|
#46
| ||||
| ||||
| Moin moin, Mich jedenfalls nicht. Sind Mißverständnisse, die oft begegnen. Zitat:
Ich habe aber durch (leider lange her) Crossover-Lehrgänge und immer wieder Aikidoka, die aus anderen KK stammen und während des Trainings ihre Fähigkeiten einbringen und entsprechende Anfragen stellen, Erfahrungen damit, mit Aikido auf andere KK zun "antworten". Und ich hab leider einige wenige male die Erfahrung machen müssen, daß Aikido auch in realen Verteidigungssituationen tatsächlich funktioniert. Aber auch das ist Gott sei Dank schon wieder länger her. Zitat:
Die Haltetechnik ikkyo oder ude osae übt ein Anfänger und lernt dabei seinen Gegner als uke ( besser als Trainingspartner zu betrachten). Wer aus einer anderen Kampfsportart einige Erfahrungen mitbringt, wird sich immer wieder fragen, warum machen die so viele Bewegungen? Selbstverteidigung die funktioniert, ist etwas anderes als Aikido. In einem Ernstfall helfen komplexe Techniken nicht weiter, der Angreifer ist kein lieber uke, der mit mir zusammenarbeitet, die Techniken sind nicht schön. Im Aikido -Training wird nicht die Frage gestellt:" Wie bereite ich mich auf exteme körperlliche und mentale Gewalt vor." Wer sich mit der Selbstverteidigung beschäftigt, sollte unbedarft einige Informationen aus dem Netz holen. Vielleicht auch das Buch von Andreas Häckel , Selbstverteidigung die funktionert lesen und dann überlegen, was er wirklich will. Eine Aikido- Unterrichtsstunde mit einem lieben Angreifer, Techniken üben, die nach 1 bis 2 Jahren funktionieren - der uke ist ein Partner. Oder sich einfach die Zeit nehmen, einige Vereine besuchen, einige Bücher der verschiedenen Stilrichtungen lesen, Auch im Buch Aikido und die dynamische Sphäre, wirst Du viele Antworten finden, wenn Du Dir die einzelnen Technikfolgen ansiehst. Dann lies ein Buch von Christian Braun, Ju-jutsu, vergleiche wieder, ... viel Spaß soto deshi und glaube nicht alles was die vielen Großmeister behaupten, ist vieles wie in der WErbung.[/quote] |
|
#47
| ||||||||
| ||||||||
| Moin moin, Mich jedenfalls nicht. Sind Mißverständnisse, die oft begegnen. Zitat:
Ich habe aber durch (leider lange her) Crossover-Lehrgänge und immer wieder Aikidoka, die aus anderen KK stammen und während des Trainings ihre Fähigkeiten einbringen und entsprechende Anfragen stellen, Erfahrungen damit, mit Aikido auf andere KK zun "antworten". Und ich hab leider einige wenige male die Erfahrung machen müssen, daß Aikido auch in realen Verteidigungssituationen tatsächlich funktioniert. Aber auch das ist Gott sei Dank schon wieder länger her. Zitat:
Zitat:
Falls du die Eingänge meinst: Die sind doch sehr variabel, immer ganz von der Situation abhängig und entsprechend anzupassen. Zitat:
Wobei es in allen Fällen spannend war, daß allein der "Eingang" wichtig war, um die Situation zu beenden. Zitat:
Ein gutes Beispiel: kaiten nage soto mawari - kann man mit viel Aktion kompliziert arbeiten. Kann aber auch ganz direkt ein Schritt/ein Schnitt werden. Wir unterscheiden bei uns kihon waza, also die die Grundformen, durch die man die Techniken erlernt. Und Anwendungen: Die Grundform wird an die spezielle Sitution angepaßt. Oft ist aber auch das kihon waza schon recht direkt. Zitat:
Aber eigentlich sollte das bei jeder Technik Thema sein. Das bedingt aber auch, daß die Angreifer gut angreifen und nage - wenn er/sie entsprechend fortgschritten ist - versuchen, unter Druck zu setzen. Zitat:
Zitat:
Je länger je mehr sollt aber die Angreifer doch nicht einfach "mitmachen". Mit steigendem Niveau werden sich die Angreifer widerstetzen, werden kontern oder auch die freien Arme, Beine, Köpfe zum Angriff nutzen - wenn sie denn können. Oder auf Öffnungen in der Technik aufmerksam machen. Grüße, Carsten |
|
#48
| ||||
| ||||
| Zitat:
Ikkyo omote ist eine der kürzesten Techniken, die ich kenne. Könntest Du mir bitte genauer erklären, wo da die vielen Bewegungen sind, die Du nennst? Als pauschale Aussage ist das Unsinn. Wenn Du meinst "... ist etwas anderes als das Aikido, das ich kenne..." kann ich das akzeptieren. Den Uke als Partner zu betrachten halte ich für einen sehr wichtigen Punkt. Er leiht Dir für Deine Übung seine Gesundheit. Es ist Deine Verantwortung, dass ihm nichts passiert. Das ist bei Hebeln bei hoher Geschwindigkeit oder unter Zeitdruck und Atemis ins Gesicht nicht immer ganz einfach. Auch bei Partnerformen mit Waffen ohne Safetys kann es immer wieder mal knallen. Wenn man nicht von vornherein partnerschaftlich miteinander umgeht verschleisst man seine Angreifer. Und nicht vergessen: man tauscht auch die Rollen... Später, wenn man die Prinzipien gut genug beherrscht, kann der Partner auch unkooperativ arbeiten. Vielleicht sollte man noch einmal festhalten: es ist nicht das primäre Ziel des Aikido, schnell und hocheffektiv SV-fähig zu machen. Aber heisst nicht automatisch, dass es mit Aikido nicht möglich ist, sich damit zu verteidigen. Und, sinngemäss in einem anderen Thread gelesen: Letzten Endes entscheidet nicht die ausgeübte KK über Erfolg oder Misserfolg in der SV, sondern die Einstellung und das Durchsetzungsvermögen des Einzelnen. Gruss, Carsten
__________________ Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen hiesse es Wunst. |
|
#49
| |||
| |||
| [QUOTE=carstenk;141115 Vielleicht sollte man noch einmal festhalten: es ist nicht das primäre Ziel des Aikido, schnell und hocheffektiv SV-fähig zu machen. Aber heisst nicht automatisch, dass es mit Aikido nicht möglich ist, sich damit zu verteidigen. Und, sinngemäss in einem anderen Thread gelesen: Letzten Endes entscheidet nicht die ausgeübte KK über Erfolg oder Misserfolg in der SV, sondern die Einstellung und das Durchsetzungsvermögen des Einzelnen. Gruss, Carsten[/QUOTE[/ Hallo, ich melde mich mal, da einige doch auf meine Zeilen hin, einiges geschrieben haben. pilgrim, ich bekomme kein Geld wenn ich auf Andreas Häcker verweise. Die Buchreihe des kahnertverlag, hat auch Marc Animal Mac Young, der einige Bücher zu diesem Thema geschrieben hat. Mir gefallen nur die Gedanken von Andreas im Vorfeld die Gefahr zu erkennen und versuchen ihr zu entgehen. Auch erläutert er, warum ich als Opfer ausgesucht werde, usw. fand ich bisher in keinem Kampfsportbuch. Auch der Ju-Jutsu Großmeister Christian Braun, gibt zu, dass nicht alle Techniken des Ju-Jutsu Programms sicher auf der Straße zu gebrauchen sind. Jetzt noch etwas zur Haltetechnik Nr. 1 ikkyo, oder ude osae (Armhalten) die wirklich gut klappt, wenn der Gegner mit wie vorgeschrieben angreift. Aber wie greift mich ein Aikido an? Ich habe in keiner Unterrichtsstunde Angriffstechniken aus anderen Kampfsportstilen gelernt. Ich werde in der Nahdistanz nicht einen Fauststoß ausführen, indem ich mit ausgestecktem Arm auf den " Partner" losrenne. Wenn Du keine Lust hast in einem anderen Verein eine andere Kampfsportart anzusehen,im TV gibt es Boxen und in eurosport K1, usw. Ich halte Aikido für eine gute Art das Fallen zu lernen. Mit einem willigen Partner Techniken zu lernen, die wie shiho nage, ikkyo, nikyo, super klappen nach einigen Jahren, im Training spielt der uke immer mit. Oder er wird wie ich böse angesehen, weil er wissen will, ob die Technik auch klappt - wenn ich nicht will. Mich hat Aikido interessiert, die Bücher über Aikido waren gut. Besonders Aikido und die dynamische Sphäre, ich habe es mit Aikido versucht.... aber auch die Samurai wurden als unbesiegbare Krieger dargestellt. Eine der größten Katanasammlungen (sind die Schwerter der Samurai) befinden sich auf den philipinischen Inseln. Wer eine einfache und effekive Selbstverteidigung lernen will - sollte sich weiter umsehen. Oder Aikido lernen und wissen, in etwa 1O Jahren kann ich mein erlerntes Wissen auch einsetzen. Natürlich darf ich dabei nicht in einem Haltegriff des Gegners sein, nicht am Boden liegen, usw. Aber im Aikido spielt dies keine Rolle. Weiterhin viel Spaß und nehmt nicht alles zu ernst. soto-deshi |
|
#50
| ||||
| ||||
| Kannst du nicht ordentlich zitieren? Man sollte immer beachten, dass die Aikidotechnik von der Schwerttechnik abstammt. Abstände sind dementsprechend vor dem Angriff groß. Nage und Uke sollen ihr Verhalten darauf einstellen, dass die Abstände gewahrt sind. Wie wahrscheinlich ist es aber nun, dass wir mit einem Schwert angegriffen werden? Ein Angreifer auf der Strasse wird anders Angreifen als Uke es im Dojo SOLL. Wer damit ein Problem hat, sollte überlegen ob Aikido die richtige Kampfkunst für ihn ist. Nur der Umkehrschluss wäre nicht zutreffend. Also zu sagen das Aikido keine Möglichkeit schult sich zu verteidigen.
__________________ Cartman: "Butters you gotta learn to chill. Life goes by pretty fast. If you don't stop and look around once in a while and do whatever you want all the time, you could miss it." |
|
#51
| ||||
| ||||
| Zitat:
Da treffen sich unterschiedliche KK. Es gibt Trainingseinheiten je KK bei denen dann alle zusammen die jeweilig KK üben. Und es gibt übergreifende Einheiten, in denen die einzelnen KK einander vergleichen. Da kann man dann z.B. ganz hervorragend ausprobieren, wie Aikido mit einem Boxer, einem Kickboxer, bei jemand von Pencak Silat usw. funktioniert. Sehr lehrreich. Meine Erfahrung: Aikido funktoniert genauso gut oder schlecht, wie andere KK/KS auch. Als auch, daß Ausübende anderer KK bei uns im Dojo üben, so daß man wunderbar von ihrem Können profitieren kann. Also z.B. mit einem Karateka oder Taekwondoin üben. Am häufigsten sind bei uns schon immer Karateka vertreten gewesen. Das ist natürlich schön, weil sie bei der Verbesserung der Angriffe helfen können und vor allem auch die Tritte sehr präzise zeigen können. Auch das war aber eigentlich überall so wo ich bisher geübt habe. Zitat:
In den allermeisten Dojo ist es völlig normal, daß uke ab einem bestimmten Kenntnisstand nicht mehr einfach mitspielt. Wenn du es tatsächlich nie erlebt hast, daß Techniken auch bei - in deinem Sinne - guten Angriffen und vor allem bei Partnern, die Widerstand leisten, bzw. nicht einfach Fallobst sind, funktionieren, dann hast du bisher einen der interessantesten Aspekte des Aikido noch nicht erlebt. Grüße, Carsten |
|
#52
| ||||
| ||||
| Ein guter Angriff ist doch überhaupt auch erst die Voraussetzung für das Üben der Techniken, meine ich? |
|
#53
| ||||
| ||||
| Ich möchte hier noch einen etwas aus dem Thema fallenden Vorschlag machen: Ich will ja wirklich nichts gegen Aikido sagen, aber wenn jemand mit etwas aikidomässigem 'etwas schneller als gewöhnlich' verteidigungsfähig werden will, kann er ja mal in ein "Real Aikido"-Dojo gehen und seine Erfahrungen mitteilen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich nicht viel Ahnung von Real Aikido habe (bis auf die Tatsache, dass es KEIN offizielles Spin-Off des klassisch-japanischen Aikidos ist), was ich gesehen habe (Leider nur YouTube-Videowerbung für die KK), wirkt auf mich etwas mehr auf SV ausgerichtet als Aikido. Möglicherweise ist es das ja auch, interessanterweise wurde "Real Aikido für die Strasse" nie so ausführlich erörtert, wie der SVaspekt von Aikido. Wär doch mal ne Idee, oder?
__________________ "A swordfight is like a game of chess. Think first - before you move." |
|
#54
| ||||
| ||||
| Ich weiss aus dem Karate wie eine Atemitechnik unter Einsatz des Hara aussieht. Es gibt mit Sicherheit Aikidoka die das auch kennen und können aber ich bin mir ziehmlich sicher, dass sie das nicht im Aikido-Dojo gelernt haben. Edit: Damit das niemand falsch versteht: Ich glaube nicht, dass es nötig wäre im Aikido richtige Angriffe zu lehren. Und falls jetzt jemand dagegenhällt, dass sei ja nur Anfängerniveau und die Fortgeschrittenen würden ja richtige Angriffe können: Kein Vergleich zu Striking-Arts. Ihr glaubt doch nicht, dass die Kunst richtig zu Schlagen, Stoßen oder Treten über Nacht eintritt? Dazu bedarf es ebenso langen Trainings wie der Wurf- und Haltetechniken.
__________________ Cartman: "Butters you gotta learn to chill. Life goes by pretty fast. If you don't stop and look around once in a while and do whatever you want all the time, you could miss it." Geändert von pflo (06-07-2008 um 20:19 Uhr). |
|
#55
| ||||
| ||||
| Zitat:
Für Dich zur Info, pilgrim und carstenk sind zwei unterschiedliche User. Du zitierst mich, gehst aber meinem Empfinden nach nicht auf das Zitat ein und sprichst dann pilgrim an. Wen meinst Du jetzt eigentlich? Zitat:
Zitat:
Gruß, Carsten
__________________ Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen hiesse es Wunst. |
|
#56
| ||||
| ||||
| Allerdings sehe ich da auch ein paar Probleme wenn man sein Wissen aus den Striking Arts direkt und unverändert übernimmt. Die Striking Arts sind meist 'härter' und haben ihren eigenen Bewegungsmuster. Aikido hat meist 'weichere' Bewegungsmuster. Um nun mitten in der Aikidotechnik einen Atemi in der Qualität auszuführen, wie sie in der Striking Art gewünscht ist, muss man die Bewegungsmuster umschalten. Von weich auf hart und wieder auf weich. Und das ohne den Fluss der Bewegung zu stören... das halte ich für sehr schwer. Vielleicht nicht unmöglich, aber sehr schwer. Atemi, die in das Bewegungsmuster des Aikido eingepasst wurden, sind nicht so wirksam. Trotzdem möchte ich sie nicht abbekommen, wenn ich es vermeiden kann. Zitat:
Gruß, Carsten
__________________ Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen hiesse es Wunst. |
|
#57
| |||
| |||
| Hallo, Zitat:
Nur so interessehalber - ich konnte dafür nämlich in allen RA-Videos keinerlei Anhaltspunkte erkennen. Viele Grüße, Zeno |
|
#58
| ||||
| ||||
| Zum Einen: Ganz banal. Damit man an einem Angriff wirklich etwas lernen kann, muß er gut sein. Damit ein Angriff gut sein kann, muß er unterrichtet werden. Zudem muß Angreiferverhalten unterrichtet werden, damit uke auch im Verlauf der Technik sich nicht aufgibt und einfach mitmacht, bis er am Boden ist, sodern immer wieder Möglichkeiten zu Konter und Gegenangriff wahrnimmt. Das unterrichten von Angriffstechniken scheint mir ganz wesentlich. Zum anderen: Wie auch immer man atemi im Aikido versteht - da gibt es ja unteschiedliche Auffassungen - wenn ich atemi ausführe bezwecke ich doch erstens etwas damit und muß ich zweitens damit rechnen, daß das atemi trifft. Es muß also atemi mindestens so unterrichtet werden, daß bei uke eine Wirkung erzielt wird und nicht bei nage das Handgelenk bricht. Es muß mindestens unterrichtet werden, welche Trefferflächen in welcher Situation sinnvoll sein mögen. Und dergleichen Dinge mehr. All das erscheint mir aber auch nicht unüblich. Zitat:
1. Atemi waza ist von Anfang an ein wichtiger Aspekt des Aikido gewesen. Ueshiba Morihei hat atemi offenbar eine große Bedeutung zugemessen. Und er hat es ziemlich sicher gut gelernt und unterrichtet. 2. (Leider nur fast) überall, wo ich bisher geübt habe, wurde auch Angreifen unterrichtet. Auch"atemitechnik unter Einsatz des Hara". Ich bin mir ziemlich sicher, daß das etwas ist, was wesentlich zu Aikido gehört. Zitat:
Zitat:
Aber doch so gut, daß man die Striking-Arts "simulieren" kann. Wie gesagt: Die vielen Karateka, die uns begleitet haben, waren mit unseren Angriffen zufrieden. Hm, ich bin etwa ratlos: Wird in euren Aikido Dojo das Angreifen unterrichtet oder nicht? |