale."

Danke! Nicht sehr nett, aber o.k. ... verstehe den Wink mit dem Zaunpfahl!

"In Selbstverteidigung oder "Combat" gewinnt man nicht, man versucht zu ueberleben... In einer realen lebensgefaehlichen Selbstverteidgungssituation hat man das Geburtsrecht sein Leben oder das Leben eines anderen mit jedem Mittel zu schuetzen."

Sehe ich ähnlich und glaube mir, ich weiß wovon ich spreche! Doch trotz allem empfinde ich Deine Empfehlung als komplett übertrieben bzgl. Augenlicht rauben, Knochen brechen ... Ich halte es da eher mit dem Versuch das ganze abzuwenden und nur dann in Aktion zu treten, wenn nichts mehr hilft. Dies alles soweit es möglich ist im Rahmen des Gesetzes. Bisher hat´s gut funktioniert ... alle meine Kontrahenden haben keinerlei körperliche Einschränkungen, betrachten die Erde von oben und nicht das Gras von unten ... habe selbst bei Angriffen mit einer Waffe noch nie das Finale gebraucht und die Kripo hat die Sachen zwar aufgenommen aber nicht weiter in meine Richtung verfolgt. Zeuge ja, Täter nein

"Im Wettkampf kannst Du Dich hinterher beim Schiedsrichter beschweren, in einer realen Konfrontation kannst du Dich beim verlieren hinterher nicht mehr beschweren (na ja vieleicht wenn Du in den Himmel kommst, dem Teufel wirds wahrscheinlich egal sein...)."

Richtig ... aber da is es wieder ... Du verwechselst da Wettkampfsport und SV oder verdrehst meine Aussagen nicht richtig ... aber is egal.

"Sehr einfach die Grappler haben kaputte Ohren und die Kickboxer kaputte Visagen...
Spass beiseite die Frage in diesem thread war spezifisch ueber "KICKBOXER" und nicht generell... "

Das war keine Antwort auf meine Frage ... wie erkennst Du ob Dich ein Laie oder ein Stilist irgendeiner Kampfart angreift? Er wird Dich nur bei äußerster Dummheit anschreien und sagen ey Alter pass auf ich mach das und das! Im übrigen erachte ich einen Straßenkämpfer, Prügler, Stadtbekannten Rauf- und Drunkenbold als gefährlicher an als den ausgebildeten Kampfsportler ... Kampfkünstler ... Selbstverteidigungsaktiven usw.
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 24-07-2002, 16:08
Benutzerbild von uruk-hai
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taifun-LutaLivre
 
Registrierungsdatum: 30.06.2002
Beiträge: 153
Standard

Hallo also ich kann nicht viel zum thema Ninjitsu sagen. Hab mal ein paar Leute auf einer Fete getroffen und mit dennen ins Gespräch gekommen. Anschliessenden hab ich mir mal eine Trainingseinheit angeschaut. Also meine Erfahrung war das das Ninjitsu ne Menge kommischer und schräge Vögel anzieht. Das einzige was das noch topt ist ATK die waren alle nicht normal. Ist nur meine persönliche Meinung, hab vielleicht auch nur schlechte Vereine erwischt. Waren ja auch nur 2. Von den waffenlosen Techniken ähnelt alles dem alten Ju-jutsu u. Jiu-Jitsu (klar mit ein paar Modifikation z.B. die Kralle beim ATK). Ich lasse mich aber gerne eines anderen belehren, da ich wie gesagt nur diese paar Erfahrungen gemacht habe
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 24-07-2002, 21:37
Benutzerbild von Rene
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Ninjutsu
 
Registrierungsdatum: 27.08.2001
Alter: 45
Beiträge: 980
Standard

Zu Ninjitsu kann ich auch nichts sagen aber so wie sich das anhört können das nur schräge Vögel machen.

Welche Kampfkunst betreibst Du denn?
Mit Zitat antworten
  #14  
Alt 17-08-2002, 21:29
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Pammachon / Hsing I / Ba gua / Tai chi
 
Registrierungsdatum: 07.08.2002
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 57
Standard

Heya,

Nun ja die Frage nach der "Funktionalität" von Ninpo / Bujinkan Budo Taijutsu und wie man es sonst nennen soll, ist eine kontroverse und viel diskutierte Frage, die vielen Leuten v.a im Bujinkan sofort ein Dorn im Auge ist.
Da ich über 16 Jahre "dabei", d.h Bujinkan studiere, trainiere und mittlerweile seit n`er ganzen Weile auch unterrichte und dabei einerseits jährlich in Japan und mit Top-Bujinkan Leuten der westlichen Welt trainiere, denke ich mir eine eigene Meinung dazu bilden zu können, die ich hier gerne wiedergeben will.

Um es auf den Punkt zu bringen: Viele Leute im Bujinkan - und das reicht vom Kyu - level bis zu den höchsten Graduierungen - würden gegen einen mittelmässigen Kick/ Thaiboxer oder Grappler auch ausserhalb des Rings höllisch auf die Hucke kriegen....

Der Grund für das Versagen dieser Leute hat einfach damit zu tun, dass Bujinkan in den meisten Dojo als "theoretische" Kampfkunst betrieben wird, d.h Uke "füttert" regelrecht Tori mit seinen Tsuki und Keri, Tori prügelt dann zurück ohne dass sich Uke wehren darf ; oft zu beobachten an Seminaren landaus, landein.......
Ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt, wieso weder in Japan noch in vielen Dojo der westlichen Welt kein Sparring gemacht wird........
Und bitte: kommt mir nicht mit Erklärungen wie " zu gefährlich", "Sparring bedeutet Regeln", " wir trainieren für Combat/ richtigen Kampf", denn das ist samt und sonders Mist.

Der Punkt ist; klaro hat z.b Muay Thai "weniger" Techniken, aber ihre Trainingsmethoden sind dafür realistischer, denn jede Technik jedes Kampfprinzip wird sofort in der Praxis ausprobiert....
Ich habe mich selbst jahrelang hinter dem "Kobudo"-Gehabe versteckt, bis ich irgendwann mal einfach den Schritt tat und begann Crosstraining zu absolvieren; die Methoden und Ideen, die einem Boxen, Vale Tudo und andere sparringsorientierte Systeme geben können, sind nicht mit Gold aufzuwiegen....
Ich spreche dabei nicht von einem Mix zwischen Bujinkan / Muay Thai und Kali Techniken, sondern ich spreche davon das eigene Training durch realitischere Wege, inspiriert von Praxissystemen zu bereichern.

Es gab das Sparring im Bujinkan, die Israeli z.b trainierten sehr viel Sparring, als Doron aus Japan zurückkam, ob sie es heute noch tun weiss ich nicht, aber in der heutigen Bujinkan Szene ist es oft verschwunden oder wurde rausgeschmissen, da ehrliches Sparring den Lehrer oft von seinem hohe Ross runterhohlt.
Daher mein Tipp; seid ehrlich zu euch selbst und versucht es mal, macht nämlich durchaus Spass !!!

Das ist meine Meinung und längst nicht ein Dogma..........
Und kein Angriff gegen irgendwen !!

Keep rollin
Keep rockin`
Keep goin`
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 18-08-2002, 07:36
Moderator
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 06.05.2002
Ort: Pullach bei München
Beiträge: 6.232
Standard

@JIGOKU

Ich stimme voll zu. Das deckt sich mit meinen (nicht ganz so langjährigen) Erfahrungen.

Gruß
Mars
Mit Zitat antworten
Antwort


Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An
[IMG] Code ist An
HTML-Code ist Aus
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag