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  #1  
Alt 13-10-2011, 21:00
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: MMA
 
Registrierungsdatum: 22.08.2011
Ort: -
Alter: 25
Beiträge: 60
Standard Schläge auf den Kopf - Auswirkungen auf Gehirnzellen und co

Hi,
ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht und würde gerne wissen ob jemand hier konkrete Untersuchungsergebnisse zum Thema Gehirnschäden (Gehirnzellenverlust, Langzeitschäden etc.) kennt.
Hab schon öfters im Netz gesucht, aber dort wird das Thema in den entsprechenden Fachforen zumeist direkt ins lächerliche gezogen und an seriösen Studien habe ich kaum was gefunden.
PS: Möchte die Admins auch bitten Spaß Posts hier zu löschen, da mich das Thema wirklich interessiert und ich auch wichtig finde dass ERNSTHAFT zu besprechen.
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  #2  
Alt 13-10-2011, 21:08
Benutzerbild von Riddik
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Boxen, Ju-Jutsu, Judo
 
Registrierungsdatum: 14.09.2009
Alter: 27
Beiträge: 52
Standard

Schau mal hier: Deutsches rzteblatt: Archiv "Boxen – akute Komplikationen und Spätfolgen: Von der Gehirnerschütterung bis zur Demenz" (26.11.2010)
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  #3  
Alt 13-10-2011, 21:12
Boxerjugend
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Gibt keine Auffälligkeiten.
Das war mal früher, wo man Kämpfer öfter ko gehen ließ
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  #4  
Alt 13-10-2011, 21:30
Benutzerbild von Savateur73
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 26.11.2010
Ort: Meerbusch
Alter: 38
Beiträge: 2.421
Standard

Zitat:
Zitat von Aning Beitrag anzeigen
Hi,
ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht und würde gerne wissen ob jemand hier konkrete Untersuchungsergebnisse zum Thema Gehirnschäden (Gehirnzellenverlust, Langzeitschäden etc.) kennt.
Hab schon öfters im Netz gesucht, aber dort wird das Thema in den entsprechenden Fachforen zumeist direkt ins lächerliche gezogen und an seriösen Studien habe ich kaum was gefunden.
PS: Möchte die Admins auch bitten Spaß Posts hier zu löschen, da mich das Thema wirklich interessiert und ich auch wichtig finde dass ERNSTHAFT zu besprechen.
Ich habe mal gelesen das ein leichter Schlag auf den Kopf die selbe Anzahl an verloren Gehirnzellen ergibt als wenn man eine Flasche Bier konsumiert.
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  #5  
Alt 13-10-2011, 21:50
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan und anderes
 
Registrierungsdatum: 26.12.2006
Alter: 44
Beiträge: 2.846
Standard

Zitat:
Zitat von Aning Beitrag anzeigen
Hab schon öfters im Netz gesucht, aber dort wird das Thema in den entsprechenden Fachforen zumeist direkt ins lächerliche gezogen und an seriösen Studien habe ich kaum was gefunden.
Kopfverletzungen werden in Medizinforen ganz bestimmt nicht ins Lächerliche gezogen.
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  #6  
Alt 13-10-2011, 21:51
Benutzerbild von sbenji
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Leben
 
Registrierungsdatum: 09.09.2007
Ort: Nordhalbkugel
Alter: 25
Beiträge: 1.086
Standard

Zitat:
Zitat von Savateur73 Beitrag anzeigen
Ich habe mal gelesen das ein leichter Schlag auf den Kopf die selbe Anzahl an verloren Gehirnzellen ergibt als wenn man eine Flasche Bier konsumiert.
Was verstehst du unter leicht?
Das Gehirn ist flexibel gelagert, und kann so schwache Stöße abpuffern.
Des weiteren kann das Gehirn fehlende Hirnzellen ersetzen, natürlich nur bis zu einem gewissem Grad.
Ein Bier oder ein vergleichbarer Schlag hinterlassen keine Langfristige Wirkung.
(oK die betroffenen Verknüpfungen sind weg aber was solls)
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  #7  
Alt 13-10-2011, 22:50
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Boxen,Kali, 1ster dan(n) lass uns lieber ein Bier trinken
 
Registrierungsdatum: 23.05.2011
Ort: so eine art schwarzes Loch mitten in S-H
Beiträge: 301
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Hier noch mal eine neue Mitteilung die aber das selbe besagt wie der von Riddik gepostete Link.

Physiotherapie in Deutschland - Stellenmarkt, Bücher, Preislisten, Praxisverzeichnis, Fortbildungen, Adressen und mehr
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Er bringt uns Frieden, brecht ihm die Beine
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  #8  
Alt 14-10-2011, 19:39
Benutzerbild von Savateur73
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 26.11.2010
Ort: Meerbusch
Alter: 38
Beiträge: 2.421
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Zitat:
Zitat von sbenji Beitrag anzeigen
Was verstehst du unter leicht?
Das Gehirn ist flexibel gelagert, und kann so schwache Stöße abpuffern.
Des weiteren kann das Gehirn fehlende Hirnzellen ersetzen, natürlich nur bis zu einem gewissem Grad.
Ein Bier oder ein vergleichbarer Schlag hinterlassen keine Langfristige Wirkung.
(oK die betroffenen Verknüpfungen sind weg aber was solls)
Ein Treffer mit einem Jab ist ein leichter Schlag.
Das Gehirn ersetzt keine Hirnzellen sondern anderen Hirnzellen übernehmen die Aufgaben der anderen Gehirnzellen
bis zu einem bestimmten Grad.
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  #9  
Alt 14-10-2011, 20:35
Benutzerbild von sbenji
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Leben
 
Registrierungsdatum: 09.09.2007
Ort: Nordhalbkugel
Alter: 25
Beiträge: 1.086
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Zitat:
Zitat von Savateur73 Beitrag anzeigen
Ein Treffer mit einem Jab ist ein leichter Schlag.
Das Gehirn ersetzt keine Hirnzellen sondern anderen Hirnzellen übernehmen die Aufgaben der anderen Gehirnzellen
bis zu einem bestimmten Grad.
Das Dogma, dass das Gehirn sich nicht regeneriert ist schon seit ein paar Jährchen gefallen.

http://www.bpb.de/publikationen/80IK...irns.html#art4
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  #10  
Alt 15-10-2011, 10:39
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: MMA
 
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Alter: 29
Beiträge: 892
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Zitat:
Zitat von sbenji Beitrag anzeigen
Das Gehirn ist flexibel gelagert, und kann so schwache Stöße abpuffern.
Das ist aber auch wieder mit Vorsicht zu genießen, weil das Gehirn in der Flüssigkeit, in der es gelagert ist, bei Stößen hin- und herschwappen kann und sich so ein Stoß für das Gehirn in sehr viele Stöße ändern kann, weil es dann beispielsweise jeweils von der Front- und der Rückseite abprallen kann. Quasi wie ein Gummiball (Flummi).

Und ich glaube nicht, dass ein Jab so locker ist, dass das Gehirn das Abfangen kann, ohne sich zu bewegen.
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  #11  
Alt 15-10-2011, 12:08
Benutzerbild von sbenji
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Leben
 
Registrierungsdatum: 09.09.2007
Ort: Nordhalbkugel
Alter: 25
Beiträge: 1.086
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Ich hab ihn gefragt, ws er unter schwach versteht.
Schwach ist für mich zB ein schlag, der zwar noch trifft, denn ich aber schon durch meine Bewegung abmildere.
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  #12  
Alt 15-10-2011, 13:17
Benutzerbild von marq
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kickboxen - K-1 - Brazilian Jiu Jitsu - Olympisches Boxen
 
Registrierungsdatum: 07.07.2002
Ort: Kurhessen
Beiträge: 15.640
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http://www.uni-heidelberg.de/presse/...280331wie.html
Die Heidelberger Boxerstudie findet keine klaren Risiken durch Amateursport – Veröffentlichung im "American Journal of Neuroradiology"

-----

Chronische Folgen
Zehn bis 20 Prozent der Profiboxer leiden unter anhaltenden Folgeerkrankungen. Sie kämpfen mit schwerwiegenden motorischen und kognitiven Defiziten wie Zittern, Lähmungen und Demenz sowie mit Depressionen und verstärkter Aggression. Besonders Boxer mit einem guten „Stehvermögen" haben durch die wiederholten Traumata ein höheres Risiko für neuropsychiatrische Schädigungen.
Die Risiken für Amateurboxer sind deutlich geringer. Für sie gelten nämlich einheitliche Schutzmaßnahmen, die etwa das Tragen eines Kopfschutzes, stärker gepolsterte Handschuhe eine kürzere Rundendauer und regelmäßige ärztliche Untersuchungen vorschreiben. Profis hingegen treten ohne diese Sicherheitsvorkehrungen in den Ring. Die Mediziner um Förstl und Halle verlangen auch hier weitgehende Schutzmaßnahmen und regelmäßige medizinische Untersuchungen, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren.
Die World Medical Association (WMA) plädierte 2005 für ein generelles Boxverbot. Förstl und seine Kollegen fordern eine derartige Diskussion auch unter deutschen Medizinern. (red)
Quelle: http://derstandard.at/1289608716820/...eden-inklusive

-----

es wird in allen mir bekannten studien darauf hingewiesen, dass die starken schutzbestimmung der amateurboxer extreme hirnfolgeschäden mindern. dazu zählen die geprüfte schutzausrüstung wie kopfschutz und boxhandschuhe, der frühzeitige kampfabbruch im falle der verteidigungsunfähigkeit, die schutzsperren und die ärztliche vorsorge sowie altersbeschränkungen.

meine meinung ist: nur schlaue trainer haben auf dauer gesunde sportler wie oft habe ich sparring mit unvollständiger oder schlechter schutzausrüstung, sparring, das eher einer vereinsmeisterschaft gleicht und es bei dem es einen ko sieger geben muss, sparring von leuten, die lieber noch einmal die grundtechniken üben sollten, kämpfer, die auf wettkämpfen nichts zu suchen haben, gesehen.
.

Geändert von marq (15-10-2011 um 13:30 Uhr).
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  #13  
Alt 15-10-2011, 15:19
Benutzerbild von Sokolo
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Furor Teutonicus
 
Registrierungsdatum: 31.07.2011
Ort: Berlin
Beiträge: 865
Standard

Danke für den Link!

Die aus meiner Sicht wichtigsten Kernaussagen:

Zitat:
Zehn bis 20 % der Profiboxer leiden unter anhaltenden
neuropsychiatrischen Folgeerkrankungen.
und

Zitat:
Dagegen ergab sich bei der Auswertung
von 36 Studien an Amateurboxern keine höhergradige Evidenz
für klinisch schwerwiegende Langzeitstörungen
Mein Fazit: Solang man sich an die Gebote des gesunden Menschenverstands hält und beim VK-Sparring mit der vorgeschriebenen Schutzausrüstung boxt, ist das Risiko, Langzeitfolgen davonzutragen, als Amateur- oder Freizeitsportler sehr gering.

Das Klischee vom blödmachenden Boxen dürfte damit widerlegt sein. Vielmehr dürfte gelten, dass wer blöde boxt bzw. blöde trainiert wird, am Ende gute Chancen hat, (noch) blöder zu werden.

PS: Hat nur noch am Rande mit dem Thema zu tun, aber da ich gerade den zitierten Artikel von Marq gelesen habe:

Zitat:
Die World Medical Association (WMA) plädierte 2005 für ein generelles Boxverbot.
Sowas ist einfach nur extrem dummdreist und zeugt von der absolut verfehlten Vorstellung vieler Menschen, es sei Aufgabe des Staates, die Menschen vor sich selbst zu schützen.

Das zeugt deutlich, dass Kampfsportler hier solidarisch zusammenstehen sollten und sich nicht auseinander dividieren lassen dürfen. Etwas, das ich leider vermisst habe, als vor einigen Jahren die idiotischen Verbotsforderungen bezüglich des MMA losgingen. Denn solche Forderungen von Verboten und Zwangsreglementierungen können jeden treffen.

Am Ende wird das Bergsteigen verboten, weil dort hin und wieder Menschen abstürzen.

Schauderhaft!

Geändert von Sokolo (15-10-2011 um 15:34 Uhr). Grund: Ergänzung
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