Kampfkunst-Board

Zurück   Kampfkunst-Board > Kampfkünste / Kampfsportarten > Koreanische Kampfkünste

Koreanische Kampfkünste Vom Tritt bis zur Schwerttechnik - von Son bis zu Hangul. Hier ist der Platz für Erfahrungsaustausch über die koreanischen Kampfkünste sowie Sprache und Kultur. Am bekanntesten sind Taekwondo und Hapkido.



Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 29-10-2014, 20:12
Benutzerbild von Vagabund
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: hin und wieder Taekkyon
 
Registrierungsdatum: 02.04.2004
Ort: Hamburg
Alter: 38
Beiträge: 707
Standard neues Buch

Hallo zusammen,

wie an anderer Stelle schon erwähnt: Ich habe nun endlich mein Buch "Taekkyon - Wie Wasser und Wind" veröffentlicht (im Selbstverlag).

Es kann unter Taekkyon Zentrum Deutschland oder per PN an mich bestellt werden.

Es ist das erste Taekkyon-Buch auf deutsch und dürfte nicht nur für Taekkyon-Fans einige interessante Hintergründe zu koreanischen Kampfkünsten enthalten. Das ist kein Marketing-Gequatsche

Letztlich habe ich es hauptsächlich geschrieben, um einen Beitrag zum Verständnis der koreanischen Ausübungspraxis von Kampfkunst und -sport zu leisten. Über die japanische Ausübungspraxis wurde bereits viel geschrieben, über die koreanische aber fast nichts (was natürlich in der "abenteuerlichen" Geschichte Koreas seit Ende des 19. Jh. begründet liegt).

Hier noch ein paar Infos zum Buch:

Taekkyon – Wie Wasser und Wind
von Hendrik Rubbeling
249 Seiten mit über 50 teils farbigen Fotos und Abbildungen

Taekkyon ist seit 2011 von der UNESCO als kulturelles Erbe der Menschheit registriert. Das neu erschienene Buch Taekkyon – Wie Wasser und Wind beschreibt Geschichte, Kultur und Technik dieser tänzerisch anmutenden koreanischen Kampfkunst. Ausführlich werden viele Details geschildert und mit historischen Quellen belegt. Einige dieser Quellen wurden für das Buch erstmals auf deutsch übersetzt.

Gab es bisher in deutscher Sprache nur vage Beschreibungen darüber, wie Kultur und Alltag des koreanischen Volkes in der vor-modernen Zeit die heutigen Kampfkünste geprägt haben, so liegen nun farbenfroh geschilderte und konkrete Tatsachen vor. Sein Leben und Training in Korea ermöglicht es dem Autor, einen lebhaften Eindruck der vielseitigen koreanischen Kampfkunst zu vermitteln.

Während über die japanische Ausübungspraxis von Kampfkunst bereits viel geschrieben wurde, gab es bisher kaum Literatur über die koreanische Ausübungspraxis. Das Ziel dieses Werks ist es, zum Verständnis dieser Praxis beizutragen.

Das Buch enthält zudem viele Fotos von Techniken, Beschreibungen alter Gemälde und Fotografien aus der Joseon-Dynastie.

Das Buch richtet sich desweiteren an alle, die sich für Geschichte, Kultur und Hintergründe der koreanischen Kampfkünste interessieren. Da viele dieser Künste direkt oder indirekt vom Taekkyon beeinflusst wurden, leistet “Taekkyon – Wie Wasser und Wind” auch zu ihrem Verständnis einen wichtigen Beitrag.

Mit der Erscheinung diese Werks gibt es nun in deutscher Sprache verlässliche historische Informationen über Subak, die Hwarang und Gwon Beop (Kwon Bop).

Das Kapitel “Taekkyon und Tae Kwon Do” geht auf bislang ungeklärte Fragen der historischen Entwicklung der beiden Kampfarten ein.

ISBN 978-3-00-047111-7
Preis: 16 €
Versandkostenpauschale: 3 €

Das Inhaltsverzeichnis als pdf:
http://taekkyon.de/download/Inhaltsv...und%20Wind.pdf

Viele Grüße
Vagabund
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
Werbung
  #2  
Alt 07-03-2015, 07:48
Benutzerbild von Alfons Heck
Global Moderator
Kampfkunst: Hapkido
 
Registrierungsdatum: 19.12.2001
Ort: FFM, Hessen
Alter: 53
Beiträge: 7.234
Thumbs up

Ist jetzt käuflich zu erwerben und wird per Post zugestellt.
So...ich schalte jetzt den Rechner ab und lese mal ein wenig darin.


Gruß
Alfons.
__________________
Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop
...Dosenbier und Kaviar...
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 08-03-2015, 17:49
Benutzerbild von Alfons Heck
Global Moderator
Kampfkunst: Hapkido
 
Registrierungsdatum: 19.12.2001
Ort: FFM, Hessen
Alter: 53
Beiträge: 7.234
Standard

Hallo Vagabund,
hallo Interessierte KKler,
mein erster Eindruck:

Zitat:
Zitat von Vagabund
Letztlich habe ich es hauptsächlich geschrieben, um einen Beitrag zum Verständnis der koreanischen Ausübungspraxis von Kampfkunst und -sport zu leisten.

Das neu erschienene Buch Taekkyon – Wie Wasser und Wind beschreibt Geschichte, Kultur und Technik dieser tänzerisch anmutenden koreanischen Kampfkunst.

Gab es bisher in deutscher Sprache nur vage Beschreibungen darüber, wie Kultur und Alltag des koreanischen Volkes in der vor-modernen Zeit die heutigen Kampfkünste geprägt haben, so liegen nun farbenfroh geschilderte und konkrete Tatsachen vor.

Das Buch enthält zudem viele Fotos von Techniken, Beschreibungen alter Gemälde und Fotografien aus der Joseon-Dynastie.

Das Buch richtet sich desweiteren an alle, die sich für Geschichte, Kultur und Hintergründe der koreanischen Kampfkünste interessieren.
Ich habe es bisher "nur" quer gelesen. Die obigen Vorgaben hat Vagabund meiner Meinung nach recht gut in seinem Buch in Inhalte verpackt.
Ich kann es jedem empfehlen der kein Technikbuch das Taekkyon erwartet.


Gruß
Alfons.
__________________
Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop
...Dosenbier und Kaviar...
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 10-03-2015, 17:54
Benutzerbild von Donnerfuß
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 19.08.2009
Ort: NRW
Alter: 30
Beiträge: 88
Standard

Also ich habs gelesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen

Gerade, wenn man Infos zu der historischen Ausübungsspraxis der koreanischen Kampfkünste sucht, wird man sicher fündig werden. Insbesondere wird auch recht gut dargestellt, welche Rolle KK in der damaligen Gesellschaft hatten (vor der japanischen Besatzung). Dies ist auch interessant im Hinblick auf die Unterschiede zu der japanischen

Kampfkunstpraxis beispielsweise. Ganz besonders interessant finde ich persönlich auch den Vergleich zwischen der historischen Praxis des Taekkyon und der vermeintlich traditionellen Ausübung von KMA in der heutigen Zeit. Man wird sehr schnell feststellen, dass die Unterschiede zwischen "traditionellem" Taekwondo-Training und historischer Kampfkunst-Tradition in Korea teiweise doch recht groß sind.

Für Taekwondoin ist sicherlich auch der im Buch aufgefürhte technische Vergleich zwischen TKD und Taekkyon interessant. Abseits der oft gängigen Behauptung, TKD sei eine Weiterentwicklung des Taekkyon, geht Hendrik sehr nahvollziehbar darauf ein, wie die Beeinflussung zwischen Taekkyon und TKD tatsächlich zu werten ist.
__________________
"To me ultimately martial arts means honestly expressing yourself"
-Bruce Lee-
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 13-03-2015, 06:15
Benutzerbild von Vagabund
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: hin und wieder Taekkyon
 
Registrierungsdatum: 02.04.2004
Ort: Hamburg
Alter: 38
Beiträge: 707
Standard

Danke für eure positiven Rückmeldungen! Es ist spannend, ein Buch mit allem drum und dran offiziell zu veröffentlichen und zu verlegen.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 06-09-2017, 20:01
Benutzerbild von Vagabund
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: hin und wieder Taekkyon
 
Registrierungsdatum: 02.04.2004
Ort: Hamburg
Alter: 38
Beiträge: 707
Standard

Hallo zusammen,

bei BoD ist nun eine Neuauflage erschienen

Sie ist sogar günstiger als die erste und direkt beim Verlag erhältlich. Außerdem ist das Buch dort auch als E-Book erschienen.

Über diese Seite sind beide Versionen (print und E-Book) erhältlich - ohne Versandkosten!

https://www.bod.de/buchshop/taekkyon...-9783744896818

Natürlich kann man das Buch auch über alle anderen (online-)Buchläden bestellen.

Hier nochmal die Beschreibung:

Taekkyon hat viele der heutigen koreanischen Kampfkünste beeinflusst. Daher richtet sich dieses Buch an alle, die sich für koreanische Kampfkünste im Allgemeinen und für Taekkyon im Besonderen interessieren. Ausführlich werden wissenswerte Details geschildert und mit verlässlichen Quellen belegt. So wird auch mit manchem Märchen aufgeräumt. Gab es bisher in deutscher Sprache nur vage Beschreibungen darüber, wie die Kultur und der Alltag des koreanischen Volkes die traditionellen Kampfkünste geprägt haben, so liegen nun lebendig geschilderte und konkrete Tatsachen vor. Sein Leben und Training in Korea ermöglicht es dem Autor, einen detaillierten Eindruck der vielseitigen koreanischen Kampfkunst zu vermitteln.

Mit zahlreichen Hintergründen zu Kultur und Geschichte liefert "Taekkyon - Wie Wasser und Wind" erstmals in deutscher Sprache einen umfassenden Überblick über den gesellschaftlichen Zusammenhang, in dem die koreanischen Kampfkünste entstanden sind. In einem spannend geschriebenen Buch erfährt der Leser wichtige Details zur Ausübungspraxis dieser faszinierenden Kampfkunst. Auf einige typische Techniken wird ebenfalls eingegangen, wenngleich dieses Buch nicht den Anspruch hat, eine technische Anleitung zu sein. Viele farbige Bilder runden die Lektüre ab.

Für Aktive des Tae Kwon Do dürfte das Kapitel "Taekkyon und Tae Kwon Do" interessant sein, in dem unter anderem erläutert wird, welche Einflüsse aus dem Taekkyon im Tae Kwon Do (bzw. Taekwondo) nachweisbar sind.

Mit der Erscheinung von "Taekkyon - Wie Wasser und Wind" liegen nun verlässliche historische Informationen über Subak, die Hwarang, Gwon Beop (Kwon Bop), Ssireum, Guk Gung und andere Kampfkünste vor.




Viele Grüße
Vagabund

Geändert von Vagabund (06-09-2017 um 20:14 Uhr). Grund: Wort vergessen
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 07-09-2017, 08:28
Benutzerbild von Huangshan
Moderator
Kampfkunst: 長拳-
 
Registrierungsdatum: 15.09.2013
Beiträge: 2.052
Standard

Danke für die Info.

Ich interessiere mich neben der chinesischen Kriegs- Kampfkunst Geschichte auch für andere asiatische,europäische traditionelle Kampfsysteme .

Wie schon erwähnt gibt es nur wenige gute Publikationen in deutscher Sprache über asiatische Kampfkünste.

Werde mir dein Buch kaufen um meinen Horizont zu erweitern.

Viel Erfolg!

Huangshan
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 07-09-2017, 17:17
Benutzerbild von Vagabund
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: hin und wieder Taekkyon
 
Registrierungsdatum: 02.04.2004
Ort: Hamburg
Alter: 38
Beiträge: 707
Standard

Hallo Huangshan,

chinesische Kampfkünste und der kulturelle Einfluss Chinas allgemein auf Korea und koreanische KK wird in dem Buch ausführlich thematisiert.

In den Fußnoten befinden sich alle Fachbegriffe auf koreanisch, und - sofern es sinokoreanische Begriffe sind - auch auf chinesisch. Das war mir wichtig, denn über die Sprache kommt man an viele Hintergründe.

Einen antiken koreanischen Text habe ich sogar erstmals auf deutsch übersetzen lassen. Von daher dürfte es einige Anknüpfungspunkte für dich geben.

Schreib doch mal, wenn du das Buch gelesen hast!

LG
Vagabund
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt Heute, 07:34
Benutzerbild von Huangshan
Moderator
Kampfkunst: 長拳-
 
Registrierungsdatum: 15.09.2013
Beiträge: 2.052
Standard

Habe das Buch nun gelesen.

Bin kein Freund langer Texte deshalb kurz.

Eine Zeitreise duch die koreanische Geschichte und die Geschichte des Taekkyon und ein Einblick in die Kultur des Landes der Morgenstille(Korea).

Habe meinen Horizont erweitert und neues gelernt .

Viel Erfolg

Huangshan

Geändert von Huangshan (Heute um 07:45 Uhr).
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt Heute, 12:39
Benutzerbild von KK-Baghira
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Harte Arbeit mit Bruce Lee, Inos. Kali, KM&SC, Taiji (C.P.), Bagua (Yizong)
 
Registrierungsdatum: 23.02.2010
Ort: Mechernich
Alter: 31
Beiträge: 213
Standard

Das klingt mal - ernsthaft, nicht unironisch - spannend
Ich werde es mir wohl mal holen, weil - obwohl ich selbst kein Teakwondo o.ä. praktiziere - ich in der Literatur immer mal wieder über das Thema gestolpert bin und das irgendwie hängen blieb. Vielleicht kann dein Buch da ja was auflösen bzw. besser ausleuchten (v.a. die von Pederson (2010: 197) angeführten zwei Sichtweisen), wenn in der Buchbeschreibung "verlässliche historische Informationen" angekündigt werden:

Zum Einstieg eine erste Annäherung über Gene Tausks Artikel zu Taekwondo:
Zitat:
Zitat von Tausk, 2001: 608-611
There is evidence that the ancestors of the modern Korean people settled the peninsula and had developed tribal societies as early as 2000 B.C. By A.D. 500, three distinct kingdoms had emerged in the area: Koryo, Paekje, and Silla. These three kingdoms were often in a state of civil war with China [...].
Both armed and unarmed martial arts were practiced by warriors of these three kingdoms. Silla, despite being the smallest of the three, was eventually able to unify the entire peninsula by 800. Tradition attributes part of the success of the Silla kingdom to the practice of martial arts by a specific branch of the military known as the hwarang [...]. The collective martial arts of the hwarang were known as hwarang-do (the way of the flowering manhood).
The country fell into disunity again in 900, but was later unified under the Koryo dynasty and became known as Koryo by the beginning of the millennium. From the time of the unification of the nation until about 1400, the Korean martial arts entered into a period of expansion, experimentation, and development. Oral tradition maintains that hwarang-do continued to be practiced and expanded by the hwarang warriors. The martial arts of t'aek'kyon, primarily a kick-oriented martial art, and subak, a fist-oriented martial art, also became popular with the aristocracy and commoners alike. These two martial systems were to endure into the twentieth century. Despite repeated invasion attempts and influence by the Chinese, and a successful invasion by the Mongols, Korea maintained a large degree of indipendence and continued to develop its own unique culture.
During this time period also, the traditional history maintains that Chinese martial arts exerted a major influence on the Korean systems [...].
The Korean martial arts received a massive boost in popularity when several Korean stylists, including t'aek'kyon practicioners, gave a demonstration of these arts before South korean president Syngman Rhee in 1952, during the height of the Korean conflict. So impressed was Rhee with the demonstration, he immediately ordered all Korean troops to be trained in these arts. There also began a push for the unification of these fighting arts.
In 1955, general Choi Hong-Hi, known as the "father of modern taekwondo," [sic] unveiled the art of taekwondo to the Korean public. General Choi and several other practicioners took the fighting arts of several schools, or kwons, and unified them into a single fighting art. Some kwons (e.g., Tang Soo Do) did not participate in this unification. General Choi also took several of the kata from Japanese karate, most notably Shotokan, and adopted them into taekwondo. General Choi took the name taekwondo, in part, because of the resemblance of the name to t'aek'kyon.
Gerade zu diesem General Choi und zu Taekwondo hat Paul Bowman festgehalten:
Zitat:
Zitat von Bowman, 2016: 916f., 928
a martial art structured by an antagonism between, on the one hand, an overwhelmingly fabricated or invented ‘ancient’ history, and, on the other hand, a growing body of academic studies that reveal its actual history to be little more than 60 years. This is the case of the Korean martial art and national sport, taekwondo.
As with so many martial arts, the history of taekwondo is presented as ancient, indigenous, ethnic, autochthonous, and independent. But increasingly, historians of the art show that taekwondo cannot be said to have existed before the end of the Second World War. Indeed, it was elaborated primarily according to a nationalist and anti-Japanese post-war agenda.
Ironically, however, taekwondo was constructed from ingredients found almost exclusively in the Japanese art of Shotokan karate. Nonetheless, taekwondo’s status as an ideological part of Korea’s de-Japanification is well documented. So are its founders’ efforts to invent a history for it.
Their project included, first, trying to persuade martial arts teachers in Korea to use their new name, ‘taekwondo’; second, coming up with a persuasive (albeit spurious) etymology for the made-up characters of the new name; and, third, claiming that this modern practice had an unbroken connection with the martial arts of ancient legendary warrior kingdoms, folk traditions, indigenous sports, and heroic battles against invaders.
In this narrative, the Japanese ingredients of taekwondo are erased, and Japan only features as the stooge within preposterous scenarios – such as the one in which taekwondo is said to have developed its high jumping kicks in order to kick samurais from their horses. As one martial arts writer puts it, you only have to have seen a horse, never mind someone sitting on it, never mind
a warrior on a war-horse, to realize that this idea is ridiculous.
Indeed, it is rather telling that it was only from the 1950s and 1960s that taekwondo began to spread around the world (Surely an older martial art would have been likely to have spread earlier).
However, it soon becomes one of the most popular martial arts and martial sports internationally. One taekwondo institution (the World Taekwondo Federation [WTF], based in South Korea) became an Olympic sport. Another institution (the International Taekwondo Federation [ITF], based in North Korea) perhaps unsurprisingly chose to present itself instead as a lethal, pure, authentic killing art. In both incarnations, however, taekwondo has historical and nationalistic myth stitched through all of its elements. Its patterns (or kata) are named after and are given interpretations that relate to the ancient kingdoms that preceded the establishment of Korea, and students the world over must learn these names and related interpretations to pass their gradings.
The inventors of modern taekwondo are presented as merely the modern links in a very old lineage, one that comes down to us unbroken through the ages. Given that all of this is in the syllabus, it is hardly surprising that practitioners of taekwondo believe all sorts of grand things about its history.
But in this regard, of course, taekwondo is far from unique. Practitioners of all ‘traditional’ martial arts, from wherever, tend to believe in equivalent versions of magnificent histories.
[...]
Of course, the nationalists who devised taekwondo through the 1950s did not merely rename Japanese moves and techniques. Rather, they preferred to modify and manipulate the techniques they all already knew from the Japanese styles, and claim that these forms were actually distinctly Korean. Hence, on the one hand, taekwondo blocks and strikes look remarkably like those of Shotokan, but they are just that bit different (and the differences are insisted upon). On the other hand, because Japanese kicks were low and conservative, a whole new repertoire of kicking techniques was invented. Indeed, one of taekwondo founder Choi Hong Hi’s key criteria for allowing a kick into his syllabus was that it should not look like any of the kicks used in Japanese styles.
[...]
Moreover, its official history is highly selective: on a research trip in November 2015 to the taekwondo museum in the Taekwondowon in Muju, South Korea, I noted that one of the most instrumental and controversial players in the invention and dissemination of taekwondo, Choi Hong Hi, was entirely absent from the museum. Given that some histories of taekwondo place Choi at the forefront of its development, his exclusion from the official national museum is
telling. For what his absence from the official museum indicates is that Choi has been written out of the official historical narrative.
Zur Geschichte des Taekwondo schreibt Eric Madis genauer:
Zitat:
Zitat von Madis, 2003: 185, 202, 207 - in abweichender Anordnung zitiert
Taekwondo (t'aegwondo, kicking and punching way/art) is a Korean martial art and combative sport distinguished by kicks, hand strikes, and arm blocks. Its sanctioned history claims that taekwondo is 2.000 years old, that it is descended from ancient hwarang warriors, and that it has been significantly influenced by a traditional Korean kicking game called taekyon. However, the documented history of taekwondo is quite different.
[...]
Taekwondo's origins in Japanese university karate clubs during the first half of the twentieth century is well documented [Anmerkung: Auf S. 192 präsentiert Madis eine Schautafel mit dem Titel "korean Karate Lineage Chart for The Evolution of Taekwondo from Japanese Karate]. During and after World War II, Korean students returned home with experience in Shotokan, Shudokan, and Shito-ryu karate. Those who chose to establish karate schools taught their arts as they had learned them in Japan, and they called their arts tangsoodo or kongsoodo, which are Korean pronunciations of karate.
Shortly after the Korean war, the ROK government under Rhee Syngman recognized the value of these arts in promoting physical fitness and encouraged their dissemination. However, ROK nationalism demanded a uniquely Korean name for the arts, resulting in the term taekwondo. The person most responsible for the adoption of this name was general Choi Hong-hi.
[...]
Currently, in an effort to provide an indigenous Korean lineage for taekwondo, many taekwondo histories omit the karate and instead emphasize the influence of the traditional foot-fighting game of taekyon [...]. However, investigation of taekyon shows this connection to have been fabricated [...].
The Yi Dynasty's (1389-1910) Confucian emphasis on intellectual pursuits brought about the neglect of military arts, including subak (hand strike), kwonbup, and t'ang-su, all of which were closely modeled on Chinese methods [...].
by the late 1700s, preference for the kicking art taekyon was replacing subak's yaet bop (literally, "old skills," [sic] referring to hand techniques) [...]. Consequently, despite lack of formalized training, taekyon survived into the twentieth century primarily as a kicking contest. According to Song Tok-ki, practicioners included common people and gangsters.
Mit Joseph Svinth lässt sich präzisieren:
Zitat:
Zitat von Svinth, 2010: 203f.
Although taekwondo has roots in karate, taekwondo is not karate. Neither is it the natural progression of an older Korean martial art (taekkyon, for example). the explanation involves significant structural, conceptual, and technical differences.
Structurally, taekwondo's terminology, official histories, and biases reflect modern South Korean sensibilities [...]. The conceptual change is enormous [...]. When training somebody to fight for survival, instructors usually (or ought to) emphasize knees to groin and weapon retention. In the context of street or battlefield combat, physical fitness is desirable, but not necessary - one fights as one is, not as one might be. Alternatively, whenever preparing athletes to perform in front of audiences, emphasis is placed on physical techniques, and especially techniques that showcase the dedication of the athletes and the skills of the trainers [...]. Technically, differences depend mostly on the individual system of karate or taekwondo being viewed.
Schließen wir mit Michael Pederson:
Zitat:
Zitat von Pederson, 2010: 195-197
Taekkyon is a Korean martial sport that emphasizes foot and leg techniques [...]. The origins of taekkyon are highly speculative, though it probably has its roots in Chinese practices imported to Korea. Today, however, it is so far removed from those sources that it does not resemble anything identifiably Chinese. the name t'ak'kyon does not appear in Korean records until the latter part of the Yi dynasty (1392-1910), though there are many prior references to something called subakhi, "hand strike contest," [sic] which specialized in hand and fist techniques. There are comparatively few references to taekkyon. The first that is known is in the Chaemulbo (Book of Treasures) written by Yi Song-ji (ca. 1790). It includes a passage that states that subakhi had come to be called tak'kyon by the time the book was written. Although there is no direct evidence, it is reasonable to assume that tak'kyon and taekkyon are identical. Other historical references to tak'kyon describe something that greatly resembles modern taekkyon [...].
Current knowledge of taekkyon comes from two general sources: references to it in the literature and art of the late Yi dynasty, and the memories of those who learned and practiced taekkyon in the first decade of the twentieth century, before the Japanese colonization of Korea.
There are only two written sources that convey the specifics of taekkyon before the twentieth century. One source is Korean Games, by American ethnographer Stuart Culin (1858-1929), published in 1895. The other is Haedong Chukchi (East Sea Annals), a work of history by Choi Yong-nyon (ca. 1850-?) published in 1921. There is also a painting by Hyesan Yu Suk (1827-1873), completed in 1846, called Dae-Kwae-Do (Scene of Great Cheer), which appears to be showing a taekkyon match.
Based on conclusions drawn from the extant material, taekkyon was an activity of common people. Also, it was practiced primarily as a game or sport, although it did have combat applications [...].
Libing knowledge of taekkyon comes almost exclusively from one man, Song Tok-ki. Born in Seoul in 1893, Song began learning taekkyon around 1905, at the direction of his father. According to Song Tok-ki, taekkyon was practiced almost exclusively by the common people: shopkeepers, farmers, peasants, and gangsters. Its practice was restricted to the area of Seoul.
Taekkyon at that time was practiced in two general ways: as a game and as a form of combat [...]. Song had experience in both types of taekkyon.
There was no conventional training system for taekkyon [...]. Taekkyon was entirely a standing art. In the game, techniques were performed with pushing instead of striking force. When it was used for fighting, however, all techniques were used with power [...].
The first step in the development of modern taekkyon occured in 1964, when Sin han-sung read a story about Song in the Hankuk Ilno newspaper. Sin was born in 1928. As a child, Sin had seen taekkyon being practiced at his grandfather's home, though he himself had never learned it. By 1964, he had experience in ssireum, Western wrestling, judo, and taekwondo. He had become interested in traditional Korean martial arts, and the newspaper article about Song gave him his chance to learn [...].
Sin was criticized for some aspects of his system, particularly the form.
[...]
There are two ways to approach the influence of taekkyon on Korea and Korean fighting arts. The first is the view that it had direct, technical connections with the modern styles. The second is to concentrate on its conceptual influence [...].
The first view has generated controversy. The most disputed is the view that taekwondo grew directly out of taekkyon. In Korea, the leaders of the present taekkyon associations disavow [abstreiten] any direct connection with taekwondo. Experiental knowledge of taekkyon can be conclusively traced to a very few individuals, and none were linked to those who later went on to establish taekwondo.
Taekkyon's conceptual influence is a much different matter. People who grew up during the Japanese occupation and immediately after may have heard of taekkyon through older relatives, but probably never saw it. hence, the notion of taekkyon as the Korean way of fighting grew in the popular imagination, even among those who had never seen it. People knew that at one time there had been a way of fighting called taekkyon that specialized in kicking. References to taekkyon had the effect of calling up associations with Korean life before the occupation and the war, a life of which only traces remained. Song Tok-ki himself, as a survivor from that time, evoked the old life as well. Taekkyon still retains these associations. it is this sense of history embodied in the name taekkyon that has most influenced modern Korean martial arts.
Schöne Grüße
Baghira

Verwendete Literatur:

Bowman, P. (2016): Making Martial Arts History Matter.
In: The International Journal of the History of Sport, Volume 33, Issue 9, p. 915-933.

Madis, E. (2003): The Evolution of Taekwondo from Japanese Karate.
In: Green, T.A. & Svinth, J.R. (Editors): Martial Arts in the Modern World. Westport: Praeger, pp. 185-207.

Pederson, M. (2010): Korea: Taekkyon.
In: Green, T.A. & Svinth, J.R. (Editors): Martial Arts of the World. An Encyclopedia of History and Innovation. Santa Barbara: ABC-Clio, 2 Volumes, Volume 1: Regions and Individual Arts, pp. 195-199.

Svinth, J. (2010): Korea: Taekwondo.
In: Green, T.A. & Svinth, J.R. (Editors): Martial Arts of the World. An Encyclopedia of History and Innovation. Santa Barbara: ABC-Clio, 2 Volumes, Volume 1: Regions and Individual Arts, pp. 199-205.

Tausk, G.P. (2011): Taekwondo.
In: Green, T.A. (Editor): Martial Arts of the World. An Encyclopedia. Santa Barbara: ABC-Clio. 2 Volumes. Volume 2: R-Z, p. 608-617
__________________
"Empty your mind... be formless, shapeless, like water..." (Bruce Lee)
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
Antwort


Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An
[IMG] Code ist An
HTML-Code ist Aus
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
Neues Buch karate_Fan Europäische Kampfkünste 1 01-11-2014 11:14
Neues K-1 Buch!! akamatzu Kampfkunst in den Medien, Büchern & Videos, Werbung 6 05-10-2008 07:28
Neues Buch jkdberlin Arnis, Eskrima, Kali 6 13-02-2008 19:46
Neues Buch John1974 Jeet Kune Do 29 15-12-2004 09:02
Neues Buch.......... JIGOKU Japanische Kampfkünste 0 18-08-2003 17:19



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 23:18 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0 ©2009, Crawlability, Inc.