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#1
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| Hallo, ist es richtig das im Aikido keine Schläge und Tritte gelehrt werden?? Wenn je, warum nicht?? Meiner Meinung nach sollten Schläge und Tritte schon deswegen gelehrt werden um im Training überhaupt richtig angreifen zu können?? Was meint Ihr?? Viele Grüße Panther |
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#2
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| Hi Panther Ich denke nicht das Tritte oder Schläge im Aikidotraining was verloren haben.Wie du sicher weißt ist Aikido rein defensiv.Im training lernt man nicht wie man diesen Schlag oder diesen Tritt abwehrt, sondern man lernt den Gegner als ganzes zu sehen, und ihn selbst gegen ihn zu verwenden.Klingt komisch - ist aber so:-) Es ist egal wie er schlägt oder tritt, man verwendet immer seine eigene Kraft gegen ihn.Darum machen "gelernte" Tritte im Aikido nicht viel Sinn. mfG H |
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#3
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| Ich wär dafür ... dann würden viele beim Aikido merken, wie wenig Praxis sie haben. Hab selbst Aikido etwas gemacht .... und der Trainer sagte, man brauch 15 Jahren um gut Angreifen zu können und weiter 15 um gut Aikido zu können ... oder so. "Früher" so vor 40 Jahren war das zum Teil schon noch mit drinne .... hab mal bei Asai (Köln) mit dem Ital. Nat. Trainer üben sehen ... die haben weit mehr Schweinskram - nicht nur Tritte und Schläge gemacht .... wie dem auch sei ... ich für mich denke, dass man Treten und Schlagen lernen sollte um sich wehren zu können - auch wenn man seinen Schwerpunkt auf Aikido setzt. Chris |
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#4
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| Ähm,gibt es nicht verschiedene Aikidostile wo z.T.Tritte und Schläge gelehrt werden? Meine das mal gehört zu haben. greetinxxx.... ![]() |
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#5
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| .... "DAS" Aikido gibt es eh nicht. Aikido selbst ist aus nem SV Stil entstanden - fing mit T an hab ich vergessen ... da waren aber Tritte und Schläge - soweit ich weiss- mit bei. Und auch der Stile vom begründer des Aikidos hatte in der Anfangzeit sowas mit drinne ... und zwischen den beiden Kriegen solls auch viel aggresiver gewesen sein (von wegen Liebe und so) Je "älter" Aikido wurde, desdo mehr wurde auf Frieden und Harmonie und das nicht Verletzen usw. Wert gelegt. Chris |
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#6
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| Ist doch voll in Ordnung wenn man jemanden abwehren kann ohne ihn zu verletzen oder? Ich denke nicht das man immer "drauf hauen" muss um sich bei jemandem Respekt zu verschaffen. Ich bin sogar der Meinung, das viele Leute die n bischchen SV mit Tritten und Schlägen trainieren, viel zu agressiv sind. Wenn jemand mal nen blöden Spruch lässt, wird sofort hingetreten - weil "man kanns ja". Find ich total beschissen. Der beste Kampf ist der, der vermieden wird. Darum denke ich auch, das Aikido auch für viele von haus aus agressiven Menschen die richtige KK wäre. Du kannst mir glauben - ich weiß wovon ich rede. Seit ich Aikido mache bin ich um einiges ruhiger geworden, und Raste nicht bei jeder Kleinigkeit aus. Weil man eben lernt, das nicht das verletzen sondern das abwehren des Gegners meistens schon genügt, um seine Ruhe zu haben. Wenn du natürlich darauf aus bist den Gegner niederzumetzeln ist Aikido absolut falsch. mfG H |
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#7
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| Schönen Gruß helster, das ist eine noble Idee von Dir, den Gegner zu überwinden, ohne ihn umzuhauen. Nur leider versagt diese Methode zu oft. In manchen Situationen ist es falsch "sanft" an die Situation dran zu gehen, wenn nicht in allen. Sie ist einfach zu risikoreich. Es stimmt nicht, wenn Du Kampfkünstlern anderer Stile, die kompromislos sind eine zu hohe Agressivität vorwirfst. Denn gerade, wenn man weiß das man es kann und die fatalen Folgen eines Treffers kennt, ist man viel vorsichtiger und versucht zu deeskalieren. Mit Respekt Oss DieKlette
__________________ - pain is temporary, pride is forever - |
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#8
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| Hi, sicherlich ist es in Ordung, wenn man jemanden umlegen kann, ohne ihn wirklich zu verletzten. Die Betonung liegt auf KANN !!!!! Schon mal erlebt ? Hat jemand wirklich und ernst (Leben und Tod) mit Aikido Techniken einen Aggressor auser Gefecht gesetzt ? Wenn ja, dann.... ![]() |
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#9
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| Klar hat es Leute gegeben, die mit Aikido sich gewehrt haben und erfolgreich sind. Man darf mal eins net vergessen: Der Usheba (lasst mich mit der Schreibweise in Ruhe!) hat immerhin Weltkriege mitgemacht. ... und da sind die noch mit Schwert und Lanze losgelatscht - Keiner von uns hat soviel Erfahrung "sammeln dürfen". Dummschwärtzer sind da nicht wiedergekommen. (Das ist ganz, ganz allgemein gemeint - und ich habe niemanden hier damit gemeint!) Wer aber glaubt, dass Aikido keinen Verletzt oder man damit nicht töten kann, der irrt. Ich hatte das Glück, Vertreter des "älteren" Aikidos kennenzulernen - etwas anders Shihon Nage gezogen und man landet voll aufm Kopp mit Ausgekugelten Hand und / oder Schultergelenk. Dazu gabs noch mächtig nen paar mitm Ellenbogen im "Vorbeigehen". Es kommt aufn Verein an - gut ist, wenn man das "nette und liebe" am Anfang lernt und gut ists wenn man auch richtig beim Üben angegriffen wird und gut ist es in meinen AUgen auch, wenn man sich mal im Wettkampf irgendwo anders "vergleicht" - oder besser gesagt, wenigstens im Ansatz mal nen Kampf hat um Erfahrug zu bekommen. Und gut ist es, wenn man die Leute respektiert, die -egal was fürn ne KK- nur Fitbleiben wollen und sich im Ernstfall bessere Möglichkeiten verschaffen wollen - genauso wie die, dehnen es wichtig ist, richtig gut Kämpfen zu wollen - nicht um kämpfen zu müßen. Uns zugegeben ... nach 1,5 bis 3 Jahren haben die meiste mal ne Phase, wo sie "testen" wollen. Nicht jeder ist so unvernünftig das auszuprobioeren - aber viele. Da ich gerade so schön in Fahrt bin *kicher* danach (so habe ich "beobachtet" werden sie ALLE ruhiger und nachdenklicher wenns Stress gibt. Sie werden vorsichtiger und zurückhaltender als Fußballe, Handballer und Schachspieler ;-) In diesme Sinne - geht trainieren und nicht hauen! Chris |
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#10
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| Also ich hab bisher nur Aikijutsu gesehen (soll ja der Vorläufer sein!?!?), aber da wurde auch geschlagen. Was mir im nachhinein allerdings Kopfschmerzen bereitet hat bei der Sache... wie lenkt man zB nen tiefen Lowkick um??? |
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#11
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| @ twist vorab - das ganze ist nur meine pers. erfahrung mir aikido leuten. habe weder davor noch danach was mit aikido gemacht und möchte auch keine aussagen über den stil als solchen abgeben. während meiner studi-zeit hatte ich "sparring" mit ein paar aikido leuten gemacht (unter diesen mein bekannter welcher sich auf seinen 2.dan vorbereitet hat). das ganze war für mich sehr eigenartig, denn ich kannte das aikido nicht (bzw. nur von erzählungen). die leute sind sehr weit von einander entfernt (was in einer sv-situation so gut wie nicht vorkommt), weshalb ich grosse probleme hatte an diese überhaupt ran zu kommen (ich mache einen schritt vor .... die gehen einen zurück .... und warten auf einen "angriff" aus 3 meter entfernung, denn ich natürlich so nicht machen werde). irgendwann kommt halt eine wand (haben hallen so an sich) und KEINER hatte auch nur eine idee was man gegen eine halbwegs schnelle boxcombo + lowkick macht. wir haben das einen ganzen nachmittag gemacht (insb. den lowkick, welcher ja "unerträglich nahe" war und ich u.a. zu hören bekam das ja niemand so angreift ! es wurden auch x varianten probiert diesen aufuzunehmen, umzulenken usw. und das ganze wurde theoretisch wunderbar erklärt) und irgendwie war das nix (für mich). greetings speedy |
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#12
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| .... deswegen ja die Diskussion ums "Angreifen Lernen?" Hier mein Gegenbeispiel: Ich kenne einen, mit dem hab ich genau dieses Spiel auch gespielt. Der hat z.B. meinen geraden Tieftritt direkt zum Vergnügungszentrum derartig verlängert, dass ich dem Spagat sehr nah war. Wenn er sich bewegt hat, dann erst, wenn ich dachte: Nu hab ich ihn. Also bei weitem nicht 3m davor sondern in "meiner" Disanz, wo ich dachte fit zu sein. Aber was Du beschreibst .... jo, so kenne ich die Aikidokas als Masse. Sorry: das ist dann Ballett. Nur noch Kunst - ohne Kampf. Aber wie gesagt, auch das Gegenteil hab ich "gespührt". Chris |
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#13
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| Möchte noch mal kurz ein Missverständniss auflösen: Es ist nicht so das im Aikido keine Angriffe gelehrt werden. Jedoch liegt der Hauptanteil beim Abwehren, und beim abwehren mußt du entscheiden ob du rechtzeitig, und mit der nötigen Kraft, in den Gegener hineinmarschierst um ihn auszuschalten, oder ob du seinen Angriff abwehrst bzw. umlenkst. Auf letzteres wird einfach viel mehr Aufmerksamkeit gelegt, weil es natürlich weit schwieriger ist. Trotzdem lernt man bei Aikido durchaus wie man den Gegener durch einen Angriff ausschaltet.Und dann liegst an einem selbst ob man ihn "sanft" oder "grob" umschmeißt. Beides ist machbar. So long H |
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#14
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| Sorry, aber Aikido ohne Schläge gibt es gar nicht. Bevor ein Hebel angesetzt wird, bekommt der Gegner erst einmal eine verpasst. |
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#15
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| Auf jeden fall stimmt vieles von dem was ich hier eben gelesen habe. ich bin seit 15 jahren aktiver budoka (von beginn an taekwondo, dann 4 jahre thai-kichboxen, boxen und seit 5-6 jahren aikido). also zunächst muß man sich im klaren darüber sein was für eine stilrichtung der oder diejenige lehrer/in des dojos betreibt. gibt da die verücktesten sachen wie ki-aikido, wo die leute angeblich zu boden gehen ohne berührt zu weden.. nur durch reines ki.... na ja wärs möche.. jedenfalls kann ich wirklich bestätigen, daß es aikidokas gibt die es fertigbringen dich so in die mangel zu nehmen, daß tritte und schläge nicht mehr nötig sind (z.B. französische Leute um Christian Tissier, und natürlich hochgraduierte japaner wie Endo.Sensei oder Asai). die gehn so kompromißlos in die angriffe rein, daß man erst hinterher merkt, was der typ mit dir gemacht hat. ich komme aus berlin und habe ähnliches aikido leider nur auf lehrgängen aber nicht im täglichen training erleben können. vieles war wie abgesprochen unrealistisch, manchmal dacht ich ick bin beim ballett oder so. aber eines muß ich bestätigen: die einstellung die beim aiki vermitteli wird kommt der eines realen kampfes, den man verletzungsfrei und kompromißlos bestehen möchte viel näher als irgendwelches peinliches rumgeprügel. man lernt sich zu beherrschen, sieht den angriffen gelassener entgegen und wird auf eine natürliche weise konditioniert sich mit der energie des gegners zu verbinden. war schon manchmal lustig wenn die aikido lehrer nicht schlecht guckten wenn man die aiki-techniken mit der intensität eines boxers oder vollkontaktlers ausführte und die kraft zur richtigen zeit an der richtigen stelle ausführte. leider mußte ich aber meistens feststellen, was die folge war wenn man so angeift wie man es in einem über 10 jährigen Faust- und Trettkamptraining gelernt hat : verdutzte erstaunte gesichter, merkwürdige fast fluchtartige rückwärtsbewegungen (und was wenn hinter einem ne wand ist?) und auch seltsame vostellungen über schläge und tritte. ich brauchte gar nicht mit low kicks oder ellbogentechniken zu kommen stinknormale roundhousekicks zur rübe oder n schnell geschlagener Jab brachten fast alle mit denen ich hier fast sechs jahre trainierte an den rand ihrer möglichkeiten. und dann kam immer der spruch: na ja aikido ist halt viel mehr als nur SV es geht uns auch um das nette miteinander usw....nun gut wem es gefällt. außerdem wer wirklich das weiche wasserartige prinzip der Ki oder Chi-energie kennenlernen will der infomiere sich mal bei der WCTAG /Chen Tai Ji germany von jan silberstorf. die gehen echt zur sache und leben eine meiner meinung nach viel autentischeres Kriegerdasein. Die durft ich wirklich volles ding angreifen und die haben mir wirklich gezeigt, daß im weichen prinzip der absolute hammer hängt. Yin und yang zusammen im einklang nur so funktioniert es wirklich.. Geändert von volla72 (23-06-2002 um 18:51 Uhr). |
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