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#1
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| Das mit den Turnieren fällt bei Kampfkünsten sowieso flach, da die dort gelehrten Techniken viel zu gefährlich wären und KKs auf SV ausgelegt sind. Auch ansonsten sind Kampfsportarten nicht primär auf SV angelegt. Als Beispiel (ich will niemandem hier beleidigen, ist nur ein Beispiel) Taekwondo: Viele der Kicks - und davon gibt es viele - sind in einem Straßenkampf nicht anwendbar. Sowas nennt man dann auch demonstrative Kunst. Eine Frage habe ich noch: Meinst Du mit dem W*** Wing Tsun/Wing Chun? mfg the_ANSWER |
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#2
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| Beim Taekwondo liegt der Schwerpunkt aber auf den Kicks und somit gibt es eine Vielzahl von besonderen Tritten! Der Lowkick zum Oberschenkel oder Treffer mit dem Knie beim Muay Thai sind zwar auch sehr wirksam, aber es stellt sich doch hier wirklich die Frage, ob das thailändische Muay Thai bessere, effektivere Kicks aufweisen kann als das koreanische Taekwondo! Was ich auch eigentlich nur sagen wolllte ist, dass Taekwondo nicht nur ein SHOW-Sport ist! Gruß FloTheBrain |
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#3
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| Zitat:
Der einzige besondere Tritt den ich kenne wär der lowkick, wahlweise noch der Oblykick |
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#4
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| - Yop-chagi - Miro-chagi - Dwit-chagi - Murup-chagi - Huryo-chagi - Twio-yop-chagi ....das ist ne kleine Auswahl von den stärksten Tritten des TKD! Gruß FloTheBrain |
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#5
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| prinzipiell gibts diese taekwondo tritte aber auch in vielen anderen kampfsportarten. wieso sollten wir denn die kräftigsten tritte haben? |
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#6
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| Hier geht es nicht darum, welche KK besser ist oder die besseren Tritte hat. Man kann Stile nicht wirklich miteinander vergleichen, denn jeder Stil hat andere Schwerpunkte: TKD hat beeindruckende hohe Beintechniken, welche in solcher Ausprägung in anderen KKs selten ist. Sieht man sich aber die Formen im TKD an, bemerkt man, dass die Armtechniken fast 80 Prozent ausmachen! Eine mögliche Schlussfolgerung ist tatsächlich, dass die spektakulären Tritte eher eine Folge der Wettkampftauglichkeit ist. Wenn wir ehrlich sind, haben im Streetfight hohe Tritte nichts zu suchen. Wer etwas anderes behauptet, hat entweder zu viele Hollywoodfilme gesehen oder noch nie eine reelle Auseinandersetzung auf der Straße gehabt (bzw. hat einen Lehrer, der selbst noch nie im Infight verwickelt war). Wer TKD als SV einsetzen möchte, sollte sich also die Kata nocheinmal genauer ansehen, denn hier steckt die echte Alltagstauglichkeit drin. Also sucht Euch ne Schule, die nicht zu versportlicht ist. MT hat die "weniger schönen" Lowkicks als Spezialität. Da hier oftmals die Schienbeine als Trittfläche eingesetzt werden, ist ein langwieriges Abhärtungstraining unerlässlich. WT kennt eigentlich kein Formenwettbewerb, ist aber dafür im Beintechnikbereich erheblich SV-tauglicher. Das Ganze gegeneinander aufzuwiegen, ist sinnlos. Genauso kann man in einem Autovergleichtest kein Geländewagen gegen einen Sportwagen testen. Jedes der Fahrzeuge hat seine ganz persönlichen Stärken, bei denen es den Konkurrenten alt aussehen lässt. Und Schwächen, wo der andere die Nase vorn hat. Und jetzt hört auf, mit den Vorzügen Eures Stils zu prahlen. Sonst kommt Frank her und macht Euch mit ein paar Grapplingtechniken riesige Knoten in die Beine, dann haben sich die Tritte eh erledigt. Gruß Dirk Geändert von Bokuto (22-06-2003 um 11:18 Uhr). |
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#7
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| Besser hätte man es kaum beschreiben können. Tatsächlich steht das Kick-training im TDK im krassen Misverhältnis zu den Formen, die eher dem Shotokan-prinzip folgen. Die Tritte im TKD sind kraftvoll und effizient, man muss nur jemanden finden, der weis, wie man sie in einer wirklichen Auseinandersetzung einsetzt. Dass in den meisten Schulen auf reale Anwendung kaum Wert gelegt wird, sieht man auch daran, dass es keine Makiwara gibt und der Einschrittkampf zur akrobatischen Kür wird. Aber gerade hier könnte man echte kämperische Fähigkeiten entwickeln... |
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#8
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| @Bokuto Obwohl mir eigentlich eine Aussage zu dem Thema "Ist Taekwondo gut für die Straße" zu billig ist, hier eine kleine Anregung zum Nachdenken zu Deinem Post: In vielen Formen kommen die Beintechniken zu kurz. Aber Formenlaufen ist nicht unbedingt Taekwondo, wie man es "auf der Straße" einsetzen würde. Daher ist auch Deine Aussage mit 80 % Armtechniken voll daneben. Man kann wohl eher beim Wettkampf von 80 % Fußtechniken ausgehen. Deine Aussage, dass die hohen Tritte nicht unbedingt wettkampftauglich sind, würde ich so auch unterstreichen. Auch beim Wettkampf kristallisiert sich heraus, dass die meisten Treffer auf die Weste gehen. Deshalb gibt es für Kopftreffer auch 2 Punkte, um den Anreiz zu geben, zum Kopf zu treten. Aber wenn die Situation da ist, kann man einen Tritt zum Kopf effektiv einsetzen. Und dann ist es gut, wenn man den auch drauf hat. |
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#9
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| @Samabe: Ich denke gründlich nach, bevor ich etwas schreibe. Also lies bitte auch gründlich, bevor du antwortest. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Gruß Dirk Geändert von Bokuto (23-06-2003 um 10:25 Uhr). |
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#10
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| @Bokuto Du schreibst mal Formen im Taekwondo und dann von Kata (also Karate). Für mich sind weder Taekwondo-Formen (Hyong und Poomse), noch Katas (soweit ich sie kenne) für die Selbstverteidigung geeignet. Deshalb ist es für mich auch egal, ob eine Form 20 oder 90 Prozent Arm bzw. Fußtechniken enthält - es ist einfach ein Ablauf, der aber nichts über Gewichtungen beim TKD aussagt. Beim Semikontakt (Leichtkontakt)- Wettkampf ist der Anteil der Handtechniken schon deutlich reduziert und die hohen Tritte kommen relativ oft vor. Beim Vollkontakt (also der olympischen Disziplin) gehen die Handtechniken nahe 10 Prozent und die Fußtechniken zum Kopf sind auch nicht in größerer Anzahl vorhanden. Zur wettkampftauglichkeit der hohen Tritte hab ich wirklich nicht richtig gelesen - Sorry -war keine Absicht. Also bin ich dann halt genau der gegensätzlichen Meinung. Für mich sind hohe Tritte vielleicht das Ergebnis von Leichtkontakt-Wettkampf - aber die Praxis beim viel öfter betriebenen Vollkontakt-Wettkampf ergibt doch, dass Kopftreffer eher die Minderheit sind. Die meisten Wettkämpfer bevorzugen einen sicheren Kick zum Körper, statt sich einen Konter beim Versuch eines Kopftreffers zu fangen. Natürlich reizt die Bewertung mit 2 Punkten - dann muss die Technik aber auch gut sitzen. |
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#11
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| Hi Samabe, bitte stell dich doch nicht absichtlich taub. Ob ich nun Kata (indisch, jap., okinaw.), Form (engl., deutsch), Dao (chin.) oder Hyong (korean.) sage, ist doch irrelevant, solange du weisst, was ich meine. Die Bedeutung ist gleich. Und ich betone noch ein drittes Mal, dass man eine Form selbstverständlich nicht in ihrer Choreographie als SV verwenden kann - wohl aber in ihrer Essenz. Da das TKD sehr versportlicht ist und die hohen Fußtreffer viele Punkte im Wettkampf geben, werden dementsprechend auch viele Tritte und wenig Handtechniken im Unterricht vermittelt. Das Ergebnis ist eine wettkampftaugliche Sportart, die viele Punkte bringt, sich auf der Straße nur bedingt bewähren würde. Selbstverteidigungssituationen lassen sehr selten eine Trittdistanz zu. Wer sich nun aber auf die gewöhnlich sehr kurze Distanz verteidigen möchte, kommt um effektive Infight-Techniken nicht drumherum. Diese finden sich aber, wie du ja selber weisst, im Rahmen des normalen Trainings kaum noch. Also muss man sich die Formen ansehen, um die Techniken zu erlernen, wenn es der Lehrer nicht vermittelt. Gruß Dirk |
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#12
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| @Bokuto da bin ich einfach anderer Meinung: auch in der Essenz bringt mir der Formenlauf nicht viel für die SV. Es gibt bereits zwischen Hyong und Poomse (beides TKD) große Unterschiede. Mir kam es also nicht auf den Namen, sondern auf den Inhalt an. Und deshalb habe ich mich auch nicht taub gestellt, sondern ich konnte deine Aussage so einfach nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht, wie gut Du das Wettkampftraining des TKD kennst. Deine Beschreibungen treffen meiner Ansicht nach eher auf Leichtkontakt zu. Die vorherrschende (und daher auch olympisch) Kampfart ist jedoch Vollkontakt. Beim Vollkontakt wird trotz doppelter Bepunktung kaum zum Kopf getreten. Mit der Faust darf (im Gegensatz zum Leichtkontakt) nicht zum Kopf geschlagen werden. Dafür nimmt aber ein Fauststoß (wenn er dann den Namen auch verdient hat) dem Gegner trotz Weste ganz schön die Luft - und sollte dann auch einen Punkt ergeben. Und da es auch Gegner gibt, die "Klammeräffchen" spielen oder aus welchen Gründen auch immer am Gegner kleben wird natürlich auch der Infight in der kurzen Distanz trainiert. Für den Infight etwas aus der Form zu lernen ist für mich eher nicht zutreffend. |
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#13
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| So, wie Hyong/Poomse im TDK zumeist unterrichtet werden, bringen die wirklich überhaupt nichts für SV oder auch Wettkampf. Und ich fürchte, ohne richtiges Training dergleichen, also mit Anwendungstraining, schnallt man auch nicht, worauf die ganzen Bewegungen hinaus wollen. Aber wenn das, was ich bei den olympischen Spielen gesehen habe, Vollkontakt sein soll, dann gute Nacht. Fausttechniken habe ich auch keine einzige gesehen, bei den drei letzten Kämpfen der Olympiade, außer so angedeutete "ich-schleudere-mal-die-Faust-vor". Und sobald die Kämpfer sich verkeilt hatten, wurde getrennt - wo war da der Infight? Sorry Bokuto, wir waren zeitgleich. |
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#14
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| @Xiaoshi Das, was im Fernsehen vom Olympia-Taekwondo zu sehen war, waren taktisch geführte Finals. Zudem haben die Wettkämpfer bereits mehrere Kämpfe in den Knochen. Die Gegner kennen sich, belauern sich..... Für den Zuschauer sind Vorkämpfe meist interessanter. Die werden nur meist nicht übertragen, weil man anscheinend leider die Finals für sehenswerter hält. Aber jetzt sind wir weg vom Thema ![]() |
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#15
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| @Alle: Dieser Thread ist ein Auszug aus dem Anfängerforum, welcher hier besser aufgehoben ist. Wenn daher einige Formulierungen scheinbar zusammenhanglos sind, liegt es an der Teilung. Der Tenor des Threads soll sich aber weiterhin um die Zweckmäßigkeit bzw. SV-Tauglichkeit von TKD und seinen hohen Tritten drehen. So, nun kann es hier weiter gehen Gruß Dirk Geändert von Bokuto (23-06-2003 um 14:49 Uhr). |
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