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#1
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| Hallo, sicher gab es diese Diskusion schon oft. Leider war ich nie dabei, daher starte ich nochmal neu: Was denkt ihr über Traditionen und Rituale in der KK. Beispiele sind: 1. der niedrigste Grad putzt die Matte vor dem Training 2. wir grüßen vor dem training im sitzen mit meditationsphase usw...ihr kennt das 3. wir verbeugen uns während des trainings vor jeder übung vor unserem partner 4. wir sprechen dan grade mit sensei an und verbeugen uns, bevor wir sprechen. 5. wir knien uns hin und beobachten, wenn der sensei eine Übung zeigt. 6.wir verlassen oder betreten nie die matte ohne uns zu verbeugen. 7. verlassen der matte nur mit zustimmung des sensei 8. jährliches kan geiko (traditionelles Wintertraining) 9. wir stellen den sensei nicht offen in frage. was sensei uns zeigt ist also immer richtig (ausnahmen möglich) 10. während des Trainings haben private Gespräche keinen platz 11. wenn man eine pause machen möchte/muss wird der sensei geftragt 12. rumliegen auf der matte oder an der wand anlehnen ist verboten. 13. es werden keine techniken trainiert, die der sensei einem nicht gezeigt hat usw.. ich persönlich finde diese Rituale/Regeln /traditionen im training sehr angenehm, da so eine absolute ordnung und ein diszipliniertes training gesichert sind. wir trainieren gemeinsam mit den kindern ab 10 jahre und es herscht auch bei den teenagern absolute disziplin. wie seht ihr das? wie sieht das bei euch aus? glaubt ihr, dass das hilfreich beim training ist? gibt es andere gute wege zum disziplinierten training? |
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#2
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| Finde ich persönlich alles sehr übertrieben. Hört sich alles nach Gott und Sklaven an. In einem Training ist Disziplin natürlich wichtig, aber wenn jemand richtig trainieren will, sehe ich die Disziplin als Vorraussetzung. Man trainiert als Team und als eine Einheit zusammen! Das obige Beispiel hat für mich nichts mit einem Team zu tun und ich kann mir nicht vorstellen das so ein System erfolgreich ist.
__________________ - We'd rather be rolling - |
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#3
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| Bis auf 5. wir knien uns hin und beobachten, wenn der sensei eine Übung zeigt. Halte ic hdiese Regeln für nicht notwendig. Ich glaube kaum, dass jemand alle diese Regeln konsequent befolgt. Sind wohl eher eine Richtlinie. Mann kann diese Sachen alle machen und kann für sie alle eine(oder mehrere) logische Begründung finden. Auch kann man immer mehrere dagegen finden. Man sollte sich fragen was bezwecke ich mit diesen Regeln. Worauf kommt es mir an.
__________________ Mit Atzen einen HEBEN, dass bedeutet LEBEN!!! |
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#4
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| zu: 1. bitte? Jeder der vollschwitzt hilft auch beim saubermachen. 2. angrüssen ist ok 3. versteh ich auch. wir klatschen ab. 4. Vornamen sollte ausreichen 5. Aufmerksamkeit ist Grundvoraussetzung .... 9. das is mir zu dogmatisch. Man muss ja nicht gleich quer durch den Raum plärren, aber Kritik sollte doch möglich sein. ..... bissl zu viele Regeln für meinen Geschmack.
__________________ I Love Schiuschitsu |
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#5
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| Zitat:
Bei uns gibt es keine Hausordnung, die das Verhalten regelt. Wir setzen einfach vorraus, dass sich alle höflich und respektvoll verhalten können. Wer das nicht kann, darf zu einem persönlichen Gespräch erscheinen und entweder gehts danach oder er fliegt raus. Ist relativ einfach. Bisher ist auch noch keiner gegangen worden. |
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#6
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| Zitat:
erläuterungen dazu: 1. wischen der Matte: ist einfach ein ritual. hat mit saubermachen nix zu tun. da muss jeder durch und dauert pro trainig 1 minute 2. angrüßen eben...einstimmung aufs training 3.wie re:torte sagt, beim boxen wird z.b. abgeklatscht nur eben ne andere art der begrüßung 4. sicher ansichtssache...aber auch nix schlimmes...ich finds gut...außerhalb der matte sagen wir natürlich auch nur den vornahmen.und wenns auf der matte mal rausrutscht ist das auch ok. 5. aufmerksamkeit ist grundvorraussetzung. und wenn man kniet, können auch in den hinteren reihen die leute besser sehen 6. ist halt so...wie 2...finds ok..hat auh mit trainingsstimmung zu tun 7. sollte selbstverständlich sein. wenn man gehen muss sagt man bescheid 8. tradition...abwechslung... 9.ausnahmen wie gesagt erlaubt, aber wenn ein weißgurt jede technik ausdiskutieren will, bremst das alle im training. auf höheren graden ist ein austausch auf augenhöhe möglich. der schüler merkt selbst, wann hinterfragen ok ist. 10. auch selbstverständlich, da es das training stört. kann man vorher/nachher machen 11.auch selbstverständlich. wobei fragen eher ein informieren ist, denn sensei sagt normalerweise nicht nein. es sei denn bei kindern, die sich ständig drücken... 12. selbstverständlichkeit: respekt vor dem lehrer, verletzungsgefahr, da man einem fallenden mittrainierenden schlecht ausweichen kann 13. so vermeidet man, sich fehler anzutrainieren. denke, dass ähnliche Regeln in den meisten KKs gelten, eben nur anders gestaltet sind. wie man sieht steckt hinter den meisten dingen ein sinn...dieser erschließt sich aber eben nur auf den zweiten blick. edit sagt: @cillura: wie ich sehe ist es bei euch eigentlich fast genauso wie bei uns. die regeln sind auch nicht aufgeschrieben, gelten aber dennoch. wie beschrieben eben zum teil als selbstverständlichkeit...es fühlt sich auch keiner gezwungen, da man merkt,wie gut das training damit funktioniert. wir sagen natürlich auch "du" zum sensei... Geändert von domo77 (16-12-2011 um 11:49 Uhr). |
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#7
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| Was für ein Blödsinn?! Beobachten? Klar - ich will doch was lernen! Und dabei setze oder stelle ich mich so hin, dass ich was sehe. In welcher Form ist doch egal. Gibts bei uns auch. Trotzdem empfinde ich das Verbeugen vor einer Matte als ziemlich albern. Schon aus Sicherheitsgründen sinnvoll. Nicht, dass sich jemand ernsthaft verletzt und dann in der Umkleide kollabiert... Wir sind nicht zum Quatschen, sondern zum Trainieren da. Wenn das jemand anders sieht, gibts natürlich einen Rüffel. Pausen sagt der Lehrer an, dazwischen wird trainiert. Bei uns auch - wegen den Schweißflecken auf der Tapete ![]() Klar. Eine motivierte Gruppe, die die Disziplin aufgrund von Lernwillen selbst mitbringt. |
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#8
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| als direkten trainingspartner nimmt man sich natürlich am besten keinen, der 50 kg leichter und 50 cm kleiner ist...aber wenn die proportionen dir gegenüber einigermaßen passen kann man auch mit nem jungen menschen trainieren..außerdem wechseln wir regelmäßig durch... ansonsten, gibst du mir mit deinen anmerkungen zumindest teilweise recht. einige dinge sind selbstverständlich und werden bei euch eben auf ne andere weise geregelt. andere sachen sind geschmackssache... |
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#9
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Wir sprechen uns mit Vornamen an. Zitat:
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![]() |
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#10
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#11
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| Also, die Punkte 1., 4., 5., 6., 7., 9. (insbesondere), 11., 13. haben wir Gott sei Dank nicht, ich find unsere Synthese zwischen Tradition und modern gelungener. Bei uns lungert eh keiner rum, wenn einer eine Pause braucht, dann braucht er nicht fragen und auch Dan-Träger können mal irren (selten aber es kommt vor). Es wird der Vornamen benutzt und die Disziplin ist bei uns hervorragend, wahrscheinlich weil sie freiwillig von innen kommt. |
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#12
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| Also: 1. der niedrigste Grad putzt die Matte vor dem Training --> Nö, machen alle zusammen! 2. wir grüßen vor dem training im sitzen mit meditationsphase usw...ihr kennt das --> Jepp, ist aber recht kurz und mehr ein Ritual um vom Alltagsstress den Schalter umzulegen und auf Trainingsbetrieb zu schalten 3. wir verbeugen uns während des trainings vor jeder übung vor unserem partner --> Jepp, anstatt dem Shakehands oder abschlagen. 4. wir sprechen dan grade mit sensei an und verbeugen uns, bevor wir sprechen. --> Nope, die sagen Markus zu mir und wenn die was wissen wollen, fragen sie einfach oder machen auf sich aufmerksam, wenn ich am anderen Ende der Matte bin. 5. wir knien uns hin und beobachten, wenn der sensei eine Übung zeigt. --> Nope, nur wenn es richtig voll ist oder Detailsachen gezeigt werden, wo alle ganz dicht beisammen sind, knien die vorderen sich hin, damit die hinteren auch was sehen. 6.wir verlassen oder betreten nie die matte ohne uns zu verbeugen. --> Ritual, siehe 2. 7. verlassen der matte nur mit zustimmung des sensei --> Nicht wegen Zustimmung, aber dem Wissen. Nicht das einer dann wegkippt oder so und ne Stunde allein in der Umkleide liegt. 8. jährliches kan geiko (traditionelles Wintertraining) --> Nope. 9. wir stellen den sensei nicht offen in frage. was sensei uns zeigt ist also immer richtig (ausnahmen möglich) --> Nope, konstruktive Kritik oder auch andere Sichtweisen immer offen und direkt. Sowas wie: Das ist Schei*e! gab es aber auch noch nie. Wenn andere Ansichten da sind, warum soll man nicht drüber sprechen? Auch der "Sensei" lernt immer dazu. 10. während des Trainings haben private Gespräche keinen platz --> So eng nicht. Natürlich kein Kaffeekränzchen, aber mal ne kurze Info schon. Meißt haben die auch keine Zeit oder Luft zu quatschen. 11. wenn man eine pause machen möchte/muss wird der sensei geftragt --> Nicht fragen, sondern bescheid sagen, siehe 7. 12. rumliegen auf der matte oder an der wand anlehnen ist verboten. --> Jein, rumgammeln mag ich nicht, aber wenn einer kurz sich anlehnt, was solls? 13. es werden keine techniken trainiert, die der sensei einem nicht gezeigt hat --> Bei angesagten Techniken nicht, vor allem im Anfängerbereich. Bei den Fortgeschrittenen schon, da die ihre Interpretation beisteuern sollen.
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi) |
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#13
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| Die Frage ist: Was ist der Sinn dieser Regeln? Beispiel: An- und Abgrüßen des Partners. Respekt? Evtuell. Wichtiger (für mich) ist, dass beide sich klar sind, dass jetzt gleich trainiert wird. Das sie auf einander achten. Dass nicht einer plötzlich aufhört, der andere weitermacht und daher eine kassiert. Beispiel: Verlassen der Matte nur mit Erlaubnis des Trainers Der Sinn hier ist ganz klar, dass der Trainer weiß wo die Leute sind. Er hat die Aufsichtspflicht. Komplett sinnig. Dummes Beispiel: Zitat:
Fragen sind da, um gestellt zu werden. Entweder ist etwas nicht verständlich erklärt worden, oder das gezeigte selbst ist fragwürdig. Meine normale Antwort ist "Probieren wir es aus" - hin und wieder jedoch auch "Guter Punkt. Merken. Da gehe ich nach der Übung drauf ein." Es ist für mich ein Qualitätsmerkmal wenn Fragen gestellt und beantwortet werden. Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
Oder in ein Turntraining. Oder ins Ringen. Oder in ein beliebiges anderes Training. Die Frage ist sehr seltsam... |
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#14
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| So ein Schwachsinn. Typisch deutsch. Irgendwo mal was gesehen und gelesen, aber die Hintergründe nicht verstanden. Geschweige denn was so Begriffe wie "Sensei" bedeuten und was eine Verbeugung für einen Hintergrund hat. |
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#15
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| Zitat:
2. Ja! 3. Nicht vor jeder aber man grüßt den Partner an und ab. 4. Mit fällt kein Zacken aus der Krone wenn man mich Thorsten nennt 5. Wieso, ist im Stehen die Perspektive schlechter? 6. kann man machen, wichtig find ich´s nicht. 7. Übertrieben. 8. Was machen Budoka am Äquator? 9. der beste Weg um Bullshido zu generieren. Ein Dan muss auch Kritik vertragen können. 10.Alles im Rahmen. 11. Ja, wenn machen alle Pause. 12. Wieso, fällt die sonst um? 13. Auf jeden Fall, wie soll der Trainer sonst Verletztungsrisiken im Auge behalten... Ich finde Tradition gut aber man muss es nicht übertreiben. Wenn jemand mal quatscht hab ich da kein Problem, wenn mehrere ständig quatschen stört es die Gruppe. Tradition darf nie dienen den Sensei auf ein Podest zu heben, der Sensei ist Teil der Gruppe und macht alles (Kondition, Kraft, Sparring) mit. und wenn er vom Verhalten und dem technischen und kämpferischen Können als Vorbild taugt, reguliert sich die Gruppe in der Regel ganz von selbst...
__________________ plaz: "Ich erwarte aber nicht, dass du das verstehst, dafür fehlt dir das Können (der Lockerheit) und die Erfahrung." Geändert von Asahibier (16-12-2011 um 12:48 Uhr). |
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