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#1
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| Servus, mache seit knapp fünf Monaten Kickboxen in München und kann immer noch keinen Roundkick zum Kopf. Liegt an der Schule, da bin ich nicht der einzige der das behauptet! (Namen der Schule nenne ich lieber nicht...) Naja und aus diesen Grund dachte ich fange ich TKD als Ergänzung zum Kickboxen an damit ich auch mit meinen Beinen kämpfen lerne. TKD Schulen haben wir in Geretsried einige aber keine Kickbox- oder Thaiboxschule, was ich eigentlich machen will. Was mich eigentlich von TKD abgehalten hat: -Soll zu Selbstverteidigung nicht wirklich geeignet sein. -Boxsportarten gefallen mir einfach besser. -Soll nicht effektiv sein. -Naja auserdem will ich ja im Kickboxen Wettkämpfe machen blos das Kicken lerne ich ja bei meiner Kboxschule nicht... Wollte noch wissen: -Gibt es im TKD wie auch im Karate verschiedene Stile? Wenn ja welche sind Vollkontakt und zur Selbstverteidigung geeignet? -Kann mir jemand in Geretsried eine TKD Schule empfehlen? -Ist jemand aus Geretsried im Forum ? -Mir sagte jemand der vor knapp 6 Jahren TKD gemacht hat das er auch Ellbogentechniken gelernt hat. Lernt man sowas heute überhaupt noch? Wenn ja welcher Stil? Wollt mit der Aussage TKD ist kein harter Kampfsport niemand angreifen da ich es nur gehört hab und in vielen Foren gelesen hab, aber selbst ja nicht wirklich weis. Freu mich über alle Antworten. mfg |
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#2
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| Zitat:
Ansonsten: Ob TKD zur SV geeignet is oder nisch, hängt IMO von verschiedene Faktoren ab, zum Beispiel von deiner Schule, von deiner persönlichen Veranlagung, und davon wie dus eben umsetzt. Wenn du in RL genauso rumtrittst wie auf einem TKD-Wettkampf dürften deine Chancen beschränkt sein, aber dazu zwingt dich ja niemand. Wegen den Ellbogen: Hab sowas bei uns mal kurz gesehen, aber es ist jetzt keine "Wettkampftechnik" wenn du das meinst. Es gibt durchaus verscheidene Stile, aber die werden soweit ich das bisher gesehen habe nich direkt vorne drauf geschrieben wie beim Karate. |
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#3
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| Also, wenn du nicht kicken kannst, muss das wirklich nicht unbedingt an der Kampfkunst liegen. Woran liegt es das du nicht zum Kopf kicken kannst? Bestimmt nicht an der Technik, oder? Ist ja nicht so, dass du beim Kickboxen keine Round zum Kopf kicken kannst und beim Taekwondo das auf einmal möglich ist. Kann natürlich sein, dass man dir in deinem Verein nicht vernünftig zeigt, wie ein Kick ausgeführt werden muss. Taekwondo als Ergänzung zum Kickboxen zu machen ist eine gute Idee wenn du Tritt-Technisch besser werden willst. Naja, und das Taekwondo nicht effektiv und nicht zur SV gut genug sein soll, wird immer behauptet. Es stimmt nicht. Mehr sag ich dazu nicht, hab ich schon oft genug. Ellenbogentechniken kommen natürlich im TKD vor. In allen Variationen und Gebrauchsmöglichkeiten. Gruß Spotter ![]() |
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#4
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| je nachdem, welchem Verband ein TKD-Verein angeschlossen ist, kann man grob 2 Richtungen unterscheiden (abgesehen davon, dass es noch einige unbekanntere Stilrichtungen wie Tan So Do oder Mu Sa Do gibt): 1. ITF (International Taekwond Ferderation)- man kämpft Semikontakt, Schläge zum Kopf sind erlaubt. Ist von daher für die Selbstverteidigung durchaus zu gebrauchen und ist sicherlich auch ne gute Ergänzung zum Kickboxen. Bedenklich: aus dem Semikontakt wird schnell mehr, obwohl "übertriebene Härte" im Kampf mit Minuspunkten geahndet wird. 2. WTF (World Taekwondo Federation) - man kämpft Vollkontakt, mit Schutzweste, Helm und Arm-und Schienbeinschützern. Schläge zum Kopf sind verboten, 99 % sind Fusstechniken, Fauststöße gibt es nur, um den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen (sogen. Wirkungstreffer). Insgesamt sind alle Techniken wesentlich schneller, aber meiner Meinung nach für die Straße nicht so brauchbar. Eher also als reiner Wettkampfsport gedacht. Man versucht den "Mangel" an Selbstverteidigungsfähigkeit auszugleichen durch diverse zusätzliche Techniken, hauptsächlich aus dem Jiu-Jitsu, also Hebel, Haltegriffe, Würfe usw., als Hosinsul bezeichnet. Ob das was taugt, hmm. Bin gottseidank noch nie in eine Hauerei gekommen, würd mich aber nicht auf die paar Hebel verlassen. Grund für die beiden unterschiedlichen Verbände sollen politischer Art sein. General Choi Hong Hi hat damals auch in Nordkorea unterrichtet, was ihm die Südkoreaner so krumm genommen haben, dass sie ihren eigenen Verband (WtF) gegründet haben. |
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#5
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| @bhamann00, die Unterschiede zwischen ITF und WTF sind hier ja schon bis ins Detail ausgelutscht worden. Deine Unterscheidungsmerkmale sind ja wohl recht dürftig und zudem auch nicht haltbar. Ich gehe einmal davon aus, dass Du bisher nur ITF-Taekwondo gemacht hast und ausser von vorurteilen von WTF nicht unbedingt die Ahnung hast. Da ich auch ein paar Jahre als "Zwischenlösung" in einem ITF-Verein war, hier meine Antwort zu deinen beiden Punkten: 1. Was bringen mir schöne Techniken für die Selbstverteidigung, wenn ich den Gegner nicht richtig treffe? Wenn bei mir einmal die Automatismen vorhanden sind, an einem bestimmten Punkt die Technik abzubremsen, wird dieser Automatismus auch teilweise im Selbstverteidigungsfall einsetzen. Was ist mit dem Infight? Glaubst Du wirklich, dass im "Selbstverteidigungsfall" der Gegner brav auf Distanz bleibt? 2. Deine Gründe für den Fausteinsatz sind nicht nachvollziehbar. Schon mal eine Faust richtig auf den Solar Plexus bekommen? Dass Du anschließend keine Luft mehr bekommen hast, war keine Erkältung. Die Tritte sind schneller, plazierter und wirkungsvoller und vor allem wird in den Distanzen variiert. Und man lernt sogar das Gefühl kennen, selbst getroffen zu werden und nicht unverwundbar zu sein. Für mich ist Taekwondo aber in erster Linie Sport. Deshalb stellt sich für mich eigentlich auch nicht die Frage der Geeignetheit für Selbstverteidigung. Aber wenn sich die Frage stellt, bin ich wie Spotter der Meinung, dass TKD für Selbstverteidigung geeignet ist. Und WTF-Taekwondo ist sicher geeigneter, als ITF-Taekwondo. |
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#6
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| @leutnant Macht ihr keine Dehnübungen??? Also ich war auch verdammt unbeweglich seit dem ich aber imme Fleißig Dehne und hohe tritte übe gehts eigentlich. 5 Monate hm solltest ma den Trainer fragen oder mal n Beinstrecker benutzen wie bei den van Damm Film wenns überhaupt nich geht.Ich konnte in nur Kurzer Zeit gute erfolge an mir sehen durchs Dehnen. |
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#7
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| Hi Samabe, für mich stellt sich die Frage,ob Taekwondo zur Selbstverteidigung geeignet ist auch nicht. Ich wollte damit nur auf Leutnants Anfrage antworten und empfehle ihm einen ITF-Verein, da der ITF-Stil meiner Meinung nach besser für die Selbstverteidigung geeignet ist. Zu deinen angeführten Argumenten möchte ich folgendes sagen: 1. man lernt nicht richtig treffen. Ich sag ja, viele ITF-Leute ziehen "gerne" mal durch, besonders in Wettkämpfen. Außerdem gibt es viele ITF-Taekwondoka, die nebenbei zum Kickboxen gehen, also spätestens da werden sie's dann lernen, wie man richtig draufzimmert. 2. was ist mit dem Infight? Ja eben, was ist denn mit dem Infight?! Wird das im Taekwondo überhaupt trainiert? Nein. Das ganze Hosinsul-Programm ist eher peinlich, da würde ich mich keinesfalls mit in einen Infight begeben. Am besten noch Heichyo-Makki gegen Würgen, oder was??? 3. Gegner auf Distanz. Bleibt er wohl eher nicht. Ne durchschnittliche Klopperei hat ne Dauer von ca. 3 bis 5 Sekunden, dann liegt einer der Kontrahenten auf dem Boden. Also: entweder dein erster Paltum-Shaggi sitzt oder dir geht's schlecht. Zudem: Distanzschulung durch 1Schritt-Kampf. Gut gemeint, aber im WTF-Bereich pervertiert worden. Ab Blaugurt muss da ne Fusstechnik mit drin sein, z.B. Abwehr mit Handkante und Kontertechnik mit Pandae-Dolyo. Wie willst du das auf der Straße machen, womöglich noch nach 'n paar Bier !!! 4. Faust auf den Solar-Plexus. Ja, das zieht rein, gibt aber höchstwahrscheinlich im Kampf keinen Punkt. Meines Wissens sagt die Wettkampfordnung, dass der Getroffene das Gleichgewicht verlieren muss, wenn eine Fausttechnik zählen soll. Die Folge: grade bei stark kampforientierten Vereinen (mit Verlaub: Treterbuden) werden nur noch Kicks geübt. Fausttechniken finden sich dann nur noch in den Formen wieder, werden dann sicher im Verteidigungsfall aber noch weniger beherrscht als bei Semikontaktleuten. 5. Wenn du's genau wissen willst: ich war 14 Jahre in einem WTF-Verein, kenne also das Elend. Taekwondo ist sicherlich für die Fitness eine der besten Kampfsportarten, die es gibt (sofern man noch'n junger Hüfper von 20 oder 25 ist), ist für die Selbstverteidigung aber bestimmt nur begrenzt geeignet. Ich empfehle Leuten, wie Leutnant einfach, in ner ITF-Schule reinzuschauen, weil sich dieser Stil mit Kichboxen einfach besser ergänzt. Mir geht es nicht um eine Diskussion, ob Selbstverteidigung oder nicht, bzw. WTF vs. ITF, aber es hat mich in den Fingern gejuckt, auf deine Argumente nochmal einzugehen. So long ! |
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#8
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| @bhamann00, mir juckt es genau so in den Fingern, auf Deine "Argumente" zu antworten: zu 1. Nach Deiner eigenen Aussage in Punkt 3 hat eine "Klopperei" eine Dauer von 3 - 5 Sekunden. Wenn Deine ITF-Taekwondoin (nicht Taekwondoka) beim Wettkampf voll durchziehen, würde dies ja bedeuten, dass es anschließend "Tote" gibt bzw. dass bei deren Schlägen/Tritten weniger dahinter steckt, als bei einem "Klopper". Das würde zusätzlich gegen die Geeignetheit von ITF-Taekwondo sprechen und meine these mit dem Bremsen noch unterstützen. zu 2. Ich habe nicht von Hosinsul gesprochen, sondern von Vollkontakt-Wettkampf. Und da muss man sich im Gegensatz zum Leichtkontakt bzw. Semikontakt auch aus Umklammerung lösen können bzw. ein Umklammern verhindern können. Was "Heichyo-Makki" mit Vollkontakt-Wettkampf zu tun haben soll, ist mir bei Deiner Aussage nicht so ganz klar. zu 3. Im Gegensatz zu ITF-Wettkampf gibt es unterschiedliche Distanzen und man muss sich darauf einstellen können. Was dabei der 1-Schritt-Kampf soll, ist mir schleierhaft. Ilbo bzw. Ibo-Taereon ist meiner Meinung nach nicht gerade die Hilfe im Bezug auf Selbstverteidigung. Mein Post bezog sich doch auf Vollkontakt-Wettkampf. Einen Pandae im Infight wird wohl kaum jemand machen - das wäre ja wohl fern der Realität. zu 4. Dein Wissen der Wettkampfordnung scheint nicht allzu aktuell zu sein. Die Wettkampfordnung kann man sich auf der DTU-Seite auch ansehen, ehe man falsch zitiert. Die Technik muss nach WOT "kraftvoll und korrekt" ausgeführt werden. Da ich selbst Kampfrichter bin, denk ich schon, dass ich weiss, wann es einen Punkt geben sollte und brauch mich daher nicht unbedingt von Dir belehren zu lassen. Schade, wenn Du in einer "Treterbude" trainiert hast, die Fausttechniken vergessen hat - es muss nicht jede Schule gut sein. Normalerweise wird die Faust beim Wettkampftraining mittrainiert. Und selbst wenn es mal keinen Punkt im Wettkampf geben sollte, nimmt sie dem Gegner die Luft und teilweise auch die Motivation. zu 5. Es ist schade, wenn Du in einem Verein trainiert hast, bei dem "Elend" geherrscht hat. Da hast Du aber 14 Jahre lange darin ausgehalten hast bzw. so lange gebraucht hast, um das "Elend" zu erkennen, spricht das auch nicht für Dich. Es ist halt nicht jeder Verein gleich. Vielleicht hättest Du einfach nur den Verein wechseln sollen. Dann würdest Du wahrscheinlich auch die Grundlagen des WTF-Taekwondo besser kennen. Wie gesagt - ich habe (umzugsbedingt) auch ein paar Jahre bei einem ITF-Verein trainiert und gehe da auch heute noch manchmal als Gast zum Training. Ich empfinde die ganze Diskussion "was ist besser ITF oder WTF" als überflüssig. Jede "Ausführungsart" des Taekwondos hat ihre eigenen Reize. Und da finde ich gerade solche Äußerungen wie "Treterbuden" völlig daneben. Deine Aussage zum Verhältnis "Geeignetheit für Selbstverteidigung" halte ich aber für falsch. Das hat nichts mit einer Wertung eines Verbandes zu tun (es gibt auch Dinge, die ich beim ITF-Taekwondo besser finde, als beim WTF-Taekwondo), sondern bezieht sich rein auf Deine Aussage zur Selbstverteidigungs |
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#9
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| ² bhamann00: Oh man, immer das gleiche! Zu 1. Zitat:
Zu 2. Zitat:
Zum fünfundzwandzigtausendsten mal und hoffentlich auch zum letzten Mal, denn sonst greife ich aufgrund meiner Moderatoren-Befugnisse ein: Taekwondo-Wettkampf und Taekwondo-SV sind zwei völlig verschiedene Dinge!!! Zu 3. Einschrittkampf wird mit Grundschultechniken ausgeführt und hat wiederum nichts mit realer SV zu tun. Kann natürlich daran angelehnt sein, aber in erster Linie geht es darum die Gurt-spezifischen Techniken in einer Angriffssituation darzustellen auf grundschulebene. Zu 4. Zitat:
Zitat:
Zu 5. Zitat:
Für ich geht es auch nicht um ITF- oder WTF-Taekwondo, du hast wahrscheinlich beides nicht wirklich gut kennengelernt. Und wie ich schon mal sagte, ein sportlicher Wettkampf hat nichts mit SV zu tun. Wenn du glaubst, bloß weil du im ITF-Taekwondo auf Wettkämpfen mal zum Kopf schlägst und dich das dadurch befähigt, auf der Straße deinen Mann zu stehen, dann gute Nacht. Gruß Spotter ![]() |
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