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#1
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| Hallo liebe Sportsfreunde, und zwar würde ich gerne wissen, wieso Shotokan soooooooo populär ist. Es ist auf jeden Fall der meist verbreiteste Karatestil in Deutschland, gibts auch fast in jeder Turnhalle. Aber was ist mit den anderen 3 großen Karatestilen Goju Ryu, Shito Ryu, Wado Ryu ........und dutzende Okinawa-Stile, Kempo-Stile und Vollkontakt-Stile. Wieso wird fast überall nur Shotokan angeboten, und wieso sind die anderen 3 Hauptstile vernachlässigt worden oder gar vergessen worden? Was macht Shotokan-Karate so beliebt? Ich meine, ich respektiere Shotokan-Karate natürlich sehr für die powervollen Schläge und Tritte, aber im Beginn des 20. Jahrhunderts hat Shotokan auch viele Rückschläge bei Vergleichskämpfen gehabt, nicht zu vergessen, dass Shotokan auch in vielen Filmen immer was dick fett abbekommen: Oyama hatte mit seinem Kyokushin die Shotokanler gewonnen. Bruce Lee hatte mit seinem Jeet Kune Do die Shotokanler gewonnen. Yip Man hatte die Shotokanler mit seinem Wing Chun gewonnen. Thaiboxer aus Thailand, zb 1958 oder 1972, hatten alle Karatekas K.O. geschlagen. Und man kann sagen trotz allem, ist Shotokan einer, wenn nicht der beliebteste Karatestil für Kampfkunstfans, Kampfkünstlern, Mann oder Frau, alt oder jung. |
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#2
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| Vielleicht weil sich Shotokan gut verkauft? Oder viele Menschen nicht in den Vollkontakt wollen, und sie dort einen Möglichkeit sehen, dennoch wehrhaft zu werden? Ich bin auch kein Fan von Training, indem das Formenlaufen den Schwerpunkt einnimmt. Das Problem gibt es im Kung Fu noch weitaus verbreiteter. Die meisten Kung Fu Stile, werden heute so unterrichtet, dass es mit eigentlichem Kämpfen kaum noch was zu tun hat. Trotzdem machen es noch viele, und viele davon mit der Absicht, kämpfen zu lernen. Ausserdem liegt es meiner Meinung nach weniger am Stil, sondern mehr an den Ausübenden. Was er mit den Sachen macht, die ihm gegeben werden. Ich habe das schon oft im Forum gesagt, aber kämpfen lernt man nunmal durch kämpfen. Da führt kein Weg dran vorbei. Also würde ich eher sagen, dass Trainingskonzept in gewissen Schulen ist nicht gerade das tollste um kämpfen zu lernen. Aber gewisse Konzepte sind dennoch erfolgreich, weil sie eben Menschen aus verschiedenen Gründen ansprechen. Wenn Menschen beispielsweise suggeriert wird, sie könnten ohne große Anstrengung, und ohne regelmäßige Prellungen und blaue Augen etc. kämpfen lernen, dann werden bestimmt viele Ohren hellhörig. Der Mensch lügt sich sehr gerne selber an.
__________________ Lang lebe König Simplicus! Mein Retter, General, und Licht in der Dunkelheit! |
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#3
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| Ich denke einer der Gründe düfte die systematische Verbreitung dessen was man heute als Shotokan kennt, vor allem durch die JKA, sein. Shotokan wurde in eine Form gebracht die (auch) einen Massenunterricht an Schulen (und Universitäten) erlaubte. Hinzu kam die Ausbildung von Multiplikatoren welche dann gezielt in andere Länder geschickt wurden um Shotokan zu verbreiten. Und das ganze Jahre (Jahrzehnte ?) bevor andere Stile sich um die Verbreitung gekümmert haben (wenn sie das denn überhaupt wollten). In anderen Stilen hat es eine solch groß angelegten und systematischen Ansatz zur Verbreitung meines Wissens nach nicht gegeben. Hier fand die Verbreitung ehr durch einzelne Personen statt. Entweder dadurch dass Karateka aus diesen Stilen (z.B. aus beruflichen Gründen) ihr Heimatland verlassen und ihren Stil "mitgenommen" haben oder dadurch das Ausländer bei längeren Aufenthalten diese Stile erlernten. In Deutschland trifft das z.B. auf das Yuishinkan Goju-Ryu zu. Und man braucht natürlich eine gewisse "Masse" an Multiplikatoren um einen Stil wirklich verbreiten zu können. Mit "Qualität" hat das meiner Meinung nach weniger zu tun. Wobei man, wenn man ein etwas der breiten Masse vermitteln will eben auch ein Produkt braucht das von der Masse angenommen wird. Mir erzählt mein Trainer das zu Beginn seiner (Shotokan) Karatezeit das ein Sport für Männer zwischen 18 und 30 war. Das Training war entsprechend hart und so ausgelegt das es für andere Zielgruppen nicht tauglich war. Das ist heute anders, es gibt relativ wenig Karategruppen wo es nicht auch Kinder, Frauen und ältere gibt - jedenfalls im Shotokan. Die Vollkontaktstile können z.B. solchen Zielgruppen meiner Meinung nach nur bedingt Angebote machen ohne nicht auch "weniger hart" zu werden. |
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#4
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| Zitat:
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__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#5
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| Das hängt damit zusammen, dass die Japaner im II WK unglaubliche Gräueltaten an der chinesischen Zivilbevölkerung begangen haben, und somit zu einer Art "Volksfeind" in China geworden sind. Inzwischen hat man sich wieder angenähert, es leben auch viele Japaner in China, aber fragt man einen Chinesen, dann sagt er: "Japan? Find ich sch****. Japaner find ich sch****." Selbiges sagen sie aber auch über andere asiatische Völker, wie z.B. Thais oder Koreaner. Da die meisten Kampfsportfilme aus China kommen, rechnen sie also darüber mit den Japanern ab.
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=JeudRwg5-AE |
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#6
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![]()
__________________ Float like a butterfly, hit like a sledgehammer |
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#7
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| Wurde nicht Oyama von so einem alten Taijimeister besiegt? ![]() |
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#8
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| Ich denke, die "Beliebtheit" kommt erstmal dadurch. Das es ein großes, flächendeckendes Angebot gibt. Die meisten Einsteiger suchen nicht einen bestimmten Kampfsport sondern wollen mit Kampfsport anfangen und nehmen das was angeboten wird war. Meist Shotokanryu. Dann kommen die Strukturen: wie bereits angesprochen Multiplikatoren. Mann ist teil einer Gemeinschaft, auch sehr wichtig. Ganz wichtig Shotokan wird überall beworben als "für Jedermann" Es gibt kaum Ausscheideferfahren. Ich habe in manchen Schulen erlebt... unter 12;über 50, nehmen wir nicht. Hab ich so im Shotokan auch nicht erlebt.
__________________ Mit Atzen einen HEBEN, dass bedeutet LEBEN!!! |
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#9
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| Viele wären aber vielleicht ohne ihr erstes Breitensportshotokanschnuppertraining gar nicht zu diesem Hobby gekommen. Also nicht immer so drauf rumhacken sondern sich an dem erfreuen was man grad macht. Hab so das Gefühl manch einer muß da was kompensieren. Und wenns einem nicht gefällt und man trotzdem bleibt selber schuld.
__________________ Wenn man nichts schreiben will schreibt man nichts und schreibt nicht daß man nichts schreiben will. Geändert von Holzkeule (26-01-2012 um 13:30 Uhr). |
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#10
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| Jupp. Mir gefällts, drum bleib ich dabei^^ |
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#11
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| Hab schon auf Lehrgängen andere Stile probiert. Sind alle interessant. Aber in meiner Schule fühle ich mich doch am wohlsten. Daher bleibe ich auch dort. Heißt aber nicht, dass Shotokan jetzt besser oder schlechter ist als andere Stile. Mir gefällt das was ich mache. Warum? Weil das drum herum stimmt. ![]() Mein Fazit: Shotokan ist einfach präsenter und wenn die Leute das halt ausprobieren, dann bleiben sie auch erstmal dort, wenn es ihnen gefällt. Ist nichts schlimmes dabei.
__________________ In der Ruhe liegt die Kraft. Wer viel ruht, der viel schafft. |
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#12
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| Es geht ja kein Anfänger Shotokan lernen. Man geht Karate lernen. Und was gibt es in jeder Ortschaft ab 5.000 Einwohner? Ein Shotokan-Dojo. Die trainieren noch dazu oft in Schulturnhallen und sind entsprechend in der Schule vernetzt/bekannt. Dazu kommt noch, dass es sich oft um Vereine handelt, die entsprechend günstig sind. Und der Ruf von Karate ist bei Eltern (die sich in Wirklichkeit oft Null mit KK auskennen) auch meistens besser als von MT und Co. In diesem Fall schafft wohl das Angebot die Nachfrage.
__________________ "Macht nichts, wenn die Preise für Reis und Mais steigen - Hauptsache, die Bolos bleiben billig!" ;-) |
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#13
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| Zitat:
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#14
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| ich würde einfach sagen, dass es auch dem grunde beliebter ist, weil die leute mehr spaß daran haben, als an anderen... |
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#15
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| Zitat:
Das Angebot an Fitnessstudios die MT anbieten wird immer größer, und sogar in Thailand selbst können fast überall Leute just for fun MT in Camps trainieren. EDIT: Da du eh aus Ö bist: Beispiele in Wien sind das Beer's und das Manhattan z.B. die mit guten Trainern Breitensport MT anbieten. Auch z.B. im Fox Gym ist es überhaupt kein Problem wenn man sagt man ist eher fitnessorientiert... Aber frag mal typische Eltern ohne KK Hintergrund was ihnen bei MT einfällt und was bei Karate. - Karate: Disziplin, Kunst, Selbstverteidigung durch Techniken nicht durch Kraft, Kampfsport für Intellektuelle... - MT: Brutales draufhauen, der stärkere gewinnt, hohes Verletzungspotential, Assisport... Stimmt natürlich nicht alles, ist aber das Vorurteil
__________________ "Macht nichts, wenn die Preise für Reis und Mais steigen - Hauptsache, die Bolos bleiben billig!" ;-) |
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