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Wing Chun / Yong Chun Diskussionen über Wing Chun (mandarin: Yong Chun) und deren Derivate aus aller Welt. Restart 29.08.2012



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  #46  
Alt 13-02-2017, 13:37
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Kampfkunst: wingchunimmervollaufdiezwölfabervollekannemann
 
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Zitat:
Zitat von die Chisau Beitrag anzeigen
Sehr schöner Beitrag.
Und viele Verbände ticken ähnlich....
yep - guter beitrag

und die ewto hat eben dieses System "erfunden", und somit leider gottes viel zum schlechten ruf von ing ung beigetragen...

in einem schneeball-system wird nur an der spitze verdient, oder zumindest in einer guten oberen Position

selbst intelligente Zeitgenossen (wie z.B. ich ) haben vor lauter Begeisterung an der Sache dies erst spät erkannt...

aber was solls - ist jetzt nicht mehr wirklich eine Neuigkeit...
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  #47  
Alt 13-02-2017, 14:05
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Ich habe es selbst bei Bekannten erlebt, wie die Summen immer größer wurden. Das wurde so akzeptiert, weil " es eben einfach so ist".
Hat auch was von Gehirnwäsche, weil man es ja ständig so vorgelebt bekommt und glaubt, das müsste einfach so sein
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  #48  
Alt 13-02-2017, 14:12
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Und wie so oft stecken die Nachfolger in Regionen fest, welche die EWTO längst verlassen hat.
Dieses Weiterverkaufen von Lizenzen habe ich zuletzt zu DM-Zeiten erlebt, und die Hauptprotagonisten davon haben dann alle die EWTO verlassen.

Den Pflicht-Getränke-Verkauf kenne ich übrigens vor Ort nur vom hiesigen Jiu-Jitsu Verein, die machen das zusammen mit ihren 24-Monats-Mitgliedschaften, die sie einem aufzuschwatzen versuchen.

Also: Informieren, egal bei welcher KK oder welchem Verband man landen will. Die meisten würden staunen, wie viele der oft kritisierten Gepflogenheiten es mittlerweile gar nicht mehr in der EWTO, aber dafür bei sehr vielen anderen Verbänden gibt.
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  #49  
Alt 13-02-2017, 15:11
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Kampfkunst: Judo, Kickboxen, Bujinkan Budô Taijutsu
 
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Richtig arm wie hier sinnlos EWTO bashing betrieben wird.
Wenn man sich über schwankende Studiengebühren unterhalten würde - ok.

Aber "Gebühren" für "Hausfrauen Sport"? Was kommt als nächstes? Wieso ist Squash teurer als Badminton? Wieso kostet der Schuh von Qualitätsmarke X mehr als der von Y bei gleicher Qualität? Ja weil #isso

Wieso kosten Prüfungen/Prüfungs-Zertifikate überhaupt Geld? Ich zahl ja im Studium/Ausbildung auch nicht extra für ne Prüfung/Klausur? #allinclusive

Ich glaub ist einfach so, weil's dann Seriöser wirkt? höhö
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  #50  
Alt 13-02-2017, 15:14
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Zitat:
Zitat von Empedokles Beitrag anzeigen
Wer eine Kampfkunstschule seriös führt, kann kaum davon leben; jedenfalls nicht mit den Ansprüchen, den jüngere Leute heutzutage an eine gehobene Lebensweise stellen. Kampfkunstschulen gehören ihrer Natur nach in Hinterhöfe, Kellergeschosse und alte Werkshallen, die zum Training einigermaßen hergerichtet werden, oder als Untermieter in Fitness-Studios. Das ist finanzierbar, und so lassen sich vielleicht kleine Gewinne erwirtschaften. Große, aufwendige Schulen sind fast immer Zusammenschlüsse mehrerer Trainer, die ein attraktives Gesamtpaket schnüren: Boxen, Thaiboxen, MMA, Bodyweight-Training, Kettlebells usw. Ist ja auch sinnvoll und vermindert das Risiko. Einzige Ausnahme: WT und Konsorten. Imposante helle Hallen von 200qm in bester Lage mit Parkettboden, Duschen, Empfangsbereich usw. sind keine Ausnahme, sondern zumindest in den Großstädten eher die Regel. Und diese Schulen sind meist in der Hand eines Sifus. Oft laufen auch mehrere solche Prachtschulen unter seiner Regie, in unmittelbarer Nachbarschaft von Arztpraxen, Architekturbüros und Softwarefirmen. Dass das mit einer archaischen chinesischen Kampfkunst möglich ist, kann nur durch ein raffiniertes Ausbeutungssystem erklärt werden, das die Schüler, je weiter sie kommen, zu immer höheren Zahlungen verpflichtet. Es ist nämlich mit den bereits aufgeführten Gebühren nicht getan. Das Schneeballsystem der Verbände wiederholt sich auf der unteren Ebene, wo ein Sifu innerhalb der von ihm „gepachteten“ Gebiete wiederum Unterlizenzen vergibt und diese an überteuerten Privatunterricht bindet. Das Ganze nennt sich dann „Lehrerausbildung“ und versucht das ehemalige EWTO-Modell der Pauschalausbildung nachzustellen – mit einem kleinen Aufpreis selbstverständlich für die qualifizierte Vor-Ort-Betreuung. Dafür werden „Lehrerklassen“ eingerichtet, die nichts anderes sind als ein besserer Gruppenunterricht. Die bedauernswerten Lehreranwärter begreifen zunächst nicht, dass in den entlegenen Stadtteilen und Dörfern, die für sie zur Gründung einer Schule übrig bleiben, niemals größere Mitgliederzahlen zu erreichen sein werden; das merken sie erst, wenn die Insolvenz droht, sofern sie überhaupt so lange durchhalten und ihre Mittel nicht längst aufgebraucht sind. So kassierte ein gewisser WT-Lehrer, der sich später selbständig machte, um noch mehr Geld abschöpfen zu können, schon Ende der Achtziger (!) von seinen „Ausbildern“ bis zu 650 DM pro Monat für einen alles andere als individuellen Unterricht, zzgl. „Lizenzgebühren“ von 500 DM pro Monat, wenn sie bereits eine Schule führten (ich wage nicht daran zu denken, um welche Beträge es heute geht). Sämtliche Artikel bis hin zu Getränken und Eiweißriegeln, sämtliche Werbemittel mussten über seinen Pseudo-Verband bezogen werden. Das ging so lange gut, bis der idealistische Schüler eben kein Geld mehr hatte; dann wurde er entfernt und hatte nie etwas getaugt. Man kennt diese Nachrede ja von der EWTO. Kurzum, die Sifus, die sich die meisten Gebiete gesichert hatten, entwickelten ein Geschäftsmodell, das sie reich machte, die Unterlizenznehmer jedoch in den Ruin trieb. Es waren nicht die Gruppen- und Prüfungsgebühren, die diesen Schneeball rollen ließen, sondern die regelmäßigen Zahlungen derjenigen, die mit Eifer angetreten waren, also eigentlich der Besten. Die Verbände haben sich aus diesen Machenschaften immer herausgehalten. Es war die Sache der Lehrer, wie sie ihre Läden führten. Und die bekamen den Hals nicht voll.

Wenn eine Schule zu groß, zu schön, zu wellnessmäßig ist, wenn sie ihre Schüler zwingt, ihre Artikel zu kaufen, ihre Getränke zu trinken und ihre Sprüche zu klopfen, dann sollte man vorsichtig sein, bevor man sein gutes Geld dorthin trägt. Es könnte sein, dass nicht ordentlich trainiert wird. Und es könnte sein, dass man dort arm wird, wenn man sich engagiert und wirklich etwas lernen möchte.
Sehr richtig erkannt. Wobei man sich dann fragen sollte, welchen Charakter die Person hat, welche so ein System in die Welt gesetzt hat und in wie weit diese dann mit dem geworbenen Werten in Übereinstimmung oder besser im Gegensatz ist....
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  #51  
Alt 13-02-2017, 15:40
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Zitat:
Zitat von WC Mild Beitrag anzeigen
Wobei man sich dann fragen sollte, welchen Charakter die Person hat, welche so ein System in die Welt gesetzt hat und in wie weit diese dann mit dem geworbenen Werten in Übereinstimmung oder besser im Gegensatz ist....
Und was ist die Antwort auf die Frage bzw. was ist die Konsequenz?

Es wird doch schließlich keiner gezwungen sein Geld zur EWTO zu tragen oder dort ein Vertrag zu unterschreiben. Lassen wir den Kinderbereich jetzt mal außen vor - um einen Vertrag unterschreiben zu können muss man volljährig sein und man kann ja wohl von diesem Personenkreis erwarten, dass sie in der Lage sein sollte zu erkennen wie der Hase läuft. Gut mag vielleicht seine Zeit brauchen weil in der ersten Euphorie man einiges durch die rosarote Brille sieht, aber wer dort 2 Jahre lang trainiert hat und dann dabei bleibt wird das wohl aus freien Stücken tun.

Hier hat jemand eine Möglichkeit gefunden mit dem was er anzubieten hat den größtmöglichen finanziellen Nutzen daraus zu ziehen. Das ist grds. erstmal nicht verwerflich. (Ähnlich wie bei dem Herren Geissen - menschlich für mich ein Totalausfall, aber er hat aus seinen Möglichkeiten das Beste gemacht und da kann ich dann auch neidlos anerkennen, dass er ein dickes Bankkonto hat.)

Das Ganze funktioniert doch aber nur, solange es genügend Leute gibt die eben bereit- und freiwillig ihre Kohle da abliefern. Würden die jetzt kollektiv sagen: "Was x00,- € nur für eine Sektion an der Holzpuppe - bei Dir piepts wohl..." und dem Laden den Rücken kehren, dann würde das "System" eben schnell in sich zusammenbrechen. Tut es aber nicht, da offenbar es genügend zahlungskräftige Kunden gibt die das Spiel mitspielen.

Und da müssen wir jetzt auch nicht die armen Teufel rauskramen die ja schon seit x-Jahren dabei sind und deswegen kurz vor dem "Ziel" dann nicht mehr aufgeben wollen oder können. Schließlich ist das dann ein selbstgewähltes Schicksal.

Wer heutzutage nicht gerade mit dem ganzen Zaun statt nur eines Brettes vor dem Kopf durch die Gegend läuft hat ausreichend Möglichkeiten sich darüber zu informieren wie es in dem Verband so läuft - um eben dann zu entscheiden ob man das will oder eben nicht.

Und vielen scheint es ja eben auch vollkommen auszureichen bzw. sie sind mit dem was sie trainieren und was ihnen so von mühelosen Früchten erzählt wird glücklich und zufrieden - dann lass sie doch auch.

Gerade kürzlich wieder jemanden zu Besuch gehabt der erzählte wie toll sein Zeug doch wäre und nachdem er dann auf der Matte keinen wirklich guten Eindruck hinterlassen hatte mit der altbekannten Nummer "Aber im Ernstfall hätte ich..." um die Ecke kam. Muss ich erwähnen, dass er danach sich nie wieder hat blicken lassen? Aber so what - wenn er mit seinem Kram selig wird, dann habe ich keinerlei Interesse ihn da irgendwie zu missionieren.
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  #52  
Alt 13-02-2017, 15:56
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Zitat:
Zitat von wingchunmachtfreude Beitrag anzeigen
und die ewto hat eben dieses System "erfunden"
Nein, hat sie nicht.

Zitat:
somit leider gottes viel zum schlechten ruf von ing ung beigetragen...
Nein, nicht die EWTO hat zum schlechten Ruf beigetragen, vielmehr einige Personen, die aus der EWTO hervor gingen.

Zitat:
in einem schneeball-system wird
Die EWTO ist kein Schneeballsystem, sondern ein Verband, ähnlich dem DFB oder anderen. Mitglieder, Schulen die dem Verband angehören und eine Verbandsstruktur, um alle Schüler auf den gleichen Stand bringen zu können.

Zitat:
nur an der spitze verdient, oder zumindest in einer guten oberen Position
Wie in jeder Firma, in jeder GmbH, in jeder Kneipe, im Fußball, im Tennis, im Boxen.

Zitat:
selbst intelligente Zeitgenossen (wie z.B. ich ) haben vor lauter Begeisterung an der Sache dies erst spät erkannt...
Intelligent ist es, eine Struktur früh zu erkennen, nicht spät. Vor allem dann, wenn sie so vollkommen offen da liegt, wie in der EWTO.
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  #53  
Alt 13-02-2017, 18:49
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ach herb....ist ja gut...alles ist gut....ganz locker bleiben....ich hab nix gegen die
ewto (Es wird toll, oder ?)

ist halt ein geld-generierungs-projekt und erfolgreich, ist doch schön...und liegt auch ganz offen da...(an der stelle hätt ich beinah aspiriert vor lachen)

unsäglich peinlich nur, das zu leugnen...also ganz entspannt bleiben...

langsam glaube ich, dass du gar nicht real bist...eine derartige konstante realitätsverweigerung mit immer wiederkehrenden sprechhülsen kann eigentlich nur eine gut installierte software sein...hut ab vor dem programmierer , vor allem für den implementierten humorfaktor - echt klasse
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Geändert von wingchunmachtfreude (13-02-2017 um 18:59 Uhr).
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  #54  
Alt 14-02-2017, 04:06
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Zitat:
Zitat von wingchunmachtfreude Beitrag anzeigen
ach herb....ist ja gut...alles ist gut....ganz locker bleiben....ich hab nix gegen die
ewto
So locker bist Du selbst nicht gerade. Ich bin völlig entspannt.

Zitat:
ist halt ein geld-generierungs-projekt
Nö, nur ein sehr erfolgreicher ein Kampfkunstverband.
Zitat:
und erfolgreich
Eben, absolut!

Zitat:
ist doch schön
Jo.

Zitat:
...und liegt auch ganz offen da...(an der stelle hätt ich beinah aspiriert vor lachen
Macht nix, kann jedem mal passieren.

Zitat:
unsäglich peinlich nur, das zu leugnen
Musst Du ja nicht leugnen, dass die EWTO der erfolgreichste professionelle KK-Verband ist.
Muss auch niemand deswegen hyperventilieren, dass bei Erfolg auch was verdient wird. Das ist völlig in Ordnung. Das kann halt auch nicht jeder.
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Geändert von WT-Herb (14-02-2017 um 04:09 Uhr).
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  #55  
Alt 14-02-2017, 07:38
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Kampfkunst: *ing *ung
 
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@Little Green Dragon

Prinzipiell gebe ich dir vollkommen recht, aber zum einen kann man die Kinder- und Jugendgruppen nicht vernachlässigen (aus denen viele in die Erwachsenengruppe wechseln und damit schon sehr konditioniert sind und sozial gebunden sind) und zum anderen kann man bei der EWTO denke ich schon von einem sehr "listigen Angebot" sprechen, welches es selbst vielen Erwachsenen (die keine KK/KS Erfahrung haben) schwer macht sofort die Struktur zu durchblicken (Das alles ist in dem aufmerksamen Leser des Forums sicherlich bekannt, aber ich finde die Kombination dieser Tatsachen spricht für sich):

-Falsche Versprechen: WT ist wissenschaftlich, Kraft braucht man nicht, bla bla bla (gefällt den meisten Menschen, die keine Ahnung von KK/KS hat)
-Die normalen Preise am Anfang bis zum 12 SG
-Beim Erreichen des 12 SG stecken viele schon zu weit drin (>4 Jahre) um sich von den Preisen im HG Segment abschrecken zu lassen - hat Cord in diesem Forum mal sehr gut aufgedröselt, außerdem:
-Die starke Hierarchie und Streckung der Techniken: CK schlägt SNT, BT schlägt CK usw. Man muss also weitermachen wenn man gut werden will
-Weitermachen heißt oft auch "Unterricht" geben -> sprich man ist Ruck Zuck Teil des Systems geworden. Steigt man aus, verliert man alle seien Qualifikationen
-Die vermeintliche Familiäre Beziehung zwischen "Väterlichem" Lehrer und Schüler (Sifu Titel): Obwohl eigentlich nur von Kunde und Anbieter die Rede sein könnte

Es gibt sicherlich Leute, die das schnell durchblicken, aber man kann es nicht von jedem 18 Jährigen erwarten.

@WT-Herb

Zitat:
Intelligent ist es, eine Struktur früh zu erkennen, nicht spät. Vor allem dann, wenn sie so vollkommen offen da liegt, wie in der EWTO.
Zeig oder benenne mir bitte eine offizielle EWTO Quelle, welche die Preis- und Unterrichtsstruktur abseits der SG offen darlegt. Von mir aus auch eine, die nur durch EWTO Mitglieder eingesehen werden kann. Gibt es so ein Dokument?

Geändert von Ingung (14-02-2017 um 07:46 Uhr).
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  #56  
Alt 14-02-2017, 09:27
Empedokles
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@Ingung, genauso ist es. So eine Antwort wollte ich gerade selber schreiben.

Gewiss, die Mitglieder der EWTO und der (teils sehr gelehrigen) Abspalter und Nachahmer tun das, was sie tun, sehenden Auges. Sie werden nicht dazu gezwungen. Es ist auch kein Problem, WT oder meinetwegen Wyng Tczuan auf breitensportlichem Niveau im Schülergradbereich zu trainieren. Man zahlt irgendwo zwischen 40 und 60 Euro pro Monat, die Folgekosten durch Prüfungen, Ausrüstung und Devotionalien sind bekannt. Die meisten hören innerhalb der ersten zwei Jahre ohnehin auf und werden sicher sagen, dass sie viel gelernt haben und es eine schöne Erfahrung war.

Aber die emotionale und später auch ökonomische Abhängigkeit derer, die "mehr wollen" (das komplette System beherrschen, Kämpfer werden, Lehrer werden), ist nicht zu unterschätzen. Jeder ist stolz auf das, was er geleistet hat und wirft es nicht über Nacht weg, weil er gewisse Strukturen durchschaut. Manche quälen sich jahrelang mit der Entscheidung herum, endlich dem Verband den Rücken zu kehren. Das hat damit zu tun, dass jeder Verband seine Variante des Wing Tsun als die maßgebliche beschreit. Wer also einfach austritt, ist vom Wissen abgeschnitten, oder er müsste sich einem der Konkurrenzverbände anschließen, über die er jahrelang nur Schlechtes gehört hat: die dort unterrichtete Variante sei unvollständig, fehlerhaft oder werde sogar bewusst falsch weitergegeben. Und so bleibt er eben. Irgendwann wird er so gut sein, dass es ihm genügt, denkt er, und dann werden auch die Geldforderungen aufhören. Leider wird er aber niemals gut. Der zwanzig Jahre ältere, beleibte Lehrer schubst ihn auch nach zehn Jahren Training noch beliebig herum, obwohl er doch fleißig übt und sich erdenklich Mühe gibt. Es fehlen ihm also noch essentielle Bewegungen, auf die er warten muss. Er weiß ja nicht, dass es auf die gar nicht ankommt, also macht er weiter, bis ihm irgendwann der Kragen platzt. Dann spaltet er sich ab, eröffnet eine Konkurrenzschule und unterrichtet nur Fehler, die ihm der Verband jetzt vorhalten kann: "Er hat eben bei uns nicht genug gelernt!" Das WT von Herrn Kernspecht ist in dieser Hinsicht natürlich ein ganz besonderer Fall. Es ist (scheinbar) alles so komplex und derart von pseudowissenschaftlicher Theorie geleitet, dass man Jahrzehnte braucht, um dieses feine Gespinst zu durchdringen; man muss regelrecht "Combatologie" studieren. Tatsächlich ist es nun so, dass eine Kampfkunst um so besser funktioniert, je einfacher sie ist. Das Arsenal ist schnell vermittelt, es kommt darauf an, es zu benutzen. Wer zehn Jahre auf die Holzpuppenform warten muss, hat zehn Jahre verschwendet. Aber natürlich lassen sich mit einer Methode, die sofort alles herausgibt und auf Übung anstatt auf theoretisches Gefasele setzt, keine Millionen scheffeln.

Vollends in der Falle sitzt unser engagierter Lehrer-Schüler nun, wenn er bereits eine Schule "im Auftrag seines Sifus" (was ja bedeutet, er macht die ganze Arbeit, und der Sifu streicht freundlicherweise die Beiträge ein) leitet, also mit seiner Kunst möglicherweise schon ein wenig Geld verdient. Vielleicht bekommt er auch nur Privatstunden dafür. "Mit deinem Unterricht kannst du deine eigene Ausbildung refinanzieren!" Eine gute Idee, fürwahr. Aber irgendwie reicht es nie, er legt jeden Monat drauf. Die Hoffnung, dass es eines Tages besser wird, hält ihn wiederum jahrelang bei der Sache, obwohl er sich gedrückt, gedrängt und ausgenommen fühlt, bis ihm die Aussichtslosigkeit seines Tuns irgendwann aufgeht und er die Brocken hinwirft. Mag sein, dass die "Untervermietung" von Gebieten in der EWTO inzwischen nicht mehr praktiziert wird, die Hackordnung ist aber nach wie vor dieselbe. Oder wie verwaltet ein einzelner Sifu sonst seine zwanzig Schulen? Er gibt seinen Namen her, verleiht den Lehrern eine gewisse Selbständigkeit, so dass sie das gesamte Risiko tragen, und kassiert ab. Läuft die einzelne Schule nicht, lässt er sie in die Pleite laufen: dann war der Schulleiter eben unfähig. Man sollte gar nicht glauben, dass der verehrte Sifu, der seine Schüler wie ein Vater liebt, so etwas tut.

Für mich handelt es sich bei WT & Konsorten nicht um durchsichtige, seriöse Kampfkunst-Verbände, in denen Wissen und Können gegen Zahlung gewisser Geldbeträge vermittelt werden (das gilt nur auf der untersten Ebene), sondern um Franchising-Systeme mit esoterischem, sektenartigem Aufbau, in die man schnell hineingerät, aber aus denen schwer wieder herauszukommen ist. Es ist eben nicht so, als ob man einen wurmstichigen Apfel kauft, den man dann wegwirft - ein paar Pfennige verloren, was soll's! Sondern es ist so, als ob man einen geheimnisvollen, betäubenden Duft einatmet, der die Stimmung hebt und die Zukunft rosig erscheinen lässt. Man braucht eine Weile, bis seine Wirkung nachlässt. Aber das ist natürlich nur mein Eindruck - möge jeder sich selbst ein Bild machen.

Geändert von Empedokles (14-02-2017 um 20:49 Uhr).
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  #57  
Alt 14-02-2017, 09:32
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Beiträge: 423
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[QUOTE=Empedokles;3560602.
Kurzum, es handelt sich bei WT & Konsorten eben nicht um durchsichtige, seriöse Kampfkunst-Verbände, in denen Wissen und Können gegen Zahlung gewisser Geldbeträge vermittelt werden, sondern um Franchising-Systeme mit esoterischem, sektenartigem Aufbau, in die man schnell hineingerät, aber aus denen schwer wieder herauszukommen ist. Es ist eben nicht so, als ob man einen wurmstichigen Apfel kauft, den man dann wegwirft. Ein paar Pfennige verloren, was soll's! Sondern es ist so, als ob man einen geheimnisvollen, betäubenden Duft einatmet, der die Stimmung hebt und die Zukunft rosig erscheinen lässt. Man braucht eine Weile, bis seine Wirkung nachlässt.[/QUOTE]



aber der herr lohnschreiber wird uns gleich das gegenteil beweisen...
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Geändert von wingchunmachtfreude (14-02-2017 um 09:53 Uhr).
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  #58  
Alt 14-02-2017, 12:21
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Zitat:
Zitat von Ingung Beitrag anzeigen
Zeig oder benenne mir bitte eine offizielle EWTO Quelle, welche die Preis- und Unterrichtsstruktur abseits der SG offen darlegt. Von mir aus auch eine, die nur durch EWTO Mitglieder eingesehen werden kann. Gibt es so ein Dokument?
Kursbuch WingTsun, frei im Handel, 15 €, benennt alle Preise bis 2. Lehrergrad, inkl. Trainerscheine.

Wobei nur ca. 0,1 % aller Schüler je den 2. Lehrergrad machen werden, also werden von 1000 Schülern 999 vergeblich informiert.

P.S.: Als ich vor 40 Jahren Karate machte, war es üblich, für den 2. Dan eine längere Zeit in Japan zu verbringen. Kosten also im 5-stelligen DM-Bereich. Das hat mir im Verein auch keiner verraten
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  #59  
Alt 14-02-2017, 12:34
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Zitat:
Zitat von Gern in der EWTO Beitrag anzeigen
P.S.: Als ich vor 40 Jahren Karate machte, war es üblich, für den 2. Dan eine längere Zeit in Japan zu verbringen. Kosten also im 5-stelligen DM-Bereich. Das hat mir im Verein auch keiner verraten
Und du bist dann zum WT, um dir längere Reisen zu ersparen und direkt das Geld zum Schloß zu bringen ?
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  #60  
Alt 14-02-2017, 13:37
Empedokles
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Zitat:
Zitat von Gern in der EWTO Beitrag anzeigen
Kursbuch WingTsun, frei im Handel, 15 €, benennt alle Preise bis 2. Lehrergrad, inkl. Trainerscheine.

Wobei nur ca. 0,1 % aller Schüler je den 2. Lehrergrad machen werden, also werden von 1000 Schülern 999 vergeblich informiert.

P.S.: Als ich vor 40 Jahren Karate machte, war es üblich, für den 2. Dan eine längere Zeit in Japan zu verbringen. Kosten also im 5-stelligen DM-Bereich. Das hat mir im Verein auch keiner verraten
Wobei es ja keine schlechte Sache ist, sich seine Kampfkunst im Ursprungsland anzuschauen. Das WT in seiner heutigen Form ist keinem Ursprungsland mehr zuzuordnen. Da reicht es dann tatsächlich, nach Kiel oder Heidelberg zu fahren, wo man die Kunst in wohlfeilen Portionen kaufen kann. Aber die Reise nach Japan wäre wahrscheinlich günstiger gewesen.
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