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#1
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| Hallo Leute wie werden bei Euch die Leute an's Sparring rangeführt ? Gibt's nen schrittweisen Aufbau oder werden die Leuts gleich ins kalte Wasser geworfen (hard contact / no rules) ? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht ? Gruss Skyguide Geändert von Skyguide (23-10-2002 um 10:59 Uhr). |
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#2
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| Hallo, Skyguide, ich bin der Ansicht, daß jeder erst langsam an das "richtige" Sparring herangeführt werden soll. Man soll einen Menschen zuerst körperlich und vor allem psychisch vorbereiten. Und das geschieht nicht über Nacht, sondern braucht seine Zeit. Schritt für Schritt. Gruß Andreas
__________________ Altrussische Kampfkunst SYSTEMA http://www.andreas-weitzel.info http://www.rma-augsburg.de http://www.rma-systema.de |
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#3
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| Hallo Andreas bitte erzähl doch noch was darüber, wie du das angehst. Danke und Gruss Skyguide |
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#4
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| Hallo, Skyguide, die Vorbereitung besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Übungen, mit denen man erreicht, daß Student richtig atmet (gleichmäßig, ununterbrochen, mit dem ganzen Körper, bei jeder Belastung), die richtige Körperhaltung bewahrt (aufrechter und gerader Rücken, entspannte Schulter, Hüften und Wirbelsäule, lockere Muskulatur, waagrechte Haltung der Schulter und der Hüften), sich richtig bewegt (gleichmäßig, ununterbrochen, locker, weich, mit kleinen Schritten, mit beweglichen Schultern und Hüften), und daß er bei jeder Belastung psychisch stabil bleibt und seine Emotionen unter Kontrolle hält. Als nächstes lernt man, Schläge und Tritte auszuführen und parallel dazu, auszuweichen und Angriffe weiterzuleiten. Dazu gibt es bei uns ein ganzes Trainingsprogramm, in dem man diese Sachen Schritt für Schritt erlernt, und wo jede weitere Übung aus der vorherigen herleitet wird. Außerdem bringt man dem Studenten bei, mit eventuellen Treffern richtig umzugehen, d.h. sie aufzunehmen, ableiten, ihnen nachzugeben, sie "wegzuatmen" usw. Dann kommt man zu den ersten Freikämpfen. Hier geht man auch langsam vor. Am Anfang übt man locker, langsam, mit einem leichten Kontakt. Und man gibt den Studenten bestimmte Aufgaben, die sie im Sparring ausführen sollen, z.B. man soll möglichst kurze, direkte und sparsame Bewegungen ausführen, oder man soll jeden Kontakt vermeiden, der vom Gegner aufgezwungen wird, oder man soll in einer unbequemmen Position (beispielsweise in der tiefen Hocke) kämpfen usw. Und so geht man weiter. Gruß Andreas
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#5
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| @andreas: das hört sich ja gut an was du geschrieben hast - ich denke aber nicht, dass das viele trainer so handhaben wie du! ich war schon in verschiedenen sportstudios und habe mir z.b. kickboxen angesehen - da war das eher nicht der fall... lostboy |
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#6
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| Hallo, lostboy, das Problem ist, daß der Kampf an sich für manche Trainer das oberste Ziel ist. Das ist gleich der Zerstörung bzw. der Selbstzerstörung. Für mich ist es wichtig, dem Menschen beizubringen, wie er sein Leben und seine Gesundheit in jeder Situation bewahren kann. Auch im Training :-) Gruß Andreas
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#7
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| Hm, was Andreas da so beschreibt klingt cool! Bei uns ist das den einzelnen Schulen überlassen. Du solltest es dann halt überleben, wenn der SiFu mit Dir loslegt! ![]() Das Heranführen bei uns sieht eher so aus, dass man am Anfang recht sanft zueinander ist und es sich langsam steigert (trotzdem sieht man die ersten paar Mal ziemlich fertig aus... so ohne Puste und mit Magenschmerzen und so... ), aber nachher gibts schon immer Nachbesprechungen, das hilft auch...Außerdem wird es schon an die jeweiligen Personen angepasst. Je mehr man aushält, desto härter wird natürlich angefangen, aber desto schneller sind natürlich auch die Fortschritte zu sehen! ![]() Und danach wird auch angepasst, ob und mit welchen Schonern gefightet wird... Ich habe aber auch schon Kickboxschulen gesehen, da wird das erste Sparring immer benutzt, um ungeliebte Schüler rauszuekeln, d.h. sie werden erst mal ordentlich verkloppt, das finde ich ätzend... Schließlich weiß ich, dass ich als Anfänger keine Chance gegen einen Ausbilder habe und er weiß es auch, das muss er keinem mehr beweisen. Und am allerwenigsten, in dem er mir Nasenbein und Rippen bricht! Ciao, Häschen |
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#8
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| Ich hab mal ne Frage an alle WT-Lehrer, wie werden Schüler bei euch zum Sparring geführt und wie erreicht ihr dass die Schüler Das WT korrekt und effektiv im Sparring anwenden? |
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#9
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| Bin zwar kein WTler aber ich antworte dennoch mal: Vergiß "korrektes WT"im Sparring. It doesn`t work.... ![]() |
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#10
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| Ich halt es so, dass ich beim TKD-Training zunächst mit Step-Übungen anfange. Und wenn es mir zu zaghaft geht, steppe ich auch mal mit, damit die auch mal was zum Ausweichen haben. Nach und nach kommen Tritte hinzu - je nach Talent des Schülers. |
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#11
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| Das einzige, was es im WT wirklich bringt, ist korrektes Lat-Sao. Nicht prügeln ( |
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#12
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| Also ich wurde beim ersten Mal Sparring, wie man so schön sagt, voll ins kalte Wasser gestossen worden. Allerdings hab ich nur mit dem Meister und einem sehr erfahrenen Kämpfer gesparrt und natürlich auf Sparflame (für sie zumindest, nicht für mich). Sie haben dann immer wieder kurz unterbrochen wenn sie mich korrigieren oder etwas erklären wollten. Am Ende habens dann nochmals Tipps, Tricks und Verbesserungsvorschläge gemacht. Ansonsten haltens sies immer so: Der "Unerfahrerene" bestimmt das Tempo und die Schlagkraft....aber bei mir funzt das net, weil ich immer 100% gebe(n will ;-))...d.h. ich bekomm ungefähr ne 60-70% Antwort...versteht das jetzt jemand? Vor dem Sparring wird natürlich immer Aufgewärmt, gedehnt, Techniken geübt, Kraft und Geschwindigkeit an Pratzen praktiziert usw. Ausserdem war ich damals konditionell ziemlich auf der Höhe, das ich ein Sparring mehr oder weniger "durchstehen" konnte. irie |
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#13
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| Zitat:
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#14
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| Zitat:
Wenn der Anfänger das Tempo hochschraubt wird der Fortgeschrittene auch schneller.
__________________ Basic Knife Defense Start der Ausbildungs- und Seminarreihe am 31.01.2009 |
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#15
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| Aber welche Motivation sollte er haben, wenn Du Dich immer seinem Tempo anpaßt? Man sollte zwischendurch auch mal im richtigen Tempo kämpfen, um den Schüler nicht in die Illusion verfallen zu lassen, er sei genau so schnell, wie die anderen. er muss zwischendurch auch mal erkennen, wie hoch die Meßlatte hängt. |
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