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  #1  
Alt 23-08-2003, 15:09
Benutzerbild von irgendjemand
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Standard SV im Rollstuhl ?

Ist es eigentlich für einen Rollstuhlfahrer möglich sich mittels KK irgendwie zu verteidigen ?
Oder gilt da gleich das Schildkrötenprinzip (umkippen und basta) ?
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  #2  
Alt 23-08-2003, 15:31
Verity
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Ich weiß nicht, ob SV im Rollstuhl funktioniert...

Aber beim Turnier in Gevelsberg 2002 habe ich einen Rollstuhlfahrer eine Form machen sehen. Und ich war sehr beeindruckt von dem Können, der Kraft, der Schnelligkeit und der Dynamik, die dieser Teilnehmer in die Form reinlegte.
Und ich kann mir durchaus vorstellen, daß bei diesem Können auch die SV möglich ist. Man nutzt vielleicht dann andere Möglichkeiten...
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  #3  
Alt 23-08-2003, 15:46
Benutzerbild von Fish
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vielleicht solltet ihr warten bis bokuto hier rein schaut der kennt sich damit soweit ich weiß aus....gibt auch auf seiner seite http://bokken.net/ ein paar infos dazu ^^
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  #4  
Alt 24-08-2003, 14:23
Bokuto
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... bin ja schon da, Fish

SV im Rolli? Kein Problem. Zumindest kein größeres, als auf eigenen Beinen. Man muss nur sehen, welche Art von Behinderung der/die Betreffende hat - Rolli is nicht gleich Rolli.

Was aber relativ allgemeingültig gesagt werden kann, ist folgendes: Im Rollstuhl hast du erstens einen sehr tiefen Schwerpunkt (und wenn die Bremsen nicht angezogen werden, kannst du auch kaum umkippen) und bist zweitens von den Seiten, im Rücken sowie an Beinen und Füßen durch gehärteten Stahl, Kunststoff und Aluminium geschützt. Techniken, wie Fußfeger oder Würfe funktionieren nicht. Bei einem Spas.tiker kannst du noch nicht mal einen vernünftigen Hebel ansetzen - eher machst du einen Knoten in seine Gelenke, als er Schmerz verspürt.
Fazit: Du kannst dich im Rollstuhl also auf die Verteidigung vitaler Flächen, wie Kopf, Hals und Oberkörpervorderseite beschränken. Diese Körperpartien haben ausserdem eine für stehende Angreifer ungünstige Distanz. Das alles gibt zwar keine Sicherheit oder Gewähr auf erfolgreiche Verteidigung, aber die hast du ja im Stehen auch nicht. Ein (mir bekanntes) echtes Problem stellt das Klammern oder Würgen von hinten dar. Aber vielleicht fällt mir da auch noch was ein.
Und aufpassen, falls sich dein sitzender Gegner wehren kann und will: Er/sie wird höchstwahrscheinlich SEHR kräftige Arme haben. Empfindliche Stellen, wie Genitalien, Nieren, Leber, Rippenbögen, Solarplexus etc. liegen in idealer Angriffshöhe. Diese Angriffe sind, da sie von unten kommen, für stehende Verteidiger etwas schwieriger abzuwehren. Bekommt dich einer zu fassen, ist es leicht für ihn, dich zu werfen (kräftige Arme, besagter niedriger Schwerpunkt und Rollstuhlgestänge als Gegenhebel).

Ansonsten probier es doch selbst aus: Beim Eurem nächsten Randori bleibt einfach die Hälfte der Kämpfer auf einem Stuhl sitzen und versucht was daraus zu machen.

Gruß
Dirk

Geändert von Bokuto (24-08-2003 um 14:27 Uhr).
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  #5  
Alt 24-08-2003, 14:35
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Also mit meinem eingesprungenen Frontkick zum Brustkorb hab ich bisher jeden Rollifahrer geknackt.
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  #6  
Alt 24-08-2003, 14:39
Bokuto
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Du willst mir also erzählen, dass du einen eingesprungenen Frontkick als effektive SV-Technik einsetzt ... MUAAHAAAHAAAA!!! Der war gut. Schönen Tach noch!

Gruß
Dirk

PS: Ich würde den nicht an meinen Schülern testen
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  #7  
Alt 24-08-2003, 14:50
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Zitat:
Original geschrieben von Bokuto
Du willst mir also erzählen, dass du einen eingesprungenen Frontkick als effektive SV-Technik einsetzt ... MUAAHAAAHAAAA!!! Der war gut. Schönen Tach noch!
Nee mal im Ernst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nen Rollstuhlfahrer sowas abwehren kann. Und ich bezweifle, dass ich jemanden finde der sich freiwillig auf nen Stuhl setzt und mich in ihn reinspringen lässt um das auszuprobieren.
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  #8  
Alt 24-08-2003, 15:21
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Zitat:
Original geschrieben von Bokuto
Du willst mir also erzählen, dass du einen eingesprungenen Frontkick als effektive SV-Technik einsetzt ... MUAAHAAAHAAAA!!! Der war gut. Schönen Tach noch!
Von SV war doch nie die Rede dann doch eher schon SB (Selbstbereicherung).
Aber wenn der Tritt verfehlen sollte siehts doch irgendwie scheiße aus wenn man dann einem Rollifahrer in den Schoß springt, oder ?
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  #9  
Alt 24-08-2003, 15:36
Bokuto
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@Irgendjemand: Das Thema heisst "SV im Rollstuhl" - wie kommst du darauf, dass hier nicht davon die Rede ist?

@Nichtinsgesicht: Wie schon gesagt: Sprungtritte sind ja eigentlich nicht wirklich SV-relevant, da sie auf der Straße eher nicht eingesetzt werden (sind sehr wirkungsvoll, aber zu langsam und brauchen eine perfekte Distanz - alles Sachen, die im Infight auf der Straße kaum zu erwarten sind). Aber angenommen, er kommt doch zum Einsatz: Ein Fußgänger würde ja auch nicht stehen bleiben und abwarten, dass du ihn anspringst. Warum sollte das ein Rolli tun? Er kann sich wegdrehen. Schneller, als viele Fußgänger, denn er hat kaum Reibung und muss nicht die Fußstellung verändern. Oder er kann nach hinten kippeln (entweder 45° auf den Hinterrädern balancieren oder noch weiter mit rückwärts abstützen). Dann springst du höchstwahrscheinlich drüber hinweg. In dem Moment, wo du über ihm bist, ist seine Faust in deinem Schritt. Man sollte keinen Gegner unterschätzen, es ist meistens das Letzte, was man macht.

Gruß
Dirk
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  #10  
Alt 24-08-2003, 16:06
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Zitat:
Original geschrieben von Bokuto
@Irgendjemand: Das Thema heisst "SV im Rollstuhl" - wie kommst du darauf, dass hier nicht davon die Rede ist?
Hmmm... Ich sollte mir woll besser überlegen wie ich meine Themen nenne...
Aber einen eingesprungenen Frontkick kann ich mir echt nicht als SV vorstellen, wenn überhaupt dann als "Angriffstechnik", ausgehend davon das der Gegner eh mehr oder weniger wehrlos ist...
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  #11  
Alt 24-08-2003, 16:10
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Hab nur überlegt wie ICH einen Rollstuhlrahrer angreifen würde
(was ich als herzensguter Mensch natürlich nie tun würde )
und da ist mir als erstes eingefallen mit ausgestrecktem Bein in ihn reinzuspringen. Dass der da mit rausdrehen oder nach hinten kippeln was gegen machen kann glaub ich nicht, aber das auszudiskutieren bringt uns ja auch nicht wirklich weiter.
Was mich vielmehr interessiert: wär es für Rollstuhlfahrer nicht sinnvoller ausschliesslich bewaffnete SV zu betreiben?
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  #12  
Alt 24-08-2003, 22:12
Bokuto
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Zitat:
Original geschrieben von nichtinsgesicht!
... Was mich vielmehr interessiert: wär es für Rollstuhlfahrer nicht sinnvoller ausschliesslich bewaffnete SV zu betreiben?
... und womit bewegt er dann den Rollstuhl?

Gruß
Dirk
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  #13  
Alt 24-08-2003, 23:48
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Das könnte er dann auch nur schwer vor Gericht rechtfertigen. Zumal, an was für eine Waffe dachtest Du da? An einen Stock (Hanbo, Jo), ein Kobutan oder gar ein Messer?

Der Rollstuhlfahrer hat bei der SV generell den Nachteil, dass er sich viel langsamer bewegt als ein Fußgänger. Er kann also weder wie ein Wiesel um ihn herumwuseln, noch einfach weglaufen. Denke aber, dass er mit den (starken) Armen einiges machen kann. Und so viele Leute werden sich doch nicht an Rollstuhlfahrern vergreifen, oder?

Mal abgesehen von "nichtinsgesicht", der immernoch über die beste Angriffstrategie gegen einen Rollstuhlfahrer brütet. ...sry, war nur'n Scherz.
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Mit freundlichen Grüßen
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  #14  
Alt 25-08-2003, 11:51
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Zitat:
Original geschrieben von Bokuto
... und womit bewegt er dann den Rollstuhl?
Hmmm, geht das nicht auch wenn er ein Messer mit schmalem Griff in der Hand hält?

@answer

Ich dachte an ein Messer, weil ich dachte, gerade ein Rollstuhlfahrer hätte eher wenig Probleme das vor Gericht zu rechtfertigen.
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  #15  
Alt 25-08-2003, 12:04
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Aber wo kommen wir da hin, wenn jeder, nur weil die theoretische Möglichkeit besteht, dass er angegriffen wird, sich bewaffnet. Das führt nur zu Zuständen wie in Amerika, wo ein Waffenwahn besteht. Sicherer wird es dadurch nicht.
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Mit freundlichen Grüßen
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