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  #1  
Alt 03-03-2005, 23:52
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2
Standard Kraftsport macht die Beine langsam (?)

Hey!
bin hier neu und hab auch gleich mal ne Frage:

Ich hatte unlängst eine Diskussion mit meinem Taekwondo-Meister bezüglich Kraftsport und dessen Auswirkungen auf das Kampfsporttraining.

Als Hintergrundinfo: Ich betreibe seit mehr als 3 Jahren Kraftsport und habe auch schon ganz akzeptable Leistungen erreicht (10x115 kg Kniebeugen, 6x130 kg Kreuzheben, 1x100 kg Bankdrücken) und trainiere jetzt auch seit ca 4,5 Monaten Taekwondo (10. Kup)

Seine Meinung ist, dass Kraftsport sehr gut für den Oberkörper ist, man aber die Beine lieber auf eine andere Art & Weise trainieren sollte, weil das Krafttraining seiner Meinung nach die Beine schwer und damit langsam macht.

Ich stimme ihm soweit zu, dass man durch Krafttraining natürlich schwerere Beine bekommt, aber da es sich ja nicht um totes Gewicht sondern um Muskeln handelt, kann man damit meiner Meinung nach (wenn die Technik etc. stimmt) an Geschwindigkeit gewinnen (wenn ich einen Vergleich zu einem Auto ziehen würde: Das Gewicht des Motor spielt bei einem Auto natürlich eine Rolle, wenn es um seine Geschwindigkeit und Beschleunigung geht, aber es macht trotzdem mehr Sinn, einen schweren, aber starken Motor einzubauen, als einen leichteren, nicht so kraftvollen).

Wie seht ihr das? Hat irgendwer Erfahrungen in die Richtung gemacht?

Geändert von Iron Ivan (03-03-2005 um 23:55 Uhr).
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  #2  
Alt 04-03-2005, 00:37
Benutzerbild von Wadenbeisser
gesperrt aufgrund wiederholten Verstoßes gegen die Boardregeln
Kampfkunst: Bare Knuckle
 
Registrierungsdatum: 30.01.2005
Ort: IM RING
Alter: 30
Beiträge: 340
Standard

Es kommt natürlich darauf an ,mit was für Gewichten,welcher Geschwindigkeit,Wiederholungen etc du trainierst.Du kannst mit Gewichten auch deine Schnelligkeit und Explosivkraft trainieren.
Also die Aussage deines Trainers ist Quatsch. Wenn du richtig trainierst,ist es sogar förderlich
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  #3  
Alt 04-03-2005, 07:35
Benutzerbild von shotokan-man
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Shotokan Karate-Do, Selbstverteidigung, bischen Grappling,früher Kick-Boxen
 
Registrierungsdatum: 05.10.2004
Ort: Deutschland
Alter: 34
Beiträge: 868
Wink

Mach mal Qi Gong, da brauchste keine Muckibude mehr,
bei den tiefen Ständen ist das wie Kniebeugen mit einigen Kilos.
Und hier trainiert man schonend nur durch das eigene Gewicht.
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  #4  
Alt 04-03-2005, 08:17
Taeradun
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Moin,

die Sache ist folgende: Taekwondo zeichnet sich durch eine sehr flinke Beinarbeit und schnelle Tritte aus. Von daher wird auch viel Wert auf ein hohes Maß an Schnellkraft und Kraftausdauer gelegt.
Dein Trainer hat mit seiner Aussage prinzipiell recht. Je mehr Muskelmasse du an den Beinen aufbaust, desto schwerer werden diese logischerweise auch. Bei Grundtechniken mag das noch nicht so das Problem sein, aber stell dir das doch mal im Wettkampf vor. Du must hierbei sehr schnell auf den Füßen sein und blitzschnell mit dem Körper reagieren können. Wenn dein Körper recht schwer ist, musst du ihn natürlich erstmal in Gang bringen, d.h. die ganze Masse deines Körpers mobilisieren. Dies ist schon allein durch das 2. newtonsche Axiom begründet.
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  #5  
Alt 04-03-2005, 08:36
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 27.02.2002
Beiträge: 1.296
Standard

Hallo Iron Ivan,

willkommen hier im Forum.

Es macht schon einen Unterschied aus, ob man auf Schnellkraft oder Maximalkraft trainiert. Das Thema gab es aber schon mehrfach.

Dein Beispiel mit dem Auto hinkt etwas. Es kommt halt drauf an, welche Muskeln da sind und wie sie aufgebaut sind. Auto ist nicht gleich Auto. Schau Dir einen Sportwagen mit 200 kw und einen soliden Diesel mit 200 kw an. Gibt es da nicht unterschiedliche Beschleunigungswerte. Und auch wenn ein Kaltblüter sicher mehr Muskelmasse und auch Kraft mit sich bringt, wird er auf einer Pferderennbahn (und sicher auch auf dem Springparcours) kaum eine Chance gegen Warmblüter haben.

Deshalb hat Dein Trainer schon Recht mit seiner Aussage.
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  #6  
Alt 04-03-2005, 08:39
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 09.02.2005
Ort: Bochum
Alter: 31
Beiträge: 340
Standard

@ iron ivan
Meiner Meinung nach sollte man hierbei mal die Verhältnisse betrachten.
Bis man solche fetten Dinger hat, dass sie einen am flinken Bewegen hindern dauerts sehr lange. So viel Masse braucht Jahre. Nichtdestotrotz denke ich wenn du tkd machst konzentriere dich mehr auf Schnellkraft/Explosivkraft und Kraftausdauer(bei Beinen). Ich mache auch Krafttraining zum tkd und mache verstärkt den Oberkörper und für die Beine eigenlich nur Ausdauer. Die werden ja schon im tkd training genug belastet. Und irgendwann spielen die Gelenke nicht mehr mit.
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  #7  
Alt 04-03-2005, 10:41
Benutzerbild von Aphadrian
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Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 01.03.2005
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Beiträge: 10
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kampfkunst macht die beine langsam???

wundert mich nur das ich durch karte erst schnell geworden bin .....
vorher war ich relativ langsam und eher unbeholfen in den bewegungen
kampfsport formt den geist und gibt ihm neue möglichkeiten den körper besser zu nutzen als vorher ... ich perönlich kenne sehr viele leute die durch kampfsport extrem schnell geworden sind
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  #8  
Alt 04-03-2005, 10:44
Benutzerbild von Franz
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Zitat:
Zitat von BerKo
@ iron ivan
Meiner Meinung nach sollte man hierbei mal die Verhältnisse betrachten.
Bis man solche fetten Dinger hat, dass sie einen am flinken Bewegen hindern dauerts sehr lange. So viel Masse braucht Jahre. Nichtdestotrotz denke ich wenn du tkd machst konzentriere dich mehr auf Schnellkraft/Explosivkraft und Kraftausdauer(bei Beinen). Ich mache auch Krafttraining zum tkd und mache verstärkt den Oberkörper und für die Beine eigenlich nur Ausdauer. Die werden ja schon im tkd training genug belastet. Und irgendwann spielen die Gelenke nicht mehr mit.
Berko: ist aber Blödsinn, da speziell das Maxkraft die explosiven Bewegungen unterstützt zB schwere Kniebeuge.
Während du mit reinem Ausdauertraining diese Muskeln zum Teil abbaust und auf jedenfall vernachlässigst.

Mehr Info dazu findest du hier im Board im Krafttrainingsbereich!
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  #9  
Alt 04-03-2005, 13:28
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Taekwondo
 
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@Franz
Habe ja nix gegen Maxkraft geschrieben. Nur tkd-ins brauchen auch `n Kännchen Kraftausdauer in den Hacksen, sonst ist man nach 1 min platt.
Dass ich selber kein richtiges Krafttraining für die Beine mach ist `ne andere Geschichte. 1. Habe ich schon von Natur recht muskulöse Beine 2. Habe wenn ich Krafttraining mach und am Nächsten Tag tkd mach leichte Knieschmerzen.
Wie ist es eigentlich wenn man beides macht? z.B: 1x die Woche Max
und 1x Kraftausd.
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  #10  
Alt 04-03-2005, 13:33
Benutzerbild von Franz
Moderator
Kampfkunst: FMA JuJutsu TMA
 
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Ort: Bayern
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Beiträge: 8.492
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Kraftausdauer eher 2 mal die Woche wenn möglich und einmal Maxkraft
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  #11  
Alt 04-03-2005, 14:22
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Kampfkunst: Taekwondo
 
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Beiträge: 148
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Kraftausdauer ist im TKD garnicht so wichtig. Das wenige benötigte entwickelt sich sehr gut durch normales Training (tiefe Stände, Steppen). Viel wichtiger ist globale anaerobe Ausdauer sowie ein unterstützendes Maximal- sowie Schnellkrafttraining. Es kommt immer auf die Art des Trainings an und ob diese zielführend ist aber der "Taekwondomeister" des Threadstellers sollte seine ergraute Binde mal zu einer Trainerfortbildung schleppen. Ich kenne leider keine Trainingspensen von Hochleistungsathleten im TKD (Lopez, Karami) man kann aber als Referenz Sprinter und deren Krafttraining heranziehen.

Bezüglich des empfohlenen Qi Gongs. Mir ist nicht bekannt das Kämpfer auf internationaler Ebene jemals ihre benötigte Schnelligkeit durch diese chinesische Kunst erreicht hätten.
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  #12  
Alt 04-03-2005, 14:51
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2
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Zitat:
Zitat von Sparschwein
Ich kenne leider keine Trainingspensen von Hochleistungsathleten im TKD (Lopez, Karami) man kann aber als Referenz Sprinter und deren Krafttraining heranziehen.
Den Vergleich habe ich auch gebracht!

Wenn Muskeln langsam machen würden, dann würden Sprinter nicht so aussehen, wie sie aussehen!
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  #13  
Alt 04-03-2005, 16:55
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es kommt einfach auf die trianingsmethode an.

man nehme zb nen bodybuilder und schaue da auf bewegungen. zb beim normalen gehen laufen die da so *aufgeplustert* rum (mir is kein anderes wort eingefallen, net bös gemeint). mit anderen worten total unbeweglich, weil sich die muskeln durch das jahrelange training enorm verkürzt ham.

das gleiche passiert mit den beinen ... wenn man nur auf muskelmasse trainiert.

da man beim kampfsport auch flexibel sein muss und eben oft dehnen sollte, kann man so gegen die verkürzung arbeiten. schon mal gesehn wie gut die hochleistungssprinter gedehnt sind ?

ne andere sache sind die muskelfasern. schnellkraft und ausdauerkraft. lass ein bodybuilder mal nen 1km lauf machen. ich sag euch meine oma is schneller =)

als kampfsportler muss man nen mittelweg von ausdauer und schnellkraft gehen. zum einen braucht man schnelligkeit, kraft und masse, zum anderen is die ausdauer sehr entscheidend.

also, krafttraining ist gut, wenn man es mit anderem kombiniert.
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  #14  
Alt 28-03-2005, 22:37
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: früher judo,jetzt taekwondo
 
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Beiträge: 31
Standard slow und fast

Hi
ja macht die beine langsam!!
jeder muskel hat schnelle und langsame fasern (mancher mehr mancher weniger ) das ist angeboren. man kann aber durch ausdauer und kraft training die schnellen (die für die schnell kraft da sind) umwandeln in langsame (ausdauer) Fasern. Aber eine Faser die mal lam ist bleibt lam der umgekeherte weg geht leider nicht! deshalb ist es z.B. möglich von einem sprinter zum marathon läufer zu werden aber nicht umgekehrt!! im alter werden durch training sowieso schnelle zu langsamen also nicht zu viel ausdauer/karft und mehr schnell kraft trainieren kann man auch in der mukki bude!! weniger gewicht und beinpresse halt springen am besten dann noch auf einem wackelkissen damit sich das sprunggelenk stabiliesiert schadet als kk nie!!!!
viel spa´ß beim training
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  #15  
Alt 29-03-2005, 00:26
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taekwondo
 
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Beiträge: 148
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Es gibt die Typ II C Fasern, sogenannte Intermediärfasern, von denen man annimmt, dass sie von ihren anfänglichen Typ II-Eigenschaften zu Typ I-Eigenschaften umfunktionalisiert werden können. das passiert allerdings nur bei jahrelangem, intensiven Ausdauertraining.

Nocheinmal, für eine Verbesserung der Schnellkraftleistungen (wie sie in den meisten Kampfsportarten gefordert sind) ist ein kombiniertes Maximal- sowie Schnellkrafttraining unerlässlich. Wie so oft kommt es aber auf das Wie an.
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