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Dr.Jab 07-10-2017 14:01

Bruce Lee Fanboys
 
Wenn man sich mal die Kommentar-Sektion unter Bruce-Lee-Videos bei Youtube ansieht ist die Meinung einhellig: Bruce Lee war der größte Kämpfer aller Zeiten, niemand konnte ihn schlagen, er konnte sich so schnell bewegen dass das menschliche Auge ihn nicht sehen konnte, jeden Menschen mit nur einem einzigen Schlag töten...

Wie ist aus dem Menschen, dem Schauspieler und dem zweifellos einflußreichen Kampfkünstler Bruce Lee, dessen Verdienste ich gar nicht in Abrede stellen möchte, der unbesiegbare Übermensch, der Gott in Menschengestalt geworden? Wieso können so viele Menschen nicht zwischen seinen Filmen und der Realität unterscheiden? Glauben die auch, dass Mark Hamill wirklich die Macht einsetzen kann und ein Lichtschwert besitzt, weil er Luke Skywalker gespielt hat?

Mir kommt dass ein bisschen vor wie bei den "Chuck Norris Facts", nur dass sie bei Bruce Lee eben nicht als Witze gemeint sind. Eine erschreckend hohe Zahl an Leuten scheint zu glauben er sei sowas wie ein Terminator gewesen. Was zur Hölle ist da los? Und was würde er wohl selbst dazu sagen?

Syron 07-10-2017 14:23

Ich nehme an, einiges kommt daher, daß er früh/ jung gestorben ist.
Lebender Mythos und so.

* Silverback 07-10-2017 14:26

Möglicherweise kam bei BL dazu, dass er neben den kämpferischen Qualitäten wohl einen recht hohen Intellekt besaß und immer wieder auch ins philosophische rüberschwenkte; und diese Kombi holte IMHO halt mehr Leute ab, als der reine Legionär schlagdraufundschluss. Und die Kino-Bekanntheit tat halt ihr Übriges.

-KINGPIN- 07-10-2017 14:35

Ich will endlich das Smiley welches sich genüsslich zurücklehnt und Popcorn isst!
:-§

Zum Thema/Gründe:
Zeit, Rasse, Ort, Grundstil.

* Silverback 07-10-2017 14:38

Zitat:

Zitat von -KINGPIN- (Beitrag 3610821)
Ich will endlich das Smiley welches sich genüsslich zurücklehnt und Popcorn isst!
....

How about this:

http://17663-presscdn-0-49.pagely.ne...iley-face-.jpg

Super Famicom 07-10-2017 14:43

Vielleicht auch, weil heute niemand mehr das Gegenteil beweisen kann?

Hosenscheißer 07-10-2017 16:12

Bruce Lee war als KKler sehr stark aber erst als er sein Jkd perfektioniert hatte.
Vorher war er noch auf der Suche nach seiner Kk.
Der Kung Fu Experte Wilfried Schulte der 6 Monate mit Bruce Lee trainierte sagte das Lee 1966 nichts besonderes war und er erst später zu einer Legende wurde ab 1970.
Als Lee vom Wing Chun weg war und sein System Jkd perfekt war.

zocker 07-10-2017 16:19

Zitat:

Zitat von Hosenscheißer (Beitrag 3610838)
und er erst später zu einer Legende wurde ab 1970.
Als Lee vom Wing Chun weg war und sein System Jkd perfekt war.


Du meinst bestimmt, nachdem er von Meister Jhoon Rhee die TKD-Tritte gelernt hatte - oder?


Grüsse

Hosenscheißer 07-10-2017 17:42

Zitat:

Zitat von zocker (Beitrag 3610841)
Du meinst bestimmt, nachdem er von Meister Jhoon Rhee die TKD-Tritte gelernt hatte - oder?


Grüsse

Da war der Stil von Bruce Lee nicht sehr WC lastig.
Also mehr JKD als WC da Bruce Lee wusste das im WC nicht die Nr.1
sein konnte und das sein WC-Stil gegen Größere und schwere Gegner
nicht funktionierte.
Das kann man aber alles nachlesen.

Droom 07-10-2017 22:43

Weil die meisten Leute vom Kämpfen so viel Ahnung haben wir von Herztransplantationen und ihr "Wissen" einzig und alleine aus Filmen beziehen. Ist doch das Selbe wie beim "Hacken", der Großteil der Menschen glaubt dafür muss man möglichst schnell und wild auf der Tastatur rumtippen ^^

Dazu hat er eben den Vorteil niemals besiegt worden zu sein, weil er sich niemals öffentlich wirklichen Herausforderungen gestellt hat und damals eh alle absolute Traumtänzer in Bezug auf ihren One Punch = one kill-Glauben waren. In der heutigen Zeit würde das anders aussehen, da viele eben einen MMA Kampf als Referenz fordern würden wenn sich jemand als GOAT Fighter behaupten will.

zocker 08-10-2017 00:36

Zitat:

Zitat von Droom (Beitrag 3610896)
... Dazu hat er eben den Vorteil niemals besiegt worden zu sein, weil er sich niemals öffentlich wirklichen Herausforderungen gestellt hat ...


Wurde er denn öffentlich herausgefordert?


Grüsse

Hosenscheißer 08-10-2017 08:35

Zitat:

Zitat von Droom (Beitrag 3610896)
Weil die meisten Leute vom Kämpfen so viel Ahnung haben wir von Herztransplantationen und ihr "Wissen" einzig und alleine aus Filmen beziehen. Ist doch das Selbe wie beim "Hacken", der Großteil der Menschen glaubt dafür muss man möglichst schnell und wild auf der Tastatur rumtippen ^^

Dazu hat er eben den Vorteil niemals besiegt worden zu sein, weil er sich niemals öffentlich wirklichen Herausforderungen gestellt hat und damals eh alle absolute Traumtänzer in Bezug auf ihren One Punch = one kill-Glauben waren. In der heutigen Zeit würde das anders aussehen, da viele eben einen MMA Kampf als Referenz fordern würden wenn sich jemand als GOAT Fighter behaupten will.

Du darfst nicht vergessen das Bruce Lee Joe Lewis und Chuck Norris trainiert hat.
Joe Lewis war der 1.Kickboxweltmeister seiner Zeit und die konnten schon gut kloppen.

* Silverback 08-10-2017 10:26

Zitat:

Zitat von Hosenscheißer (Beitrag 3610935)
Du darfst nicht vergessen das Bruce Lee Joe Lewis und Chuck Norris trainiert hat.
Joe Lewis war der 1.Kickboxweltmeister seiner Zeit und die konnten schon gut kloppen.

Und auch Chuck Norris hatte (unbeschadet der 1000 Witze, die über ihn kursieren) eine durchaus ernstzunehmende Kampfsport-Vita.

Mr.Fister 08-10-2017 11:05

nun ja, mike stone, chuck norris und joe lewis haben eigentlich über die jahre hinweg unabhängig von einander in diversen interviews immer herausgestellt, dass lees stärken vor allem denken und lehren und nicht kämpfen waren. und genau deshalb waren sie da, weil er ein guter trainer war, der sie weitergebracht hat.

hier mal exemplarisch joe lewis:
Zitat:

Bruce was not a fighter. He was an actor and a teacher. He was a great teacher.
Bruce Lee : The Divine Wind

das witzige ist dann, dass viele bl-fanboys daraus auch eine kämpferische überlegenheit konstruieren möchten, nach dem motto "bruce lee war der trainer von mike stone, chuck norris und joe lewis, also war er besser als sie und hätte ihnen jederzeit mühelos den hintern versohlt - sonst wären sie ja nicht da gewesen".

wenn diese argumentation verfangen würde, wäre mike tyson damals dann auch nur bei cus d'amato gewesen, weil er diesen für einen besseren fighter gehalten hat, der ihn nach belieben durch den ring prügeln konnte...

cfkane 08-10-2017 12:02

Zitat:

Zitat von Mr.Fister (Beitrag 3610956)
nun ja, mike stone, chuck norris und joe lewis haben eigentlich über die jahre hinweg unabhängig von einander in diversen interviews immer herausgestellt, dass lees stärken vor allem denken und lehren und nicht kämpfen waren. und genau deshalb waren sie da, weil er ein guter trainer war, der sie weitergebracht hat.

Also diese klare Aussage - daß Kämpfen nicht Bruce Lees Stärke wäre - habe ich in diversen Interviews noch nicht gehört.
Wenn, dann ging es in die Richtung: Bruce war keine Tournament-Kämpfer (was besonders Joe Lewis meint, wenn er von Fighter spricht). Was ja stimmt.

Gerade bei Joe Lewis kommt Bruce in den Interviews ganz schön unterschiedlich weg. Es gibt auch welche, wo er erzählt, wie Bruce ihm über Monate JKD-Faust und -Punch beibrachte und er die dann erfolgreich einsetzte.

Andererseits habe in in Interviews mit früheren KK-Kollegen (z.B. Jhoon Rhee, Ed Parker, der Hawaiianer (Name vergessen, große Schule in SF) nie gehört, daß sich einer über Bruce' mangelnde Fähigkeiten beschwert hätte. Dagegen wurde u.a. oft hervorgehoben, wie rasch und perfekt Bruce Techniken aufnehmen konnte. Einmal gesehen und er führte sie besser aus als viele nach jahrelangem Training.
Bob Wall erzählte, daß er gefragt wurde, warum er unentgeldlich bei "The way of the dragon" mitspiele und auch in seinen Drehpausen da wäre. Er habe geantwortet: "Ich habe die Möglichkeit, mit Picasso zu arbeiten."

Mein Fazit: Wir ahnen aus Indizien, daß Bruce sehr talentiert war. Wir wissen, daß er hammerhart trainierte. Aber wie gut er im Ernstfall wirklich wäre - das bleibt als Rätsel für uns :D.

PS: Außerdem trainierte Bruce die drei, als er noch kein Filmstar war, er summte höchstens in der Grünen Hornisse herum. Ihn da als "actor" zu bezeichnen, finde ich etwas hochgegriffen, geschah wahrscheinlich einfach aus der Rückschau heraus.


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