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| Hi, Worna Zohari www.zohari.de hat uns seine Infobeiträge über TKD zur Verfügung gestellt. THX. Besucht ruhig mal seine Seiten. Meiner Ansicht nach einer der besten KK-Seiten in der BRD überhaupt. TKD Allgemein Taekwondo ist eine koreanische, waffenlose Selbstverteidigungskunst, deren “greifbaren” Ursprünge in den 50er Jahren liegen. Neben Judo ist Taekwondo die einzige Kampfkunst, die als olympische Disziplin anerkannt wurde (2000 in Sydney zum ersten Mal dabei). Sie unterscheidet sich von anderen Kampfkünsten vor allen Dingen durch ihre phantastischen Fuß- und Sprungtechniken und die außergewöhnliche Dynamik. Wörtlich steht “Tae” für alle Fußtechniken, “Kwon” für die Summe der Hand- und Armtechniken und “Do” kurz gesagt für den Weg der geistigen und körperlichen Entwicklung. Darunter fällt die Entwicklung der Tugenden wie Geduld, Selbstdisziplin, Toleranz, Ritterlichkeit, Höflichkeit, Mut, etc. ebenso wie die Entwicklung der rechten Haltung im taoistischen Sinn. Über “Do” oder chinesisch “Tao”, der Weg, ist schon viel geschrieben worden. Es ist wie sich jeder vorstellen kann recht schwierig, eine ganze Philosophie in zwei Sätzen zu erklären. Lao Tse (Tao-Te-King, Taoismus) sagte dazu: “Es ist, wie dem Unwissenden Wasser zu beschreiben. Unmöglich. Er muß selbst den Finger reinhalten.” Trotzdem wird der Autor, wenn er es mal selbst verstanden hat, in einer neuen Rubrik darstellen, was Taekwondoin mithin unter “Do” und einer “geistigen Entwicklung” innerhalb der Kampfkunst verstehen. (Siehe in diesem Zusammenhang auch “Kampfkunst vs. Gewalt” ) Leider entwickelt sich Taekwondo immer mehr zur reinen Sportart. Der Wettkampf steht im Vordergrund und die Komplexität und Vollkommenheit des Systems gehen verloren. Das hängt vor allen Dingen mit der schnellen Verbreitung und der damit verbundenen Kommerzialisierung zusammen. In den meisten Vereinen wird heute fast ausschließlich für den Wettkampf trainiert. Grundtechniken, Formen (Poomse), etc und die damit verbundene geistige und psychische Schulung, kommen gänzlich zu kurz. Entscheidend ist nur noch der sportliche Erfolg der Schüler, die damit steigenden Schülerzahlen und das Geld, was dadurch verdient wird. Glücklicherweise gibt es noch Vereine wie den Ilyodo e.V. Bochum (http://www.ilyodo.de), der sich auf das traditionelle Taekwondo besinnt und alle Bereiche der Kampfkunst gleichermaßen berücksichtigt. Wolfgang Rumpf (6. Dan), Meisterschüler von Willi Kloss, lehrt Taekwondo nach wie vor traditionell, als ganzheitliches System. Alle Facetten, sowohl “Taekwon” als auch “Do”, werden gleichermaßen berücksichtigt und vermittelt. Hier wird beispielsweise nicht mit Musik trainiert, während des Trainings nicht gesprochen und mal eben an der Cola genippt, und es wird auch keine Werbung auf den Anzügen getragen. Nur um ein paar einfache Beispiele zu nennen. Auch wenn einige hohe Dan-Träger (auch z.B. im Judo) und ehemalige Vorbilder, die heute ihr eigenes Training mit Jogging-Hose und Trillerpfeife leiten, mittlerweile der Ansicht sind, man könnte doch auch in Radlerhosen trainieren, denn auf ihr sei die Werbung besser zu sehen. Grüße, Murat Geändert von Murat (03-12-2001 um 08:39 Uhr). |
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#2
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| Einleitung siehe voriges Posting TKD Geschichte 37. v. Chr. Im Norden von Korea (Königsgräber Muyong-chong und Kakchu-chong in Tangku, wo sich die Hauptstadt Koguryos befand) wurden 1935 von japanischen Archäologen Deckengemälde und Steinfiguren entdeckt, die auf Motive des Taekyon , einem der Vorläufer des heutigen Taekwondo, hinweisen. -------------------------------------------------------------------------------- Hwarang-Do und die Silla-Dynastie Im Südosten des Landes lag das Königreich Silla, gegründet 20 Jahre vor dem Koguryo-Königreich. Zwei buddhistische Steinskulpturen im Suckkul-am bei Kyongju (ehemalige Hauptstadt Sillas), die den von Kim Dae Sung (751-774 n. Chr.) geschaffenen Schrein bewachen, stellen sich dem Besucher mit Kumgang-makki, einem heute noch im Taekwondo praktizierten Abwehrblock, entgegen. Silla war damals berühmt für sein Hwarang-Do, einer Kampfkunst, die auch eine wesentliche Rolle bei der Eroberung und Vereinigung der Königreiche Koguryo und Paekche durch Silla hatte. -------------------------------------------------------------------------------- Karate und Taekwondo Über die Herkunft des Karate gibt es grundsätzlich zwei Theorien und genaue Daten liegen wie immer leider nicht vor. Eine Version lautet, daß ein Chinese namens Chen Yuan-pn in der späten Ming-Dynastie nach Japan auswanderte und dort das chinesische Kung Fu lehrte. Die zweite Version sagt, daß Karate eine weiterentwickelte Kunst des “Okinawate” ist, eine aus Okinawa (Japan) stammende Selbstverteidigungsart. Historische Belege dafür liegen in den Aufzeichnungen über das Königreich Chosun (Yi-Dynastie), wo steht, daß Gesandte der Ryukyu-Inseln dem König von Chosun regelmäßig Tribut zollten. Zu dieser Zeit war in Korea “Subak”, auch ein Vorläufer des heutigen Taekwondo, sehr populär, und es ist nicht auszuschließen, daß die Gesandten aus Okinawa Subak lernten, um es in ihrem Heimatland zu verbreiten. Der Gedanke ist deshalb nicht abwegig, weil auch das koreanische “Nul” (eine Art Schaukelspiel) und andere Künste von den Okinawa-Einwohnern übernommen wurde. Subak war besonders in der Zeit um 1150 n. Chr. unter König Ui-jong sehr beliebt, auch in Form von öffentlichen Turnieren und Wettkämpfen. Zur gleichen Zeit war auch Kung Fu in China in großem Maße bekannt (Song- und Ming-Dynastie). Da aber gänzlich unterschiedliche Werte auf Angriff und Verteidigung gelegt wurden und die Techniken sich deutlich unterschieden, gehen Historiker von einer grundsätzlich selbständigen Entwicklung dieser Kampfkünste aus. In der zweiten Hälfte der Yi-Dynastie verlor Subak an Beudeutung, was auf die politischen Machtkämpf der damaligen Königshäuser zurückzuführen ist, die ihre Aufmerksamkeit nicht mehr sportlichen Wettkämpfen sondern mehr politischen Ereignissen widmeten. Subak blieb aber weiterhin die Freizeitbeschäftigung Nr. 1 des einfachen Volkes. Überblick von 1943 bis heute 1943 - 1945 Korea wird durch Japan besetzt. Das japanische Karate erfreut sich in Korea zeitweiliger Beliebtheit. 1946 Die höchsten Dan-Träger der unterschiedlichen Schulen versammeln sich -> erste Vereinigungsbestrebungen 1953 Gründung des korean. Tangsoodo-Verbandes (Präsident ist Hwang Ki aus der Mooduk-Kwan-Schule) 1955 Auf Aufforderung der Regierung wurden alle Bestrebungen, eine einheitliche Form und Bezeichnung für die Vielzahl der Richtungen zu finden konkretisiert -> die größte Stilrichtung Ji-Do-Kwan setzte sich durch und auf Vorschlag von General Choi Hong Hi wurde der Name “Taekwon-Do” als einheitliche Bezeichnung gewählt; Zahlreiche Differenzen zwischen den Hauptgruppierungen behindern die Weiterentwicklung und Verbreitung der neugeschaffenen Kampfkunst 1961 Erlaß der neuen Militärregierung: Gründung des korean. Taesoodo-Verbandes (“Tae” von Taekwondo, “Soo” von Soobakdo) am 16. September als erste ernsthafte Vereinigung der Dan-Träger aller Schulen 1962 Anerkennung von Taesoodo durch die korean. Amateur Sports Association 1963 Erste offizielle Teilnahme an den jährlichen, nationalen Sportfestspielen am 29. Oktober 1965 Der Name “Taesoodo” wird in “Taekwondo” geändert (Grund ist der Austritt der Soobakdo-Schule aus dem Verband) -> Umbenennung in bzw. Gründung der Korean-Taekwon-do-Association. Ihr gehören die fünf großen Schulen Chung-Do-Kwan, Moo-Duk-Kwan, Chang-Moo-Kwan, Oh-Do-Kwan und Ji-Do-Kwan an. Erstmals bereist im Oktober ein koreanisches Großmeister-Team im Auftrag der koreanischen Regierung unter der Leitung von Choi Hong Hi den vorderen Orient, Asien und Europa -> Niederlassung koreanischer Meister in vielen Ländern -> in Deutschland vor allem Kwon, Jae-Hwa und Kim, Kwang-Il 1966 Gründung der ITF (International-Taekwon-Do-Federation) durch Choi Hong Hi 1966 1. Deutschen Meisterschaften in München 1972 Eröffnung des Kukkiwon in Seoul/Süd-Korea als internationale Zentrale des Taekwondo 1973 Gründung des Welt-Taekwondo-Verbandes (WTF) in Seoul am 28. Mai (WTF Präsident bis heute: Dr. Un Yong Kim) anläßlich der 1.Weltmeisterschaft vom 25.-27. Mai in Seoul/Süd-Korea 1973 2.Weltmeisterschaft vom 27.-31. August in Seoul/Süd-Korea; WTF wird offizielles Mitglied der General Association of International Sports Federations (GAISF) 1976 Gründung der Europäischen Taekwondo Union; Anerkennung von Taekwondo durch das International Military Council (CISM); Jahreswechsel 76/77 Vereinigung aller verschiedenen Schulen im Taekwondo 1977 3. WM vom 14.-17. September in Chicago/USA 1979 4. WM vom 24.-28. Oktober in Stuttgart/BRD 1980 Anerkennung von Taekwondo durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Moskau/UDSSR am 17. Juli 1981 Gründung der DeutschenTaekwondo Union am 20. Juni (Präsident Heinz Marx); 1. World Games 24.7.-2.8. in Santa Clara/USA 1982 Aufnahme der Deutschen Taekwondo Union in den Deutschen Sportbund als 52. Spitzenfachverband; 5. WM vom 23.-27. Fenruar in Guayaquil/Ecuador 1983 Taekwondo wird als offizielle Sportart der Pan-America-Games aufgenommen; 6. WM vom 19.-23. Oktober in Kopenhagen/Dänemark 1984 Aufnahme von Taekwondo als offizielle Sportart bei den Asien Games 1985 7. WM vom 4.-8. September inSeoul; 2. World Games vom 3.-4. August in London/Großbritannien 1986 1. World Cup vom 3.-5. Juli in Colorado Springs/USA; 1. Universitäts-Weltmeisterschaft 26.-30. November in Berkeley Californien/USA 1987 8. WM (Herren) / 1. WM (Damen) vom 7.-11. Oktober in Barcelona/Spanien; 2. World Cup vom 15.-17. Mai in Helsinki/Finnland 1988 Taekwondo als Vorführungsdisziplin bei den 24. Olympischen Spielen in Seoul/Süd-Korea vom 17.-20. September 1989 9. WM (Herren) / 2. WM (Damen) vom 9.-14. Oktober in Seoul; 3. World Cup vom 22.-25. Februar in Kairo/Ägypten; 3. World Games vom 21.-23. Juli in Karlsruhe/BRD 1990 4. World Cup vom 9.-11. November in Madrid/Spanien; 2. Universitäts-Weltmeisterschaft vom 5.-8. April in Santander/Spanien 1991 10. WM (Herren) / 3. WM (Damen) vom 23.-31. Oktober in Athen/Griechenland; 5. World Cup vom 16.-18. Mai in Zagreb/Jugoslawien 1993 11. WM (Herren) / 4. WM (Damen) vom 19.-21. August in New York/USA 1995 12. WM (Herren) / 5. WM (Damen) vom 17.-21. November Manila/Phillipinen 1997 13. WM (Herren) / 6. WM (Damen) vom 19.-23. November in Hong Kong/China 1999 14. WM (Herren) / 7. WM (Damen) vom 2.-6. Juni in Edmonton / Canada 2000 27. Olymischen Spiele vom 27.-30. September Sydney/Australien (zum ersten Mal offizielle Disziplin; siehe auch die Olympia-Links); 6. Universitäts-Weltmeisterschaften 29. März.-2. April in Kaohslung/China; World Cup 14.-16. April in Lyon/Frankreich 2001 15. WM (Herren) / 8. WM (Damen) vom 14.-16. September in Cheju City/Korea Grüße, Murat |
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#3
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| hätte hier mal ne Frage zu: seit wann wird eigentlich bei Wettkämpfen mit Schutzwesten und Helmen, also Vollkontakt gekämpft, während ja die ITF- Leute im Semikontakt kämpfen, und warum ist das so gekommen? |
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