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  #1  
Alt 17-01-2011, 21:54
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 16.01.2011
Alter: 17
Beiträge: 1
Standard Anfangen für Taekwondo

Hey,

ich habe vor mit einer Kampfkunst/sport anzufangen da ich vor allem in meiner Freizeit aktiver werden möchte. Nachdem ich mich umgesehen habe, gefällt mir von der Theorie Taekwondo am besten. Meine Fragen:

Ich bin 16 Jahre alt, ca 175 groß und ungefähr 75 Kilo schwer. Ich bin zwar sehr faul, schaffe aber ohne Probleme zB unseren zweistündigen Sportunterricht. Früher mit ungefähr 7 o. 8 Jahren hab ich 1-1,5 Jahre Judo gemacht, aber diese Rumrollerei war nichts für mich, weshalb ich es aufgegeben hatte. Könnte ich es zu etwas in TKD bringen?

Auch als völliger Anfänger? zB Lufttritte mit Beinen gehen zwar recht gut, aber nicht gerade elegant (möchte nicht in einem Verein auftauchen, der schlechteste sein und die anderen dadurch "behindern").

Und reichen dafür Mo-Sa Abends je eine Stunde Training? Hätte vielleicht vor, 4 Stunden wöchentlich zu trainieren, erscheint mir aber wenig.

Und wie gut ist TKD zur Selbstverteidigung? Hab mich noch nie (richtig) geprügelt, habe es auch nicht vor, jedoch habe ich Angst vor einer Schlägerei, das ich einfach zusammengefaltet werde.

Besten Dank
Elmooo
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  #2  
Alt 17-01-2011, 22:03
Benutzerbild von MakroN
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: MMA
 
Registrierungsdatum: 02.03.2010
Ort: Hessen
Alter: 18
Beiträge: 1.231
Standard

Hingehen, Probetraining, dann entscheiden
Dass mit der Eleganz von den Tritten, das kommt dann schon mit dem Training

Mit der Trainingszeit gilt das Selbe: Ausprobieren! Wenn du das Gefühl hast, dass du mit 6 Stunden die Woche klarkommst, dann tu das

Ansonsten: Jeder ist mal Anfänger, das ist ganz normal und stört niemanden

Zur SV ist TKD nur bedingt geeignet, aber du wirst mit Sicherheit das ein oder andere nützlicjhe für SV Situationen lernen- kommt auch auf den Verein an
Am besten ist natürlich, man weicht Schlägereien aus
__________________
Nichts ist peinlicher als ein Verlierer, der nicht merkt, dass er verloren hat
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  #3  
Alt 17-01-2011, 22:04
Benutzerbild von Shōgun
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: zZ auf Iaido Dojo Suche
 
Registrierungsdatum: 29.01.2010
Ort: Wien
Beiträge: 27
Standard

Natürlich kannst du es in TKD zu etwas bringen, das kann jeder der hart daran arbeitet. Angefangen haben selbst die größten Meister mal bei Null. Die Eleganz bei den Techniken setzt erst nach einiger Zeit ein, das erfordert etwas übung. Und rede dir nicht ein, dass du anderen im Weg stehst oder sie behinderst, denn selbst die Besten waren mal Anfänger

Zur SV eignet sich TKD IMO nicht wirklich. Es ist eine Kampfkunst die sich sehr am Wettkampf im eigenen System orientiert. Damit meine ich: Tritte über der Gürtellinie sind, wie ich finde, in der Praxi völlig ungeeignet, da sie jeder 08/15 Street Fighter parieren kann. Was TKD dir aber nehmen wird ist die Angst vor einer Konfrontation, weil es dein Selbstbewusstsein schulen wird. Wenn ich dir aber auf dem Sektor etwas empfehlen kann: Wenn es zu einer Konfrontation kommen sollte, weiche aus. Nur der Unsichere muss sich durch Tyrannei selbst Mut machen.

Ich würde dir einfach mal empfehlen dir einige Dojangs anzusehen, mitzumachen und dann zu entscheiden ob das System etwas für dich ist oder nicht.
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  #4  
Alt 18-01-2011, 00:08
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 06.01.2011
Ort: Ruhrpott
Alter: 32
Beiträge: 91
Standard

Ich selber habe 12 Jahre lang pausiert und kaum Sport gemacht. Bin nur ab und an Laufen gegangen und habe Ende November wieder angefangen mich zu dehnen und habe mir die Techniknamen wieder draufgeschafft, die Poomse (Formenlauf im TKD) wieder ins Gedächtnis gerufen und zuhause auch wieder Kicks und Handtechniken geübt.

Trotzdem kann das Training zuhause kein richtiges Training mit Trainer und Trainingspartnern ersetzen. Wirkliche Fortschritte wirst du erst machen wenn du richtig im Verein trainierst.

Die Leute sind's gewohnt, dass Anfänger zum Training kommen und niemand wird dich auslachen und du wirst auch niemanden behindern wenn deine Kicks am Anfang noch aussehen wie die eines Bewegungslegasthenikers.
Vielmehr gibst du einem der höher graduierten Schüler die Möglichkeit sein Wissen weiterzugeben.

Je nach Verein wirst du auch sehen, dass die Techniken der höher graduierten Schüler teilweise recht grottig sein können. Außerdem hat jeder mal angefangen.

Von daher würde ich sagen: Mach Probetraining in einem Verein so früh wie möglich und ergänze das durch Dehnen und Techniken zuhause (aber nur wenn du dir 100% sicher bist wie du sie zu machen hast - wenn man sich etwas falsch angewöhnt dann kann das sehr zeitaufwenig sein das wieder zu korrigieren).


Zu TKD Selbstverteidigung:

Es ist auf jeden Fall nützlich da sich deine Körperbeherrschung verbessern wird. TKD ist auf keinen Fall das optimale SV-System, aber im Ernstfall wirst du besser und schneller reagieren könnnen als ohne KK-Erfahrung. Je nach Trainer werden auch bessere oder schlechtere SV-Techniken vermittelt, kommt immer drauf an. Ich habe mich in meinem Leben nicht oft geschlagen, aber in allen Fällen kamen mir die vielen Jahre TKD zugute. Wir haben aber auch Sparring mit Hand-Safetys und Schlägen zum Kopf durchgeführt. Das hilft ungemein um auf den nächsten Wirtshausschläger vorbereitet zu sein.

Geändert von Metal (18-01-2011 um 00:20 Uhr).
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