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| Was das Internet so alles hergibt. Mit einem Augenzwinkern betrachtet steckt da sogar einiges an Wahrheiten und Halbwahrheiten drinnen: Ich hatte schon immer ziemliche Probleme, nun genau zu sagen, was der Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport ist. Alles, was ich so an Definitionen geh rt habe, l ste sich bei n herem Hinsehen dahin gehen d auf, da einige Leute (ich etwa) sich eher als Kampfk nstler sehen, and ere eher auf den Begriff Kampfsportler stehen. Einige Beispiele: Gern genommen wird eine Unterscheidung nach Techniken. So wird z.B. gesagt, da Judo ein Sport ist, weil da ja keine "vernichtenden" Technike n mehr drin vorkommen. Aber das ist nicht wirklich wahr. Selbst der wettkampforientierte Judoka kann Arme brechen, Leute auf ihr Genick werfen oder sie erw rgen. Auch ist es sehr merkw rdig, einem Thai Boxer , der mit Handschuhen anderer Leute Gesicht zuschanden schl gt zu erz hle n, seine Techniken seinen ja nur "Sport", w hrend aber der WT-ler, der seine KFS mit etwas d nneren Handschuhen auf das Brustbein setzt (damit ja kein Schaden entsteht) nun "Kunst" macht. Dementsprechend ist auch die Unterscheidung "SV oder Wettkampf" kein Kriterium f r Sport oder Kunst. Ich w rde in einer SV Situation ganz gerne den Ringer, der nebenher Kickboxen betreibt (beides Wettkampf), dabei haben. Und sind die Ju Jutsuka, die sich SV orientiert geben aber Wettk mpfe machen nun Sportler oder nicht? Was ist mit den UFC K mpen, sind das nun Sportler weil sie Wettk mpfe machen und damit SV untauglich sind? Wohl kaum. Abgesehen davon finden sich selbst im Judo SV Lehrinhalte einschlie lich Messerabwehr und pipapo, wird Judo dadurch vom Sport zur Kunst? Traditionell gegen modern funktioniert auch nicht. Rossi bezeichnet sein traditionelles Karate als Sport, aber das moderne JKD w rde ich nicht als "Sport" bezeichnen. Auch "Do"-lastiges als Kampfkunst zu bezeichnen funktioniert nicht, Aikido ist sicher Kampfkunst, aber Judo? Und wo sortieren wir dann Eskrima ein? Und wird JKD zum Kampf sport , nur weil sich deren "Do" Ambitionen in Grenzen halten? (Der Name Jeet Kune Do ist brigens ein echter Br ller...) Auch die Definition der Kunst als "stetiges Bem hen um Verfeinerung der Technik" oder so ist schlicht eine Beleidigung f r die Kampfsportler, die das nat rlich ganz genauso mache n. Am Wochenende habe ich nun endlich die Definition geh rt, die den Sachverhalt kl rt: "In der Kampfkunst wollen wir den Gegner arrogant l chelnd besiegen!" Genau. Das ist es. Bei "Sport" denke ich an: Fairness, sch ner Kampf, guter Sieger/Verlierer, H flichkeit, ehrlicher Wettbewerb, Siegesjubel un d sich beim Verlierer bedanken, der Gegner ist ein Partner, ... Der optimale sportliche Kampf ist der Wettstreit zweier fast gleich guter Sportler, die ihre Kr fte sauber messen und bei dem schlie lich einer auf faire Weise regelgerecht als der bessere ermittelt wird. Bilder von schwitzenden K rper, konzentrierten Mienen, Handschlag und Gemeinschaftsgef hl tauchen vor dem geistigen Auge auf... Dagegen Kampfkunst - der alte Meister, der den jungen Spund m helos durch die Luft schmei t. Der fiese Griff in die Weichteile wenn der andere scho n denkt die Kontrolle zu haben. Das den Gegner austreten wie eine Zigarette von Bruce Lee. Das Ideal ist die totale Unfairheit. Das Blut herunterschlucken damit man zum vernichteten Gegner sagen kann "Das war Drunken Boxing." Der andere soll idealerweise machen und tun und er kann noch nicht mal den Rockzipfel ber hren, er wird mit beleidigender L ssigkeit massakriert. Und wenn man selbst kassiert hat ohne Ende wird das heruntergew rgt. Kein anerkennendes Wort f r die Leistung des Verlierers, draufspucken und einen coolen Spruch reindr cken. Unschlagbar und unbesiegbar m chte man gerne sein und dazu ist jedes noch so abgefeimte Mittel recht. Und die Untersuchung von Konzepten wie "die Kraft des Gegners nutzen" dient hier dem Genu , den Gegner sich selber schlagen zu sehen. Nun soll das nicht hei en, da Kampfk nstler so auch mit ihren Trainingspartner umgehen. Offensichtlich m ssen sie mit denen Kampf sport trainieren, damit sie sie als Trainings partner behalten. Aber die Zielsetzung ist eine andere. Genauso kann man mit obiger Definition leicht erkennen, da z.B. die Dog Brother Turniere mit dem "be friends at the en d of the day" klar Kampf sport sind, aber wohl die Teilnehmer eher Kampfkunst auf ihre Fahnen geschrieben haben. Nun kann jeder f r sich entscheiden, ob er Sportler oder K nstler ist. Ich bin nat rlich K nstler, wozu hat man schlie lich Minderwertigkeitskomplexe? =o) Ciao, Ingo --- "It is not enough to succeed. Others must fail." Gore Vidal |
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