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Koreanische Kampfkünste Vom Tritt bis zur Schwerttechnik - von Son bis zu Hangul. Hier ist der Platz für Erfahrungsaustausch über die koreanischen Kampfkünste sowie Sprache und Kultur. Am bekanntesten sind Taekwondo und Hapkido.



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  #1  
Alt 15-02-2016, 20:17
Benutzerbild von Vagabund
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Kampfkunst: hin und wieder Taekkyon
 
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Beiträge: 705
Standard Erschreckend

Geschätzte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

bei einer kleinen Surferei auf Webseiten von DTU-Landesverbänden und Vereinen fiel mir mit Erschrecken auf, dass unter der Rubrik "Geschichte" immer noch fast ausnahmslos historischer Nonsens verbreitet wird.

Beispiel von der DTU-Seite:

Zitat:
Die Wurzeln des Taekwondo liegen im mystischen Dunkel. Schon Wandgemälde aus der Koguryo-Dynastie, dem etwa um 37 v. Chr. gegründeten koreanischen Königreich, zeigen Kämpfer beim Ausführen von Kampftechniken, die noch heute im Taekwondo gebräuchlich sind.

[...]

Taekwondo blieb von den Wechselfällen der Geschichte nicht verschont und wurde unter der japanischen Besatzung Koreas in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts sogar verboten. Viele Koreaner trainierten deshalb heimlich und Taekwondo wurde zum wichtigen Bestandteil der koreanischen Identität.

Quelle: Deutsche Taekwondo Union e.V.
Ich war dem Irrtum aufgesessen, dass sich in den letzten zehn Jahren die wahre Geschichte des Taekwondo / Taekwon-do herumgesprochen hätte. Schließlich hat Hyosung Gu seine Diplomarbeit über das Thema bereits 1994 in Hamburg verfasst. Ich habe sie erstmalig 2000 im Internet gefunden und auch heute noch ist sie als Download verfügbar.

Damit sich die Verbände und Vereine selbst davon überzeugen können, dass Tae Kwon Do direkt aus dem Karate heraus entstanden ist, habe ich folgende kühne Idee, die darauf basiert, dass es hier im Forum mehrere Leute gibt, denen das Thema nicht egal ist:

Am Ende dieses Postings habe ich alle Bücher, Aufsätze usw. aufgelistet, die in sachlicher und ausführlicher Weise die Geschichte des Tae Kwon Do darstellen. Alles, was wir tun müssen, ist, diese Liste oder einen Link zu diesem Thread an einige Verbände und Vereine zu schicken und sie höflich zu bitten, die Geschichtsdarstellung auf ihrer Webseite zu überarbeiten. Vielleicht macht ja jemand mit?

Auf die Gefahr hin, dass das hier alles nichts bringt, hier ist die Liste:

Zur Geschichte des Tae Kwon Do sind folgende Texte zu empfehlen (chronologisch geordnet)

Falls jemand weitere Texte kennt, die in diesem Zusammenhang empfehlenswert sind, immer hier damit!

Viele Grüße,
Vagabund
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  #2  
Alt 15-02-2016, 20:21
Benutzerbild von Vagabund
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Kampfkunst: hin und wieder Taekkyon
 
Registrierungsdatum: 02.04.2004
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Beiträge: 705
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Damit niemand doppelt belästigt wird:

Angeschrieben wurde bereits...

...Taekwondo Union Hamburg (sogar mit schneller und freundlicher Antwort)
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  #4  
Alt 15-02-2016, 20:42
Benutzerbild von Drax
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Kampfkunst: Taekwon-Do
 
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Alter: 58
Beiträge: 194
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Unglaublich, dass sich diese Geschichtsverfälschung immer noch hält. Deshalb lasst uns wie Wasser sein - denn steter Tropfen höhlt den Stein.
Ich predige es auch immer und überall und habe es auch auf meiner Web-Seite dargestellt - incl. der o.g. Artikel.
__________________
Don't dream it, be it!
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  #5  
Alt 15-02-2016, 21:29
inaktiv
Kampfkunst: Taekrennweg
 
Registrierungsdatum: 27.01.2016
Beiträge: 392
Standard

Jawoll!

Druck machen gegen diese Verballhornung!

Jeder der TKD macht hat ein Recht über die "verträglichste" Geschichte informiert zu werden. ^^

--------------

Edith just for u:

Hey Bundus,

es gibt Vereine die machen ITF TKD und berufen sich auf Choi Hong Hi... halten sich aber für zum WTF zugehörig, weil das irgendwo auf einer Urkunde steht.

Ich könnte dir Geschichten erzählen

Den Großteil kennst du ja.

Ich bin müde und geh pennen.

Cu

Geändert von Myth-Lee (15-02-2016 um 21:32 Uhr).
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  #6  
Alt 15-02-2016, 22:58
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Kampfkunst: tkd
 
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Beiträge: 8.182
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"a modern history of tkd" von kang won sik und lee kyong myong, beides kukkiwon/ wtf- offizielle, abhandlung ist ca 20 jahre alt:

http://web.stanford.edu/group/Taekwo...kd_history.pdf

steht m.e. das wesentliche "unterdrückte" drin und noch mehr.

ist halt in englisch.

gruss
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  #7  
Alt 16-02-2016, 09:31
Benutzerbild von Huangshan
Moderator
Kampfkunst: 長拳-
 
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Beiträge: 2.012
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Vagabund:

Finde deine Initiative,Einsatz


Legenden,Märchen sind leider oft schwer aus der Welt zu schaffen.(Kampf gegen Windmühlen)


In Asien werden leider oft historische Tatsachen verfälscht,verschwiegen,manipuliert....

Nationalismus, falscher Patriotismus,Politik... sind oft der Quell der Geschichtsfälschung.

Geändert von Huangshan (16-02-2016 um 10:11 Uhr).
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  #8  
Alt 16-02-2016, 13:18
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Registrierungsdatum: 30.07.2015
Ort: Wien
Beiträge: 54
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Es ist zwar keine wissenschaftliche Abhandlung, aber in Wien gibt es zumindest einen (aber auch leider nur einen) Verein, der auf seiner Homepage die wahre Geschichte des Taekwondo aufzeigt: Link
Edit: Auch bei diesem grundsätzlich erfreulichen Artikel ist mir etwas aufgefallen, das mir historisch fragwürdig vorkommt:
Zitat:
Die Kriegskünste der Hwarang, der sogenannten koreanischen Samurai, standen denen ihrer japanischen Vettern sicher in nichts nach, [...]
Ich glaube, dass ohne Geschichtsfälschung Taekwondo von außen viel mehr respektiert würde. Meiner Meinung nach ist es ja durchaus ehrenvoll, dass Taekwondo die koreanische Weiterentwicklung einer japanischen Kampfkunst ist, die aus Okinawa stammt und einen großen Einfluss chinesischer Kampftechniken hat, die wahrscheinlich ihren Ursprung in Indien haben.

Geändert von shohatto (16-02-2016 um 13:43 Uhr).
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  #9  
Alt 16-02-2016, 16:06
inaktiv
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Zitat:
Zitat von shohatto Beitrag anzeigen
Es ist zwar keine wissenschaftliche Abhandlung, aber in Wien gibt es zumindest einen (aber auch leider nur einen) Verein, der auf seiner Homepage die wahre Geschichte des Taekwondo aufzeigt: Link
Edit: Auch bei diesem grundsätzlich erfreulichen Artikel ist mir etwas aufgefallen, das mir historisch fragwürdig vorkommt:


Ich glaube, dass ohne Geschichtsfälschung Taekwondo von außen viel mehr respektiert würde. Meiner Meinung nach ist es ja durchaus ehrenvoll, dass Taekwondo die koreanische Weiterentwicklung einer japanischen Kampfkunst ist, die aus Okinawa stammt und einen großen Einfluss chinesischer Kampftechniken hat, die wahrscheinlich ihren Ursprung in Indien haben.
So isses!

Aber wie grenzen sich dann die Verbände gewinnbringend voneinander ab, wenn sie sich vertragen würden?

Nicht, dass nach her noch jemand seinen Porsche nicht mehr fahren kann...

So kommt mir das meistens vor. Ist totaler Kwatsch, weiß ich.

Ans Kukkiwon das folgende Schreiben:
"Sehr geehrte Damen und Herren,

in Anbetracht der unvorstellbaren Fülle an verfälschtem TKD-Bildungsmaterial insbesondere der Historie, würde ich mich gerne als erster Taekwondoin ohne Dan-Graduierung dazu bereit erklären das Taekwondo inhaltlich nach der korrektest möglichen Geschichtsschreibung als Großmeister zu unterrichten.

Bitte bestätigen sie dieses Schreiben, indem sie es ignorieren oder gezielt nicht antworten.

MfG

Smoo"

Ich bin sicher, das würde ein bahnbrechender Erfolg!
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  #10  
Alt 16-02-2016, 16:55
Benutzerbild von Tori
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Zitat:
Zitat von Myth-Lee Beitrag anzeigen
Zitat Tori am Drölften Valentinstag nach dem des Jahres 2002 um 21:17 = "Nachdem ich das letzt mal meine fresse ziemlich weit aufgerissen habe!


Aber ich finde von mir gibt's viel schönere Sachen

- und gibs zu, das von Dir is einfach cool

@all: Sorry für'n Spam
__________________
Zitat Smoo: Ich geh' mir jetzt einen Nudelholzen oder so ähnlich.
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  #11  
Alt 16-02-2016, 16:59
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Beiträge: 392
Standard

Zitat:
Zitat von Tori Beitrag anzeigen


Aber ich finde von mir gibt's viel schönere Sachen

- und gibs zu, das von Dir is einfach cool

@all: Sorry für'n Spam
Ich finde den Kontext von deinem cooler.

Bei mir gings um Abhärtung und bei dir will ich vermuten dürfen, dass du Großmeister verhauen könntest

Hau rein
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  #12  
Alt 16-02-2016, 18:09
Benutzerbild von Vagabund
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Super!

Zitat:
Zitat von zocker Beitrag anzeigen
"a modern history of tkd" von kang won sik und lee kyong myong, beides kukkiwon/ wtf- offizielle, abhandlung ist ca 20 jahre alt:

http://web.stanford.edu/group/Taekwo...kd_history.pdf

steht m.e. das wesentliche "unterdrückte" drin und noch mehr.

ist halt in englisch.

gruss
Ebenfalls super!

Werde eure beiden Texte mit in die Linksammlung nehmen und ein pdf draus machen, das einen kleinen Begleittext enthält. Dann hat man alles zusammen und kann das bei Gelegenheit an die Betreiber der diversen Webseiten schicken. Ist ja doof, wenn man immer wieder das gleiche neu schreiben muss.

Zitat:
Zitat von Huangshan Beitrag anzeigen
Vagabund:

Finde deine Initiative,Einsatz

Legenden,Märchen sind leider oft schwer aus der Welt zu schaffen.(Kampf gegen Windmühlen)

In Asien werden leider oft historische Tatsachen verfälscht,verschwiegen,manipuliert....

Nationalismus, falscher Patriotismus,Politik... sind oft der Quell der Geschichtsfälschung.
Stimmt! Mittlerweile sind die in Korea aber meines Erachtens weiter als wir. Jedenfalls an den Unis, das Kukkiwon / die WTF natürlich nicht. Wäre ja ein extremer Gesichtsverlust und wie wir wissen, ist es in Ostasien extrem wichtig, das Gesicht zu wahren. (Daher wird auch Nordkorea niemals einlenken).
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  #13  
Alt 16-02-2016, 18:16
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Zitat:
Zitat von Vagabund Beitrag anzeigen
Werde eure beiden Texte mit in die Linksammlung nehmen und ein pdf draus machen, das einen kleinen Begleittext enthält. Dann hat man alles zusammen und kann das bei Gelegenheit an die Betreiber der diversen Webseiten schicken.
schänn!

gruss
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  #14  
Alt 16-02-2016, 18:45
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Zitat:
Zitat von shohatto Beitrag anzeigen
Es ist zwar keine wissenschaftliche Abhandlung, aber in Wien gibt es zumindest einen (aber auch leider nur einen) Verein, der auf seiner Homepage die wahre Geschichte des Taekwondo aufzeigt: Link
Edit: Auch bei diesem grundsätzlich erfreulichen Artikel ist mir etwas aufgefallen, das mir historisch fragwürdig vorkommt:


Ich glaube, dass ohne Geschichtsfälschung Taekwondo von außen viel mehr respektiert würde. Meiner Meinung nach ist es ja durchaus ehrenvoll, dass Taekwondo die koreanische Weiterentwicklung einer japanischen Kampfkunst ist, die aus Okinawa stammt und einen großen Einfluss chinesischer Kampftechniken hat, die wahrscheinlich ihren Ursprung in Indien haben.
Richtig, die Hwarang waren absolut keine koreanischen Samurai. Dass sie irgendwelche Kampfarten trainiert hätten, ist nicht belegbar. Außerdem gibt es die Hwarang seit dem 10. Jahrhundert n. Chr. nicht mehr...
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  #15  
Alt 16-02-2016, 18:57
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So, fertig:
http://taekkyon.de/Direktdownload/Te...te_des_TKD.pdf
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