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  #1  
Alt 06-10-2011, 13:45
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Kampfkunst: Taekkyon
 
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Hallo zusammen,

Hier das aktuelle Taekkyon Battle Video vom Samstag (24. September 2011). Es zeigt den Kampf um Platz 3 und 4 - also das kleine Finale. Ich fand es etwas besser als das Finale. Das Uni-Team der momentan einzigen weiblichen deutschen Taekkyon-kkun in Korea (Kyonggidae Arisoe, in gelb) trat an gegen Anam Bigak.

Jedes Team hat fünf Kkun (Spieler). Der Kkun, der einen Kampf gewinnt, bleibt auf der Matte und tritt gegen den nächsten Spieler der gegnerischen Mannschaft an. Die Sterne, die zwischendurch eingeblendet werden, zeigen an, wie viele Spieler ein Team noch hat.

Es gibt weder Gewichtsklassen noch ein Zeitlimit. Den Kampf gewinnt, wer den Gegner zu Boden schickt oder einen Kopftreffer mit dem Fuß schafft. In diesem Modus sind auch Lowkicks erlaubt.

Im Publikum sind übrigens auch ein paar Deutsche zu sehen ;-)

Wenn man auf das Video klickt, öffnet sich eine neue Seite, dort wird das Video abgespielt:
http://www.tkbattle.com/bbs/zboard.php?id=libm&no=439

Viel Spaß (denn das ist das Wichtigste beim Taekkyon )

Bin auf Kommentare gespannt

LG,
Vagabund
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Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

Geändert von Vagabund (06-10-2011 um 13:47 Uhr). Grund: Link korrigiert
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  #2  
Alt 07-10-2011, 09:33
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Hallo Bunter
Schönes Video, lief abe nur bis sek.22, danach kam eine Meldung mit "Membership".

Ich hoffe, Du hast viel Spaß in Korea und lernst dazu.
Und nicht nur im Taekkyon muss es Spaß machen - Bei aller Härte und Quälerei ist das wichtigste (bei mir zumindest), das meine Schüler und ich mir einem Lächeln aus dem Dojang kommen.

LG
Drax
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  #3  
Alt 07-10-2011, 09:49
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also bei mir kam die meldung zwar auch, aber der player hat dann einfach nur n bisschen gepuffert und es ging weiter.

ich fand ganz schön, dass reichlich tiefe tritte zum einsatz kamen. die spieler in gelb passen immer gut auf, dass sie keine öffnung für würfe bieten
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  #4  
Alt 07-10-2011, 10:56
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Diese "Membership Meldung" kommt nur, wenn der Player puffert. Geht dann meistens nach ein paar Sekunden oder manchmal auch einer Minute weiter (wahrscheinlich sind unsere Internetleitungen langsamer als die koreanischen).

Das mit den harten tiefen Tritten finde ich am TKB (TK Battle) Regelwerk ehrlich gesagt eher unattraktiv. Beim Finale (kann man sich auch auf der Seite anschauen) kamen fast nur noch harte Lowkicks. Es war daher ziemlich technikarm.

Das hat sogar viele von dem Verband dort gestört. Jemand meinte sogar, dass das Finale das Unschönste am ganzen Turnier, welches sich über den ganzen Sommer erstreckt, war. Auch, wenn diese Form des Kyorugi (Wettkampf) die traditionellste im Taekkyon ist - in meinen Augen ist sie nicht die Attraktivste. Gumshil (= "Knieeinsatz") sieht man auch ganz wenig...
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  #5  
Alt 07-10-2011, 11:39
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da hast du natürlich recht ^^ ich bin ja schon vom judo gewöhnt, dass die wettkämpfe nicht schön aussehen

meiner meinung nach sieht man dadurch auch einen faktor, der die entstehung vom poobalbgi begünstigt hat: eben weil es auf dauer mit mehreren kämpfen hintereinander nicht so klug ist, lowkicks einfach zu schlucken.
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  #6  
Alt 07-10-2011, 13:07
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Zur Erklärung für die nicht-Taekkyon-Leute: Poombabgi (oder pumbabgi) ist der wippende Grundschritt im Taekkyon. Heißt grob übersetzt "Dreiecksschritt"

@JuJon: Genau das hab ich mir auch schon oft gedacht. TK ist daher gar nicht so weit weg vom Muay Thai. Die haben ja auch ihre Mittel, um tiefe Tritte nicht schlucken zu müssen.

Wobei die lowkicks im TK ja darauf abzielen, den Gegner zu Fall zu bringen. Daher werden sie meistens (aber eben nicht immer) "fegend" eingesetzt und tun nicht ganz so weh
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  #7  
Alt 07-10-2011, 15:57
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jap, nur wenn man den lowkick z.b. annimmt, öffnet man sich wiederum für würfe oder feger. darum hat sich wohl ausweichen als ganz gute variante herausgestellt. auch muss man bedenken, dass die leute am nächsten tag evtl schon wieder aufs feld mussten, da ist ein kaputt getretenes bein recht unpraktisch, vor allem wenn man bedenkt, dass wir auch den schönen kniedrucktritt im programm haben ^^
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  #8  
Alt 10-10-2011, 12:54
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Stimme Dir zu!

A propos "Feldarbeit": Ich habe in Korea spannende Dinge darüber gelernt, welche "Jobs" einige Taekkyon-kkun früher in der Choson Dynastie hatten. Beschreibe ich dann alles in meinem Buch über Taekkyon, dessen Rohtext ich übrigens bis 31.12.2012 fertig haben will.

@alle: Ich finde den Technikreichtum im Taekkyon-Kyorugi (Wettkampf) attraktiv. Könnt Ihr dem zustimmen oder ist es für Euch "nichts besonderes"?
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  #9  
Alt 10-10-2011, 14:49
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verrätst du denn auch schon vorab, welche jobs die spieler so hatten? ^^
auf das buch bin ich echt mal gespannt, ich hoffe dein zeitplan haut hin.

ich persönlich find, dass der taekkyon wettkampf sehr spannend ist, weil die entscheidung sehr schnell und unerwartet kommen kann und auch schonmal ein körperlich unterlegener durch geschwindigkeit siegen kann.

weißt du, wie die trainingsmethodik in dem verband aus dem video aussieht? gibts es z.b. formen?
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  #10  
Alt 10-10-2011, 16:16
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Ich will ja nicht die Spannung rausnehmen Nein, im Ernst, das führt an der Stelle zu weit und dauert zu lange.

Ja, der Zeitplan ist ambitioniert, denn nächstes Jahr wird recht ereignisreich. Aber mann muss sich Ziele setzen. Ich habe ja schon vor Jahren an dem Buch angefangen, darauf baue ich jetzt auf.

Ja, die Trainingsmethode der KTK (das ist der Verband, man kann auch Kyulyun Taekyun sagen) ist mir relativ gut bekannt. Ja, Formen gibt es. Es gibt sogar mittlerweile einen Formenwettbewerb (der erste im Taekkyon). Dieses Jahr (vorgestern!) hat sogar eine Deutsche gewonnen. Dieser Wettbewerb läuft aber anders ab als z.B. im TKD und Formen haben generell im TK eine andere Bedeutung.

Die Partnerübungen sind ähnlich wie bei uns (Daehan Taekkyon), allerdings liegt der Teufel natürlich im Detail. Kann ich Dir am 19.11. in Hamburg zeigen, wenn Du dann kannst
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  #11  
Alt 12-10-2011, 06:23
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steht am 19.11. etwas bestimmtes an?

bei song dok-ki solls ja keine formen gegeben haben, wie kommt es dann, dass es in vielen verbänden eingeführt wurde?
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  #12  
Alt 12-10-2011, 13:00
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Am 19. machen wir ein kleines Seminar, nur ca. 2 Stunden. Genaue Zeit geb ich noch bekannt

Richtig, bei Song gab es keine Formen. Generell gab es sowas in der Choson Dynastie nicht.

Es gab allerdings den Brauch, dass ein Kämpfer vor einem Wettkampf eine "Bonttae" zeigen musste. Das waren improvisierte oder vorher ausgedachte "Miniformen". Dieser Brauch hatte mehrere Funktionen.

Aus diesem Brauch haben sich in der Modernen Zeit (ab 1987) dann feste Formen entwickelt. Sie dienen im Daehan TK hauptsächlich dazu, alleine üben zu können. Daher heißen sie auch "Hol-Saegim", also "alleine wiederholend üben".

Diese und mehr Vokabeln finden sich übrigens hier:
Deutscher Taekkyon Zirkel [deutsch/tn_techniken]



Im Kyolyon TK heißen Formen immer Bonttae. Bis vor ein paar Jahren musste man immer seine eigene Bonttae entwickeln. In diesem Formenwettbewerb geht es hauptächlich darum, eine selbst entwickelte Form (nach Musik) zu zeigen. Sie soll schön aussehen und gewertet wird nicht nur die Schwierigkeit, sondern auch der Unterhaltungswert. Entspricht in etwa dem früheren Brauch aus der Choson Dynastie. Dort war letztlich auch immer das Publikum der Schiedsrichter

Du siehst: Eine ganz andere Kultur als in Japan.
.
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  #13  
Alt 12-10-2011, 13:05
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Taekkyon ist zwar sehr alt, aber dennoch auch sehr progressiv.

Eine Besonderheit des Taekkyon besteht darin, dass sich der Kern über Jahrhunderte kaum verändert hat, aber dennoch in anderer Hinsicht viel Entwicklung statt fand.

Ich würde TK daher nicht als "traditionell" im Sinne von "die ursprüngliche Form auf ewig bewahren" bezeichnen. Es ist nur deshalb traditionell, weil es eben aus sehr alter Zeit überliefert, also tradiert, wurde.
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  #14  
Alt 19-10-2011, 08:29
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JuJon: War das zu den Formen eigentlich eine ausreichende Antwort auf Deine Frage für Dich?
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  #15  
Alt 19-10-2011, 08:57
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ja auf jeden fall ^^

ich wollte erst noch was dazu schreiben, aber das wär wertend geworden gegenüber anderen kampfarten, darum hab ich das erstmal gelassen xD

ich persönlich bin ein fan von sehr freien methoden, also in richtung bonttae, bin mir aber bewusst, dass man durch hol-saegim besser neue bewegungen lernen kann. hat alles seine vor- und nachteile

tradition sollte für mich immer die weitergabe des feuers statt bewahren der asche sein, darum sind progressive elemente nicht schlecht, solange der kern bleibt.
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