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  #1  
Alt 29-04-2002, 14:13
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 29.03.2002
Beiträge: 18
Standard Meditation

Hi,
welche Mediation würdet ihr für kampfkünstler empfeheln? Ich such nämlich eine Mediation in diese richtung. Wenn ihr eine wist dann schreibt sie mir.

Geändert von Crane (04-05-2002 um 19:27 Uhr).
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  #2  
Alt 29-04-2002, 16:29
Benutzerbild von Dao
Dao Dao ist offline
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Kampfkunst: Taijiquan, Baguazhang, Xingyiquan, Waffen, Neigong
 
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Alter: 49
Beiträge: 4.098
Standard Mediation oder Meditation?

Hi Crane,
wat nu?
Gehe mal von Meditation aus! Die Mediation ist von der Begrifflichkeit "die Vermittlung" und macht aus deiner Fragestellung keinen Sinn.
Als Meditation gibt es sehr sehr viele verschiedene Ansätze. Da du für die KK was suchst würde ich dir Neigong empfehlen.
Die Himmlischen Kreisläufe (kleiner und großer) können im Sitzen auch im Stehen gemacht werden. Durch Imagination (Vorstellungskraft) bewegst du die Energie (Qi) in den Meridianen.
Beim kleinen Kreislauf auf dem Dumai und Renmai usw. Da würde ich dir empfehlen unter Google nachzusehen und du must dir da nicht einmal ein Buch dafür kaufen.
Eine klassische Meditation ist das japanische ZaZen oder einfach nur Zen. Auch da unter Google nachsehen und du wirst finden finden finden.
Das fürs erste auf die Schnelle.

peter j.
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  #3  
Alt 01-05-2002, 02:47
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Karate, etwas Luta Livre
 
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Beiträge: 1.917
Standard

Vielleicht etwas konkreter:

Nimm dir etwa 30 min Zeit, und such dir ein wirklich ruhiges Plätzchen.

Setz dich hin, am einfachsten ist es wahrscheinlich wenn du zunächst die Füße etwa in Höhe der Fußgelenke gekreuzt vor den Körper legst. Es gehen natürlich auch halber Lotussitz, Lotussitz oder Saiza, du solltest aber halbwegs bequem (ohne einschlafende Beine) sitzen können, notfalls kannst du dich auch gerade auf den Rücken legen (Beine anwinkeln).
Beim sitzen solltest du dir am besten ein kleines festes Kissen unterlegen damit der Rücken gerade bleibt. Die leicht geöffneten und entspannten Hände legst du mit den Handflächen nach oben auf deine Knie/Oberschenkel (im liegen seitlich neben den Körper).

Jetzt eine Uhr (Wecker) so stellen das sie dir in 10 Min bescheid gibt. Augen schließen, ruhig und gleichmäßig Atmen (Bauchatmung) und dabei nichts denken . Das ist tatsächlich der schwierige Teil. Als Hilfsmittel kann man z.B. seine Atemzüge mitzählen, aber immer nur bis 9 und dann wieder mit 1 Anfangen. Wenn du irgendwann nicht mehr weist wo du warst oder dich selbst "10" zählen "hörst" merkst du das du abgelenkt warst. Nicht drüber aufregen/ärgern sondern einfach wieder von bei 1 anfangen.
Wenn die 10 min vorbei sind kurz strecken und etwas bewegen (durchblutung Beine), sollte nicht länger als 1-2 Minuten dauern. Den Wecker 10 Min weiter stellen und das ganze noch einmal.

Wenn man etwas Übung hat soll man sich dabei richtig entspannen (Training!) und das ganze dann auch ohne Zählen, mit (halb)offenen Augen und über längere Zeiträume. Es geht bei dieser Übung in erster Linie darum das Denken auszuschalten, aber auch den Körper bewußter wahrzunehmen.
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  #4  
Alt 08-05-2002, 12:34
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: 3 Jahre Karate, 1/2 Jahr WT, seit 2000 RMA SYSTEMA
 
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Ort: Augsburg
Beiträge: 109
Standard Ich bin dagegen !!!

Hallo an alle!

Ich habe früher Karate gemacht. Eine der Disziplinen war Meditation. Ich habe mehrer Bücher über das Thema gelesen, habe meinem Sensej aufmerksam zugehört, die erfahrenen Studenten mit Dans und schwarzen Gürtel ausgefragt und konnte trotzdem nicht verstehen, was ich machen soll um wenigstens annähend das zu spüren, was die anderen gespürt haben. Es war für mich enttäuschend, weil die Mädels und Jüngs, die mit mir zu trainieren angefangen haben, in kämpferischen und technischen Leistungen weit hinter mir blieben. Jedoch konnten sie ETWAS spüren und ich saß da wie ein Götze und dachte über die anstehende Physikprüfung in der Schule, oder über süsse Jüngs, die vor mir saßen . Das Thema Meditation war für mich interessant, spannend, unerreichbar und begehrenswert. Bis zu einem Vorfall.

Zwischen den süssen Jüngs gab es einen gewissen, sagen wir, Sergej. Eines Tages verschwand er von dem Training, und noch einige andere, und wenn wir die Leute angerufen haben oder so auf der Strasse mit denen reden wollten, hatten sie entweder keine Zeit für uns oder sonst noch was, den Sergej haben wir gar nicht ans Telefon oder zu Gesicht bekommen. Viel später, als wir schon ganz andere Dinge in unseren Köpfen hatten, sind einige zurück gekehrt. Niemand hat aber erzählt wieso sie mal verschwunden sind, oder wieso der Rest nicht aufgetaucht war. Bis eines Tages der gewisse Sergej zum Training gekommen ist...

Schrecklich war es auf jeden Fall. Nein, er sah genau so aus, er unterhielt sich mit wenigen, er diskutierte etwas mit dem Trainer und trainierte mit allen, aber es war ein anderer Mensch. Er erkannte uns nicht, er bewegte sich ganz anders und er redete ganz anders. Es war uns allen aufgefallen. Aber mir war es so unheimlich, dass ich nicht aufhörte zu nörgeln, bis mein Busenfreund, der uns damals statt unseren Sensejs unterrichtete, doch das Geheimnis preisgegeben hat. Ich war so schockiert, dass ich mich nie mehr angestrengt habe etwas über Meditation zu lesen, zu Fragen oder sonst noch was.

Sie haben in einem engsten Kreis der Besten von unserer Karate-Schule zusammengesetzt und meditiert fast jeden Abend um ihre Fähigkeiten zu verbessern, ihren Geist zu fesseln und in die andere Dimensionen zu gelingen. Sergej war der beste von allen, er konnte sogar sich an die Details erinnern, was er da alles sah. Eines Tages ist er nach seiner Meditation aufgewacht und blabberte auf einer unverständlicher Sprache, hat hysterisch geschrien und erkannte niemanden. Man hat einen Doktor geholt. Sergej hat Beruhigungsspritze bekommen, war eine Zeit lang unter ärztlicher Beobachtung, weiss aber nicht wo genau. Er musste alles neu lernen, lernte aber unheimlich schnell. Hat sich aber sehr verändert. Mehr weiss ich nicht. War mir aber genug.

Ich sage: Dem Menschen das menschliche! Bleibt würdige Menschen und kämpft gegen das Böse lieber in unserer Dimension. Es gibt viel zu tun!!!

Eure
PowerWomen
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  #5  
Alt 08-05-2002, 13:55
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Kampfkunst: Free-Style-Karate
 
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Beiträge: 132
Standard

Moin,

das hört sich wirklich heftig an und bin mir nicht sicher, was genau ich sagen soll.
es klingt fast so, als hätte er sein system neu gebootet. Ich meine, wurde er erleuchtet? und kamm nicht mher von dort weg?
Ich bin aber davon überzeugt, dass das nicht allzu häufig vorkommt, und deshalb auch nicht jeder Gefahr läuft so zu enden.
Ich finde Meditation im Allg. sehr entspannend. man kann gut mal abschalten.

Gruß
BigBen1
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  #6  
Alt 08-05-2002, 13:58
Bokuto
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Hi Folks,

soweit ich weiss, funktionieren fast alle Meditationen nach dem selben Grundprinzip, nur die Ausführung unterscheidet sich.

Hier als Beispiel mal TM (sog. Transzendentale Meditation nach Maharishi Mahesh Yogi): Der/Die Meditierende denkt sich ein Mantra (beim TM bekommt man ein passendes zugewiesen, man kann sich aber auch eins ausdenken). Ein Mantra kann ein Laut, ein oder mehrere Silben, ein Wort (meinetwegen auch "Tischbein" ... wenns gefällt) oder ein Bild (eine duftende Sommerwiese) sein. Nach anfänglichem, gedankenlosen Entspannen (ein paar Minuten) beginnt man damit, sich dieses Mantra zu denken. Und zwar für 15 bis 20 Minuten. Dann kehrt man langsam wieder zum "Alltag" zurück, wird wach, rekelt sich und ist (hoffentlich) entspannter als vorher.

Dieses Mantra ist nur ein Werkzeug. Es soll Dir helfen, Deinen permanenten Gedankenstrom (... was wollte ich noch einkaufen ... schönes Mädel da drüben ... hab die Rechnung vergessen zu bezahlen ... halt die Klappe, kannst ja selber nicht Autofahren ... mist, ich komm zu spät ...) abzuschalten.

Du wirst es sicher bereits bemerkt haben: wenn Du Dich zwingst, an nichts zu denken, denkst Du erst recht weiter. Das Mantra denkst Du zwar auch, aber es hilft Dir zumindest dabei, andere Gedanken in den Hintergrund zu schieben. Die Gedanken kommen zwar immer wieder, aber wenn Du es merkst, kehre einfach zum Mantra zurück. Im Laufe der Zeit fällt Dir das immer leichter. Es hat den positiven Effekt, dass Du Dich im wachen Zustand so entspannen kannst, als würdest Du ein tiefes Nickerchen halten. So, wie ich das mal verstanden hab, bildest Du dabei Alphawellen in Deinen Hirnströmen, ähnlich der Einschlafphase, aber ohne Deinen Körper zu entkoppeln (das "Einnicken"). Du solltest dabei sitzen, sonst besteht die "Gefahr", dass Du einschläfst.

Mir ist aber tatsächlich auch bekannt geworden, dass psychisch labile Personen durch Meditaionen (insbesondere TM) geistigen Schaden genommen haben. Wie es dazu kam, weiss ich nicht. Aber m. E. nach stellt ein gesundes Mittelmaß in der Ausführung keine Gefahr dar.

Es gibt auch "Meditation in Bewegung" wie beim Yoga, Taijiquan, Qi Gong, Baduajin u. a. Hier verlangen die bewussten Bewegungen Deines Körpers soviel Aufmerksamkeit, dass störende Gedanken einfach keinen Platz haben.

Gruß
Dirk

Geändert von Bokuto (09-05-2002 um 21:05 Uhr).
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  #7  
Alt 08-05-2002, 15:42
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Standard Mantra-ommmms...

Hallo an alle!

Was hier unter Mantra-Prinzip erklärt wurde, sieht dem Gebet sehr ähnlich. Man betet, konzentriert sich auf dem Gesagtem und erhofft gehört zu werden. Oder hab ich kein Recht?

Ich verstehe nicht wieso braucht man irgendwelchen ommms zu summen, wenn man einfach das überall bekannten "Vater unser" vor sich summen kann? Man geht kein Gefahr von irgendwas erläuchtet zu sein, zum Beispiel von irgend welchen Alpha-Strahlen , oder von irgend welchen Monstern eigenen Körper geklaut bekommen. Dazu war die Heilkraft der Gebeten ,und des "Vater unser" insbesondere, überall bewiesen. Tun wir uns was gutes, Ommmen wir nicht, sondern beten einfach.

Eure
PW
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  #8  
Alt 09-05-2002, 20:18
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Standard @PowerWoman

Es geht nicht um "erhört werden", sondern darum den Kopf frei zu bekommen und dadurch den Körper zu entspannen.
Die Spannung deiner Sklettmuskeln werden (im wesentlichen) über dein Gehirn gesteuert. Wenn du viel Stress hast und es nicht schaffst "abzuschalten" sorgt dein Gehirn für eine erhöhte Muskel(ver)spannung. Ein Hauptziel der oben angesprochenen Meditation ist es eine Technik zu erlernen um zu entspannen.

Ein anderer Weg zur entspannung führt über das "Auspowern", dh. du belastest deinen Körper einfach so lange bis er physisch am Ende ist und die Muskeln einfach nicht mehr wollen. Nachteil bei dieser Methode ist das du danach "platt" bist, nach einer Meditation aber nicht.
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  #9  
Alt 09-05-2002, 21:01
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Dao Dao ist offline
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Hi Michael1,
wollte dir einfach sagen "gut erklärt" und hoffentlich bereits selbst erfahren und begriffen!

peter j.
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  #10  
Alt 09-05-2002, 21:04
Bokuto
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Mantra-ommmms...

Zitat:
Original geschrieben von PowerWomen
... wieso braucht man irgendwelchen ommms zu summen, wenn man einfach das überall bekannten "Vater unser" vor sich summen kann? Man geht kein Gefahr von irgendwas erläuchtet zu sein, zum Beispiel von irgend welchen Alpha-Strahlen ...
Hi PW,

lies doch mal aufmerksamer die Texte: Erstens steht da, dass ein Mantra aussehen kann, wie es will - also meinetwegen auch wie ein Vater unser - und zweitens steht da nix von bösen "Alphastrahlen". Alphawellen ist die Wellenform des normalen EEG bei entspanntem Wachzustand in reizarmer Umgebung und reduzierter visueller Aufmerksamkeit. Diese haben eine Frequenz 8–13/sec und eine Spannungshöhe von 50–100 µV. Dieser Zustand entspricht zum Beispiel dem entspannten "Dahindämmern" kurz vor dem Einschlafen. Du hast also mittels Meditation die Möglichkeit, dich im wachen Zustand zu entspannen.

Ach ja, ich bin heidnisch erzogen, ich müsste das Vater unser erstmal auswendig lernen, was schon mal nicht sonderlich entspannend ist. Und es ist relativ lang im Vergleich zu einem Mantra, so dass man sich doch ziemlich konzentrieren muss. Das ist dann schon ziemlich fortgeschrittene Meditation, sicher nix für Otto-Normal-Verbraucher.

Gruß
Dirk

Geändert von Bokuto (09-05-2002 um 21:09 Uhr).
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  #11  
Alt 09-05-2002, 21:51
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Talking Uuuuu... wie ernst !!!

Wenn ich nächstes Mal mir ein Scherz über die Alpha-Strahlen erlauben werde, schreibe ich gleich mit grossen Buchstaben "AUFPASSEN, BITTE !!! ICH SCHERZE !!!"
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  #12  
Alt 09-05-2002, 22:47
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Standard Meditation vs. Gebet

Eins interessiert mich jetzt doch: Wieso ziehen alle die Meditation dem Gebet vor?

Es liegt doch in unserer Natur und in unserer Kultur, zu beten. Und falls jemand meint, "Vater Unser" wäre zu lang, für den gibt es auch viel kürzere Gebete.

Wieso meinen manche, ein Gebet wäre einem Stress gleich? "Man will den Kopf frei machen und den Körper entspannen." Tut es doch! Das Beten macht den Kopf von jedem Blödsinn frei. Und die Sauna und eine gute Massage (oder auch eins davon) entspannen den Körper auf die wunderbarste Weise. Es gibt ja auch kurze Massagen, die aber äusserst effektiv sind.

Man kann den Körper auch dadurch lockerer machen, dass man ihn mit Übungen belastet. Richtige Kraft- und Konditionsübungen verbunden mit der richtigen Atmung schaffen ein Wunder. Und man ist nicht "platt", sondern mit Energie geladen!

Es ist nur eine Frage des Könnens und des Glaubens...

Gruss
Andreas
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  #13  
Alt 10-05-2002, 00:07
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Kampfkunst: 5 Jahre Zenkarate (und bisweilen Tai Chi)
 
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Ort: Hannover
Beiträge: 26
Standard Meditation

Als sehr sinnvoll sehe ich die ZaZen-Praxis für KampfkünstlerInnen an - vor allem wenn man den Budo-Weg wählt und das ganze auch als Weg der geistigen Entwicklung sieht und nicht "nur" Sport machen möchte.

Wenn man einen vernünftigen Lehrer findet, und gewissenhaft an die Praxis herangeht, sollte die Meditation einen auch nicht in "andere Dimensionen" verschlagen - von solchen Horrorstories würde ich mich nicht abschrecken lassen.
Natürlich kann Meditation auch als Möglichkeit zur Weltflucht missbraucht werden. Genauso kann aber auch Karate missbraucht werden, um Gewalt auf andere auszuüben.

Meditation ist (zumindest für mich) das Zentrum des Karate-Trainings, das Herz von KarateDo. Ohne Zazen wäre Karate nur eine leere, äußerliche Hülle. KarateDo ist für mich ein Training für Körper und Geist. Die Meditation als Grundlage des Trainings vertieft die Erfahrungen ungemein und führt zur Intuition. Durch die tägliche Meditationspraxis lösen sich Blockaden, die ansonsten einen freien Fluss der Energie behindern.

Und zum Thema "Meditation vs. Gebet": Das Chanten der heiligen Silbe OM ist ein Gebet. Meditative Übungen müssen jedoch nicht unbedingt mit einer religiösen Praxis einhergehen, auch Zazen nicht.
Es gibt allerdings z.B. auch Christen, die von sich sagen, dass sie erst durch buddhistische Meditationspraxis zum "wahren" Christentum gefunden haben.

Um zu Meditieren muss man jedoch nichts "glauben" - man kann alles selbst am eigenen Leib erfahren....
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  #14  
Alt 10-05-2002, 08:47
Bokuto
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Meditation vs. Gebet

@Andreas

Lieber beten als meditieren? Oder lieber meditieren als beten? Interessante Frage, aber eigentlich habe ich sie schon beantwortet. Ich bin kein gläubiger Mensch, zumindest nicht in dem Sinne, dass ich an eine höhere Macht glaube. In meiner Welt glaube ich an den Menschen. Genaugenommen an das Gute in jedem Menschen und daran, dass jeder Mensch eine eigene Verantwortung für sein Leben, seine Zukunft und sein Handeln hat. Fehler lassen sich nicht mit einer Beichte einfach wett machen und Glück lässt sich nicht mit einem Gebet herbeizaubern. Mir bedeuten Gebete nichts. Wenn Du mich irgendwo einordnen möchtest, kannst Du mich gern als Taoist bezeichnen (nicht diesen modernen Hukos-Pokus-Taoismus, sondern den ursprünglichen, der nicht mit einer Religion zu tun hat).

Tao, Dao, Do, ... diese Silbe heisst Weg und steckt in sehr vielen Kampfkünsten. Der Weg ist ein entscheidener Bestandteil des Budo. Meditation ist ein Teil des Budo. Kunst ist Teil des Budo. Kampf ist Teil des Budo. Wenn ich mich für eine Kampfkunst entscheide, soll ich nur den Kampf erlernen und den Rest weglassen? Dann bin ich ein reiner Sportler (das meine ich NICHT abwertend, liebe Sportler) oder jemand, der sich einfach nur prügeln will. Eine Kampfkunst ist mehr, als nur die Summe ihrer Einzelteile.

Gruß
Dirk
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  #15  
Alt 10-05-2002, 10:14
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Kampfkunst: Altrussische Kampfkunst SYSTEMA
 
Registrierungsdatum: 06.02.2002
Ort: Augsburg
Alter: 33
Beiträge: 2.248
Standard Meditation vs. Gebet

@ Feliz und Bokuto:

Schade, dass man heutzutage "nichts mehr glauben muss", und dass man "kein gläubiger Mensch" ist... Das ist aber gleichzeitig das grösste Problem der meisten, obwohl sie selbst das nicht wissen.

Zu meinen, dass der Mensch sein Leben richtig gestaltet, ist unrealistisch, weil der Mensch immer Fehler macht, und der andere Mensch auch noch dafür sorgt, dass es nicht gelingt. Gebete sind keine Zauberei. Wenn man sie aber dafür hält, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass sie einem nichts bedeuten. Und diese Welt "die Welt der Menschen" zu nennen, ist auch falsch, denn der Mensch hat sie nicht erschaffen und beherrscht sie auch nicht. Er kann sie erforschen, er kann sie kaputtmachen oder sogar vernichten, aber nicht beherrschen.

"Tao, Dao, Do, ... diese Silbe heisst Weg und steckt in sehr vielen Kampfkünsten. Der Weg ist ein entscheidener Bestandteil des Budo. Meditation ist ein Teil des Budo." Wieso verwechseln viele den Begriff "Kampfkunst" mit dem Begriff "Budo"? Budo ist nur ein teil der Kampfkünste. Die Frage am Anfang dieser Diskussion war aber: Welche Mediation würdet ihr für kampfkünstler empfeheln? In allen Kampfkünste ist Religion ein fester Bestandteil. Aber nicht Meditation. Sie gehört beispielsweise zum Budo.

Gruss
Andreas
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