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  #1  
Alt 07-05-2003, 13:15
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 19.10.2002
Ort: China
Alter: 23
Beiträge: 602
Standard Warum bringt das Training an der Holzpuppe etwas?

Das Thema Holzpuppe hatten wir schon sehr oft, aber mich würde mal interessieren, warum das Training mit der Holzpuppe überhaupt etwas bringt?
Man trainiert doch mit einem starren Körper dynamische Techniken und man muss sich teilweise mehr bewegen als sonst, da die Puppe sicht nicht realistisch bewegt wie ein Gegner.
Welche Eigenschaften werden an der Holzpuppe trainiert und in welchen Systemen ausser Kung Fu und JKD wird noch an der Holzpuppe trainiert?
mfG
- Triple M

Geändert von Triple-M (07-05-2003 um 13:17 Uhr).
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  #2  
Alt 07-05-2003, 14:12
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 01.03.2003
Ort: München
Beiträge: 1.337
Standard

Auf eine Holzpuppe kannst du draufhämmern wie du kannst ohne einem Partner die Knochen zu brechen, man kann Kraft (nicht Muskel- sondern Schlagkraft) trainieren und man härtet sich ab. Das Training von grundlegenden Techniken gegen einen harten Widerstand mit möglichst voller Stärke ist wohl der primäre Sinn.
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  #3  
Alt 07-05-2003, 14:35
Benutzerbild von Mike
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Dog Brothers Martial Arts, Kali Silat, Lameco Eskrima, div. andere...
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: Nähe Darmstadt
Alter: 29
Beiträge: 940
Standard Mok Yan Chong

Die Holzpuppe als Korrektor

Die Abmessungen der *ing-*un-Holzpuppe sind nicht willkürlich, sondern liegen genau fest. Der Umfang des Stammes, der Arme, des Beines, die Länge der Arme, der Beine, des Stammes, der horizontalen Latten und der Tragepfeiler entsprechen genau der Erfordernissen von *ing-*un Bewegungen.

Da die Holzpuppe aufgrund ihrer Konstruktion demjenigen, der an ihr übt, zu richtigen Bewegungen verhilft, ermöglicht dieses Gerät schnelle Fortschritte.
Leider sind sich viele Schüler nicht über diese Bedeutung der Holzpuppe im klaren, so daß sie nicht die Richtung und den Winkel ihrer Bewegungen und ihre relative Position zum Gegner mit Hilffe der korrigierenden Wirkung der Holzpuppe berichtigen können.

Heute benutzen viele die Holzpuppe als Hilfsmittel, um mehr Techniken zu lernen und mit ihnen angeben zu können. Manche gehen sogar soweit überflüssige, aber gutaussehende Veränderungen zu einfachen und praktischen Holzpuppentechniken zu erfinden, um ihre Schüler zu betrügen. Solche Leute wissen offenbar nicht, daß die Betonung im *ing *un auf Einfachheit und Praktibilität liegt. Eine einzige wirksame Technik, mit der man jederzeit den Gegner besiegen kann, ist besser als viele gutaussehende, aber sinnlose Techniken. Auch ist es besser, in einem Jahr nur zehn Holzpuppentechniken zu meistern, als in der gleichen Zeit hundert zu lernen versuchen.

Quelle:116 Wing Tsun Holzpuppen-Techniken von Meister Yip Chun


Nun, soviel zur Ansicht der elitären *ing-*ungler. Meine Ansicht ist das sich ein Wooden Dummy für Formen eignet und zur Konditionierung und Stärkung der Armmuskulatur. Wenn eine Kampfkunst keine Formen beinhaltet oder keine an der Holzpuppe praktikablen lohnt sich ein Dummy natürlich nicht. Die anderen Aspekte wie Konditionierung und Stärkung kann man auch an weniger teuren Geräten trainieren.

Sehe die Holzpuppe eher als eine traditionelle Übungs- bzw. Trainingsmethode.

Viele Grüße, Mike
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  #4  
Alt 07-05-2003, 15:38
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ETF-Escrima, WT
 
Registrierungsdatum: 21.05.2002
Ort: Hamburg
Beiträge: 196
Standard

ich habe selber leider keine holzpuppe, kann aber berichten das es bei freunden von mir sehr viel gebracht hat (WT leute).
die bewegungen sind präziser geworden und der druck nach vorne ist spürbar besser geworden. auch von ihren berichten her kann ich es nur empfehlen. mir ist eine holzpuppe allerdings zu teuer.
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  #5  
Alt 07-05-2003, 18:42
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 01.03.2003
Ort: München
Beiträge: 1.337
Standard

In der Tat bringt eine Holzpuppe nur was, wenn man auch ein dazu passendes Trainingskonzept hat. Ansonsten würde ich den Holzpfosten bzw. einen mittelalten Baum mit glatter Rinde empfehlen, da kann man auch sehr gut Kraft (der Begriff passt nicht so ganz, eher Schlagstärke) trainieren und sich abhärten.
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  #6  
Alt 07-05-2003, 19:41
Benutzerbild von error404
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: thug jitsu; ghetto-do; gun fu
 
Registrierungsdatum: 29.03.2002
Ort: da hood
Beiträge: 1.098
Standard

Und für die die nicht ganz so radikalen unter uns ist ein Sandsack ebenfalls ein gute Wahl
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  #7  
Alt 07-05-2003, 20:19
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 01.03.2003
Ort: München
Beiträge: 1.337
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Sandsack ist ok, kommt an sich nur darauf an, wie "hart" bzw. direkt der Kontakt im jeweiligen Stil hergestellt wird...
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