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#16
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| Mit ihr reden ist immer gut. Auch ein Gespräch mit den Eltern kann eventuell helfen. Ansonsten fragen, warum sie nicht mitmacht/machen will. Wenn keine Antwort kommt, auf die Bank setzen. Es sollte nicht die Gruppe leiden, bevor du nicht die Beweggründe für ihr Verhalten kennst. Hier im Nebel zu stochern ist schwierig. Eventuell bringt es etwas ein wenig Verantwortung auf sie abzugeben, z.B. wenn sie einige Aufwärmübungen vorgeben darf. Gruppen sind sehr durchmischt aufgebaut. Eventuell hat sie Problem sich zu integrieren. Dann bist du natürlich gefragt. |
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#17
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| Ist das Mädel sonst in der Lerngruppe isoliert? Sprich, kommt es aus einer bei dir mindervertretenen Klasse? Darf die beste Freundin nicht mit / was anderes machen? Es gibt sehr viele Felder, die Hemmungen begründen. Was ich mit "Schulkindern" meinte ist folgendes: Es sind Kinder der 2. Altersstufe. Die sind schulisch hinreichend sozialisiert, dass sie um den Unterschied zwischen einem Lehrer und einem Erwachsenen und um ihre Stärke als Gruppe wissen. Sie sind aber in der Regel noch nicht soweit, beides tatsächlich zu trennen, insbesondere, wenn sich die Rahmenbedinungen so wie hier kaum unterscheiden (wenn ich dich da richtig verstanden habe..) Wenn sie frisch nach dem Vormittag, sozusagen direkt vom Schulhof in die Turnhalle zu einer "Lehrerin" gehen um dort irgendwas zu machen, dann erwarten die von dir auch entsprechende Verhaltensweisen und sie selbst verhalten sich auch so wie morgens in der Klasse. Die wissen, wie man sich unauffällig in der Lerngruppe versteckt, wie man sich verhalten muss, um vom Lehrer in Ruhe gelassen zu werden oder allgemeiner gesprochen: Wie man einen Lehrer manipulieren kann. Wenn der sich manipulieren lässt. Wenn da das Schleusentor geöffnet wurde, kriegst du das nur noch mit viel Arbeit wieder zu. Schüler erwarten keinen mild lächelnden Erwachsenen, wenn sie ein Fehlverhalten gezeigt haben. Ansonsten machen sie das nochmal um zu sehen, ob das Lächeln Absicht oder Zufall war und benutzen es nach einer Bestätigung immer wieder. Bzw. probieren, was sie mit dir noch alles machen können. Und irgendwann wundert man sich, dass man scheinbar "Luft" ist. |
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#18
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| Zitat:
So einen hatte Ich auch einmal in einer Judo-kindergruppe. Jedesmal, wenn`s um Randori oder auch nur Fallübungen ging, ließ er sich fallen, "Ich kann das nicht" Ich hab Ihn nach der Trainingseinheit angesprochen und Iihn ermuntert, zuhause liegestütz zu üben (klein anfangen 2 und dann bis auf 10 schöne steigern). Der Kerl hat mich nach 1 mon komplett verblüfft! auf einmal hatte er "Biss" muß man halt an die Situation anpassen und vorher erkundigen, obs noch andere Probleme gibt. weiter viel Spaß sugata |
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#19
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| Hey, Die Kleine ist charakterlich auch für mich noch nicht leicht einzuordnen, da ich ja selbst erst 4 mal mit ihnen trainiert habe. Sie ist mit einer Freundin zusammen da, scheint keine Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein zu haben, macht hier und da mal einen Witz, erzählt mir auch auf dem Hinweg, was sie so am Tag erlebt hat - verhält sich also ganz normal. Sie ist allerdings in allem ein wenig träge und langsam (fängt schon beim Umziehen an). Mein Vorgänger hatte sie als "frech" beschrieben. Das ist sie jetzt bei mir garnicht. Eher bockig, aber nicht laut oder "frech". Wir verstehen uns eigentlich ziemlich gut. Allerdings glaube ich ganz einfach, dass sie keinen Gefallen am Taekwondo, und dass sie ihren eigenen Kopf hat. Ausserdem glaube ich, dass sie gerne im Mittelpunkt steht und Aufmerksamkeit braucht. Deswegen legt sie sich auch einfach in die Mitte und macht solche komischen Dinge. Wenn die anderen Kinder dann alle rufen "och man Dilara - boa Dilara", dann verletzt sie das nicht - eher im Gegenteil: Ich vermute sie genießt die Aufmerksamkeit. Aber ich kann mich bei den ganzen Kiddies auch nicht die ganze Zeit um Dilara kümmern. Und sie bekommt schon reichlich Aufmerksamkeit und Lob von mir, wenn sie etwas gut macht, bzw. wenn sie überhaupt mitmacht. Ich schau mal, ob ich daraufhin noch irgendwie was verbessern kann. Zitat: "Wenn da das Schleusentor geöffnet wurde, kriegst du das nur noch mit viel Arbeit wieder zu. Schüler erwarten keinen mild lächelnden Erwachsenen, wenn sie ein Fehlverhalten gezeigt haben. Ansonsten machen sie das nochmal um zu sehen, ob das Lächeln Absicht oder Zufall war und benutzen es nach einer Bestätigung immer wieder. Bzw. probieren, was sie mit dir noch alles machen können. Und irgendwann wundert man sich, dass man scheinbar "Luft" ist." Scheint ja bei mir nicht der Fall zu sein, denn es hat letzten Dienstag trotz meines milden Lächelns erstaunlich gut geklappt. Wenn jemand Fehlverhalten zeigt, dann lächle ich natürlich nicht. Das wäre ja irgendwie paradox. Ich glaube, wir haben unterschiedliche Ansichten von einer Autoritätsperson. Ich bin sicherlich nett - aber bestimmt. Und zu meinem Training gehört ab und an ein mildes Lächeln und ein Späßchen dazu. Das werde ich auch rein charakterlich nicht abstellen können :-) Liebe Grüße Jil |
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#20
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| Unangemessene Mimik ist nur ein Kommunikationsfehler von vielen und das eine Extrem zu bemängeln bedeutet nicht, das andere Extrem zu befürworten. Hab Spass mit den Kids. |
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#21
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| Zitat:
Weiterhin vermute ich, dass sie die Aufmerksamkeit der anderen sucht, um Bestätigung zu bekommen. Das kann ein Hinweis auf mangelndes Selbstbewusstsein sein. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass sie sich unter- oder überfordert fühlt, und daher den Klassenkasper spielt. Das sind aber alles nur Vermutungen. Du kannst nur mehr herausfinden wenn du mit ihr (und den Eltern) redest. Eine generelle Lösung gibt es da auch nicht. Evtl. könnt ihr gemeinsam eine Lösung erarbeiten. Ein Beispiel aus meiner Gruppe, vor ein paar Wochen: Ein Junge der letztes Jahr schon mal ein Motivationstief hatte und nur rumkasperte wurde von mir nach der Stunde zu einem Gespräch bei Seite genommen. Er hatte die anderen immer geärgert und ich habe ihm gesagt, dass mir das nicht gefällt und was ich in Zukunft von ihm erwarte. Dann ging es ca. 1 Jahr gut, bis vor zwei oder drei Wochen. Dann hat er wieder angefangen die anderen zu ärgern. Gleiches Spiel noch mal, bei Seite genommen und geredet, diesmal noch deutlicher. Hab ihm gesagt, dass er sich entscheiden muss, ob er mit uns trainieren will oder lieber Blödsinn machen. Wenn es letzteres ist, kann er zu Hause bleiben, da die anderen lieber trainieren wollen. Gestern war er das Erste mal wieder da und siehe da: Er hat ernsthaft mit den anderen zusammen trainiert. Ich denke es ist völlig normal, dass die Kids mal gut oder weniger gut mitmachen. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Es muss allerdings im gesamten stimmen, sonst kann keiner was lernen. Daher: Mal über das Problem reden und eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden. Mit Zwang wirst du kaum was erreichen, aber einen Kompromiss oder Deal, gehen Kinder meist gern ein. Da springt für beide was raus und packt sie an ihrem Gerechtigkeitssinn ( Sowas haben die Kids recht häufig). Viel Spaß |
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#22
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| Huhu ![]() Ich werde nächsten Dienstag mal mit der Kleinen das Gespräch suchen.. Vllt ist es ja was ganz banales, was sich leicht aus der Welt schaffen lässt ![]() Zitat:
In der Zwischenzeit hat sich ja, wie du eventuell gelesen hast, einiges getan.Mein letzter Beitrag bezog sich natürlich auf diese Woche. Was aber auch eindeutig aus Datum etc. hervorgeht. Damit wollte ich nur sagen, dass es auch mit einem Lächeln auf den Lippen gut funktioniert. LG Jil |
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#23
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| Das hab ich ja auch nicht bestritten. |
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#24
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| das gesprochene Wort und die Körpersprache müssen einfach zusammen passen. Wenn ich besonders originelle Schüler "sehr höflich anlache" und den entsprechenden Tonfall bringe, so verstehen alle ganz schnell, was los ist. Es hilft viel mehr als ein rumbrüllen oder drohen. |
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#26
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