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Koreanische Kampfkünste Vom Tritt bis zur Schwerttechnik - von Son bis zu Hangul. Hier ist der Platz für Erfahrungsaustausch über die koreanischen Kampfkünste sowie Sprache und Kultur. Am bekanntesten sind Taekwondo und Hapkido.



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  #46  
Alt 05-02-2017, 15:51
Benutzerbild von ~Wolf´s Den~
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: früher: Wing Tsung, heute: intuitives Kämpfen
 
Registrierungsdatum: 26.07.2014
Beiträge: 317
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Zitat:
Zitat von KK-anfänger Beitrag anzeigen
Hallo, ich hab mal ne Frage: wie effektiv sind eigentlich die hohen Tritte des Taekwondo in der Selbstverteidigung? Ich meine jetzt unter der Voraussetzung, das man Kleidung an hat, die solche Tritte erlauben und man gerade gedehnt und aufgewärmt ist. Ich höre immer wieder, das solche Tritte auf der Strasse nix bringen sondern nur für Wettkampf und Vorführungen.
Mein Bruder hat lange Taekwondo gemacht und seine Tritte erscheinen mir schon gefährlich auch für die Strasse, wenn man denn grade in der Lage ist, sie zu machen.
Was ist Eure Meinung dazu?
Die Antwort hast Du Dir bereits selbst gegeben.

Nämlich durch den Satz: "...jetzt unter der Voraussetzung, das man Kleidung an hat, die solche Tritte erlauben und man gerade gedehnt und aufgewärmt ist..."

Also wenn wir von Selbstverteidigung sprechen, dann sprechen wir über das Unerwartete. D. h. Du wirst selten die passende Kleidung tragen, so gut wie nie vorgedehnt und aufgewärmt sein und oft auch nicht genügend Raum zur Verfügung haben.

Damit scheiden hohe Tritte überwiegend aus. Und selbst wenn die Voraussetzungen stimmen, wieso soll ich hohe Tritte anwenden, wenn es bessere Alternativen gibt?

Um einen hohen Tritt effektiv zu platzieren, muss man zunächst die Technik 100% beherrschen, also nicht gerade mal so können, sondern sie muss zur Natur werden. Daneben ist eine gewisse Grundschnelligkeit unerlässlich. Und letztlich muss man den Tritt zum richtigen Zeitpunkt einsetzen, also entweder als direkter Konter oder durch eine Finte vorbereitet.

Da man sich in der Selbstverteidigung aber oft keiner klassischen Duellkampfsituation gegenüber sieht, fehlen oft die Anwendungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus solltest Du auch mal an Deine Umgebung und an Deinen Gegner denken. Bei Schnee und Glatteis kannst hohe Tritte vergessen, selbst als Experte küsst Du hier den Boden. Ist Dein Gegner zudem ein Grappler - was Du absolut nicht weißt, da Dir in der Selbstverteidigung niemand zuvor ein Video in den Briefkasten legt und zeigt was sein Background ist - kann es sein, dass Dein Bein abgefangen wird und Du ziemlich hart in der Bodenlage endest, was auf der Straße, auf Asphalt, mit Gegenständen im Weg, allein schon zum Knockout führen kann.

Rein technisch betrachtet sind hohe Tritte natürlich effektiv. Dafür gibt es z. B. in MMA-Kämpfen genügend Beispiele über One-Highkick-Knockouts. Beherrscht man den Tritt und trifft präzise kann man den Gegner selbstverständlich ausschalten. Aber das sind eben alles Bedingungssätze.

Und in der Selbstverteidigung will ich nichts trainieren, was nur unter Optimalbedingungen funktioniert. Nein, ich will die Sachen trainieren, die im schlechtesten denkbaren Fall noch am Ehesten funktionieren.

D. h. Du solltest eher auf Dein Strikinggame mit den Armen Wert legen und vorzugsweise Lowkicks üben.

Geändert von ~Wolf´s Den~ (05-02-2017 um 15:58 Uhr).
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  #47  
Alt 05-02-2017, 16:01
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Kampfkunst: Historisches Fechten
 
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Alter: 43
Beiträge: 237
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Zitat:
Zitat von KK-anfänger Beitrag anzeigen
Hallo, ich hab mal ne Frage: wie effektiv sind eigentlich die hohen Tritte des Taekwondo in der Selbstverteidigung?
Meine persönliche Meinung: Hohe Tritte in der SV finde ich total ungeeignet. Zu oft ist es mir in normalen Sparrings/Kampfübungen passiert (das ist auch gerne anderen passiert), dass beide treten wollten. Der Tritt des zweiten Kämpfers landete dann richtig schön dorthin, wo es bei Männern besonders weh tut. Und das ganze ohne Absicht.

Also unter Selbstschutzaspekten finde ich hohe Tritte nicht gut.
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  #48  
Alt 05-02-2017, 23:11
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Vollkontakt-Staubsaugen
 
Registrierungsdatum: 27.09.2015
Ort: Pfalz + Nordbaden
Beiträge: 123
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Mal zum räumlichen Aspekt:

für hohe Tritte braucht man Platz.

In einer gut gefüllten S-Bahn, auf den Rängen im Stadion oder in einem Aufzug
hat man bestimmt nicht genug Luft um nen hohen Kick zu bringen.

Und selbst wenn, dann hab ich immer noch das Risiko
einen Unbeteiligten zu treffen und oder selbst das Gleichgewicht zu verlieren.

Beides ist dringend zu vermeiden.
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  #49  
Alt 05-02-2017, 23:58
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Taekwondo, Krav Maga, Muay Thai
 
Registrierungsdatum: 17.05.2007
Alter: 33
Beiträge: 325
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Ne, im gefüllten Aufzug würde ich auf jeden Fall nen Tornado kick versuchen
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  #50  
Alt 06-02-2017, 10:20
Benutzerbild von Schnitzelsekt
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Kampfkunst: Bierbauchmassage mit Erdnussbutter
 
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Apropos kein Raum: Wenn man mit jemandem clincht, würde ich persönlich den Skorpionkick anbringen.
Sehr effektiv, und die wenigsten rechnen damit!
__________________
***Die unerträgliche Wurstigkeit des Seins: Willkommen in der Welt der KK-Foren!***
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  #51  
Alt 06-02-2017, 12:14
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Kampfkunst: Jeet Kune do, Maphilindo Silat, Inosanto Kali (Früher: Taekwon-Do)
 
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Natürlich kann man hohe Tritte anwenden, sofern man diese auch beherscht. Jedoch gibt es da, meiner Meinung nach, mehrere Faktoren die eher dagegen Sprechen. Punkt 1 ist, wie du schon erwähnt hast, die Kleidung. Mit engen Jeans ist das kaum bis gar nicht möglich (hab ich selbst mal gegen einen Boxsack probiert, hose gerissen ) Punkt 2: So ein High Kick kann Energie Kosten. Natürlich ist jeder Mensch anders und jeder hat einen eigenen Ausdauerbalken. Aber wozu zum Kopf kicken wenn dein Gegner noch ganz viele andere wunde Punkte hat? Wer zum Kopf kicken kann, der kann auch zum Bauch oder zwischen die Beine kicken. Punkt 3: Tempo. Wie hier schon geschrieben wurde sollte man, wenn man sie schon benutzt, nicht gleich am Anfang benutzen. Das KÖNNTE zu vorhersehbar sein. Dazu kommt dass der Weg zum Kopf auch seine Zeit braucht. Wenn du deinen Angreifer mit der ersten Berührung mit dem Fuß ausknocken kannst, super. Wie gesagt, da ist jeder anders Am Ende muss man selbst entscheiden was man in Notsituationen macht. Ein vermiedener Kampf ist immer auch ein gewonnener Kampf. Manche bevorzugen Wing Chun Techniken, andere Cross und Hook Schläge aus dem Box Bereich. Wenns hilft, warum nicht?
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  #52  
Alt 08-05-2017, 14:39
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Kampfkunst: TaeKwonDo; TaiChi; Krav Maga; KukSoolWon A.D.; Judo A.D.
 
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Beiträge: 3
Standard Hohe Tritte sind für SV nicht praktikabel

Hallo zusammen, meine Meinung zum Thema SV und Hohe Tritte:

1. Bei der Selbstverteidigung ist Flucht dem Kampf vorzuziehen. Bei hohen Kicks besteht die Gefahr, das man sich den Fuß verletzt und nur noch humpeln kann. Dann ist nix mehr mit Flucht, Beinarbeit etc.

2. SV sollte primär gegen Kopf und Genitalien erfolgen. Knie und Fuß für die Hoden. Handflächen, Fäuste Richtung Kopf (Krav Maga halt)

3. Man steht bei high Kicks auf einem Bein, wenn der andere jetzt einen Feger macht liegt man auf dem Boden.

4. Es besteht bei hohen Kicks immer die Gefahr, das der Gegner trotz eines Treffers, den Fuß, das Bein festhält daran zieht oder auf das Bein schlägt und das Knie ist beeinträchtigt. (Sowas haben wir als Selbstverteidigung gegen high Kicks bei meiner Danprüfung vorgemacht.)

5. Wie hier schon erwähnt: Private Kleidung ist oftmals für hohe Kicks zu eng.

6. Man präsentiert seine eigenen Genitalien, wenn der Gegner jetzt waagerecht tritt, hat er eine großere Reichweite und einen kürzeren Weg, also schneller.
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  #53  
Alt 08-05-2017, 16:38
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Kampfkunst: Taekwondo, Krav Maga
 
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Alter: 28
Beiträge: 45
Talking

Zitat:
Zitat von Ahob Beitrag anzeigen
...SV sollte primär gegen Kopf und Genitalien erfolgen...
Ich habe mich zwar noch nie gegen Genitalien verteidigt, aber
Zitat:
Zitat von Ahob Beitrag anzeigen
...Man präsentiert seine eigenen Genitalien...
könnte als Abschreckung eine wirksame Methode sein.
__________________
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  #54  
Alt 08-05-2017, 21:29
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Karatedo
 
Registrierungsdatum: 20.03.2008
Beiträge: 2.167
Cool

Zitat:
Zitat von ~Wolf´s Den~ Beitrag anzeigen
Und in der Selbstverteidigung will ich nichts trainieren, was nur unter Optimalbedingungen funktioniert. Nein, ich will die Sachen trainieren, die im schlechtesten denkbaren Fall noch am Ehesten funktionieren.
.
That´s the point.

Zitat:
Zitat von ~KwonChagi1~
.....ö
.. bla ... bla ... bla...
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  #55  
Alt 08-05-2017, 22:07
Benutzerbild von Syron
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Kampfkunst: Den inneren Schweinehund verhauen
 
Registrierungsdatum: 05.06.2013
Ort: Ruhrpott
Beiträge: 1.429
Standard

Zitat:
Zitat von Ahob Beitrag anzeigen
3. Man steht bei high Kicks auf einem Bein, wenn der andere jetzt einen Feger macht liegt man auf dem Boden.
Und wenn du zwischen die Beine trittst, stehst du dabei auf beiden Beinen?
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  #56  
Alt 09-05-2017, 05:52
Benutzerbild von Schnueffler
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Wahrheit des wohltuenden Regens
 
Registrierungsdatum: 02.03.2005
Ort: mitten im Pott
Alter: 42
Beiträge: 30.250
Standard

Zitat:
Zitat von Snaxl Beitrag anzeigen
Ich habe mich zwar noch nie gegen Genitalien verteidigt, aber

Dann warst du noch nie in einer wirklichen Kampfsituation!


könnte als Abschreckung eine wirksame Methode sein.
Bei manchen auf jeden Fall!
__________________
Du schlägst zu wie ein Vegetarier!
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  #57  
Alt 09-05-2017, 11:43
Benutzerbild von Klaus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 31.08.2001
Ort: NRW
Beiträge: 17.876
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Ich schlage immer mit dem Kopf gegen die Genitalien. Oder mit Genitalien gegen den Kopf, weiss nicht mehr so genau. Ist schon lange her.

Highkicks sind eine ganz gefährliche Sache, und funktionieren eigentlich nie:


Es gab mal ne Zeit, da habe ich meine Schuhe danach ausgesucht, dass ich damit gut treten und kämpfen konnte.
__________________
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

Geändert von Klaus (09-05-2017 um 11:45 Uhr).
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  #58  
Alt 10-05-2017, 16:59
Benutzerbild von Huangshan
Moderator
Kampfkunst: 長拳-
 
Registrierungsdatum: 15.09.2013
Beiträge: 2.012
Standard

Zitat:
Es gab mal ne Zeit, da habe ich meine Schuhe danach ausgesucht, dass ich damit gut treten und kämpfen konnte.
Schuhe mit Stahlkappen?

Hast du Chuck Norris Jeans dazu angehabt oder Pluderhosen ?


Nun jeder wie er es mag.

Ich vertraue eher middel & lowkicks,sweeps.... .

Motto:
Keep it straight and simple!

Geändert von Huangshan (10-05-2017 um 17:13 Uhr).
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  #59  
Alt 11-05-2017, 18:38
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: suche noch
 
Registrierungsdatum: 27.07.2009
Beiträge: 2.728
Standard

Als Frau (50Kg?) und Welt-Meisterin im TKD gehts ggf. auch nachhaltig, kurz und trocken mit Parterre-Kick:

https://www.youtube.com/watch?v=PvSTVp6a19A

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  #60  
Alt 11-05-2017, 19:42
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kendo
 
Registrierungsdatum: 10.05.2017
Beiträge: 25
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Zitat:
Zitat von Syron Beitrag anzeigen
Und wenn du zwischen die Beine trittst, stehst du dabei auf beiden Beinen?
Soweit ich weiß ist die Idee, dass du bei einem Tritt zwischen die Beine (oder allgemein einem niedrigeren Tritt):
a) weniger Weg zurücklegst, also nur kürzer auf einem Bein stehst
b) i.d.R. näher am Gegner bist, dieser deinen Tritt also nicht so einfach kommen sieht um dann so einen Konter zu starten
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