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  #1  
Alt 04-07-2010, 18:20
Benutzerbild von Vagabund
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Kampfkunst: Taekkyon
 
Registrierungsdatum: 02.04.2004
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Alter: 33
Beiträge: 378
Standard Techniknamen

Hallo zusammen,

hier ein paar Hintergrundinformationen, vielleicht findet Ihr das ja interesssant.

Im Taekwondo gibt es in der Koryo (und einer weiteren höheren Form, hab vergessen welche) den "Kal-jebi". Diese Technikbezeichnung schlägt ziemlich aus dem Rahmen, denn nirgendwo sonst gibt es meines Wissens einen "Jebi" oder "Kal".

Ich dachte immer, dass die Technik "Messergriff" heißt, denn Kal heißt u.a. Messer und Jebi ist "Griff". Hier aber ist eine Art koreanischer Pranger oder Schandkragen gemeint, so wie hier auf diesem Foto:



Die Technikbezeichnung kommt übrigens aus dem Taekkyon, hier wird der Kaljebi recht häufig trainiert. Die Koryo ist meines Wissens päter als die anderen Poomsae entwickelt worden und zu der Zeit erlebte Taekkyon bereits seine Renaissance. Vermutlich hat man im Kukkiwon also in den 70ern über die Koryo und den Kaljebi ein bisschen Taekkyon ins Taekwondo einbringen wollen. Das ist wohl auch die Erklärung, warum es sonst keine Jebis in den Poomsae und erst recht nicht in den (älteren) Hyong gibt.

Die zweite Technikbezeichnung, deren Hintergrund ich heute erst erfuhr, ist der Bit-jang but-i-gi, der "Bitjang buchigi" ausgesprochen wird.

Es ist jedoch kein "chigi", sondern buchigi (butigi) kommt von butida (붙이다) was "kleben" oder "etwas an etwas anderem anbringen" bedeutet. Bit-jang wiederum ist der Riegel, den man in traditionellen Häusern Koreas zum Verschließen von Türen benutzte. Hier ein Bild davon:



Die Technik sieht im Taekkyon so aus:



Der mit dem Bein oben (ich) wird durch einen Bitjang buchigi geworfen. Die rechte Hand des Werfers am Hals des Geworfenen macht den Bitjang. (Das Foto wurde übrigens während einer Vorführung von mir und einem Freund vor 3 Jahren in Paris aufgenommen.) Der Begriff kommt daher, dass die Technik aussieht, als würde man einen "Bitjang-Riegel" am Gegner "anbringen".

Viele Grüße,
Vagabund
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Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news
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  #2  
Alt 06-07-2010, 13:11
Benutzerbild von Epsilon
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Kampfkunst: Tae kwon do
 
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Beiträge: 58
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ich würd mal sagen dass geht nur wenn man beim treten seine deckung vernachlässigt...
ich hätte jetzt nen tritt ins gesicht dafür bekommen und müsste liegestütze reinhauen... :O
deine rechte hand liegt ja doch ziemlich weit hinten^^
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  #3  
Alt 06-07-2010, 14:55
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Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 23.06.2003
Beiträge: 1.777
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Nanana, eine dynamische Situation durch ein statisches Bild zu bewerten und dann Rückschlüsse auf Korrektheit zu ziehen, ist ziemlich verfehlt.
Wer beim Treten immer die Arme vor dem Körper behält, kann nicht wirklich agil arbeiten.
Im Taekkyon gelten außerdem etwas andere Spielregeln.
Den Gegner umhauen kann man übrigens auch, wenn er die Pfötchen oben hat. Die Hand am Torso ist eher unterstützend.


Danke für die Infos, Vagabund!
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  #4  
Alt 06-07-2010, 15:58
Benutzerbild von Epsilon
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Tae kwon do
 
Registrierungsdatum: 14.04.2008
Ort: Krefeld
Alter: 21
Beiträge: 58
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jo..also ich sprech asu erfahrung :/ war zwar nicht wirklich lustig aber als ich das das letzte mal so gemacht hab und immer wenn ichs wieder gemacht hab hab ich n tritt in gesicht, seitlich oder frontal, bekommen, mehr oder weniger hart.
Zum Taekkyon kann ich natürlich nichts sagen, kannte ich bis eben garnicht.
Soll nicht heißen dass man imemr die hände oben haben muss! Gibt sicher auch situationen wo mans nicht braucht.

und jo danke, war interessant^^
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  #5  
Alt 06-07-2010, 16:43
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Kampfkunst: Taekwondo
 
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Beiträge: 126
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Die von dir beschriebene zweite Technik ist relativ selbstverletzend, wenn du, so wie ich das auf dem Bild beurteile, auf deinem Schräg gehaltenen Oberarm einen zum Torso gehenden Kick "fängst". Kommt der Kick kräftig, dann dürfte der Arm des Anwenders an seinen Körper "geklappt" werden, wo sich die volle Wucht des Kicks entlädt.
Hältst du mit deinem Arm stand, dann kann der Kick nach oben direkt zu deinem Kopf rutschen.
Beide Variationen sind mir unangenehm und nicht Wettkampftauglich. Speziel in den Höheren formen kommt einiges an Technik, bei dem ich mir weitestgehend sicher bin, dass es in "echt" nicht richtig funktionieren wird. Nimm mal diese ganzen "Bein fangen und Knie mit flacher Hand frontal von oben brechen" Techniken aus Poomse Koryo
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  #6  
Alt 06-07-2010, 20:55
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Kampfkunst: Taekwondo, Modern Arnis
 
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Beiträge: 74
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Also ich kenne den "Kal-Jebi" noch unter "Agwison-Chirugi"

Agwison = Klammerhand
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  #7  
Alt 06-07-2010, 22:57
Benutzerbild von Vagabund
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Taekkyon
 
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Beiträge: 378
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Zitat:
Zitat von Malkavian Beitrag anzeigen
Die von dir beschriebene zweite Technik ist relativ selbstverletzend, wenn du, so wie ich das auf dem Bild beurteile, auf deinem Schräg gehaltenen Oberarm einen zum Torso gehenden Kick "fängst". Kommt der Kick kräftig, dann dürfte der Arm des Anwenders an seinen Körper "geklappt" werden, wo sich die volle Wucht des Kicks entlädt.
Hältst du mit deinem Arm stand, dann kann der Kick nach oben direkt zu deinem Kopf rutschen.
Beide Variationen sind mir unangenehm und nicht Wettkampftauglich. Speziel in den Höheren formen kommt einiges an Technik, bei dem ich mir weitestgehend sicher bin, dass es in "echt" nicht richtig funktionieren wird. Nimm mal diese ganzen "Bein fangen und Knie mit flacher Hand frontal von oben brechen" Techniken aus Poomse Koryo
Da ist nichts selbstverletzend, und für Taekkyon ist das extrem wettkampftauglich. Auf Youtube findest Du viele Videos, auf denen diese Technik erfolgreich angewendet wird.

"so wie ich das auf dem Bild beurteile" -> Wie Ilyo schon sagte, geht das nicht.

Alles, was hier über solche "wenn dann" Technikabfolgen geschrieben werden kann, ist Theorie und meistens zieht man falsche Fazits. Z.B. dass hohe Tritte in der SV niemals klappen können, weil der "Weg zu lang ist" Kann man mit einem kleinen experimentellen Sparring jedem Skeptiker widerlegen (ich konnte es jedenfalls), aber theoretisch in einer Forendiskussion geht das nicht.

Dennoch: Ein tretendes Bein zu fangen ist relativ einfach. Vor 10 Tagen habe ich einen Lehrgang in Malente dazu gegeben, für Taekwondoin. Einmal hatte ich sogar in einer der wenigen selbst erlebten SV Situationen das Vergnügen, mit Tritten angegriffen zu werden. Das ist echt ein Geschenk, wenn man es vom Taekkyon-Wettkampf her gewohnt ist
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  #8  
Alt 09-07-2010, 08:14
Benutzerbild von Alfons Heck
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Hallo Vagabund,
Zitat:
Zitat von Vagabund
...Ich dachte immer, dass die Technik "Messergriff" heißt, denn Kal heißt u.a. Messer und Jebi ist "Griff". Hier aber ist eine Art koreanischer Pranger oder Schandkragen gemeint,
...
Die Technikbezeichnung kommt übrigens aus dem Taekkyon, hier wird der Kaljebi recht häufig trainiert.
kannst Du für mich einmal diese Technik vorstellen?


Gruß
Alfons.
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  #9  
Alt 02-08-2010, 21:44
Benutzerbild von Vagabund
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Kampfkunst: Taekkyon
 
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Ort: Hamburg
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Beiträge: 378
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Hi Alfons,

grob gesagt ähnelt der Kaljebi einem "normalen" Griff von vorne zur Kehle. Man packt den Hals mit dem "C", was durch Abspreizen des Daumens gebildet wird. Im TKD ist es zwar etwas anders als im Taekkyon, aber vom Prinzip her ähnlich.

Sorry für die späte Antwort!

Ciao,
Vagabund
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  #10  
Alt 02-08-2010, 21:58
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Kampfkunst: Suntukan und Prater-Boxen, ETARAK Meister Österreich
 
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...haha hast du ein loch in deiner hose ? im schritt ?...
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