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  #1  
Alt 19-07-2010, 20:39
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Kampfkunst: Bareknuckle-Mikado
 
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Standard Hapkido SV-tauglich?

Hallo HKD-Freunde.

Da es hier im KKB immer heiße Diskussionen gibt wie SV-tauglich die einzelnen Stile sind, dachte ich ich mache mal einen entsprechenden Thread auf.

Mich würde eure Einschätzung sehr interessieren. Besonders in Bezug auf die HKD-typischen Techniken im Hosinsul, aber auch in Bezug auf die Schlag- und Tritttechniken bzw allgemeinen Lehrmethoden.

Wie seht ihr HKD in der SV? Welche Übungen und Lehrmethoden kommen bei euch zum Einsatz? Welche Techniken seht ihr als besonders effektiv an und welche eher weniger?

Würde mich über einen regen Austausch freuen.
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  #2  
Alt 19-07-2010, 20:50
Benutzerbild von Aufbackbrötchen
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so viel wie ich weiß haben die eine der besten messerabwehr techniken(so welche die man auch anwenden kann)
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  #3  
Alt 19-07-2010, 21:40
Benutzerbild von Brodala
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Hi.

Ich bring es für dich ganz kurz auf den Punkt: Techniken entscheiden nicht über die Tauglichkeit eines Konzepts zur Selbstverteidigung.

Deswegen macht es nicht so viel Sinn, hier oder da etwas rauszunehmen und dann davon auszugehen, dass du das Puzzle zusammensetzt, wenn's drauf ankommt.
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  #4  
Alt 19-07-2010, 22:53
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Kampfkunst: Hapkido
 
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Zitat:
Zitat von Aufbackbrötchen Beitrag anzeigen
so viel wie ich weiß haben die eine der besten messerabwehr techniken(so welche die man auch anwenden kann)
Die Techniken als solche mögen vielleicht ihren Zweck erfüllen, aber wohl erst an einem Punkt, (...in dem es in 99 von hundert Fällen längst vorbei ist) nämlich wenn das Messer im weitesten Sinne kontrolliert oder zumindest abgewehrt ist. Halte ich bei einer Messerstecherei, die nicht nach genormten und erprobten Angriffen erfolgt, für utopisch. Ich würde Fersengeld geben!
Aber (!), wie in dem Beitrag über mir schon gut beschrieben wurde, ist die Herangehensweise letzlich entscheident, wie eine Technik (nicht spezifisch Messerabwehr) in der Realität umgesetzt werden kann. Das gilt für's Hapkido, wie für jede andere Kampfkunst auch.

---
Zitat:
Zitat von Gose Beitrag anzeigen
Wie seht ihr HKD in der SV? Welche Übungen und Lehrmethoden kommen bei euch zum Einsatz? Welche Techniken seht ihr als besonders effektiv an und welche eher weniger?
Techniken, bei denen mein Hintern den Asphalt berühren könnte, würde ich im Zweifelsfall vermeiden. Das heißt aber nicht, dass ich sie als überflüssig bezeichnen würde, da solche Techniken (z.B. gesprungene Halsschere) nach erfolgreichen Abschluss, in der Regel einiges an Überwindung gekostet haben und somit ganz andere Ansprüche an Physis und Psyche haben, als "höchstrealistische-SV-Techniken" und für mich einen anderen Wert besitzen.
---

Und daher finde ich es müßig ständig über die "Straßentauglichkeit" diverser Stilrichtungen zu diskutieren, statt den Sport respektive KK als ganzes zu erfassen.

Geändert von Ezares (20-07-2010 um 00:36 Uhr).
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  #5  
Alt 20-07-2010, 07:46
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Bareknuckle-Mikado
 
Registrierungsdatum: 26.01.2006
Ort: 58730 da isses schön
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Zitat:
Zitat von Ezares Beitrag anzeigen
Und daher finde ich es müßig ständig über die "Straßentauglichkeit" diverser Stilrichtungen zu diskutieren, statt den Sport respektive KK als ganzes zu erfassen.
Ich dagegen finde es überhaupt nicht müssig darüber zu diskutieren. Immerhin wurde HKD als SV-System konzipiert, da muss dann schon die Frage erlaubt sein, ob die Techniken an sich und die Lehrmethoden zielführend sind.
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  #6  
Alt 20-07-2010, 08:31
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Zitat:
Zitat von Gose Beitrag anzeigen
Ich dagegen finde es überhaupt nicht müssig darüber zu diskutieren. Immerhin wurde HKD als SV-System konzipiert, da muss dann schon die Frage erlaubt sein, ob die Techniken an sich und die Lehrmethoden zielführend sind.
Dann lass dir zumindest gesagt sein, dass es auch HKD-Stile gibt, die sicher andere Schwerpunkte als SV haben, z.B. Shinson. Ein Stil, den man als reines SV-System (incl. Trainingsmethoden) bezeichnen könnte ist mir bisher noch nicht untergekommen. Das heißt aber nicht, dass es ihn nicht geben könnte. Soll heißen, dass du hier kaum eine einheitliche Antwort bekommen wirst, da es im HKD nunmal nicht drei Verbände und drei Stilrichtungen gibt.

Geändert von Ezares (20-07-2010 um 08:34 Uhr).
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  #7  
Alt 20-07-2010, 08:59
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Das ist mir schon klar, trotzdem gibt es ja gewisse Schnittmengen.

So halte ich zB die von dir angesprochene "gesprungene Halsschere" für absolut "anwendungsuntauglich" und frage mich warum sie prüfungsrelevant ist (jedenfalls bei uns).

Auch halte ich einige Tritt-Techniken für "suboptimal" und manche Hebeltechniken im Hoshinsul für zu "verspielt" als das sie im Ernstfall bei einem unkooperativen Gegner klappen würden (sofern man nicht ein "wahrer Meister" ist).


Positiv im HKD finde ich grundsätzlich die Bandbreite der Techniken die vermittelt werden. So finden sich bei uns diverse Hebel, Würfe, Feger, Schläge, Tritte, Nervendruckpunkte und Waffen- bzw Gegenständeeinsatz. Das ermöglicht erstmal eine große "Toolbox". Was man dann daraus macht hängt natürlich vom Ausübenden ab.

Zum Training schreibe ich heute Abend/morgen früh etwas, habe gerade zu wenig Zeit um das vernünftig niederzuschreiben.
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  #8  
Alt 20-07-2010, 10:36
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Kampfkunst: Hapkido
 
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Zitat:
Zitat von Gose Beitrag anzeigen
So halte ich zB die von dir angesprochene "gesprungene Halsschere" für absolut "anwendungsuntauglich" und frage mich warum sie prüfungsrelevant ist (jedenfalls bei uns).
Meine Ansicht dazu hast du ja schon gelesen.
Und gerade weil es neben SV-tauglichen Techniken, auch eine varierende, stilbedingte Breite an Techniken gibt, die unter realen Umständen vielleicht nicht optimal sind, vertrete ich die Meinung, dass Hapkido so wie es in der Regel trainiert wird kein reines SV-System* ist. Das muss aber nicht heißen, dass HKD nicht SV-tauglich ist.

* mit dem alleinigen Ziel möglichst schnell Verteidigungsfähig zu werden.

Zitat:
Auch halte ich einige Tritt-Techniken für "suboptimal" und manche Hebeltechniken im Hoshinsul für zu "verspielt" als das sie im Ernstfall bei einem unkooperativen Gegner klappen würden (sofern man nicht ein "wahrer Meister" ist).
Sicherlich benötigen einige Hebel viel Übung, aber auch durch vermeintlich verspielte Techniken, kann man einiges über Prinzipien und die Anwendbarkeit von Techniken lernen und zudem seine Bewegungen optimieren. Ähnlich wie bei Formen.
Beispiel: YouTube - DVD Hankido Basics 2

Geändert von Ezares (20-07-2010 um 11:00 Uhr).
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  #9  
Alt 20-07-2010, 11:41
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Hallo,
ob eine KK zur SV taugt hängt eher vom Ausübendem ab als von der KK.

Im HKD gibt es eine riesige Bandbreite an Technicken.
Am Anfang werden fast nur Tritte, Hebel und Fallschule geübt.
Für eine schnelle SV-Tauglichkeit ist das zwar nicht gerade hilfreich (kaum Schläge, wenig Bodenkampf) ,
aber das intensive Tritttraining steigert die Beweglickeit, was beim ausweichen sicher nicht unpraktisch ist.
Die Hebel mögen verspielt aussehen, aber zuerst muss man lernen wie ein Hebel funktioniert .

Ich weiß nicht wie das bei verschiedenen HKD Stilen ist , aber bei uns wird häufiger Abhärtung betrieben und Freikampf ( auch 1 gegen mehere) geübt.
Ich finde ein paar Schläge einstecken zu können gehört auch zur SV-Tauglichkeit, wie ein paar SV-Technicken.

Zu der SV-Tauglichkeit der Technicken:
Also es ist wahrscheinlich klar, dass ein 540° Tritt oder ähnliches in der SV Quatsch ist. Die restlichen Sachen wie Feger,Würfe,Schläge und tiefe Tritte eignen sich eigentlich super zur SV. Man muss sie halt nur häufig genug üben,
aber das ist ja immer so


Wie sieht es eigentlich mit Blocks bei euch aus? Bei uns werden eigentlich eher MT und Box Blocktechnicken verwendet.
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  #10  
Alt 20-07-2010, 11:52
Benutzerbild von Aufbackbrötchen
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Kampfkunst: Bäm!!!
 
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Zitat:
Zitat von Ezares Beitrag anzeigen
Die Techniken als solche mögen vielleicht ihren Zweck erfüllen, aber wohl erst an einem Punkt, (...in dem es in 99 von hundert Fällen längst vorbei ist) nämlich wenn das Messer im weitesten Sinne kontrolliert oder zumindest abgewehrt ist. Halte ich bei einer Messerstecherei, die nicht nach genormten und erprobten Angriffen erfolgt, für utopisch. Ich würde Fersengeld geben!
jaja ich gucke zu viel fernsehen
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  #11  
Alt 20-07-2010, 12:04
ISM Combatives
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Beiträge: n/a
Standard müssig müssig

Hapkido ist so SV tauglich wie der jeweilige Mensch dahinter.........

ein mc laren gewinnt trotz 1000PS auch nicht die formel eins ohne einen geeigneten Fahrer.

die kampfkunst hapkido bietet eine fülle von techniken die teilweise Kampf- und teilweise kunst sind.

ist eine tolle gesprungene kicktechnik strassentauglich sicher nicht. kann die durch die bestete übung auch solcher techniken gewonnene beweglichkeit und elastizität hilfreich sein sicheeeer.

ein wenig crosstraining in einem weitestgehend passenden kontaktsport (american kickboxen, boxen, bjj) schadet sicher auch nicht

kenn einen 5dan hapkido meister und messerfachmann mit 15 jähriger türstehererfahrung. kann er sich verteidigen und hapkido SV unterrichten: aber genauso sicher.

kannst DU ER SIE WIR es?????

daher müssig

Geändert von ISM Combatives (20-07-2010 um 12:12 Uhr).
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  #12  
Alt 20-07-2010, 12:10
ISM Combatives
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Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Ezares Beitrag anzeigen
Halte ich bei einer Messerstecherei, die nicht nach genormten und erprobten Angriffen erfolgt, für utopisch..
super post

das messer auf der strasse kommt im mitten in einer schlägerei im halbdunkel von hinten bestenfalls halbverdeckt von vorn oder seite oder direkt aus dem verdeckten Drawpoint(wieso gibt es springmesser). der messerstecher ist eine heimtückische brutale sau sonst hätte er kein messer dabei
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  #13  
Alt 20-07-2010, 14:53
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wenn du in der lage bist einen ruhigen kopf zu bewahren und herr der lage wirst/bist, dann ist hkd schon gut. gegen die heute modernen straßenkämpfer die ein paar monate ins muay thai training gehen und dich dann zu zweit in der u-bahn niederschlagen.....da wäre es wohl besser, du beschäftigst dich schon intensiver mit hkd und hast noch zusätzlich erfahrung mit solchen situationen

Geändert von daemeth (20-07-2010 um 15:12 Uhr).
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  #14  
Alt 20-07-2010, 20:32
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Zitat:
Zitat von daemeth
...dich dann zu zweit in der u-bahn niederschlagen.....da wäre es wohl besser, du beschäftigst dich schon intensiver mit hkd und hast noch zusätzlich erfahrung mit solchen situationen
das ist wohl ein ganz wichtiger Punkt; "Praxis". Anderseits muß ich fragen wer will eigentlich nur SV lernen wenn er zum HKD geht? Das macht kein Trainer, es werden eben viele Techniken zum lernen und üben angeboten und damit (dem intensiven üben) sind schon 90% überfordert Also: Wer will kann HKD so trainieren das er damit aus vielen Situationen lebend raus kommt. Aber den meisten geht es eher um etwas Bewegung nach der Arbeit.
Ich würde gerne noch etwas mehr Gas geben stünde dann aber mit nur 1-2 Leuten auf der Matte.


Gruß
Alfons.
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  #15  
Alt 20-07-2010, 21:06
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Hapkido SV Techniken

Also dem Video nach und auch angesichts der Tatsache, dass es wie gesagt als SV-Art konzipiert wurde, würde ich die Behauptung wagen, dass es gegen die üblichen "Strassenposer" hilfreich ist.

Man muss es eben nur dementsprechend beherrschen. Ich praktiziere Hapkido nicht, mir kommt es nur anhand des Videos und was man so von der Kampfsportart hört so vor, als wäre sie sehr gut geeignet für die SV.

Aber das Video zeigt, dass die Koreaner einfach besser sind als wir =D
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Float like a Butterfly, sting like a Bee.

Geändert von JAPRBF (20-07-2010 um 21:12 Uhr).
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