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  #31  
Alt 23-08-2003, 11:23
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Kampfkunst: Systema
 
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ich weiß! ich kenne das Problem! trotzdem kann man die sachen miteinander vergleichen, wenn man nicht die Graduierungen nimmt, sonder z.B. die zeit, wie lange etwas trainiert.
und dann kommt es natürlich noch darauf an, warum er etwas trainiert und wie oft!

Gruß neo1
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  #32  
Alt 24-08-2003, 23:16
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Kampfkunst: Pammachon & Hsing I chuan & etwas Yang Tai chi chuan
 
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"da fällt mir gerade noch so ein schöner Vergleich ein, wenn man unbedingt techniken vergleichen will und nach Gemeinsamkeiten sucht:

Ju Jutsu: Kipphandhebel
Ninjutsu: Omote Gyaku
Aikido: Kote Gaeshi
Systema: (das Handgelenk knicken und drehen (kein Name!!)"


kleine Korrektur: Omote gyaku kote dori ist die korrekte Bezeichnung. Omote gyaku, das Drehen von innen nach aussen ist ein Universalprinzip. Kote dori bedeutet "Das Handgelenk greifen".........
Nun ja diese Bwegung findet sich in fast allen asiatischen und europäischen KK, die Ausführungen sind jedoch sehr unterschiedlich.


Ich find`die Diskussion müssig, ob Systema und Ninjutsu ähnlich sind, denn dazu müsste man beide Systeme wirklich kennen...
Benutzt Systema die gleichen Prinzipien des Gleichgewichtsbrechens, die gleichen Winkel und dieselbe Schrittarbeit wie wir das im Bujinkan tun???
Tja, ich kann mir diesbezüglich kein Urteil anmassen, da ich keine Ahnung von Systema habe..........

Was das Vergleichen verschiedener Bujinkan Dojo betrifft:

Weder Graduierungen, noch die Zeit wie lange jemand trainiert und bei wem sind Anhaltspunkte für einen qualitativen Vergleich.
Tja, das ist die Kehrseite einer freien Kunst ...............


so long
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  #33  
Alt 25-08-2003, 14:01
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... genau das isses ja irgendwie, die techniken "an sich" kann man zwischen den verschiedensten kks vergleichen, nimmt man das blosse technikrepertoire [wie neo1 es beschrieben hat "Schlagen, Treten, Greifen, Werfen, Hebeln, Waffen, Rollen, Bodenkampf "], dann müssten bbt,systema,silat,hapkido, j[i]u jitsu und diverse cinesische systeme irgendwie quasi "gleich" sein... es kommt aber eher darauf an, "wie" ich dorthin komme, die techniken überhaupt anzusetzten... und genau dort liegt diskussionstechnisch der hase im pfeffer : es gibt - wie dieser thread scho zeigt - genug leute, die eine ähnlichkeit in der bewegungsarbeit zwischen systema und bbt sehen wollen... und genug, die es nicht tun... ein definitives ergebnis wird sich hier nicht erzielen lassen ...

fister
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  #34  
Alt 28-08-2003, 22:11
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Ich würde sagen es ist eher ein Russischer Allkampf der sich ende des 18.Jahrhundert und Anfang des 19.Jahrhundert in Russland nach der Rückkehr von Hr.Oschtschepkow von seinen Reisen durch Asien zu einem System vereinte.
Ninjitsu dagengen hat eine Jahrtausend alte nachvollziehbare Geschicht und es wurden nur Techniken weitergegeben, die auf dem Schlachtfeld überlebten.
Wo dann die Versportlichung der Buju-Künste ( Samuraikünste)einsetzte blieb Ninjitsu seinen Traditionen treu und es wurde nicht´s versportlicht. Nur viele haben in dieser KK ein Problem mit Ihrem Ego. ( Jäger und Sammler Mentalität). Ich selbt trainiere nun bb seit 1986 und ich muss sagen es gab auch hier immer wandlungen. Aber die Hochgraduierten Danträger stellten immer die Natürlichkeit der Bewegung und der Person in den Vordergrund und nicht die exaktkeit der Bewegung oder das Abkopieren von Bewegungsabläufen; das vorgezeigte ist die Grundvorlage! Aber was ich daraus mache ist noch immer meine Sache und mit den Namen der Technik damit hatten auch die grossen Danträger oft Ihre Mühe, denn in den DenSho´s wird alles Umschrieben und nicht beim Namen genannt. Einige Schüler meinten oft, dafür müsse aber einen Namen geben; Die Antwort der Lehrer war dann immer
" Namen sind Schall und Rauch"! Aber egal was man macht, es müssen immer Grundprinzipien und Grundlagen gelernt werden sonnst klappt es nicht. Lesen, schreiben und Rechnen kann ich auch erst wenn ich die Buchstaben und die Zahlen kann sonst klappt es nicht, genauso ist es mit den Kampfkünsten.
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  #35  
Alt 29-08-2003, 12:04
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Zitat:
Original geschrieben von Wanderer
Ich würde sagen es ist eher ein Russischer Allkampf der sich ende des 18.Jahrhundert und Anfang des 19.Jahrhundert in Russland nach der Rückkehr von Hr.Oschtschepkow von seinen Reisen durch Asien zu einem System vereinte.
... hast du diesbzgl. zufällig n link oder sowas , wo man dazu was nachlesen kann ?

fister
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  #36  
Alt 29-08-2003, 21:19
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Hier der Link: http://www.rma-systema.de/haupt.html und dann unter Sambo Entstehungsgeschichte
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  #37  
Alt 30-08-2003, 11:47
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hmmm,

glaube irgendwie nicht, dass der herr oschtschepkow was mit dem hintergrund von systema zu tun hat, der link gehört zu andreas weitzels hp, und dort gibt es auch besagten wunderschönen text zum historischen hintergrund von systema http://www.rma-systema.de/rma/hist.html ... hätte er was damit zu tun, sollte er doch auch drinstehen, is ja vom selben autor ... oder ich war doof und habs überlesen

fister
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  #38  
Alt 30-08-2003, 20:58
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Ich glaube Du verwechselst Hier etwas; Es geht hier doch um die Systemparalellen und nicht um die Geschichtliche Entwicklung; Hier im Historischen Hintergrund wird immer von ganzen Armmeteilen gesprochen wird. Im Ninjistu wird dies nur in aller seltensten Fällen gemacht; hier liegt doch der Hauptunterschied! Die Ninjas waren doch zum grossteil alles Einzelkämpfer und keine regulären Armmetruppen wie die Samurais. Wenn nun ein Familienführer keinen würdigen Nachfolger mehr hatte ging diese Stilrichtung mit dem Tod des Führers mit ins Grab. So wie ich das in Eurer Historie lese wurde dann von einem anderen Führer weitergeführt. Und - Japan öffnete erst seine Grenzen nach dem Sie von den WESTLICHEN WIRTSCHAFTSMÄCHTEN dementsprechend bedrängt wurden und nicht schon weit vorher, bitte dies zu bedenken.
Und bitte nicht alle Geschichtlichen Gegebenheiten so hinstellen als währe die zaristische Armee die beste Ihrer damaligen Zeit gewesen. Es ist nachgewiesen, dass Napoleon den Kampf um Moskau wegen des Wintereinbruchs verloren hat; und im 1. Wetkrieg wurde Lenin nach Russland eingeschleust, damit die Deutschen Ihrer Ruhe hatten an der Ostfront. Und im 2. WEltkrieg wurden Sie von den Amerikanern mit Nahrungsmitteln versorgt, wo Sie nichts mehr zu essen hatten; sonst währen Sie hinter dem Ural verhungert. Und woher haben die Reiterstämme im Süden Russlands Ihren Grundlage? Schau die mal gewisse SEndsungen im Fernsehn an; hier werden geschichtliche Hintergründe für Ihre Kultur und Ihre Organisation ( Gemeinschaft im Verband)gezeigt, der stammt von den Mongolen ab und die kommen noch weiter östlich her.
Und das neue Systema wie es heute gelehrt wird, hat nun leider einen anderen Entstehungsweg - wenn ich richtig lesen kann. Im Ninpo ist der Entstehungsweg eben auch anders gelaufen und hatte auch einen ganz anderen geschichtlichen Hintergrund. Es gibt vieleicht sehr viele Parallelen im Bewegungsablauf aber keine direkt Vergleichbaren.
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  #39  
Alt 02-09-2003, 13:29
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Hallo,

was die Ähnlichkeiten zwischen Ninjutsu und Systema angeht, so kann ich den Beiträgen von Mars, neo1 und Mr.Fister voll und ganz zustimmen.

@ Wanderer:

Ich glaube, daß Du hier zwei verschiedene Sachen verwechselst: Systema und Sambo. Das erste ist eine altrussische Kampfkunst mit einer traditionsreichen Geschichte, die ihre Wurzeln in den alten europäischen Kampfkünsten hat, und die sich hauptsächlich in Klöstern, Kosakenregimenten und einigen anderen militärischen Verbänden Rußlands entwickelte.

Das zweite ist eine relativ moderne Kampfkunst, die auf vielen Ringkampfarten basiert, und die Anfang des 20. Jahrhunderts für das sowjetischen Militär und die Polizei entwickelt wurde, weil man das gesamte "zaristische" und "kirchliche" Erbe (zu dem auch die altrussische Kampfkunst gehörte) loswerden und in Vergessenheit geraten werden wollte.

Und mit der Geschichte (insbesondere der russischen) kennst du dich anscheinend genauso gut, wie ich mich mit australischen Volkstänzen

Gruß
Andreas
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  #40  
Alt 02-09-2003, 16:35
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Es ist weder ein Angriff gegen deine Organisation noch gegen Mr. Fister.
Nur wenn Ihr meint es gib hier Paralellen, so sind doch alle KK's mit Waffentechniken und Greif und Schlagtechniken gleich; aber das scheint für manche ein bisschen schwer nachvollziehbar zu sein sonst würden Sie sich nicht gleich so betreten fühlen.
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  #41  
Alt 02-09-2003, 18:02
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@ Wanderer:

Ich schlage vor, daß du beide Seiten kennenlernst, bevor du urteilst. Komm einfach mal bei uns im Training vorbei (du hast ja nicht weit ), dann können wir auf einer Ebene diskutieren. Sonst reden wir aneinander vorbei.

Gruß
Andreas
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  #42  
Alt 06-09-2003, 14:50
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@ JIGOKU
Danke für die Korrektur!Wir haben derzeit immer nur "Omote Gyaku" zu dem Hebel gesagt.

Ich find`die Diskussion nicht müssig, sondern eher interessant.
Vor allem die Eindrücke der verschiedenen Leute.

Was das genaue kennnen der beiden systeme angeht, so möchte ich bzgl. des Ninjutsu von mir behaupten, daß ich es schon sehr gut kennengelernt habe, da ich ca. 10 Jahre sehr intensiv trainiert und auf den unterschiedlichsten lehrgängen invielen verschiedenen Ländern war.
was Systema angeht, so glaube ich, daß ich in den über drei Jahren bereits schon tiefere Einblicke bekommen hab.
Deswegen maß ich mir in gewissem Maß schon an, einen vergleich zwischen beiden ziehen zu können.


Was die Prinzipien des Gleichgewichtsbrechens, die Winkel- und Schrittarbeit angeht, so sind sicherlich Parallelen da, jedoch würde ich sagen, daß die Arbeit im Systema wesentlich tiefgreifender, individueller und effektiver ist.

Zitat Jigoku:
"Weder Graduierungen, noch die Zeit wie lange jemand trainiert und bei wem sind Anhaltspunkte für einen qualitativen Vergleich.
Tja, das ist die Kehrseite einer freien Kunst ..............."

was sind dann Anhaltspunkte für einen qualitativen Vergleich?

Gruß neo1
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  #43  
Alt 07-09-2003, 11:29
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Hallo Leute!

Ich trainiere seit 1990 NINJUTSU und habe 2001 zum ersten Mal Andreas Weitzel auf einem Seminar im Saarland getroffen. Ich war von seiner ruhigen Art und von dem was er zeigte sehr beeindruckt. Daraufhin lud ich ihn 2002 und 2003 zu einem Seminar nach St. Ingbert ein und war wieder begeistert von dem was er uns beibrachte. Ich konnte sehr viele Gemeinsamkeiten erkennen und daher dem Unterricht auch sehr gut folgen (zumindest war das mein Eindruck). So kam es auch, dass wir nach dem Seminar im Juni 2003 eine SYSTEMA Gruppe in St. Ingbert gründeten. Andreas bot mir an, mit nach Moskau zu Michail Ryabko zu reisen um dort eine Woche intensiv zu trainieren.
Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei Andreas dafür bedanken, dass er mich auf diese spannende Reise mitnahm.

Nun ist eine Woche vergangen, seit wir aus Moskau zurückgekommen sind und ich hatte etwas Zeit meine Gedanken zu ordnen und die Eindrücke zu verarbeiten. Michael H. (Neo1) hat mich auf diese Diskussion aufmerksam gemacht und mich gebeten meine Eindrücke niederzuschreiben. Da es hier um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen NINJUTSU und SYSTEMA geht, werde ich versuchen einige Punkte aus meiner Sicht anzusprechen. Ich habe zwar die Möglichkeit gehabt beide Systeme kennen zu lernen, bin aber weit davon entfernt auch beide zu verstehen. Daher hier meine subjektiven Eindrücke:

Geschichte:
Beide Kampfkünste haben sich unterschiedlich und völlig unabhängig voneinander entwickelt. Die Entstehung des japanischen NINJUTSU wurde von vielen asiatischen Ländern wie China und Tibet beeinflusst. Die Ursprünge des SYSTEMA liegen in Europa und später in Russland. Beide Kampfküste können auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, mehr darüber gibt es auf diversen Webseiten!

Religion:
NINJUTSU hatte praktisch seine eigene Weltanschauung, das NINPO MIKKYO, es entstand aus unterschiedlichen buddhistischen Lehren. Auf das heutige NINJUTSU - Training hat es keinen Einfluss, es hat nur noch historischen Charakter.
Im SYSTEMA gibt es eine starke Bindung an die Orthodoxe Kirche. Da die Menschen in Russland sehr gläubig sind, hat es auch innerhalb der Kampfkunst einen sehr hohen Stellenwert. So soll es auch schon vorgekommen sein, dass man zur Beichte geschickt wurde bevor man trainieren durfte. Anderen Religionen, vor allem dem Islam, gegenüber ist man eher misstrauisch eingestellt. Ich finde, dass Religionen heute nicht mehr in Kampfkünste integriert werden sollten, denn ich bin allen Religionen gegenüber misstrauisch eingestellt :-).
Bei beiden Kampfkünsten werden Atemübungen genutzt die aus den jeweiligen Religionen stammen.

Verhältnis zu anderen Kampfkünsten:
Im NINJUTSU ist man bemüht, sich mit anderen Kampfkünsten auszutauschen und versucht sich möglichst nicht hervorzuheben (natürlich auch sehr lehrerabhängig, ich habe auch schon das Gegenteil gesehen).
Beim SYSTEMA habe ich den Eindruck, dass man weniger kommunikativ mit anderen Kampfkünsten umgeht und sehr auf die eigene Kampfkunst fixiert ist. Man versucht auch gerne Kampfkünstler zu "bekehren", damit sie ausschließlich SYSTEM lernen und ihre alte Kampfkunst an den Nagel hängen. Allerdings ist das hier in Deutschland bei Andreas weniger der Fall, als in Russland. Es wäre schade wenn diese tolle Kampfkunst dadurch einen Ruf, wie diejenigen, die man in der Regel mit zwei Buchstaben abkürzt, bekäme.
Umgang mit Menschen:
Im NINJUTSU ist der Umgang mit Menschen innerhalb der Trainingsgemeinschaft sehr unterschiedlich. Ich habe DOJOs kennen gelernt bei denen war die Mentalität: Du gibst mir Geld, ich gebe dir Technik. Bei anderen war das Training sehr freundschaftlich geprägt.
Im SYSTEMA allerdings herrscht die beste Trainingsatmosphäre die ich bisher kennen lernen durfte. Es wird ernsthaft trainiert, frei von Aggressionen. Jeder Neuling wird gleich in die Gemeinschaft aufgenommen und ist voll integriert. Es wird sich sehr viel Zeit genommen um einem Anfänger alles bestmöglich beizubringen. Jeder Fortgeschrittene ist hilfsbereit und opfert seine Trainingszeit gerne, um anderen etwas zu zeigen. Hier könnten sich viele NINJUTSU-DOJOs eine Scheibe abschneiden.
Nach außen teilen sich beide Kampfkünste die Auffassung, dass das Leben zu schützen ist.

Formelles:
Im NINJUTSU gibt es Graduierungen, allerdings haben die kaum eine Aussagekraft. Früher in den 80er, 90er wurde kein oder nur sehr wenig Wert auf Graduierungen gelegt. Inzwischen ist der Graduierungswahn im BUJINKAN zum Teil schon fast lächerlich. Was die Kleiderordnung betrifft, ist es auch sehr unterschiedlich. Mache DOJOs sind sehr streng und tragen sogar ihre Graduierungssternchen zur Schau und andere DOJOs sind eher frei in der Kleidungswahl (schwarz sollten sie schon sein). Im NINJUTSU gibt es eine formelle Begrüßung zu Beginn und zum Schluss jeder Trainingseinheit - Geschmacksache, aber ich finde es OK.
Im SYSTEMA gibt es keine Graduierungen, was ich auch sehr begrüße. Man trainiert um zu trainieren und nicht um Prüfung zu machen. Auch gibt es keine Kleiderordnung, was auf den ersten Blick etwas chaotisch und unorganisiert aussieht (passt ganz gut zum Verkehr in Moskau). Es sieht aber so aus, als ob sich T-Shirt, Tarnhose und Turnschuhe als SYSTEMA - Kleidung durchsetzen. Weiterhin gibt es auch keine An- bzw. Abgrüßen. Nach jedem Training wird ein Kreis gebildet und jeder hat dann die Möglichkeit ein paar Worte zum Training zu sagen. Wie war das Training, wie hat man sich gefühlt, wo lagen die Probleme. Ich habe diese Runde inzwischen auch bei uns im NINJUTSU - Training eingeführt, da man eine direkte Rückmeldung bekommt und Probleme gleich ansprechen kann.
Übrigens gibt es im SYSTEMA auch keine Namen für Techniken.

Oberhaupt:
Das NINJUTSU - Oberhaupt ist SOKE Masaaki Hatsumi. Er ist nicht mehr der jüngste und hat weltweit sehr viele Schüler , daher wird er auch auf diversen TAIKAI relativ stark abgeschirmt. Da bei zunehmender Schüleranzahl leider auch die Anzahl der Spinner zunimmt.
Das Oberhaupt im SYSTEMA ist Michail Ryabko er ist Patriarch der Russischen Kampfkünste. Er ist sehr persönlich, man wird sogar bei ihm zu Hause eingeladen und es wird nur vom Besten aufgetischt (leider auch Unmengen Wodka). Sein Schülerkreis ist noch sehr gut überschaubar und so funktioniert das auch reibungslos. Die Frage ist nur, ob es auch noch funktioniert wenn er statt 200 Schüler mal 20000 Schüler hat - wahrscheinlich nicht mehr. Ich denke es wird ähnlich werden wie im BUJINKAN, er wird zu einigen einen persönlichen Kontakt halten und zu den Massen nicht mehr.

Effektivität:
Ich denke beide Kampfkünste haben gleichermaßen einen Anspruch auf Effektivität, denn beide Systeme haben sich auf Schlachtfeldern behauptet und beide haben sich weiterentwickelt. Nicht nur im SYSTEMA gibt es Lehrer die bereits im Krieg waren und wissen was es bedeutet zu kämpfen, sondern auch im NINJUTSU, man muss nur die richtigen finden.

Vielfalt:
Beide Kampfkünste nutzen Schläge, Tritte, Hebel, Würger, Würfe, Befreiungstechniken, Bodentechniken. Man trainiert auch bei beiden mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Waffen. Natürlich gibt es im SYSTEMA ein paar spezielle Waffen wie Peitsche und Säbel, die es im NINJUTSU nicht gibt, aber umgekehrt gibt es auch sehr viele Waffen die im SYSTEMA keine Anwendung finden.
Im NINJUTSU gibt es eine Vielzahl von Randgebieten wie Geländetraining, Survival, Erste Hilfe usw., ich weiß nicht in wie weit es dies auch im SYSTEMA gibt.

Bewegung:
Bei beiden Systemen stehen nicht Techniken sondern Prinzipien im Vordergrund. So übt man im NINJUTSU Techniken und KATAs um Prinzipien zu erlernen. Im SYSTEMA werden die Prinzipien mit Hilfe von unterschiedlichen Übungen vermittelt.
Besonders interessant finde ich, dass die "oberste Direktive" die drei Grundsäulen im SYSTEMA (Atmung, Form und Zustand), dem SANMITSU (MANTRA, MUDRA, MANDALA) des NINJUTSU sehr ähneln.
Hier ein kleines Beispiel: Ein Fauststoß ist nur dann effektiv wenn
a) die Form (MUDRA),
b) die ATMUNG (MANDRA) und
c) der Zustand der Zustand (MANDALA) stimmt.
Im NINJUTSU arbeitet man mit KAMAE (Stellungen) allerdings werden sie in der Regel nicht erwartend eingenommen, sondern ergeben sich während des Kampfes. Im SYSTEMA gibt es keine Stellungen, sondern man kämpft aus einer natürlichen Position heraus.
Ich persönlich denke, dass beides funktioniert! Klar kann mir Michail eindrucksvoll zeigen, das meine KAMAE nicht funktioniert. Genauso könnte Hatsumi beispielsweise Andreas zeigen, dass man ohne KAMAE nicht kämpfen kann.

Aufnehmen:
Was ich im SYSTEMA zum Thema UKEMI (Aufnehmen) gesehen habe hat meine Vorstellungen bei weitem übertroffen. Was im NINJUTSU als geschmeidiges Rollen verstanden wird, wäre im SYSTEMA grobmotorisches purzeln. Die Leute in Russland sind auf dem Parkettboden so lautlos gerollt und zu Boden geglitten, als ob man einen Löffel Honig auf den Tisch laufen lässt. Auch was das Aufnehmen von Schlägen betrifft, gibt es im NINJUTSU ganz schön Nachholbedarf.

Gesundheit:
Beispielsweise werden Schläge grundsätzlich so ausgeführt, das sie dem eigenen Körper nicht schaden.
Als ich Michail angriff, werte er meinen Angriff ab und renkte mich gleichzeitig ein.
Auch habe ich eine sehr gute Massage genossen, die meinem verspannten Rücken wirklich gut getan hat.
Ich habe zwar auch im NINJUTSU schon einiges in dieser Richtung kennen gelernt, aber nicht im diesem Umfang.

Kleine Wunder:
Ich habe in der Woche Moskau sehr viele "kleine Wunder" gesehen, Stichwort "kontaktlose Arbeit". Ich möchte hier im Forum auch nicht näher darauf eingehen, da ich finde es gehört nicht hierher. Allerdings habe ich auch im NINJUTSU teilweise noch unvorstellbarere Sachen gesehen die man niemanden erzählen kann, ohne den Eindruck zu erwecken das man nicht alle Tassen im Schrank hat.


Abschließend möchte ich sagen, dass es zwischen NINJUTSU und SYSTEMA wohl Unterschiede gibt, vor allem wie man an ein Problem herangeht. Aber es gibt auch sehr viele Gemeinsamkeiten man muss nur offen genug sein um sie zu sehen.
Trotz vieler neuen Eindrücke, bin ich von NINJUTSU immer noch 100%ig überzeugt. Auch wenn mir SYSTEMA Lücken aufgezeigt hat, die es zu schließen gilt. Unabhängig von meinem NINJUTSU - Training habe ich sehr viel gelernt und freue mich schon darauf mehr über SYTEMA zu erfahren.

Marc Jahan
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  #44  
Alt 07-09-2003, 14:02
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Kampfkunst: 3 Jahre Karate, 1/2 Jahr WT, seit 2000 RMA SYSTEMA
 
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Standard Etwas genauer, bitte

Hallo, Marc!

Ich hoffe, du hast meinen Fragebogen nicht vergessen. Ich warte noch darauf.

Ich hätte noch ein paar Fragen und Kommentare zu deinem Vergleich hier.

Religion:
1.
Zitat:
Im SYSTEMA gibt es eine starke Bindung an die Orthodoxe Kirche. Da die Menschen in Russland sehr gläubig sind, hat es auch innerhalb der Kampfkunst einen sehr hohen Stellenwert. So soll es auch schon vorgekommen sein, dass man zur Beichte geschickt wurde bevor man trainieren durfte.
Irreführende Aussage. Die Geschichte erzählt Michael Ryabko in seinem Interview im Buch "Menschen leben Systema" (S. 19):

"... Frage: Ist es vorgekommen, dass jemand zu Ihnen kam, und Sie sofort wussten, dass Sie diesen Menschen nie unterrrichten würden?
Antwort: Nun, einerseits lehne ich keinen sofort ab. Aber es gab schon welche... Mich hat mal jemand aus Weissrussland besucht, der bereits irgendwelche asiatische Kampfkünste gemacht hat. Wir haben mit Atemübungen begonnen. Er ist plötzlich auf den Boden gefallen. Man konnte seine Arme und Beine kaum sehen, so stark hat es ihn geschüttelt. Dann hat er angefangen sich liegend gegen die Wand zu schlagen. Das Ganze mit eine Geschwindigkeit, wie in Zeichentrickfilmen... Nachdem er sich beruhigt hat, sagte ich ihm:"Entschuldige mich, aber ich werde dich auf keinen Fall unterrichten. Geh erst in die Kirche, leg die Beichte ab, nimm das Abendmahl zu Dir, dann komm zurück..." (Zitatende)

Ich würde den Mensch auch irgendwo hinschicken, zum Psychiater zum Beispiel. Michail hat ihn an die Kirche verwiesen. Er ist eben sehr gläubig.

2.
Zitat:
Anderen Religionen, vor allem dem Islam, gegenüber ist man eher misstrauisch eingestellt.
In SYSTEMA? In Russland allgemein, wo jeden Tag überall Anschlaggefahr von der Seite der Tscheschenischen Terroristen besteht? Oder meinst du Michail persönlich?

Auszug aus dem Interview mit Michail ("Menschen leben Systema", S. 24):
"Frage: Wie ist dann das Verhältnis zu verschiedenen Religionen? Ist es möglich, dass jeder, der zu Ihnen kommt, früher oder später ein Christ werden muss?
Antwort: Nein, nein. Wir sind doch keine Sekte. Jeder Mensch ist frei in seiner Wahl. Richtig? Ich zwinge keinen dazu. Das wäre sogar unmöglich für mich. So was darf man nicht tun. Nehmen wir den Islam als Beispiel. Er hat viele gute Sachen an sich. In Koran steht auch geschrieben, dass Moslems und Christen Brüder sind. Und das gefällt mir ganz gut. Ich habe sehr viele Freunde, die Moslems sind. Oder einer anderer Religionen angehören. Ich lehne nichts ab. Jeder soll sich das aussuchen, was ihm gefällt..." (zitatende)

Oder unter Spetsnaz-Leuten, mit welchen du dich in Moskau untehalten und über ihre spezifischen Erfahrungen mit Terroristen erfahren konntest? Irgendwie habe ich das nicht ganz verstanden, wer da misstrauisch eingestellt ist.

3.
Zitat:
Beim SYSTEMA habe ich den Eindruck, dass man weniger kommunikativ mit anderen Kampfkünsten umgeht und sehr auf die eigene Kampfkunst fixiert ist. Man versucht auch gerne Kampfkünstler zu "bekehren", damit sie ausschließlich SYSTEM lernen und ihre alte Kampfkunst an den Nagel hängen.
Diesen Eindruck finde ich falsch.

4.
Zitat:
Auch gibt es keine Kleiderordnung, was auf den ersten Blick etwas chaotisch und unorganisiert aussieht (passt ganz gut zum Verkehr in Moskau). Es sieht aber so aus, als ob sich T-Shirt, Tarnhose und Turnschuhe als SYSTEMA - Kleidung durchsetzen.
Finde ich nicht ganz korrekt. Es gibt keine vorgeschriebenen Kleiderordnung. Kleidung soll bequem und passend für das Training sein. Meistens Sporthosen und T-Shirts, und je nach Wunsch mit oder ohne Schuhe (spielt auch keine Rolle ob Turnschuhe oder Ringerschuhe, oder Hausschuhe). Es können für ein themabezogenes Training auch Stockelschuhe sein, wenn eine sie zum Beispiel jeden Tag trägt. Es kann auch ein Taucheranzug sein. Ganz nach Bedarf. Ich wünsche mir, dass man auch weiterhin in der Sache kreativ bleibt!

5.
Zitat:
Das Oberhaupt im SYSTEMA ist Michail Ryabko er ist Patriarch der Russischen Kampfkünste. Er ist sehr persönlich, man wird sogar bei ihm zu Hause eingeladen und es wird nur vom Besten aufgetischt (leider auch Unmengen Wodka). Sein Schülerkreis ist noch sehr gut überschaubar und so funktioniert das auch reibungslos.
--->Sein Schülerkreis ist noch sehr gut überschaubar und so funktioniert das auch reibungslos.

Ich würde das auch nicht behaupten. Michail unterrichtet seit etwa 1978 oder 1979. Seitdem hat er schon bestimmt mehrere Tausende Schüler. Und empfängt trotzdem jeden mit einem offenen Herzen. Genauso auch seine Familie und seine Schüler.

6.
Zitat:
Effektivität:Ich denke beide Kampfkünste haben gleichermaßen einen Anspruch auf Effektivität, denn beide Systeme haben sich auf Schlachtfeldern behauptet und beide haben sich weiterentwickelt. Nicht nur im SYSTEMA gibt es Lehrer die bereits im Krieg waren und wissen was es bedeutet zu kämpfen, sondern auch im NINJUTSU, man muss nur die richtigen finden.
Die Frage blieb jedoch unbeantwortet.

7.
Zitat:
Im NINJUTSU gibt es eine Vielzahl von Randgebieten wie Geländetraining, Survival, Erste Hilfe usw., ich weiß nicht in wie weit es dies auch im SYSTEMA gibt.
Ausser Geländetraining, Schiessen, Personenschutz für Berufpersonenschützer und private Personenschützer, Überleben im Wasser/Wildnis/bei Naturkatasrophen, Erste Hilfe, Heilkunst (Ich wurde selbst Zeugin, wie Zuckerkrankheit und Wirbelsäulengleiten geheilt wurden, von unzähligen weiteren Krankheitsheilungen habe ich gehört), Waffenkampf zu Pferd/im Wasser/in engsten Räumen/gekettet/ gibt es in Systema noch viele wissenswerten Bereiche. Was ich an Systema positiv finde, jeder kann jetwas für sich finden.

8.
Zitat:
Ich persönlich denke, dass beides funktioniert! Klar kann mir Michail eindrucksvoll zeigen, das meine KAMAE nicht funktioniert. Genauso könnte Hatsumi beispielsweise Andreas zeigen, dass man ohne KAMAE nicht kämpfen kann.
Ich würde solche Aussagen überhaupt weglassen. Erstens klingt es nach "Aber mein grosser Bruder kommt und zeigt euch!" Zweitens und am wichtigen: Der Sinn der Sache ist und bleibt, von einander zu lernen und nicht einander zu beeindrucken.

9.
Zitat:
viele "kleine Wunder"
Diesen Ausdruck finde ich megaschwach. Das sind keine Zaubertricks oder Show. Es ist ganz normale Arbeit, die JEDER erlernen und anwenden kann. Das, was du "kleine Wunder" nennst, ist ein normaler Bestandteil eines normalen Systema-Trainings, das auch jedem beigebracht wird (dir wurde doch auch einiges gezeigt bzw. erklärt, nicht wahr?), und nicht zum Beindrucken der Zuschauer dient.

Mit bessten Grüssen
Elena
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  #45  
Alt 07-09-2003, 16:11
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Hallo Elena!

Also, dann will ich mal:

Zitat:
Ich hoffe, du hast meinen Fragebogen nicht vergessen. Ich warte noch darauf.
Au, habe ich vergessen. :-(
Ich schicke in dir diese Woche noch, versprochen!

Zitat:
Ich würde den Mensch auch irgendwo hinschicken, zum Psychiater zum Beispiel. Michail hat ihn an die Kirche verwiesen. Er ist eben sehr gläubig.
Zum Psychiater hätte ich auch geschickt.
Ich finde es auch Ok, dass die Russen im allgemeinen sehr gläubige Menschen sind. Jeder kann schließlich glauben und denken was es will. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass es eine enge Bindung zur Kirche gibt. Ich bin eben kein gläubiger Mensch und vielleicht habe ich deswegen diesen Eindruck, den ich sonst nirgendwo hatte.

Zitat:
In SYSTEMA? In Russland allgemein, wo jeden Tag überall Anschlaggefahr von der Seite der Tscheschenischen Terroristen besteht? Oder meinst du Michail persönlich?
Nein, ich meine nicht Michail persönlich. Er ist eben einfach so der Eindruck den ich hatte. Vielleicht liegt es ja an der verstärkten Anschlagsgefahr.

Zitat:
Diesen Eindruck finde ich falsch.
Gerade dieser ist mir besonders Aufgefallen.

Zitat:
Finde ich nicht ganz korrekt. Es gibt keine vorgeschriebenen Kleiderordnung. Kleidung soll bequem und passend für das Training sein. Meistens Sporthosen und T-Shirts, und je nach Wunsch mit oder ohne Schuhe (spielt auch keine Rolle ob Turnschuhe oder Ringerschuhe, oder Hausschuhe). Es können für ein themabezogenes Training auch Stockelschuhe sein, wenn eine sie zum Beispiel jeden Tag trägt. Es kann auch ein Taucheranzug sein. Ganz nach Bedarf. Ich wünsche mir, dass man auch weiterhin in der Sache kreativ bleibt!
Habe ich ja auch geschrieben, dass es keine Kleiderordnung gibt. Aber schaut man sich beispielsweise die Startseite eurer Webseite an, ist der große Anteil an Tarnhosen wohl nicht übersehen. Nicht das du mich jetzt falsch verstehst, ich selbst trage gerne Militärhosen. Selbst beim NINJUTSU Training trage ich meist schwarze BDU-Hosen.

Zitat:
Ich würde das auch nicht behaupten. Michail unterrichtet seit etwa 1978 oder 1979. Seitdem hat er schon bestimmt mehrere Tausende Schüler. Und empfängt trotzdem jeden mit einem offenen Herzen. Genauso auch seine Familie und seine Schüler.
Wie viele Schüler Michail genau hat weiß ich nicht. Trotzdem schätze ich, dass es im BUJINKAN doch noch ein paar mehr sind. Ich habe ja auch nur ein Zahlenbeispiel genommen, da ich nicht einmal weiß wie viele Mitglieder das BUJINKAN zählt. Nichts desto trotz finde ich den Umgang den Michail mit seinen Schülern pflegt sehr gut und kann nur hoffen, dass es auch so bleibt wenn es mal sehr viel mehr werden.

Zitat:
Die Frage blieb jedoch unbeantwortet.
Welche Frage?

Zitat:
Ausser Geländetraining, Schiessen, Personenschutz für Berufpersonenschützer und private Personenschützer, Überleben im Wasser/Wildnis/bei Naturkatasrophen, Erste Hilfe, Heilkunst (Ich wurde selbst Zeugin, wie Zuckerkrankheit und Wirbelsäulengleiten geheilt wurden, von unzähligen weiteren Krankheitsheilungen habe ich gehört), Waffenkampf zu Pferd/im Wasser/in engsten Räumen/gekettet/ gibt es in Systema noch viele wissenswerten Bereiche. Was ich an Systema positiv finde, jeder kann jetwas für sich finden.
Na, um so Besser! Ich habe ja geschrieben, dass ich nicht genau darüber bescheid weiß.

Zitat:
Ich würde solche Aussagen überhaupt weglassen. Erstens klingt es nach "Aber mein grosser Bruder kommt und zeigt euch!" Zweitens und am wichtigen: Der Sinn der Sache ist und bleibt, von einander zu lernen und nicht einander zu beeindrucken.
Sollte es aber nicht Aussagen! Ich wollte nur damit sagen, dass wenn man bei Michail mit Stellungen nicht klar kommt, kann es auch daran liegen, dass er der "Großmeister" ist. Und es nicht unbedingt zu bedeuten hat, das Stellungen generell nicht funktionieren.

Zitat:
Diesen Ausdruck finde ich megaschwach. Das sind keine Zaubertricks oder Show. Es ist ganz normale Arbeit, die JEDER erlernen und anwenden kann. Das, was du "kleine Wunder" nennst, ist ein normaler Bestandteil eines normalen Systema-Trainings, das auch jedem beigebracht wird (dir wurde doch auch einiges gezeigt bzw. erklärt, nicht wahr?), und nicht zum Beindrucken der Zuschauer dient.
Deswegen habe ich das ganze ja auch in Paarantesee gesetzt. Es ist mir auch klar, das es sich weder um Zaubertricks noch um Show handelt. Allerdings muss du mir auch recht geben, dass es für Außenstehende sehr schwer zu Begreifen und zu Glauben ist. Daher "kleine Wunder".

Du hätte auch gerne etwas über die positiven Aspekte schreiben dürfen, nicht dass es den Eindruck hinterlässt du hättest dich angegriffen gefühlt.
Es liegt mir natürlich fern, dass hier der falsche Eindruck entsteht! Mir hat es sehr gut in Russland gefallen und ich habe sehr viel gelernt. Ich bin Michail, Andreas und all den anderen sehr dankbar. Auch hat mir die herzliche Einladung von Michail sehr gut gefallen.

Viel Grüße auch an Andreas,

Marc
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