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  #1  
Alt 01-01-2002, 16:25
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 25.12.2001
Beiträge: 25
Standard Kampfsport/-kunst und Aggression

Hi alle zusammen und ein schönes und gesundes neues Jahr!
Mich interessiert eure Meinung zu benanntem Thema: Wie sieht für euch das Verhältnis von Kampfkunst und Aggression aus? Macht es aggressiv Kampfkunst zu betreiben oder baut es Aggressionen ab? Wird man Verantwortungsvoller oder verliert man Verantwortungsabewusstsein? Baut Kampfkunst Hemmschwellen auf oder ab? Wie sieht es mit dem Einfluss auf die geistge Haltung aus? Was trfft eurer Meinung nach zu? Ich bin gespannt auf eure Antworten also fleißich tippen bitteschön!
Dank und Gruß,

Mr. Pain
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  #2  
Alt 01-01-2002, 17:11
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 02.09.2001
Beiträge: 104
Standard

Also, ich bin mit meinen Einheiten bedient.

Es hat mich alles in allem ruhiger gemacht. Es baut in der Regel Agressionen ab, weil man seinen Dampf im Training ablassen kann, sofern ein vernuenftiger Partner vorhanden.

Wenn ich dann durch die Gegend ziehe hab' ich keinen Nerv mich mit irgendwelchen Leuten zu kloppen. Dann kann die Welt mich mal gerne haben.

Wer trotzdem meint, dass er's drauf anlegen muesste kann auch seinen Spass haben, aber dann ist Schluss mit lustig.
Prinzipiell aber macht die Kampfkunst ruhiger, d.h. ist kann nur fuer mich sprechen und fuer die Aktiven, die ich kenne.



MfG

eclipze

P.S. Frohes neues Jahr!!!
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  #3  
Alt 01-01-2002, 18:14
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 06.10.2001
Ort: Austria/NÖ
Alter: 27
Beiträge: 40
Standard

Ich schließe mich auch eclipze's Meinung an, daß ich beim Training DAmpf ablasse.
Grundsätzlich sehe ich mich aber nicht als aggressiven Menschen, ich bin also nicht unbedingt auf fights aus, um mir und anderen was zu beweisen.
Ich glaube, daß einen das Training verantwortungsbewusster macht.

(So mehr kann i ned schreiben, bin irgendwie noch vom Jahreswechsel bedient.)
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  #4  
Alt 02-01-2002, 09:55
Bokuto
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Ebenfalls frohe Ostern allerseits!

Ich kann die Meinung meiner beiden Vorredner nur bestätigen: KK-Training wirkt bei mir deeskalierend. Ich lasse Aggressionen kontrolliert ab (übrigens sind Aggressionen nix negatives, aber das ist ein umfangreiches eigenständiges Thema das für 'ne Doktorarbeit reichen würde - hab mich bereits jahrelang ausgiebig damit beschäftigt). Ausserdem hab ich gemerkt, dass ich mich seit Beginn des Trainings immer mehr von der Gewalt entfernt hab. Anfangs hab ich noch für irgendwelche Waffen geschwärmt, hatte immer nen Wurfstern oder einen Kubotan dabei. Heute hab ich für mich selbst das Gefühl, dass ich das einfach nicht nötig hab. Gewalt erzeugt schliesslich nur Gegengewalt - mit unkontrollierten Aggressionen kommt man aus dieser Schleife nicht mehr raus.


Gruß
Dirk
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  #5  
Alt 16-01-2002, 11:02
Benutzerbild von killahbabe
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Hab mit JuJutsu begonnen und dabei geblieben bisher :-)
 
Registrierungsdatum: 02.09.2001
Ort: Köln-Mülheim
Beiträge: 49
Standard

Sehe ich genauso. Ich war früher leicht Jähzornig als ich kleiner war aber das is nu futsch. Wenn ich heutzutage mal brülle (was ich trotz allem ganz gut kann ) dann muss ich schon einen triftigen Grund dazu haben.

Aber vor allem reagiere ich auf Pöbeleien oder ähnliches ganz anders. -->
Eine in der Schule gut bekannte Pöblerin meinte zu mir zu kommen und mir zu sagen das ich mal einen "auf dir Fresse" bekommen müsste- Ich habe sie einfach nur angelächelt und gesagt sie soll es gerne versuchen, womit ich ihr den Wind aus den Segeln genommen habe weil sie ziemlich feige ist.

Ich bin also ruhiger und Selbstbewusster geworden durchs Training. Vor allem auch sicherer, denn als Mädel muss man schon gut aufpassen wem man heutzutage begegnet...Es laufen genug Chaoten auf dieser Welt rum
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  #6  
Alt 16-01-2002, 12:12
Benutzerbild von Nino
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 26.08.2001
Ort: Hessen
Beiträge: 755
Standard

Moin,
bei mir ist das etwas anders, wenn ich lange und hart trainiere bin ich danach in der Regel ziemlich überdreht, fühle mich immer noch topfit und bin extrem gut aufgelegt, in gewisser Weise dadurch auch Konfliktbereiter.
Wenn ich dann für eine gewisse Zeit mit dem Training aussetze werde ich sehr Agressiv und gehe leicht an die Decke.

Gruß
Nino
__________________
"Ist der Mann potent, ist die Familie glücklich"
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  #7  
Alt 16-01-2002, 12:45
Benutzerbild von Ginunting
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Kampfkunst: Pekiti-Tirsia Kali
 
Registrierungsdatum: 04.09.2001
Ort: Diessen a. Ammersee
Beiträge: 149
Standard

Hi,

ich möchte es einmal so formulieren:

Im Laufe der Zeit habe ich meine "Aggressionen" (meine "dunkle" Seite :-D ) soweit "kultiviert", dass ich diese bei Bedarf an- und ausschalten kann.

Im Pekiti-Tirisa bezeichnen wir dies als "den Krieger wecken"!

Grüße,

Hendrik
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  #8  
Alt 16-01-2002, 12:52
Benutzerbild von Mike
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Kampfkunst: Dog Brothers Martial Arts, Kali Silat, Lameco Eskrima, div. andere...
 
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Ort: Nähe Darmstadt
Alter: 29
Beiträge: 940
Exclamation Respekt!

Hallölle,


ich hab in den Jahren der Kampfkunst gelernt Respekt meinem gegenüber zu zeigen. Nicht nur Respekt meinem Trainingspartner oder Turniergegner auch meinen Mitmenschen im alltäglichen miteinander.

Auch die Selbstkontrolle konnte ich dadurch erlernen. Zumindest denke ich heute das ich meine Aggressionen an und abschalten kann

Was Aggressionen nach dem Training angeht kann ich kaum was zu sagen. In der Zeit wo ich regelmässig bei Hendrik trainiert habe, war ich froh wenn ich mein Kopfkissen streicheln durfte....


Grüße,

iNcHpUnCh
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  #9  
Alt 16-01-2002, 14:57
Benutzerbild von Goshinsatori
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Karate, Kempo, Yong Chun Chuan
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: Freiburg
Beiträge: 756
Wink

Hi,

im Prinzip baut KK die Aggressionen ab, wenn man einen guten Lehrer hat.

Jetzt gibt es aber sog. Budo-Pädagogen, die sind der Meinung, es gäbe "friedvolle Krieger", das wäre so, wenn es friedvolle Kriege gäbe und ist ein Widerspruch in sich.
Die gehen hin, unterrichten Knackis, potenzelle Aggressoren, in z.B. Kempo.
Ich zeige also dem Schläger, wie er es richtig macht. Find ich keine gute Idee.
Hier findet ihr das, was ich meinte:

http://www.budopaedagogik.de/

Ob das eine gute Idee ist

Ich meine nein, aber ihr könnt euch ja selbst überzeugen.
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  #10  
Alt 16-01-2002, 21:50
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 09.10.2001
Beiträge: 132
Standard

hallo

habe mir die page mal angesehen konnte aber das konzept was dahinter stehen sollte nicht erkennen
vielleicht muß ich dafür erst einen lehrgang dort buchen oder gleich eine ausbildung dort anfangen zum budo-pädagogen um den weg der erkenntnis einschlagen zu können kostet ja nur 6800.dm wer kann da schon nein sagen
okay jetzt mal etwas ernster habe wirklich nichts inhaltliches über das besondere der b.p. gelesen noch nicht mal was es sein soll keine theorie keine methodologie kein wissenschaftliches (muß es ja nicht immer haben aber wenn man so dick aufträgt kann man mal ein bischen butter zu den fischen tun ) fundament nichts hatte eher den eindruck das sich da jeder was basteln kann ein wenig zu allgemeingültig für meinen geschmack denke auch nicht das man ( kampf ) sport universell für alles einsetzen kann um irgendwelche defizite oder verhaltenauffälligkeiten ( z.b. hier agression ) auf zu fangen bzw. zu therapieren quasi die wunderwaffe der pädagogen schlechthin kommt immer auf die biographie des einzelnen an und das soziale umfeld und ob er für sowas überhaupt in frage kommt also eine runde boxen oder karate und du wirst ein neuer oder friedfertiger mensch kann ich ist so nicht nach vollziehen
und wer kann den schon garantieren das jemand seine erworbenen fähigkeiten nicht auf der straße mal amwendet ?
kenne in dem zusammenhang auch eine kleine geschichte von einen kleinkriminellen der während seiner ständigen knastaufenthalte dort noch ein bischen boxen gelernt und das auch gleich ohne besondere aufforderung unter beweis gestellt hat
will nicht alle über einen kamm scheren und das ganze nicht verallgemeinern sollte aber doch nicht unerwähnt bleiben


okay genug gelabert jetzt seit ihr wieder dran



mfg
Zitat:
wenn dein chi klar ist kannst du auch durch dunkle schatten sehen
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  #11  
Alt 17-01-2002, 05:06
uksplinter
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Wenn ich zweimal die Woche unter Kämpfern Tod und Vernichtung übe und jeden Tag mit meinen Messern ein paar Solo-Drills mache, geht es mir gut. Andernfalls braust es irgendwann in meinem Kopf, was man durch Pingpong-Spielen nicht abstellen koennte. Meine Suesse meint, ich moechte bitte regelmässig zum Training gehen, dann sei Ruhe. Wie klug sie doch ist !
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  #12  
Alt 18-01-2002, 10:09
Deckard
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Also ich finde Budo für Straffällige eine gute Idee an sich...


Wenn man ihnen das Bushido einbläut!!


Denn Prüglern fehlt meistens Würde und Respekt!

Vielleicht die Leute in das volle Asien Programm hauen...


Mit Teezeremonie, Zenmedidation...


Und Yoga für die ganz Aggresiven!


Danach hat man keinen Bock mehr auf was kriminelles!
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  #13  
Alt 18-01-2002, 10:18
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Alter: 29
Beiträge: 940
Talking Teezeremonien

Hi Deckard,


also dieses Teegedönze würde mich erstrecht aggressiv machen

Lass die Leute mal ein paar Conditionig-Übungen machen für den Bodenkampf und stell sie noch ne halbe Stunde an den Sandsack.

Ein Lamm dürfte dann teuflisch gegen den Knacki wirken

Im Grunde versteckt sich keine große Psychologie dahinter. Die Menschen suchen was zum prügeln, zum abreagieren. Das kann man ihnen in einem gut ausgewählten Training geben.

Im Grunde ist es eine gute Sache, es muss aber auch ein verantwortungsbewusster Kampfkunst-Lehrer sein und dieser muss auch eine gewisse Vorauswahl treffen. Nicht jeden kannst du damit bekehren/therapieren.

So long,

iNchPuNcH
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  #14  
Alt 18-01-2002, 10:26
Bokuto
Gast
Kampfkunst:
 
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Hi Deckard,

Budo ist nicht nur für straffällige Menschen sinnvoll, sondern für viele der in unserer Gesellschaft so genannten "Randgruppen": Bei schwierigen Jugendliche als Mittel der Gewaltprävention aber auch zum Aggressions"aufbau" (für ein gesundes Selbstwertgefühl) in Rehabilitationsprojekten mit körperlich und sogar geistig behinderten Menschen oder für neurotische Menschen. Wie schon weiter oben angedeutet: Aggressionen sind lebensnotwendig, nur müssen wir unseren Schülern (und manchmal auch uns selbst) lehren, wie wir konstruktiv damit umgeehen. Es gibt zum Glück bereits viele Projekte, die sich damit befassen und Erfolg haben (sogar ohne knapp dreieinhalbtausend Euro für irgendein Zertifikat als Budopädagoge zu berappen - sorry Herr Wolters, aber der Preis ist m. E. nicht angemessen). Oftmals sind es Kampfkünstler/sportler die mit Sozialpädagogen zusammenarbeiten oder (bestenfalls) beides in einer Person sind. Ein großes Manko hat diese Form der gesellschaftlichen Aggressionskontrolle: 90 Prozent dieser Projekte sind eigenständig, es fehlt ein sinnvoller Erfahrungsaustausch. Leider.

Ach ja, nochwas @iNchPuNcH

Man muss schon eine psychologische Ausbildung haben, um mit Knackis, wie Du sie nennst, umgehen zu können. Da gehört schon ein bisschen mehr dazu, als jemanden nur auszupowern. Das mag das Aggressionspotential für den Moment vielleicht senken, mit seiner Aggression kann er trotzdem noch nicht umgehen. Ausserdem kann man nahezu jeden damit "therapieren" - wenn Du eine Vorauswahl triffst, halte ich das persönlich für ein Armutszeugnis.

Gruß
Dirk

Geändert von Bokuto (18-01-2002 um 10:34 Uhr).
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  #15  
Alt 18-01-2002, 10:48
Benutzerbild von Mike
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Ort: Nähe Darmstadt
Alter: 29
Beiträge: 940
Post Therapie

Hallo Bokuto,

Knackies sollte nicht reduziert gemeint sein. Nenne ich sie also im folgenden Straffällig Gewordene.....

Eine psychologische Ausbildung wie du sie benennst sollte JEDER Kampfsportlehrer erhalten. Wie diese im einzelnen sich darstellt, sei einmal dahingestellt! Es gibt Verbände die bieten Lehrgänge zum Übungsleiter an und auch darauf aufbauend. Jemand der in einem Instructor-Programm ist sollte von seinem Lehrer ebenfalls in didaktische Methoden und Fallbeispielen geschult werden.

Und genau von diesem Fall bin ich ausgegangen. Mag sein das es auch andere Fälle gibt, auf diese habe ich mich aber nicht bezogen.

Sicherlich therapiere ich einen straffällig Gewordenen nicht einfach nur mit einem Killer-Workout, aber da greift ja die entsprechende Didaktik, Partnerübungen und ganz wichtig: Das Gespräch.

Mit den besten Grüßen,

iNcHpUnCh
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