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  #1  
Alt 07-01-2008, 08:25
Benutzerbild von Der rosarote Panther
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: TEAM UNITED MMA
 
Registrierungsdatum: 16.05.2007
Alter: 34
Beiträge: 516
Standard Kampfsport oder Kampfkunst

Hallo,
dieses Thema wurde, wenn auch nicht ganz ernsthaft, in einem anderen Thread angesprochen. Jetzt würde ich doch gerne hören wie ihr die Unterschiede definiert. Also
-Kampfkunst
-Kampfsport
-Selbstverteidigung
würde mich interessieren. Oder worin ihr Ähnlichkeiten seht.
Muss gar nicht so sehr aufs ing ung rauslaufen, aber ihr könnt euer ing ung gerne einem oder mehreren der Begriffe zuordenen.


Grüße

DrP
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  #2  
Alt 07-01-2008, 08:58
Benutzerbild von captainplanet
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Aikido
 
Registrierungsdatum: 13.12.2004
Ort: Steiermark
Alter: 27
Beiträge: 646
Standard

Kunst ist es für mich wenn ein Schwerpunkt auf der "Eleganz" (mir fällt kein besseres Wort ein) der Bewegungen liegt, wenn man also auch Sachen macht die in realen Situationen kaum angewandt werden können sei es weil man dafür jahrelang intensiv trainieren müßte, weil es eigentlich auch viel einfacher ginge, weil es eine spezifische Technik für eine unewöhnliche Waffe ist, weil man sich speziell darauf vorbereiten (aufwärmen, dehnen) muß etc.

Sport ist es wenn ich mich mit anderen messen möchte, dh. keine brutalen und lethalen Techniken sondern wettkampforientierte Systeme.

Selbstverteidigung muß wie Sport praxisbezogen sein, nur daß ich keine spezielle über die Verhältnismäßigkeit der Mittel hinausgehende Rücksicht auf Leib und Leben meines Gegners nehme.
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  #3  
Alt 07-01-2008, 08:59
Benutzerbild von der_Grashüpfer
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taekwondo, Taiji, Ju- Jutsu
 
Registrierungsdatum: 16.03.2005
Ort: Mainz
Alter: 26
Beiträge: 51
Standard

Öhm... gabs solche Threads nicht schon öfter?

Grob würde ich sagen: Kampfsport betont den sportlichen Wettkampf. Man hat einen Gegner, der doch auch Partner ist und beide sollten lebend und bis auf Blessuren aus dem Geschehen rauskommen.
Das Training und der Schwerpunkt des jeweiligen Kampfsports ordnet sich den Wettkampfregeln unter (Bsp. Taekwondo: viele Beintechniken, weil die nur Punkte bringen, im Boxen nur Armtechniken, weil der Rest verboten ist)

SV ist ein Training eine Person, die nur Gegner ist, auszuschalten, wie auch immer. Und das mit dem Versuch eigene körperliche Defizite (klein, schwach...) auszubessern oder zumindest zu verringern. Gute SV Trainiert imho auch die Erkenntnis, wann es besser ist, wegzurennen und natürlich Deeskalation.

Kampfkunst finde ich am schwersten zu fassen und setzt wohl vor allem daraus zusammen, was der einzelne darunter versteht. Es sind Elemente vom Kampfsport und SV enthalten. Es geht wohl aber auch um die Auseinandersetzung mit sich selbst und seinem Körper...

Grob gesprochen, erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit
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  #4  
Alt 07-01-2008, 09:26
Benutzerbild von Trinculo
Moderator
Kampfkunst: La Superba, Non-tree-hugging Yiquan
 
Registrierungsdatum: 15.01.2004
Ort: Rheinhessen
Alter: 38
Beiträge: 7.968
Standard

Da dieses Thema nicht Wing Chun spezifisch ist, verschiebe ich es ins offene Forum.

Grüße,

Trinculo
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  #5  
Alt 07-01-2008, 10:21
gesperrt/gebannt
Kampfkunst: .
 
Registrierungsdatum: 21.01.2007
Beiträge: 1.004
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SV und Kunst funktioniert nicht zwangsläufig, Sport muss funktionieren sonst verliert man. Wenn ich Videos sehe wie dieses YouTube - Krav Maga Street Defence Fitness for Fighter oder auch dieses YouTube - "Position Brabo" The new Brabo Choke BJJ Instructional frage ich mich, ob ich im SV-Fall wirklich mithalten könnte. Ich war immer Kunst- und SV-orientiert, habe zwar mal bissle ins Muay Thai reingeschnuppert aber das zählt nicht.
Aber man muss differenzieren. Sicherlich hätten Künstler in Wettkämpfen Probleme, aber "die Straße" ist kein Wettkampf. Souveränität, Ausstrahlung, Übersicht, Selbstbewusstsein und der kommunizierte Wille seinen Willen durchzusetzen spielen auch eine große Rolle. Außerdem geht es um Spaß und Freizeitbeschäftigung. Warum sollte man viele Jahre etwas trainieren was einem keinen Spass macht? Ich weiß, dass mein Zeug nicht perfekt ist, so wie ich es ausübe und beherrsche, aber es macht mir Spaß und darum geht es mir.
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  #6  
Alt 07-01-2008, 10:29
Benutzerbild von Ir-khaim
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Kampfkunst: JJ & CTE
 
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Alter: 20
Beiträge: 697
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Kampfkunst: Lebenslanges Lernen um einen Kampfstil in allen seinen Facetten zu erlernen mit durchaus dem Endziel auch auf der Straße kämpfen zu können.

Kampfsport: Wettkampf, keine schmutzigen Tricks, sehr auf körperliche Aspekte wie Ausdauer, Kraft usw. fokussiert.

SV: Überleben, wenn die Ka*** auf der Straße am Dampfen ist, egal wie.
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  #7  
Alt 07-01-2008, 10:43
Benutzerbild von canapa
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Kampfkunst: Karate, Jiu-Jitsu, Dju-Su, Aikijitsu, Shinkendo
 
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Beiträge: 197
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Sorry, aber das ganze Gewäsch über Kampkunst und Kampfsport nervt.
Die traditionellen Kampf**** betreibenden werden von den Wettkampforientierten Kampf**** gerne als nicht ernst zu nehmende Kampf "Künstler" bezeichnet um im Ergebnis abgewertet zu werden.
Im Gegenzug werden die Wettkampforientierten gerne von denen die sich Kampf"Künstler" nennen als Klopper ohne Technik abgewertet.
Warum sind Systeme entstanden?
Um sich zu verteidigen oder die Kampfstärke zu steigern!
Künstler malen Bilder oder schlagen auf Mamor rum.
Lasst doch mal den ganzen Blködsinn mit der Schubladen-Einteilung der verschiedenen System
__________________
Schreipfähler dinen zur Erbauunk der Läsers.
www.jjsd.de
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  #8  
Alt 07-01-2008, 11:06
Benutzerbild von Trinculo
Moderator
Kampfkunst: La Superba, Non-tree-hugging Yiquan
 
Registrierungsdatum: 15.01.2004
Ort: Rheinhessen
Alter: 38
Beiträge: 7.968
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Im Englischen spricht man generell von 'martial art', auch wenn man damit nichts besonders kunstvolles oder künstlerisches meint. Das hat im Deutschen wahrscheinlich für viele Missverständnisse gesorgt, weil irgendjemand gemeint hat, er müsse da differenzieren.
__________________
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  #9  
Alt 07-01-2008, 12:49
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Kampfkunst: Völkerball
 
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.

Geändert von TKVT (15-01-2008 um 11:32 Uhr).
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  #10  
Alt 07-01-2008, 13:04
Benutzerbild von FLEUR
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Kampfkunst: HKD - TKD
 
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Zitat:
Zitat von Ir-khaim Beitrag anzeigen
Kampfkunst: Lebenslanges Lernen um einen Kampfstil in allen seinen Facetten zu erlernen mit durchaus dem Endziel auch auf der Straße kämpfen zu können.

Kampfsport: Wettkampf, keine schmutzigen Tricks, sehr auf körperliche Aspekte wie Ausdauer, Kraft usw. fokussiert.

SV: Überleben, wenn die Ka*** auf der Straße am Dampfen ist, egal wie.
Super Definition... noch zusätzlich ergänzen würde ich:

Kampfkunst: Fokus auf Perfektion und umfangreiches Wissen
Kampfsport: Reduzierung einer Kampfkunst auf Wettkampftechniken und nicht straßentauglich *duckundweg*
__________________
Im Leben geht es nicht darum gute Karten zu haben, sondern auch mit einem schlechten Blatt gut zu spielen!
Hapkido-in-Stuttgart Hapkido Film
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  #11  
Alt 07-01-2008, 14:57
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Kampfkunst: Warte auf godoT
 
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Zitat:
Zitat von Ir-khaim Beitrag anzeigen
Kampfkunst: Lebenslanges Lernen um einen Kampfstil in allen seinen Facetten zu erlernen mit durchaus dem Endziel auch auf der Straße kämpfen zu können.

Kampfsport: Wettkampf, keine schmutzigen Tricks, sehr auf körperliche Aspekte wie Ausdauer, Kraft usw. fokussiert.

SV: Überleben, wenn die Ka*** auf der Straße am Dampfen ist, egal wie.
__________________
Diskutiere nie mit einem Idioten:
Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dann mit Erfahrung.
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  #12  
Alt 07-01-2008, 15:01
Benutzerbild von Vamacara
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Kampfkunst: Krav Maga (Defcon / EKMU), Bujutsu (Kubushi-Ryu Sogo-Bugei, BBT)
 
Registrierungsdatum: 24.01.2007
Alter: 30
Beiträge: 895
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Sind die Kampfkünste nicht der Ursprung von KS und SV ?
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  #13  
Alt 07-01-2008, 17:09
Benutzerbild von jinn
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Kampfsport - Wikipedia

Kampfkunst - Wikipedia

die Def sind nicht einwandfrei, aber annehmbar
(und an sich dass, was schon gesagt wurde)
__________________
The Iron Wing, That Does Not Break
The Iron Heart, That Does Not Bleed
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  #14  
Alt 07-01-2008, 19:19
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Zitat:
Zitat von Vamacara Beitrag anzeigen
Sind die Kampfkünste nicht der Ursprung von KS und SV ?
Eher anders rum. Als erstes gab es da die "Künste", die nur dazu gebraucht wurden um den Bösen die Fressleiste einzuhaun. Dann kam ein Neunmalkluger und wollte darauf Sport machen. Da die sich, abgesehen von den Gladiatoren, nicht umbringen wollten hat man Regeln und Einschränkungen eingebaut. Und simsalabim: entstand Kampfsport.

Viele grüße
julian
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  #15  
Alt 13-04-2008, 07:22
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Standard an captainplanet

Zitat:
Zitat von captainplanet Beitrag anzeigen
Kunst ist es für mich wenn ein Schwerpunkt auf der "Eleganz" (mir fällt kein besseres Wort ein) der Bewegungen liegt, wenn man also auch Sachen macht die in realen Situationen kaum angewandt werden können sei es weil man dafür jahrelang intensiv trainieren müßte, weil es eigentlich auch viel einfacher ginge, weil es eine spezifische Technik für eine unewöhnliche Waffe ist, weil man sich speziell darauf vorbereiten (aufwärmen, dehnen) muß etc.

Sport ist es wenn ich mich mit anderen messen möchte, dh. keine brutalen und lethalen Techniken sondern wettkampforientierte Systeme.

Selbstverteidigung muß wie Sport praxisbezogen sein, nur daß ich keine spezielle über die Verhältnismäßigkeit der Mittel hinausgehende Rücksicht auf Leib und Leben meines Gegners nehme.
du bringst da ein bisschen die darstellende kunst in das schaubild der kampfkunst.
als einige menschen noch den kampf als kunst betrieben haben, waren
diese in der Lage, mit nur einer technik zu töten. sie waren in der lage, angriffen vorher zu entgegnen,bevor man sie angriff. sie waren in der lage, ihre ziele mit verbundenen augen zu treffen. eine abwehr in ihrer exakten und optimalen ausführung hat zum bruch des angreifenden armes oder beines geführt. diese leute waren damals auf kunst angewiesen um zu überleben.
das hatte wohl sehr wenig mit eleganz zu tun.
es wurden alle faktoren einer technik ausgeführt, die die optimale wirkung erzielten.
techniken mussten automatisiert werden, damit sie als reflex abrufbar sind- da wiederum das leben davon abhing.
diese sogenannten kampfkunstmeister waren auch die anlaufstelle für die bewohner der gegend, wenn sie medizinische hilfe brauchten. warum ?
Weil diese kampfkünstler das umfassendste wissen über den körper, den geist und die seele des menschen hatten. immerhin waren sie in der lage weit härtere materialien als ihr eigener körper zu zerschlagen,ohne sich zu verletzen. sie waren in der lage menschen im nu zu töten. das alles und noch vielmehr setzt das wissen um die funktionsweise des menschen voraus.

all das hat man im laufe der zeit weggelassen,einmal da es immer irgendwelche schlauberger gab, die meinten alles ja auch viel einfacher und schneller zu erreichen- so entstanden die heutigen kampfkünste.

dann hat man die techniken teils weggelassen oder auch sehr stark vereinfacht bzw. abgeschwächt um daraus eine sportliche volksbetätigung zu machen. damit die betreibenden auch einen anreiz haben, da der ja mit der vereinfachung nicht mehr da war- hat man dann die wettkämpfe eingeführt.
der ursprung der kampfkunst war somit nicht mehr gegeben.

da der sport eben auch nur einen begrenzten interessiertenkreis hat, schaute man wie man das ganze noch volkszugänglicher machen kann.
hierzu nimmt man einfach die übliche panikmache,die immer zieht- da das leben ja bedroht sein könnte. unsere welt ist so gewaltvoll und brutal geworden, dass jetzt jeder lernen muss, sich zu verteidigen.
dass wir in einer weit ruhigeren zeit leben als vorher, geht am thema vorbei.
und schon kann jeder erlernen, wie man sich auch zur not gegen physisch übermächtige zur wehr setzen kann. da werden in sv-kursen techniken gezeigt, wo sich derjenige selbst alle knochen brechen würde,würde er diese jemals 100% ausführen. aber das ist es ja. den leuten wird ja vermittelt, dass die selbstverteidigung soooo einfach ist.

Übrigens lag der Ursprung der Kampfkünste in der aktiven meditation.
daher auch die bezeichnung kungfu- harte arbeit.
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