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Umfrageergebnis anzeigen: Welchen Wert mißt ihr Mentalem Training bei?
Keine Ahnung! 9 9,00%
Keinen! 6 6,00%
Wird schon was dran sein! 24 24,00%
Kann wesentliche Vorteile bringen! 61 61,00%
Teilnehmer: 100. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #16  
Alt 24-11-2005, 17:44
Benutzerbild von Klaus
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Ich wäre äusserst vorsichtig mit derart wichtigen und grundlegenden Impulsen wie dem Kampf rumzuspielen. Oder um es deutlicher zu sagen, ich würde es lassen. In einem Kampf werden Regeln ausser Kraft gesetzt, die sonst soziale Gültigkeit und Komponenten haben. Diese Kräfte will und sollte man nicht missbrauchen, um damit körperliche Leistungen zu fördern bei so existentiell unwichtigen Dingen wie Sport. Ich habe über längere Zeit erlebt wie es ist, wenn man im Sport geärgert oder asozial behandelt wird und auf Kampf umschaltet, und man tatsächlich Kampf kann. Da landen auch mal Leute im Krankenhaus.

Meiner Meinung und Erfahrung nach reicht es völlig aus, der eigenen Seele das Planen und Arrangieren solcher EMPFINDUNGEN zu überlassen. Das ist kein Buch in dem man einfach ein paar Seiten streicht und neu schreibt, das ist MAN SELBST. Ich habe in erster Hand gemerkt was passiert wenn jemand mit Triggerung spielt ohne zu wissen was er eigentlich da macht, oder womit er es zu tun hat, und ich war nicht erfahren und abgefeimt genug es selbst zu merken. Da kommen dann auf einmal Emotionen die was damit zu tun hatten, fast gestorben zu sein, von denen man nichts mehr wusste, und man landet mal drei Tage in der Psychiatrie nachdem 20mg Valium intravenös keinerlei Wirkung gezeigt hatte. Sowas kann LEBENSGEFÄHRLICH sein.

Man kann lernen und daran arbeiten, Angst zuzulassen die man verdrängt hat, und die sich nur in Minderleistung zeigt. Oder Frustration, wegen der man keine Lust mehr hat. Das sollte man aber nicht mit der Spitzhacke oder dem Geodreieck machen, sondern indem man sich emotional damit auseinandersetzt, die Gefühle wieder zulässt, und lernt das auf natürliche Weise abzubauen oder einzusortieren. Und nicht einfach einen Strich durch machen als könnte man entscheiden man bräuchte sowas nicht, weil man gerade eben nicht in Gefahr ist während man das entscheidet. Bis daß man dann Angst bräuchte in dem Moment wo sie einen retten würden, und hat keine, und hat auch kein Glück, sondern geht in der Lawine dann drauf.
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  #17  
Alt 25-11-2005, 07:02
Benutzerbild von Mmichael
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Standard Planen und Arrangieren solcher EMPFINDUNGEN

@Klaus

Durchdachter Beitrag, z.B.

>> Meiner Meinung und Erfahrung nach reicht es völlig aus, der eigenen Seele das Planen und Arrangieren solcher EMPFINDUNGEN zu überlassen. Das ist kein Buch in dem man einfach ein paar Seiten streicht und neu schreibt, das ist MAN SELBST. <<

Jou. Jeder hat schon seine spezifischen Problemchen, und wird die Antwort
nicht im durchaus intelligenten Buch finden. Die machtvollen Ideen können
bestenfalls "Futter" für's eigene Wesen sein, jeder muß sich da schon seine Orte selber suchen. Beispiele für mentales Training sind vielfältig,
allgemein versteh' ich darunter, seinen Verstand, seine Sinne / Physis,
und seine Phantasie zu gebrauchen.

Ggf. wird's verständlich am Beispiel Spaziergang.

Gelegentlich gönn' ich mir, gerne nach div. Std. vor'm Rechner, einen nächtlichen Spaziergang,
den man als sportlich-mentale Trainingseinheit umwidmen kann.

Vorbereitung: Glas Wasser;
Jacke Tabak Feuer Schlüssel Geld Ausweis Klinge, kein Handy.

Die ersten Minuten bei straffem Tempo versucht man,
Atmung und Schritt locker zu Synchronisieren,
dann fängt man von selbst an, seine Umgebung bewußter wahrzunehmen,
Entfernungen zu schätzen, sich am Stadtbild zu erfreuen.
Die Wege, die man begeht, kann man als Teil des eigenen "Revieres" sehen.
Romantisch: Nächtlicher Stadtpark. Nach kurzer Zeit gewöhnen sich die Augen
an die Dunkelheit, eine Runde durch den Park macht klar, daß man alleine ist,
mit 100 Jahre alten Bäumen.

Gute Zeit, sich auf der einladenden Parkbank auszuruhen.
Spannend, was man jetzt hört und sieht, wenn man seinen Sinnen traut,
die Birne ist offen für viele Überlegungen.
Die hifi-verwöhnten Ohren hören entferntere und nähere Geräusche,
und der Park gehört vollständig zum eigenen Revier.
Jedem nächtlichen Passanten würde diese Einstellung entgegenstrahlen.

Tauchen welche auf, vermutlich friedfertige (sieht man oft),
ist Körpersprache "aufrechter Staatsbürger" angebracht ;-],
und ich finde es gar keine schlechte Idee (komm' vom Land),
nach Sichtkontrolle Passablen ein halbwegs freundliches "'N'abend" zu bringen.

Ist ja schließlich mein Revier.

Tauchen suspektere Kunden auf, empfiehlt sich:

"Ey, bleibt mal stehen, habt ihr 'mal 'ne Zigarette!!?"

Scherz beiseite, aber es ist dann auch tagsüber ein korrektes Gefühl,
zu spüren, daß das "meine Straßen, mein Park" sind,
für die ich auch für meinen Teil verantwortlich bin.

Ist ja schließlich mein Revier.

Grüße

Michael
______
>>
Die Reviergröße hängt ... von seinem Status im Vergleich zu benachbarten Artgenossen ab. Das Revier kann beispielsweise durch Duftmarken oder durch Lautäußerungen (Gesang)

markiert werden und wird vom Revierhalter käufig kontrolliert.

Vom Revier zu unterscheiden sind Streifgebiete, die sich überschneiden können. ...

Auch Haustiere haben Reviere. Dies sind dann meistens Häuserblocks oder Straßenzüge in der näheren Umgebung der Wohnung. Kater markieren manchmal auch eine Wohnung, indem sie Urin auf der Wohnungseinrichtung verspritzen und ihre Krallen an Türrahmen wetzen. ...
<

Quelle: Wiki
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  #18  
Alt 25-11-2005, 17:06
Benutzerbild von die Chisau
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Sinn meines threats ist es die Leser darauf hinzuweisen,was für Möglichkeiten Mentaltraining bietet und selbst neue Ideen zu sammeln. Zu meinem Erstaunen hat offensichtlich kaum einer Erfahrung damit. Anwendungsmöglichkeiten und Beispiele denke ich habe ich im threat genug veröffentlicht. Leider ist es nicht möglich per Internet auf eine Person und ihre Probleme oder Fragen zu 100% einzugehen, dazu ist persönliche Kommunikation und Zeit erforderlich.
Ich habe zwei konkrete praktische Übungen- setzen eines Ankers und erlernen(festigen) eines Bewegungsablaufes beschrieben. Es ist mir aber klar,daß diese Beschreibungen alleine für einen Neuling unzureichend sein mögen, daran läßt sich aber kaum was ändern, wenn man im Net kommuniziert. (versucht mal eine KATA,Form oder eine bestimmte Bewegung klar und eindeutig nur mit Worten zu beschreiben—so gut wie unmöglich- das um zu verdeutlichen das auf diesem Weg (net) leider nicht alles für jeden verständlich dargestellt werden kann)
Gefahren ,wie immer wieder angesprochen sehe ich nicht wirklich ,solange man mit Methoden arbeitet die positive Vorstellungen stärken. Beim Visualisieren und durchspielen von Techniken und Bewegungsabläufen braucht wirklich keiner Angst davor zu haben irr zu werden.
Mir ist die Frage gestellt worden ,wie man in Streßsituationen beim Sparring umgehen kann. Was man gegen den störenden Einfluß von Zuschauern machen kann.
Ich schlage vor (als Sportler) sich langsam an diese Aufgabe heranzutasten. Jeder normale Mensch wird in Streß kommen,wenn er sich mehr oder weniger unvorbereitet einer anspruchsvollen Aufgabe gegenübersieht. Sparring ist etwas anderes als technisch zu trainieren. Selbst wenn du technisch gut vorbereitet bist ,wirst du im Kampf vor eine völlig neue Aufgabenstellung gestellt werden. Angst davor ,was wohl passiert, getroffen zu werden –Schmerzen zu haben ,verletzt zu werden sich lächerlich zu machen..zu „verlieren“. Ich würde mit Pratzentraining, abgesprochenem Sparring und irgendwann einmal mit Sparring mit einer Person ,mit der ich gut kann beginnen, wenn möglich ohne Zuschauer. Langsam mit der richtigen Einstellung- (beide lernen dabei, getroffen zu werden ist normal und keine Schande, je öfter ich das mache umso besser werde ich=> ich entwickle mich permanent weiter egal wie schlecht ich am Anfang bin) Das ganze spielerisch beginnen und mit der Zeit realistischer gestalten,sodaß man sich langsam an die Grenzen herantasten kann.
Man könnte sich einen Anker setzen (in vorhergehenden Beiträgen beschrieben) der einem Selbstbewußtsein oder Mut gibt, in Gedanken eine Sparringsituation durchspielen, sich das ganze bildlich „ausmalen“ und zwar positiv nicht negativ. (Zb Einsatz von Submodalitäten siehe link zu NLP Lexikon in älterem Beitrag von mir http://www.nlp.at/lexikon/index1.htm ,=> Gehirn denkt in Bildern übertrage die Bildeigenschaften eines persönlichen Erfolgserlebnisses auf das Bild der Sparringssituation... )
Das wird bewirken ,daß man sich in der Streßsituation besser fühlt und deshalb besseren Zugriff auf das eigene Können hat. (zu viel Streß beeinflußt nachweislich das eigene Leistungsniveau negativ) => bessere Resultate=> erhöhtes Selbstvertrauen=> weitere Verbesserung....
Umgang mit Zuschauern: Ich glaube nicht ,daß jemand der diese Situation kennt über dich lachen wird, Leute die sich dem Sparring nicht stellen haben sowieso kein Berechtigung mitzureden oder zu urteilen... Letztendlich ist nur relevant ,was du selber denkst ,wenn du anderen Personen nicht erlaubst Einfluß auf dich zu nehmen, haben sie auch keinen. Die Entscheidung liegt bei dir. Fokussiere deine Aufmerksamkeit auf deinen Gegner und nicht auch noch auf das Umfeld, das beeinträchtigt deine Leistungsfähigkeit. Du kannst zb in Gedanken eine Mauer zwischen dir und den Zuschauern hochziehen..,um dich besser auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Möglichkeiten gibt es viele. Es hängt aber auch immer von der betreffenden Person ab- nicht jede Lösung ist für jeden gut! Aber: Es gibt für jeden eine Lösung und Verbesserungsmöglichkeiten.

Geändert von die Chisau (25-11-2005 um 22:19 Uhr).
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  #19  
Alt 28-11-2005, 10:25
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Für alle Zweifler. Ein super link.
http://www.argedon.de/akka/theorie/3phasen.htm
http://www.argedon.de/akka/theorie/mental_training.htm
Das Wesentliche kurz zusammengefasst.
Hat wirklich keiner von euch Erfahrung mit M-Training! Unglaublich.

Geändert von die Chisau (28-11-2005 um 10:30 Uhr).
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  #20  
Alt 28-11-2005, 14:49
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Nein, ich habe Erfahrung mit NLPlern die mit messianischem Eifer Leuten die gottgleiche Errungenschaft näher bringen wollen, ob sie wollen oder nicht. Und die gleich ein bischen mit anderer Leute Gehirn rumspielen wollen als wäre es ein Legobaukasten. Wie gesagt, ich hatte mal das Vergnügen mit einer Diplom-Psychologin die sowas probiert hat, und als dann Gefühle von vor 30 Jahren wiederkamen und mein Körper durchgedreht ist (da ging es auch nur um versuchte Tötungsdelikte, also nichts besonderes), konnte sie überhaupt nicht mit der Dimension umgehen. Es geht nämlich nicht darum was DU oder irgendein Hansel glaubt was da passiert, sondern da passiert tatsächlich was und das kann man nicht wegdiskutieren wenn nicht passiert was man wollte. Was ich aber dabei gelernt und erlebt habe ist daß es tatsächlich eine Seele gibt die weiß was sie tut. Die hat den Scheiß danach nämlich repariert, und dabei habe ich ziemlich interessante Dinge erlebt.
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  #21  
Alt 28-11-2005, 17:53
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@ Klaus
Mag sein ,daß du mit NLPlern negative Erfahrungen hast. Mag sein ,daß du durchgedreht bist. Traurig und ich hoffe dir geht es besser, aber was in aller Welt hat das mit dem Diskussionsthema zu tun?
Hast du dir die Beiträge und links angesehen? Es ist nie auch nur im Traum von irendeinem hier angedacht worden jemanden zur Killermaschine zu züchten....
NLP Messias bin ich auch keiner ,vielmehr interessiert mich Sport im allgemeinen und Kampfkunst im Besonderen, dazu habe ich viel mehr Bezug. Nun habe ich einige Bücher zum Thema dieses Threats durchgearbeitet und bin zur Erkenntnis gekommen ,daß NLP Techniken sich sehr gut für die Sportpsychologie eignen. Die Autoren der Bücher arbeiten alle mehr oder weniger mit den gleichen Techniken, wobei die NLP Techniken ausgereifter sind. Keine Glaubensfrage sondern Tatsache. Welche Gefahren siehst du denn in Lerntheorie , Carpenter Effekt, Zieldefinitionen ,Hinterfragen von Einstellung , setzen von Ankern?
Jeder vernünftige und erfolgreiche Leistungssportler setzt Mentaltraining ein.
Wie soll man denn deine Aussagen verstehen? Eine Diplom Psychologin hat was versucht und es hat nicht funktioniert. Glaub ich dir. Aber ist Psychologie deshalb schlecht und hat keine Berechtigung? Oder gar Nachdenken ,weil Nietsche es übertrieben hat und durchgedreht ist? Oder die Kampfkünste ,weil sie schon mißbräuchlich verwendet wurden? Ich sehe bei einem Mentaltraining ,wie ich es vertrete überhaupt keine Gefahren, weil ich nie mit gefährlichen Techniken experimentieren würde und die zu betreuende Person absolute Entscheidungsfreiheit hat ,was sie machen will oder nicht. Es braucht sich keiner hypnotisieren lassen ,der das nicht möchte, auch wenn die Hypnose viele Möglichkeiten bietet. Dann sucht man andere Wege ,die zum Ziel führen und mit denen der Sportler einverstanden ist. Deine Sorge ,um die Folgen von...was auch immer mag aus deiner Sicht berechtigt sein ,aus meiner ganz und gar nicht ! Wie sieht es denn mit Drogen aus? Doping? Da besteht die Gefahr irr zu werden ,vielleicht solltest du dich eher gegen deren Gebrauch einsetzen
LG Die Chisau
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  #22  
Alt 28-11-2005, 20:03
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Es gibt gerade im Bereich chinesischer Systeme derartig viele ausgereifte Methoden, vom Qigong, Wuwei- bzw. Wuji-Haltung beim Üben (i.e. Überlassen des Setzens von "Ankern" dem EIGENEN Unterbewusstsein statt einem fremden verwirrten Fummelbegeisterten) und Meditation, daß man keine halbgaren Hobbymethoden durchgedreht-frustrierter Autobastlertypen benutzen muß die kaum mal ein paar Jahrzehnte erforscht sind, und das auch nicht wirklich (wenn ich partout etwas als "gut" beweisen will, dann übergehe ich nämlich in meiner Forschung einfach mal die Haken). Wer sagt denn daß ich überhaupt todesmutig in einen Fussballzweikampf gehen wollen muß ? Oder welche Folgen es hat wenn ich mit Beziehungsgefühlen oder Sexgefühlen meinen Sport "positiv" werte ? Dann verlässt einen auf einmal die Frau, das Gefühl ist negativ, und plötzlich kann man nicht mehr laufen, und bricht mit Depressionen ein wo man vorher stundenlang gerannt ist. Das Problem ist daß Leuten Dinge ausgemalt und aufgeschwatzt werden deren Tragweite in dem Moment WEDER dem Opfer NOCH dem "Therapeuten" bewusst sind. Hemmungen können mit dramatischsten Ereignissen in der Kindheit zusammenhängen, und wenn ich daran rumdoktere um das Ergebnis im Sport und Spiel zu "optimieren", dann kann da einiges passieren was nicht in den Büchern gestanden hat. Ich habe gemerkt was passiert wenn man im Sport auf Kampf umschaltet, auch wenn es teils gerechtfertigt war weil man so mit mir auch umgegangen ist, die konnten es nur nicht so gut. Klar fördert es die Leistung. Die Frage ist aber ob man VORHER wirklich begreift was HINTERHER alles mit einem passiert, wenn man sich tolle Anker und Bildchen gebastelt hat, und nicht weiß was das Bewusstsein dann hinterher tut. Ich habe Leuten teilweise fast die Arme ausgerissen weil ich mit der Kraft gezogen habe die für Kampf auf Leben und Tod gedacht war.

In den 60ern haben Psychiater mit Neuroleptika um sich geschmissen als wären es Bonbons, und Leute schwerst geschädigt. Heute geben viele von den Alten zu daß man es übertrieben hat und gar nicht wusste was alles passiert. Jetzt hat man ein anderes Spielzeug und setzt einfach mal Methoden ein die beeinflussen womit sich das Gehirn und Bewusstsein SELBST steuert, ohne zu wissen unter welchen Umständen das Gehirn sowas selbst tut, und wann nicht. Ich kann eine Menge wünschenswerter Dinge nicht tun, weil irgendwelche Traumata daran hängen. Wenn ich das einfach mal trotzdem mache, dann passiert eben genau das was das Gehirn oder Bewusstsein vorher vermeiden wollte BEVOR es das selbst tun würde. Man wird INSTABIL. Und man kann sich nicht einfach damit herausreden daß der Patient ja selbst entscheiden kann. Wenn man ihm vorher einredet das wäre harmlos und man kann es einfach mal probieren, rate mal was der dann sagt. Gerade denaturalisierte Leute haben kein Gefühl mehr dafür was gut für sie ist und was nicht, und machen einfach.

Erprobtes Mentaltraining in chinesischen Systemen ist Meditation. Einfach mal hinsetzen, die Fresse halten, keine Hip-Jung-Schön-Schlagworte beten, sondern auf das Hören was von Innen kommt. Und auf einmal kann man sich gut bewegen und das Richtige tun, und muß gar nicht an sich rumbasteln. Man fühlt sich gut weil die Seele endlich wieder das tun kann was sie immer wollte, und was man einfach verlernt hat.
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  #23  
Alt 28-11-2005, 20:59
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Zumindest entwickelt sich daraus eine interessante Diskussion.
Meditation ist aber auch nicht ungefährlich und sollte unter Anleitung betrieben werden ,da es bei falscher und intensiver Meditation zu psychischen Schäden kommen kann. Was die Tragweite von Entscheidungen anbelangt so weiß jeder gute Therapeut, daß immer die Gesamtpersönlichkeit gesehen werden muß. Konkret ,wenn einer ein guter Fußballer werden will ,überlegt man sich vorher welchen Aufwand man bereit ist zu treiben,wie das Leben ,Beziehungen dadurch beeinflußt werden. Erst wenn das klar ist und die Person für sich eine akzeptable Lösung gefunden hat ,setzt man den nächsten Schritt. So ist sichergestellt,daß er nicht in eine Depression rutscht! Deshalb Zieldefinition. Seriös ist es Leuten bei der Verwirklichung ihrer Ziele zu helfen und nicht ihnen irgendwas aufzuschwatzen. Erprobtes Mentaltraining ist auch positiv zu denken und auch noch altbewährter als Meditation. Es gibt Studien ,die nachweisen ,daß Leute mit einem positiven "Glauben" besser "fahren". Genauso wie die ewig negativ Denker an psychosomatischen Krankheiten leiden. Also ,wenn die Psyche solche Macht hat warum nicht zum eigenen Vorteil nutzen?
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  #24  
Alt 28-11-2005, 23:43
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Weil die Mechanismen die da sind bereits ein Ziel HABEN. Dem muß man nur den Raum geben zwischen all den Dingen die man so möchte, um akzeptiert und gewollt zu werden.
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  #25  
Alt 29-11-2005, 00:17
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imaginationen, vorstellungen im zusammenhang mit bewegung: da unterscheide ich zwischen verbalem denken und räumlichen nonverbalen (vorstellungs)bildern.
einstellungsdenken, dass mit repetitiven sätzen im kopf operiert (ich will dies und dies, diesmal schaffe ich es, ich habe schon mut etc.), hat bei mir noch nie angeschlagen, im gegenteil, es ist ein grundsätzliches indiz dafür, dass die körperorganisation verstockt ist.
und ich behaupte auch mal, dass diese 'positive thinking' therapien, wenn sie denn helfen, aus ganz anderen gründen funktioneren als wegen dem kognitiven sich einhämmern von schönen sätzen.

ich habe geschrieben räumliche bilder. das ist durchaus interessant. z.b. den eigenen schwerpunkt unter den des gegners visualisieren.
im yiquan gibt es sehr viele begleitende vorstellungen, die wenn sie ruhig ablaufen, ein indiz sein können, dass die bewegung bereits recht gut ist.
das 'fühlt' sich aber ganz anders an, als wenn man auf ein paar vielversprechenden gedanken herumkaut. es kann auch sein, dass man spontan auf neue bilder kommt, also auch mit der fantasie in bewegung ist.
oft reicht ein bild, um etwas zu starten. das bild wird in dem fall nur für einen sekundenbruchteil gebraucht, dann wird der körper fähig ihm zu folgen.
man merkt mit der zeit auch, welche bilder man brauchen kann und welche nicht wirken.

ich erachte diese bilder aber nicht als muss. wer während den übungen oder dem kämpfen nichts denkt oder sich vorstellt, ist deswegen noch nicht im nachteil. wenn man wirklich an der sache dran ist, so ist die kogniton eher eine bremse und sowieso zu spät. das ist ja auch das schöne; der körper weiss, was zu tun ist und das echo des denkens gibt endlich mal ruhe.
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  #26  
Alt 30-11-2005, 01:00
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Ideomotorisches Training (auch "Carpenter-Effekt")

Bereits 1854 stellte man fest, dass die intensive Vorstellung einer Bewegung die Tendenz zu ihrer Ausführung hervorruft. Schon bei gedachten Bewegungen konnte eine verstärkte Durchblutung der Muskeln festgestellt werden. Man wies u.a. nach, dass bei der Vorstellung einer Bewegung eine schwache Kontraktion der Muskeln hervorgerufen werden kann.

Es ist unmöglich, sich eine Bewegung intensiv vorzustellen und gleichzeitig das zu der Ausführung gehörende Körperteil völlig entspannt zu lassen.

Was noch wichtiger ist durch intensive Bewegungsvorstellung werden Nervenbahnen im Gehirn trainiert ,die mit jeder Wiederholung eine bessere Bewegungsausführung ermöglichen. Es tut sich also tatsächlich auch körperlich etwas (Synapsen im Gehirn gebildet ,bzw "eingefahren") und das nur durch intensive Bewegungsvorstellung.
Anwendung- lernen neuer Bewegungen-preplay einer auszuführenden Bewegung in der Vorstellung- um sie danach leichter umsetzen zu können.(zb Golfschwung)....
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  #27  
Alt 30-11-2005, 02:07
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ich bin mir da eben nicht so sicher.
was heisst denn 'eine vorstellung', 'ein gedanke'? der angesprochene test muss ja die idee einer spezifischen bewegung zu den versuchspersonen 'herübergebracht' haben, also durch worte oder schrift, die die wissenschafter ihnen gegeben haben. das ist bereits ein bewegungsvorgang: das hören, bzw. das lesen. kann durchaus sein, dass der umweg übers hirn und die dortigen synapsenschaltungen gar nicht immer nötig ist. es ist ja verblüffend, dass man während des lesens nicht gleichzeitig denken kann. man muss die augenbewegung, die den worten entlanggeht für eine kurze zeit anhalten, um über einen satz nachzudenken, den man nicht ganz kapiert hat. was dann aber nicht heisst, dass man die bedeutung des satzes nicht doch schon körperlich vollzogen hat.


gut möglich, dass der heute populäre determinismus, der besagt, alles was getan werde, sei auf einen mentalen ursprungsimpuls zurückzuführen, bald ins wanken kommt. gerade die kampfkünste zeigen, dass sinnvolle bewegungen möglich sind in zeitspannen, die die reiz-reflexion-reaktionsdauer deutlich unterlaufen.

gerade im tuishou oder chi sau ist es denkbar, dass der lange weg haut-hände-arme-schultern-hals-hirn-hals-schultern-arme-hände-haut umgangen werden kann, indem die hände selbst zu 'denken' anfangen.

für einen praktiker, wie wir es sind, spielt die objektive wahrheit, die hier behauptet werden könnte, weniger eine rolle. (ich bin zu wenig fachmann um hier sinnvoll wissenschaftlich weiterzustreiten)

aber der kampfkünstler kann zwischen zwei bildern wählen:

1. alles muss durchs hirn hindurch
2. nein, es geht auch schneller

wäre ein guter test: kämpfer beauftragen, sich die these 1 zu visualisieren und damit zu kämpfen
und dann mit these 2, und danach schauen, ob in ihren bewegungen jeweils ein unterschied feststellbar ist.

ich wette, da wäre einer zu bemerken.


...und das schöne ist, wir brauchen keine wissenschaftler, die uns sagen, was möglich ist und was nicht, wir experimentieren selber.
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  #28  
Alt 30-11-2005, 11:36
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Sagen wir es so: „Selber experimentieren ist ein guter Weg, aber ohne die Wissenschaft hätten wir viel weniger Ideen dazu und müßten auf allen Gebieten mit 0 starten.“
Was das Chisau oder tuishou betrifft, so gibt es zu den „selbsterlernten Reflexen“ auch eine wissenschaftliche Erklärung. Was du als „die Hände beginnen selbst zu denken“ beschreibst ist erklärbar dadurch ,daß mit zunehmender Routine die angelernten Bewegungen (Tan-,Bong-,Jam-,Kao Sao) zu „Reflexen“ werden, daß heißt über das Zentralnervensystem ohne Einschalten des bewußten Denkens ablaufen. Dadurch vermindert sich die Reaktionszeit erheblich. Das ist natürlich nur mit entsprechendem Übungsaufwand zu erreichen und ist ein Prozess der sich auch körperlich durch Bildung neuer Synapsen im Gehirn manifestiert.
Siehe Lerntheorie und die von mir veröffentlichten links:
„Übungen erreichen: > Vervollkommnung > Mechanisierung > Fertigkeit > Gewohnheit > folgerichtige unterbewusste Reaktion“
Phasen des Lernens: unbewußte Inkompetenz => bewußte Inkompetenz => bewußte Kompetenz => unbewußte Kompetenz („die Hände beginnen selbst zu denken“)
Wie der von dir vorgeschlagene Test ausginge ist wohl klar: Kämpfer 1 würde vor lauter denken wie paralysiert wirken und verlieren...
Nun haben wir gerade in den KK das Konzept des Mushin (WU-Wei) : „Absichtslosigkeit des Geistes (Freiheit vom ich wollen), einen Zustand völliger Natürlichkeit und Unabhängigkeit vom Dualistischen Denken....eine Geisteshaltung offen für das intuitive empfinden zusammenhängender Wirklichkeiten..“- aus Lexikon der KK- Werner Lind)
Das Freimachen von einer Technik....geht aber nur ,wenn die Techniken durch langes Üben in Fleisch und Blut übergegangen sind! (Vgl: moderneBegriffe in der Sportwissenschaft: Flow, State of excellence, the zone)
Was wenn man den Flow durch bestimmte Techniken gezielt herbeiführen kann, oder zumindest leichter erreichen kann? Wie unendlich groß wäre der Vorteil jenes Sportlers der das kann gegenüber allen anderen? Ich habe da so einige Ideen und experimentiere damit herum. @ Klaus : Ja , es geht dabei u.a. wieder um „Bildchen“.
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  #29  
Alt 30-11-2005, 12:23
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zitat die chisau:


"Sagen wir es so: „Selber experimentieren ist ein guter Weg, aber ohne die Wissenschaft hätten wir viel weniger Ideen dazu und müßten auf allen Gebieten mit 0 starten.“"


kann ich nicht zustimmen. gerade durch die vorschnelle bereitschaft an wissenschaft zu glauben, werden die menschen vieler ideen beraubt. sie installieren dann dogmen statt fantasie und stützen damit unbewusst die wissenschaftlichen eliteverbände. es ist z.b. unglaublich, wie schnell sich die religion der evolution global verbreitet hat.

wissenschaft in unserem heutigen sinne (verifikation, falsifikation, objektivität, rationalität) ist ein noch sehr junges phänomen.
und die leute früher hatten auch ideen, und was für welche!

ich glaube auch nicht, dass keine neuen spontanen bewegungen möglich sind, dass alles durchs bewusstmachende üben hindurch muss.
ich gebe zu, dass es zwar meistens so ist, aber nicht immer.

grüsse

vakuum
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  #30  
Alt 30-11-2005, 14:47
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Kampfkunst: Lei Gong Nei Quan - Inneres Boxen
 
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In meiner Herangehensweise interessiert mich die herkömmliche Wissenschaft in keinster Weise.
Ich nehme nichts als gegeben hin. Das ist mein Grundsatz. Damit befreie ich mich von allen Einschränkungen und vorgegebenen Grenzen.

Einer meiner Grundsätze ist, das arbeiten/forschen mit den wirkenden Kräften. Der Schwerkraft, dem permanenten Fall und dem Aufwärtsstreben, der Statik.
Wege zu finden sich immer weniger gegen die Schwerkraft zu bewegen, sondern mit ihr.

Beschäftige ich mich nur damit, ordnet sich alles dem was ich mache nach, auch das Denken. Damit befreien ich mich von allen Theorien, Techniken, Formen und anderweitig vorgegebenen Mustern. Meine Beweung und meine Gedenken werden zu ein und der selben Sache.

Es ist eigentlich ganz einfach das zu machen. Es ist aber scheinbar nicht so einfach sich von vorgegebenen Denkweisen zu befreien. Man kann es aber lernen.

Folgt man diesem Weg, öffnet man seiner Sensivität/Wahrnehmung neue Türen, die es einem ermöglicht eine neue Körper-Geist-Intelligenz zu erschaffen. Es scheint dann so, als wenn z.b. die Hände und Füße sich von sichheraus bewwegen, ohne Schwung. Ja, als würden sie selber wissen was sie zu tun haben.

Dieser Weg hat auch logischerweise eine befreihende Wirkung auf den Geist, aufs Denken. Man verläßt dadurch die festen Bahnen und schwebt scheinbar frei zwischen diesen Bahnen herum. Das macht es einem aber möglich sehr viel mehr Wege und Möglichkeiten zu erkennen, die einem normal verschlossen bleiben. Das ist meine Erfahrung. Man erschafft sich wirkende Möglichkeiten zu entscheiden, die sich sofort auch in der Art der Bewegung bemerkbar machen.

Also, meine Devise ist, weg von allen Theorien und hin zu dem was uns bewegt. Die Erdanziehung und unser persönliches Verhältnis dazu kann ein sehr befreiender Schlüssel sein.

Torsten
__________________
Es ist gut der Bessere zu sein, doch es ist besser zu lernen. HB www.inneres-boxen.com
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