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  #1  
Alt 17-09-2011, 21:31
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 23.04.2010
Beiträge: 39
Standard Überempfindlich/Angst und Abhärtung

Hi!

Ich hab ein Problem....und zwar betreibe ich Shotokan Karate, was mir auch sehr Spaß macht.

Nur bin ich irgendwie total übermepfindlich und habe direkt schiss, wenn ich mal einen gegner habe (beim freikampf, kumite), der mal etwas "härter" und aggressiver rangeht. Ich drehe mich dann schnell weg und traue mich nicht richtig anzugreifen, in der Angst eine fangen zu können.

Sowas spiegelt sich auch in anderen Lebenssituationen wieder. Ich habe vor vielen Dingen Schiss. Oder z.B. waren wir letztens Paintball spielen und mir haben die Schüsse richtig wehgetan, weshalb ich mich dann nur noch versteckt habe. Das war bei den anderen nicht so stark ausgeprägt....(wie gesagt kleines Bsp. am Rande)

Gegen diese Angst und Überempfindlichkeit möchte ich einfach was tun und wollte euch fragen, was ich denn zur körperlichen Abhärtung (und evtl. auch mental, allerdings finde ich ersteres wichtiger, da ich denke, dass ich dann auch mehr selbstbewusstsein bekomme) so tun könnte.

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt und keine ironischen, sondern ernste Kommentare hinterlasst. Würde mich sehr freuen, danke!
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  #2  
Alt 17-09-2011, 21:54
Benutzerbild von *Lars*
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Krav Maga (IKMF)
 
Registrierungsdatum: 11.07.2009
Ort: Berlin
Alter: 34
Beiträge: 4.736
Standard

Wenn Dein Gegner für Dich zu hart rangeht, dann mit ihm reden. Jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden. Wichtig ist, dass Du dran bleibst, mit der Zeit gewöhnst Du Dich dran und Dein Körper härtet ab.
__________________
Mein Abnehmthread
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  #3  
Alt 17-09-2011, 21:56
Benutzerbild von Todai94
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: 翼村oder笑春 was Google Translator so hergibt
 
Registrierungsdatum: 10.07.2011
Ort: Losheim am See
Beiträge: 201
Standard

Naja okay sag deinem Gegner er soll mal nicht gleich 100% anfangen, dann kannst du dich gleich dran gewöhnen

Ich lass mich auch nich gern schlagen beim Training, deswegen wird zurückgeschlagen xD
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  #4  
Alt 17-09-2011, 22:06
Benutzerbild von captainplanet
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Aikido
 
Registrierungsdatum: 13.12.2004
Ort: Steiermark
Alter: 30
Beiträge: 1.169
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Es gibt nun mal nicht nur harte Kerle. Wenn das so wäre, wären wir ja gar nichts Besonderes mehr....

Wenn Du auch dazugehören willst, mußt Du Dich Deinen Ängsten stellen. Tu, wovor Du Schiß hast. Das ist nicht immer einfach, aber das hat auch niemand behauptet. Aber die meisten Dinge, vor denen man Angst hat, sind gar net so arg wie man vorher dachte. Und wenns mal ein bisserl weh tut... wen interessierts? Ein Indianer spürt keinen Schmerz! (Ist zwar völliger Blödsinn, aber es hilft wenn man versucht es zu glauben.)

Es ist zu 99,999% Kopfsache bzw. eine Frage der inneren Einstellung.
__________________
Halte die Augen offen, sonst siehst Du aus wie eine sterbende Frau.
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  #5  
Alt 17-09-2011, 23:26
Benutzerbild von Quanfa
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Siu Lum Kuen, Jeet Kune Do
 
Registrierungsdatum: 14.07.2011
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 859
Standard

Ich denke das wichtigste ist, sich zu entschließen.

Wenn du dort im Sparring bist, dann musst du entschlossen sein. Vollherzig!

Und dir sagen das dein Körper jetzt genau das tut, was dein Geist von ihm abverlangt. Und plötzlich bist du so damit beschäftigt das was du tust, richtig zu machen, und das Gefühl der Angst schwindet.

Ich hatte (hab manchmal immer noch) dasselbe Problem wie du. Ich bin viel ängstlicher als die meisten die in meinem Umfeld so schwirren.

Dieses aktive entschließen hat mir sehr dabei geholfen.




PS: als Beispiel, wenn du das erste mal einen Rückwärtssalto von einem Sprungbrett machst, ist es, wenn man Angst hat, oft so, dass man durch Halbherzigkeit nur ne halbe Drehung macht, und aufn Rücken landet.

Das was du tust, das tue mit ganzem Herzen!



ich hoffe ich konnte helfen,

SQF
__________________
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  #6  
Alt 17-09-2011, 23:57
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 06.04.2010
Alter: 24
Beiträge: 240
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Zitat:
Zitat von RiceIsNice Beitrag anzeigen
fangen zu können.

Sowas spiegelt sich auch in anderen Lebenssituationen wieder. Ich habe vor vielen Dingen Schiss. Oder z.B. waren wir letztens Paintball spielen und mir haben die Schüsse richtig wehgetan, weshalb ich mich dann nur noch versteckt habe. Das war bei den anderen nicht so stark ausgeprägt....(wie gesagt kleines Bsp. am Rande)
Naja, dieses Beispiel zeigt, dass du richtig gehandelt hast - immerhin würden die echten Schüsse dich wahrscheinlich töten. Verstecken ist da eigentlich besser als in die Schusslinie rein zu laufen. ^_^
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  #7  
Alt 18-09-2011, 00:30
Benutzerbild von The Zep
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Kampfkunst: Keypressing
 
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Ort: Holzkirchen bei München
Alter: 47
Beiträge: 180
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Wie alt bist Du, RiceIsNice?
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  #8  
Alt 18-09-2011, 01:40
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Kampfkunst: KM, KB
 
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Falls es Dich beruhigt, ich habe zumindest beim KM-Lightfight ein paar ausgesuchte Trainingspartner, die mich gnadenlos herfotzen und da vergeht mir wirklich die Lust.

Das Problem ist, dass die nur aus meiner Sicht gnadenlos sind und wenn wir danach drüber sprechen kommen ernst gemeint und glaubhafte Sätze wie "Andi, das waren nur 30%. In der einen Situation vielleicht 40%." - und diese 40% haben gereicht, dass ich alle KM-Regeln der Welt gebrochen/verletzt habe und mich umgedreht und weggelaufen bin. Kein Selbstbewusstsein, kein Vorwärtsdrang mehr. Ich hätte wirklich heulen können.

Aber nach solchen Situationen denke ich mir - wenn Du da im Training schon so reinscheißt, kann es im echten Leben nur noch schlimmer werden. Also muss man daran und damit arbeiten. Immer und immer wieder. Und das ist dieser kleine Kampf gegen sich selber, der in so vielen Lebensbereichen ausschlaggebend ist. Leidenschaft, Ehrgeiz und Wille werden an dem Punkt ausschlaggebend, ab dem Talent aufhört zu wirken.
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  #9  
Alt 18-09-2011, 01:59
Benutzerbild von Tori
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: KiBoTu
 
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Beiträge: 2.752
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Zitat:
Zitat von ad89 Beitrag anzeigen
Also muss man daran und damit arbeiten. Immer und immer wieder. Und das ist dieser kleine Kampf gegen sich selber, der in so vielen Lebensbereichen ausschlaggebend ist. Leidenschaft, Ehrgeiz und Wille werden an dem Punkt ausschlaggebend, ab dem Talent aufhört zu wirken.
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  #10  
Alt 18-09-2011, 02:11
Benutzerbild von Quanfa
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Kampfkunst: Siu Lum Kuen, Jeet Kune Do
 
Registrierungsdatum: 14.07.2011
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 859
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Zitat:
Zitat von ad89 Beitrag anzeigen
Also muss man daran und damit arbeiten. Immer und immer wieder. Und das ist dieser kleine Kampf gegen sich selber, der in so vielen Lebensbereichen ausschlaggebend ist. Leidenschaft, Ehrgeiz und Wille werden an dem Punkt ausschlaggebend, ab dem Talent aufhört zu wirken.

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  #11  
Alt 18-09-2011, 09:41
Benutzerbild von Vegeto
Moderator
Kampfkunst: Kisshu fushin - a demon's hand & a saint's heart
 
Registrierungsdatum: 06.05.2002
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 2.473
Standard

Zitat:
Gegen diese Angst und Überempfindlichkeit möchte ich einfach was tun und wollte euch fragen, was ich denn zur körperlichen Abhärtung (und evtl. auch mental, allerdings finde ich ersteres wichtiger, da ich denke, dass ich dann auch mehr selbstbewusstsein bekomme) so tun könnte.
Nicht "Gegen". Akzeptiere die unangenehmen Gefühle, umarme sie, heiße sie willkommen und mache es einfach trotzdem. Versuch mit der Einstellung zu arbeiten das du auch mit dem Worst-Case umgehen kannst. Wenn du weiterhin versuchst den Komfort in unangenehmen Situationen zu suchen, machst du es nur noch schlimmer. Mental ist hier übrigens wichtiger als körperlich.

Lies mal die Bücher von Geoff Thompson, z.B Warrior.
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There is awakening, but not one awakened. There is the path, but not one walking it. ~ Visuddhi Magga
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  #12  
Alt 18-09-2011, 11:07
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kickboxen, Shotokan Karate
 
Registrierungsdatum: 06.07.2011
Beiträge: 15
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War bei mir auch so,als ich mim Kickboxen frisch angefangen hatte. Wir hatten so zwei Leut eim Verein, die einfach draufgedrescht hatten.
Erst hab ich angst um meine Nase gehabt, doch nach einigen Monaten voll Sparring mit anderen Leuten, hatte ich so gar Spaß dran,dass die so hart draufhauen. Angst ist eine Art von Schutzmechanismus (soweit ich weiß), damit versucht man sich selbst zu schützen. Nach einigen Kämpfen merkt der Körper,dass daran nichts gefährliches ist und man vergisst die Angst.
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  #13  
Alt 18-09-2011, 11:21
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 23.04.2010
Beiträge: 39
Standard

Vielen vielen dank für die ganzen hilfreichen Antworten.

Zur Frage wie alt ich bin: frische 18...

Ich werde versuchen, was ihr vorgeschlagen habt, umzusetzen. Entschlossen sein, das tuen wovor ich Angst habe und mich langsam dran gewöhnen.

Hätte ihr vielleicht auch noch ein paar Tipps, was ich körperlich machen könnte?

Ich dachte daran, dass ich meinen Partner einfach leicht auf mich "einschlagen" und "eintreten" lasse (das klingt so nach Schlägerei, meine ich natürlich nicht!). Ich also die Deckung runter nehme und mir leicht gegen den Körper boxt und tritt. Dann zusätzlich evtl. noch Makiwara Training?! (Übrigens: Weiß jemand dazu eine Alternative, was ich zu Hause machen kann? Ich habe so etwas nicht hier...)

Danke!!!
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  #14  
Alt 18-09-2011, 11:48
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Allkampf-Kenjukate
 
Registrierungsdatum: 27.07.2011
Alter: 24
Beiträge: 106
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Geht es dir vornehmlich um die Schlaghärte oder einfach um das "reingehen"?
Habe im Verein auch so ein paar die mit dem "reingehen" nicht umgehen können, da hilft einfach nur Übung. Sich der Stresssituation aussetzen und das wegdrehen abgewöhnen, ähnlich verhält es sich ja beim Augen schließen oder, oder, oder...
Der Kampf muss einfach trainiert werden...

Gute Übung dafür ist z.B. Infight üben, d.h. ihr stellt euch aneinander... habt die Deckung zum Käfig gemacht und dann bisschen aufeinander einhauen, immer schön auf den Körper und den Kopf (die Deckung kann nicht überall sein). Denke wenn du das machst, weißt du besser wie du dich in der Nahdistanz verhältst und hast nicht so viel Angst davor.

Und sonst ist Angriff die beste Verteidigung
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  #15  
Alt 18-09-2011, 12:05
Benutzerbild von RAMON DEKKERS
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: MMA,Thaiboxen,BJJ,Boxen
 
Registrierungsdatum: 26.12.2007
Alter: 18
Beiträge: 2.790
Standard

Du solltest mal versuchen in Angstsituationen deinen Körper genau zu beobachten, was er für reaktionen zeigt: Fängt dein Herz an zu Klopfen? Werden die Knie weich ? Usw.

Wenn du dann im Sparring diese anzeichen merkst, also unter Angst oder extremen Stress stehst, dann versuchen(wie Vegeto schon gesagt hat) mit diesen anzeichen zu leben und damit umzugehen und sie zu aktzeptieren.
__________________
Große Leistung besteht darin, nicht andere sondern sich selbst zu übertreffen.
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