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#1
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| Im folgendem möchte ich gerne darüber diskutieren, inwiefern ihr in euren Dojos realistische situationen nachstellt. Als beispiel nenne ich hier einen pakkat palmok maki (Abwehr mit der Armaußenseite, bitte keine diskussionen über schreibweise o.ä). Mir ist aufgefallen, dass sehr viele Vereine und Schulen bis zum Erbrechen die Formen üben, evtl noch ein schritt kampf und gesondert den Wettkampf. Viele Selbstverteidigungstechniken sind viel zu umständlich und realitätsfern. Der eigentliche Sinn und Zweck und die Qualität des Taekwondo leiden sehr unter der versportlichung wie ich finde, was auch nicht zuletzt wegen der ganzen verbandsmeierei kommt ... - Wer von euch prüft die Techniken (s.o) wirklich auf die Funktionalität / Anwendbarkeit gegen realistische Schläge (kein taekwondoschlag und auch kein stumpfes stehenbleiben und hand vorne halten während der andere die abwehr und gegenkonter macht. Der andere sollte also wirklich die absicht haben sein gegenüber mittelhart zu treffen. Viele sind der Meinung man braucht mehrere Kampfkünste, um sich in realen situationen gut verteidigen zu können (auch am boden), ich finde Taekwondo an sich reicht richtig praktiziert vollkommen aus. (bitte keine Hinweise auf kämpfe Gracie jiujiutsu vs Taekwondoka oä.) Das kein richtiger kampf sondern sport. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade die Grundtechniken Block nach oben, seitlich von innen nach außen und von außen nach innen am effetkivsten in situationen sind, in denen man wirklich bedroht wird und diese Techniken für sich schon die beste Selbstverteidigung sind die es gibt sofern man die Hüfte richtig einsetzt (nähere ausführungen auf verlangen). Im vergleich zu vielen hebeltechniken die zwar bei guten freunden und bekannten klappen aber nicht bei 2 leuten die einem ernsthaft aggressiv verletzen wollen. Ich habe auch 6 Jahre WT praktiziert und erstaunlicherweise (oder auch nicht) finde ich diese einfachen Grundtechniken im Taekwondo immernoch wesentlich effektiver als die Techniken die mir zuvor gelehrt wurden. Darüber hinaus empfinde ich leider viele techniken im Taekwondo als nutzlos und nicht umsetzbar, gerade techniken ab 1 dan. viell. kommt mir ja die erleuchtung noch ![]() wie seht ihr das ? :-) |
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#2
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| Taekwondo ist nunmal zuallererst ein Wettkampfsport (mal abgesehen vom traditionellem TKD, dazu kann ich aber nichts sagen). Die meisten techniken sind einfach nicht SV tauglich. Die Taekwondo SS finde ich allerdings (zumindest teilweise) recht effektiv. Das ist aber meiner Meinung nach auch das Einzige, was vom TKD in einer SV Situation hilfreich ist, denn Tritte sind im Regelfall eher ungeeignet (wurde hier ja schon lang und breit diskutiert) und die Blöcke sind -vorallem durch die Ausholbewegung- nicht wirklich SV tauglich.
__________________ Nichts ist peinlicher als ein Verlierer, der nicht merkt, dass er verloren hat Geändert von MakroN (17-01-2011 um 19:40 Uhr). |
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#3
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| Ich sprech mal für meinen Verein: Wir sind halt sehr wettkampflastig ausgelegt und trainieren Formen nur für die Prüfung und halt mal zwischendurch zur Festigung. Für die SV machen wirs halt klassisch, mit Partnerdrills und dann Leichtkontaktsparring 1vs.3 für die Anwendung. Schaut halt dann leicht wie Kickboxen mit Festhalten aus ![]() (Jeder aus dem KM würde nen Herzinfarkt kriegen, da kein VK, abwechselnde Angriffe und nur angedeutete harte Technicken, aber wayne )Wenn wir mal lustig sind VK mit Schutzausrüstung, Handschützern, Stöcken, Lowkicks und Würfen ![]() @MakroN Prinzipiell geb ich dir recht. Kommt halt darauf an was man daraus macht. Wenige Leute werden in einer SV-Situation Highkicks verteilen. Gescheite Lowkicks zwiebeln auch ganz schön ![]() Geändert von Brezlmeier (17-01-2011 um 19:49 Uhr). |
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#4
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| Ich kenne keinen, der seine Gesundheit so leicht aufs Spiel setzt. Eher tritt man dem anderen 20x in den A...
__________________ Ich würde kämpfen, wenn ich es könnte. |
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#5
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| Danach kann man dann immer noch nen 720-Kick zur Abschreckung machen ![]() |
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#6
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| @Makron:Stimmt ledier nur bedingt. Die meisten kennen nur wtf taekwondo das olympische..- Itf taekwondo nach choi hong hi und seinem sohn choi jung hwa wird ständig weiterentwickelt basierend auf physikalischen gegebenheiten wie fliehkräften schnellkraft standfestigkeit usw. Da ich auch wtf taekwondo trainiert hab kann ich dir zumindest in dem punkt zustimmen, die techniken sind wirklich nur sehr eingeschränkt für reale situationen zu empfehlen ( keine wellenbewegung+wenig hüfte=keine kraft ). Ja tritte sind ungeeignet in 80 % der fälle da die situation meistens auf engen raum stattfindet, sofern man allerdings platz hat, sprich den anderen weggeschupst hat oder er wieder vom boden aufstehen will und dich angreifenwill gold wert.. ich spreche aus erfahrung , wichtig dabei ist keinen halbherzigen kick abzufeuern sonst kann mans gleich sein lassen.( kraft vor technik, wie choi gesagt hat )Was die Ausholbewegung betrifft verhält sich es im taekwondo so, dass alle techniken auf maximalkraft physikalisch ausgelegt sind d.h wenn einer mit den baseball schläger auf dich zugelaufen kommt und weit von oben ausholt mit einer extremen kraft kannst du nur mit dieser technik (ausholbewegung) entgegenwirken, sofern man es nicht schafft die distanz zu verkürzen auszuweichen wegzulaufen oder mit einem tritt zu intervenieren. das meine ich zu der ansicht was die realitätsnähe von tkd techniken angeht ich versuche es zu verdeutlichen ![]() :sofern nur ein einfacher etwas wuchtigerer schlag kommt ist es nicht nötig so weit auszuholen wie in der grundtechnik erlernt(maximalkraft). eine kleine hüftbwegung gepaart mit einer drehbwegung bei dem blockarm und einer gegenbewgung reicht vollkommen aus. vorteil ist die hüfte ist eingedreht und die hand die die gegenbwegung gemacht hat kann dann sofort zuschlagen und zwar sehr hart und schnell während der andere blockarm zur gegenbewegung wird. Du hast mit deinem Post sicher die Meinung vieler getroffen und vertreten. Übst du selbst taekwondo aktiv aus ? Geändert von Greenarrow1337 (17-01-2011 um 19:59 Uhr). Grund: posts |
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#7
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| highkicks gehen schon. vorwärtskick in das gesicht auf die nase, sofern derjenige genausogroß bzw kleiner ist. oder gedrehter yop chagi ins Gesicht. man muss nur schnell genug und gut genug dafür sein und v.a darf man sowas nich machen wenn man mehr als einen ernsthaften angreifer hat und alle ein hohes agressionspotential aufweisen. |
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#8
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| Naja zu den Blocks: Wenn du die Zeit dazu hast, wenn beispielweise, wie in deinem Beispiel, jemand auf dich zurennt, ist es sicherlich nciht falsch, auszuholen- die Zeit hat man aber meistens nicht ![]() Ja ich übe seit ca. einem 3/4 Jahr aktiv TKD aus (8. Kup)
__________________ Nichts ist peinlicher als ein Verlierer, der nicht merkt, dass er verloren hat |
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#9
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| ja es ist schwer zu erklären wie die techniken realitätsnahe eingesetzt werden. die meisten beherrschen eben nur die grundtechnik. Kennst du den 1 inch punch von bruce lee ... so ungefähr ist es auch möglich die abwehr sehr hart schnell und effetkiv hinzubekommen ohne überhaupt groß auszuholen. dafür brauchst du aber in der regel sehr viel training (hüftbewegung, schnellkraft, körpergefühl). vorteil bei dieser art von abwehr ist wie gesagt dass die gegenbwegung nach der abwehr direkt zum angriff wird :-) |
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#10
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| Zitat:
Außerdem würde sich da ein Distanzproblem ergeben, so wie ich mir das gerade vorstelle. Könntest du das Beispiel bitte genauer erklären? |
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#11
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![]() Wenn man mal ein bissl geübter ist, gehen Kicks aus der Bewegung schon. Je nach Situation: -Ap-chagi (Frontkick)/Pushkick mit Ferse in Bauch/Brust -Sidestep mit Paldung-chagi (Roundkick)/Lowkick -schöner Dwit-chagi (Spinning Back Kick) ![]() (den aber nur mit entsprechendem/r Alkoholpegel/Unfähigkeit des Gengners) Blocks kommen nie gut, es sei den schlägt gleichzeitig. ![]() |
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#12
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__________________ Nichts ist peinlicher als ein Verlierer, der nicht merkt, dass er verloren hat |
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#13
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![]() In dem Fall ist es aber eher Unfähigkeit. |
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#14
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| @ QUIRL ok: du wurdest gegen die wand geschubst stößt dir den kopf, fällst hin,... stehst auf und kannst weder zurück(logisch) oder nach links oder rechts, während du siehst das jemand dabei ist auf dich zuzulaufen und von oben zu einem sehr heftigen Schlag ausholt auf deinen schädel, dein stand ist noch nicht fest genug für einen kick und die beine des gegners tackeln bietet sich aufgrund deiner körperstellung auch nicht an(theorie). Kurz gesagt, entweder dein arm muss dran glauben oder dein schädel. In dem fall must du die maximalkraft aus der technik holen. bloßes hinhalten des armes zur abwehr würde ich nicht empfehlen wenn einer ernsthaft ausholt. (gott bewahre das keiner in so eine Situation kommt..., denn der arm wäre natürlich wirklich nicht mehr zu gebrauchen aber besser als schädelbruch denke ich zumindest bei manchen macht das eine auch nicht mehr aus als das andere ). Man kann das beispiel aber auch ohne waffe aufziehen mit einem Schlag von oben aus der gleichen Situation.. in dem Fall wäre dann der Angreifer klar im nachteil bei korrekt ausgeführte Abwehrtechnik auf maximalkraft ausgelegt und etwas abhärtungstraining vorausgesetzt ... (deswegen auch kampfkunst und nicht sv für den alltag,.. genügend training und viel zeitaufwand ist immer grundvoraussetzung).ich hoffe ich konnte die Situation verdeutlichen ![]() Geändert von Greenarrow1337 (17-01-2011 um 20:53 Uhr). Grund: posts |
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#15
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![]() Zitat:
![]() Nichts gegen Taekwondo, es macht mir viel Spaß, aber es ist nunmal nur bedingt SV tauglich
__________________ Nichts ist peinlicher als ein Verlierer, der nicht merkt, dass er verloren hat |
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