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#1
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| Hallo, ich bin gerade dabei, meine ersten Erfahrungen mit tkd zu sammeln (traditionell, non-contact). Am Ende jeder Trainingseinheit ueben wir normalerweise freies Sparring. Die Anleitung des Lehrers fuer die Anfaenger lautet: versucht soviele Kicks wie moeglich auszufuehren, versucht nicht zu blocken sondern auszuweichen, versucht einen Rhythmus von Angriff und Verteitigung zu finden. Ich weiss, dass ich zur Zeit vor allem an meinen Anfaengerproblemen leide: zu geringe Kondition, noch keine sehr gute Technik, noch relativ langsam, lasse mich immer wieder in eine Ecke draengen,... Gibt es goldenen Regelen oder Ratschlaege, die mir weiterhelfen koennten? Jeder Tip ist willkommen. mfG Steff |
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#2
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| na die anleitungen deines trainers hören sich doch schon nicht schlecht an. klar ist eine gute technik und kondition notwendig aber das kommt mit der zeit, glaub mir. erfahrung spielt beim kämpfen eine sehr grosse rolle, du mußt ein gefühl für die richtige distanz entwickeln, das kommt durch spratzen training oder halt sparring. der prizipielle ablauf von angriff und kontertechniken das kannst du üben und dann mußt du versuchen es im sparring umzusetzen und dabei locker zu bleiben!! also erfahrung macht den meister!! |
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#3
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| hi, habe selber mal taekwondo gemacht. hört sich doch nich schlecht an (die anleitung deines lehrers) ich denke mal, wenn du dich daran hältst, und übst ist alles ok zum in die ecke drängen. da brauchst du vor allem schnelligkeit. du musst den anderen so gut wie keine chance lassen anzugreiffen, denn dann kann er dich nich zurückdrängen. wie du bestimmt gemerkt hast...... einmal nur noch defensiv und du bleibst dort auch. Du kommst nur schwer von der verteidigung wieder in den fliesenden angriff. mfg |
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#4
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| Für mich klingt die Anleitung auch gut. Da ich selbst noch eher Anfänger bin kenne ich das Problem recht gut, vor allem das mit dem Ausweichen anstatt zu blocken fällt einem schwer, finde ich. Ich habe lustig lange Beine, und da die anderen dann immer maulen scheint das wohl ein Vorteil zu sein und ich versuche ihn auszuspielen, wann immer es geht. Wenn Du Dich in die Ecke drängen lässt, dann liegt es in erster Linie daran, daß Du mehr zurück als nach vorne arbeitest. Probier nicht direkt nach hinten auszuweichen, sondern bedenke daß Du noch mindestens zwei Seiten zur Verfügung hast.Wenn ihr *nur* kicken sollt, dann schränkt das etwas ein, andernfalls sind hier die Handtechniken von Vorteil: eine tolle Richtung zum Ausweichen ist schräg nach vorne, am Gegner vorbei (je nachdem wie weit die Reichweite ist eher zur Seite als nach vorne, musst eben die passende Richtung für Dich finden). Du versuchst Dich an ihm vorbeizuarbeiten, wenn Handtechniken erlaubt sind, dann kannst Du gleich noch einen auf die offene Seite mitgeben, andernfalls einfach schauen was an Kicks passt. Was mir sehr viel Spaß macht ist der Yop-Chagi wenn jemand auf mich zu kommt, er läuft dann von selbst rein, stoppt und man kann gleich einen nachsetzen. Das ist eh das wichtige: nicht bei *einer* Technik bleiben, sonst geht es immer eine Du, eine er, eine Du, einer er. Versuche zwei Techniken direkt hintereinander. Ist gemein schwer, aber das ist das Geheimnis um andere ebenfalls abzudrängen. Einfaches Beispiel: normale Kampfstellung, er tritt mit rechts einen Dollyo-Chagi, Du weichst mit Deinem rechten Fuß zuerst aus, und zwar schräg nach vorne, ziehst den linken hinterher und gibst ihm erstmal einen Fauststoß auf die schöne offene Seite. Falls das nicht drin ist, weil nur Kicks, dann weich eben zuerst nach rechts aus und weniger nach vorne, einen Ap-Chagi oder Miro-Chagi (mit rechts) hinterher, Fuß vorne absetzen, hinteren Fuß ranziehen und gleich wieder mit dem rechten einen Yop-Chagi reinschieben. Das wäre jetzt eine Kombination die mir so einfallen würde, allerdings geht es in der Praxis eh nicht nach Rezept, sondern einfach drauf (meistens). Kann aber mal einen Anhaltspunkt geben, vielleicht allgemeiner formuliert: - erkennen welche Seite offen ist - in diese ausweichen, nicht nach hinten arbeiten, sondern vorwärts - Kontertechnik zum Stoppen - Technik nachsetzen um Gegner zurückzudrängen - kontrolliert in einen sicheren Stand begeben und Situation prüfen Wenn möglich natürlich gleich noch Zeugs hinterher, wenn der Gegner mit Techniken eingedeckt ist wird es ihm viel schwerer fallen sich eine Taktik zurechtzulegen (wie WTler nutzen das in ihren Kettenfauststößen). Dabei aber immer darauf achten, im Gleichgewicht zu bleiben und nicht in irgendwelche Fallen zu rennen. Ach ja, ich sollte anmerken, daß ich es auch nicht wirklich kann, aber ich arbeite dran, daß die Praxis sich der Theorie annähert ![]() |
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#5
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| Bin zwar erst jemand, der auch noch keine sehr große Erfahrung hat, aber ich versuche mal sinnvolle Tipps zu geben ![]() Ich würde dir auch empfehlen, dass du ab und zu mal direkt vor ihn springst, wenn er zu oft nach vorne geht. Das verwundert ihn vielleicht, vorallem kann er dann keine Fußtechnick mehr anwenden. Dann gibst du ihm ein, zwei mit der Faust und wenn er dann zurückweicht versucht du es mit einem Dollyo Chagi ggf auch zum Kopf. Das klappt bei mir eigentlich relativ oft ganz gut ![]() Kannst auch mal versuchen nicht immer gerade nach hinten auszuweichen, sondern zur Seite und ihn quasi vorbeirennen zu lassen. Das nutzt du dann für einen Angriff aus, aber nicht zum Rücken natürlich ![]() Ich hoffe das ist kein Schwachsinn ^^ |
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#6
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| Das Problem mit dem "in die Ecke gedrängt werden" kennen wohl die meisten. Passiert meiner Meinung nach meistens wenn derjenige der zurückweichen muß technisch und von der Erfahrung her dem Angreifer unterlegen ist. Das bessert sich mit der Zeit, wenn du selbst ein Gefühl dafür bekommst wie du deinen Gegner unter Druck setzen kannst. Beim Sparring im TKD würd ich in so einer Situation empfehlen in den Gegner reinzulaufen wenn er tritt, und zu Schlagen (wurd glaub ich auch schon erwähnt). Das klappt besonders gut, wenn der andere ein typischer Wettkämpfer ist und nicht so sehr auf die Deckung gegen Schläge zum Kopf achtet. Was auch nicht schlecht ist sind schnelle grade tritte knapp über Hüfthöhe (für die SV nattürlich drunter aber wir sind ja beim Sparring). Am besten setzt du die ein wenn dein gegner viele hohe Tritttechniken macht, oder auch gegen Tritte bei denen er sich über den Rücken dreht. |
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#7
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| Es ging hier um Null-Kontakt? Halte ich persönlich gar nichts von, da es einfach nur stupides Gekicke ist und man sich höchstens vorstellen kann, den Gegner zu treffen, aber überhaupt gar keine Kontrolle hat, ob das funktioniert was man da tut. Zitat:
Tut mir wirklich leid, aber das ist für mich kein echter Kampf, denn dabei messen sich zwei Kontrahenten in ihren Fertigkeiten miteinander. Was wird bei Nullkontakt gemessen? Wer besser hätte treffen können!? Vielleicht... und wenn... und aber... eventuell... Gibt es auch Wettkämpfe im Nullkontakt? Gruß Spotter ![]() |
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#8
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| Ich finde, man sollte zu erst die Techniken beherrschen, als einfach mal drauf los zu kicken. Da gewöhnst du dir doch nur irgendwas falsches an. |
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#9
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| Zitat:
![]() Meistens tut es dem Angreifer viel mehr weh, weil der (ungewollte) Kontakt Fußspann/Ellenbogen heftiger als geplant ausgefallen ist. Wir tun zwar immer unser bestes die Idee des Null-Kontakts aufrecht zu erhalten, aber eigentlich ist es eher Leicht-Kontakt. Eben spielerisch, aber der andere macht trotzdem Pffffft! wenn er einem in den Yop-chagi gelaufen ist ![]() Zitat:
Zitat:
IMHO hat Null-Kontakt im traditionellen TKD sehr wohl was zu suchen, und für die Leute die nicht auf Wettkampf aus sind ist das eine schöne Möglichkeit um die traditionellen Techniken in der "schönen" Form taktisch einzusetzen. Schnelles rumhuddeln können die Leute bei uns immer mittwochs, wenn Wettkampf gemacht wird (bei jemandem, der durchaus damit vertraut ist und schon den einen oder anderen Titel eingeheimst hat). Montags machen wir TKD als Kampf*kunst*, und dort ist Null-Kontakt sinnvoll. |
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#10
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| Zitat:
wenn du das denkst merkt man das du vollkontakt nocht nicht gesehen hast. und im training ist es noch ungefährlicher, deswegen heißt ja auch training. es ist einfach sinnvoller nicht abzubremsen vor dem schlag, dadurch ist der Trainingeffekt einfach größer. Und das heißt nicht das die techniken unsauber werden, man sollte es halt nur machen wenn man die technik schon halbwegs kann, sonst bringt es eh nichts!!!!!! |
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#11
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| ² Zotteljedi: Hm, ich möchte dir nur ungern deine Illusion rauben, aber T"raining für den Kampf" mit Nullkontakt ist für die Füße. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Also etwas rein gedachtes was sein könnte? Nunja, man "kloppt" sich ja auch nicht einfach. Es wird ja auch trainiert und man wird langsam an die Kunst des Zweikampfes herangeführt, aber halt mit echtem Kontakt und dementsprechend auch meiner Ansicht nach vernünftig da man sonst wohl kaum von "Kampf" sprechen kann. Zitat:
Meiner Meinung nach hast du selbst wohl auch nicht die meiste Ahnung von diesen Dingen, hast nicht beide Versionen genug ausprobiert um dir ein entsprechendes Urteil bilden zu können. Versteh mich nicht falsch, ich will dich hier nicht "dumm anmachen" und du kannst sicherlich machen, was dir persönlich am meisten Spaß macht, nur möchte ich einige Dinge richtigstellen die du vielleicht nur wenig oder gar nicht kennst. Gruß Spotter ![]() |
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#12
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Deine !-Taste prellt etwas ![]() Und: Du bestreitest also, daß im Wettkampf die Tritte aus Zeitersparnis anders als im traditionellen TKD ausgeführt werden? Dann möchtest Du nochmal drüber nachdenken, wer keine Erfahrung im Vollkontakt hat. |
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#13
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![]() Zitat:
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Da es im allgemeinen sinnfrei ist mit Leuten, die sich in ihrer Meinung derart versteifen, zu diskutieren, werde ich im Folgenden meinen "Atem" sparen. BTW.: Ich halte nichts davon mit den Trainern meines Vereins "anzugeben", aber sei's drum: 1. Platz int. Austria Open `96 1. Platz int. Dt. Meisterschaft `96 1. Platz int. Park Pokal `98 1. Platz int. Dt. meisterschaft `99 Deutscher Meister `03 3. Platz World Cup `02 1. Platz Catalanen Cup `03 Den Namen kannst Du Dir jetzt trivialerweise ergoogeln. Damit nichts mißverstanden wird, es ist derjenige, der das (Wett)kampftraining übernimmt, an den anderen Tagen machen andere das Training, daher haben wir ja auch die Möglichkeit zu vergleichen und uns eine Meinung zu bilden. |
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#14
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| Zitat:
und sorry, aber ich kann dieses traditionellgewäsch nicht mehr hören. was definierst du denn unter traditionell? ist halb(od. semi od. null)kontakt traditioneller als das olympische? wenn ja, warum? wer ist so anmaßend, die geisteshaltung im kampf, sprich das, worauf es ankommt, nur einem kampfstil zuzusprechen? es ist schwach und äußerst "untraditionell" (untigendhaft), so arrogant zu sein und tradition, eine geisteshaltung, an einem kampfstil festzumachen. die titel deines trainers sind alle gut und schön... aber ein guter trainer definiert sich aus noch mehr. du kannst aber davon ausgehen, dass er nicht park pokal sieger wurde mit nullkontakttraining. wettkampfvorbereitung ohne kontakt ist keine wettkampfvorbereitung. die taktik ist eine völlig andere. aber da du, wie du bereits sagtest, noch anfänger bist, kann es sein, dass dir da das nötige einfühlungsvermögen noch fehlt. |
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#15
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| Sehe das ähnlich wie mein Vorredner. (Wett)Kampfvorbereitung ohne Kontakt ist wenig sinnvoll. Um "saubere" Techniken zu trainieren halte ich Pratzentraining für besser. |
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