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#61
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| Denke das ganze hat 2 Gründe: - zum einen ne recht hohe Fluktuation an Leuten die kommen und gehen oder unregelmäßig ins Training kommen. - Zum Andern bekräftigen, dass man zusammen als Team aus Heinz, Karl, Peter, Achmed, Hamma, Ali und Dirk zusammen trainiert hat, der Trainer stellt sich da auch mit deinem Namen rein und ich finde das eigendlich ne schöne Sache zum Abschluss, grade weil die Zusammenstellung aus Indern, Pakistanis, Omanis, Europäern Südamerikanern etc. echt was hermacht interkulturell gesehen. So kann man die andern mit denen man trainiert hat nochmal im keis anschaun und innerlich ehren ... wie gesagt.. mir gefällts ![]() |
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#62
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| Sehr schön. So betrachtet, stärkt das gewiss den Teamgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Besonders, wenn so oft Mitgliederwechsel ist. ![]() Bei uns sind oft die gleichen Leute da, mal von wenigen Ausnahmen abgesehen. Da ist das überflüssig, weil wir uns untereinander sehr gut kennen und recht oft etwas gemeinsam unternehmen. |
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#63
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| Hallo, ich habe das hier schon mal fast identisch woanders geschrieben, aber hier passt es auch. Vorab: ich trainierte in Deutschland Karate, nun lerne ich in Korea Taekkyon. Ich habe mich in Deutschland an die Verhaltensregeln im Karate Dojo gehalten. Es war für mich normal, dies zu tun. Und normal, es außerhalb des Dojos nicht zu tun, was z.B. das Verbeugen vor anderen Menschen angeht - wobei ich auch dies irgendwie immer öfter tat und das hat dazu geführt, dass mich andere Leute komisch angeguckt haben. Es herrschte eine Diskrepanz zwischen der im Dojo ausgelebten Kultur und der Kultur außerhalb des Dojos. Im Nachhinein betrachtet kommt mir das Verhalten in deutschen Dojos ziemlich gekünstelt vor. Warum? Es ist nicht natürlich. Es passt nicht zum Verhalten im Alltag. Im Folgenden kann ich nur für Korea sprechen (anstatt für Japan, also eine etwas andere Kultur als die damals nachgespielte beim Karate), weil ich dort lebe. Auch dort hält man sich im Training an bestimmte Regeln, nämlich an genau dieselben wie im Alltag. Zu Beginn meiner Zeit hier waren sowohl Training als auch Alltag kulturell faszinierend. Es war eben anders als gewohnt, genau das, was Leute normalerweise erleben, wenn sie versuchen, sich im Training an eine andere Kultur anzupassen. Mit der Zeit lernte ich viel über die üblichen Verhaltens- und Denkweisen, mir wird sogar oft gesagt, dass ich Koreaner geworden sei (dem stimme ich noch nicht so ganz zu, aber als ich deutsche Touristen getroffen habe, kam mir deren Verhalten fremder vor als das meiner koreanischen Mitmenschen). Somit sind für mich auch die Regeln beim Training natürlich geworden. Warum? Nicht, weil ich sie lange genug ausgeübt hätte, sondern weil sie mit dem Alltag übereinstimmen. Man kann seinen Körper genauso gut kennen lernen, ohne zu versuchen, eine andere Kultur nachzuahmen. Letzteres ist aber interessant und spannend, eben weil man Unbekanntes erfährt. Es gibt neue Denkansätze, wirklich verstehen kann man diese aber nur beim Erleben der dazu gehörigen Kultur. Ich habe mich, während ich in Deutschland lebte und trainierte, viel mit der japanischen Kultur beschäftigt, um die Dinge im Training besser zu verstehen. Dieses Verständnis kommt aber überhaupt nicht an das Verständnis heran, das ich durch pures Erleben über die koreanische Kultur und Denkweise erlangt habe - in ein paar Monaten! Und dabei habe ich auch dort noch verdammt viel zu lernen. Während ich in Deutschland trainiert habe, fand ich das Einhalten der (fremden) Etikette beim Training wichtig, weil ich dachte, dass dies der Charakterschulung (z.B. Respekt) beitragen würde. Liegt daran, dass ich durch das Verhalten beim Training tatsächlich einiges gelernt habe. Inzwischen denke ich darüber anders. Man kann Respekt auch anders zeigen und muss sich dafür nicht in ein Verhaltensmuster pressen, dass nicht der eigenen Natur, also dem Verhalten im Alltag, über das man nicht erst groß nachdenkt, entspricht. Man kann auch mit deutschen Verhaltensweisen andere Leute respektieren, innerlich ruhiger werden usw. Einer meiner deutschen Lehrer ist ein gutes Beispiel dafür. Auch er hat sich zwar im Dojo verbeugt und ein Bild aufgehangen, aber wirklich faszinierend fand ich stattdessen einfach seine Art, mit Menschen und Problemen umzugehen. Es war einfach natürlich und passte sowohl zum Training als auch zum Alltag. Auch so kann man neue Denkansätze gewinnen: einfach durch den Umgang mit anderen Menschen, es müssen nicht immer Asiaten sein. Zum Abschluss noch ein kleiner Vergleich der Dinge, die ich im Training getan habe/tue und die sich von der deutschen Kultur unterscheiden: Karate in Deutschland: - verbeugen beim Betreten/Verlassen der Halle - verbeugen vor Trainingspartnern - verbeugen/hinknien/meditieren vor und nach dem Training - Kleidung Taekkyon in Korea: - Halle putzen, weil ich am jüngsten bin (nicht am niedrigsten) - verbeugen vor Trainingspartnern - verbeugen, wenn der Lehrer die Halle betritt - verbeugen vor und nach dem Training - auf keinem Fall dem Lehrer widersprechen - den Lehrer nicht auffordern, etwas zu zeigen - nicht zu viele Fragen stellen - zu älteren (wenn auch niedrigeren) Trainingpartnern sehr höflich sprechen - was gerade so anfällt (putzen, schleppen, Dinge holen, Müll wegbringen...), weil ich am jüngsten bin - Kleidung Unterschied Taekkyon-Training und koreanische Kultur: - Farbe der Kleidung ist für Schüler festgelegt (weiß), das Muster entspricht aber der traditionellen Kleidung und als Lehrer darf man sich auch aussuchen, was man anzieht Man sieht also, dass ich in Korea mehr für einen Deutschen ungewöhnliche Dinge machen muss, wobei es sich hier aber viel normaler anfühlt. Viele Grüße, kkke |
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#64
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| Zitat:
![]() 1. Nope, wir haben einen Putzman. Allerdings gibts 2x im Jahr gemeinsames Großreinemachen. 2. An und Abgrüßen 3. Nope 4. Anrede mit Vornamen ohne Verbeugung 5. Stehen oder Sitzen, je nach Laune und/oder "Erschöpfungsgrad" 6. Ne, wies grad eben nötig ist 7. siehe 6. 8. Nope, wär aber eine Idee. 9. Fragen sind erlaubt und willkommen. 10. Jein. Sich evtl ein paar Sätze zuzuraunen ist ok 11. Gefragt nicht aber Bescheid gesagt. 12. Also ich glaube auf die Idee rumzuliegen ist noch keiner gekommen Die Wände sind ein paar Schritte vom Mattenbereich weg, da müßt einer schon Pause machen um sich anzulehenen.13. Du meinst, wenn einem auffällt das man da auch variieren könnte wird das nicht gemacht ? Bei uns wird da schonmal kurz probiert (wenns dann jemand wirklich interessiert auch der Trainer gefragt) im Normalfall bleibts aber beim kurzen ausprobieren. Es hat ja schließlich seinen Sinn das man eine Sache jetzt gerade eben so übt und nicht anders. Halts was die Traditionen angeht mit einem Spruch unseres Trainers: Diese Dinge sind je nach kulturellem Raum sicher schön-sinvoll, aber ob man während des Trainings in Europa im Jahre 2011 so tun muß als wäre man im Asien des 16tn Jahrhunderts halte ich doch für fragwürdig. Ist mir ansonsten aber ziemlich "Latte" wenn das Training und der Rest stimmt verbeug ich mich eben auch 10x wenns gewünscht wird und verwend Titel in der Anrede. Des Trainers Schule, des Trainers Regeln. So läuft das eben. |
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#65
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| Zitat:
das namen nennen ist ja auch eine art ritual. dir gefällt es und es erfüllt einen zweck. nichts anderes sind die rituale, die es bei uns gibt. Zitat:
klar etwas andes...aber die richtung ist ähnlich ich kann es gern noch 10000 mal schreiben: es geht bei dem mattenwischen nicht ums suabermachen, sondern nur um ein Ritual. die matten sind sauber! der vorgang dauert genau 2 minuten und wärend dessen bauen die anderen noch die matten zuende auf. ich kann es gern noch 10000 mal schreiben: es geht bei dem mattenwischen nicht ums suabermachen, sondern nur um ein Ritual. die matten sind sauber! der vorgang dauert genau 2 minuten und wärend dessen bauen die anderen noch die matten zuende auf. ich kann es gern noch 10000 mal schreiben: es geht bei dem mattenwischen nicht ums suabermachen, sondern nur um ein Ritual. die matten sind sauber! der vorgang dauert genau 2 minuten und wärend dessen bauen die anderen noch die matten zuende auf. .... |
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#66
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| Und welchen Sinn hat das Ritual?
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi) |
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#67
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| sensei sagt, dass wäre eine alte tradition. der sinn dahinter erschließt sich mir auch nich. Ich finds ok..würde es aber auch nicht vermissen |
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#68
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Na zumindest sind die Matten dann ganz sauber. ![]() |
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#69
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| stimmt...also insofern ist es nicht vollkommen sinnfrei... die matten müssen bei uns auf und abgebaut werden. ich denke, dass die sonst natürlich nicht geputzt werden können. Die jenigen, die sagen, dass dafür putzleute da sind, sollen mir mal eine putzfrau zeigen, die zum saubermachen alle matten aufbaut, diese wischt und anschließend wieder abbaut. klar wird die halle von personal geputzt. da ist es immer blitzblank... wenn ich darüber nachdenke, dass in anderen verinen die matten teilweise so gut wie nie gewischt werden....und das, wo man oft auch mal mit dem gesicht den boden berührt....hmm... |
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#70
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| Nicht so meins! Gut das die Matte permanent liegt!
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi) |
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#71
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| Glaube das dürfte etwas Licht ins Dunkel bringen: Traditional Dojo Mat Cleaning - YouTube Mag bei Schule/Dojo hinkommen. |
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#72
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| Jepp, bei uns auch. Wischen tun wenn dann die Kinder, weil sie mal wieder ihr Getränk auf den Boden gekippt haben. Da das regelmäßig passiert, wird also auch regelmäßig gewischt. Ansonsten macht das wie gesagt, die Reinigungsfirma. Haben aber auch schon selbst mal gedampfreinigt. War auch sehr lecker was da so raus kommt ![]() |
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#73
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| den Luxus haben wir leider nicht, da auch andere Gruppen den Raum nutzen. Dafür haben wir nen super Schwingboden, Fußbodenheizung und alles in allem nen wirklich schönen Raum |
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#74
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Klingt gut. Bin fast schon neidisch Wir härten uns ab. Fester Betonboden und darauf ne 2cm dünne Steckmattenschicht. Und wenn wir vergessen die Heizung aufzudrehen ists so richtig kalt. Ich glaub das war mal Anfang des Jahres, da warn draußen -20 Grad. In der Halle waren dann kuschelige 10 Grad. Die Füße sind dann aber trotzdem kalt. Da konnte man so viel Sport machen wie man wollte. ![]() |
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#75
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| Eine regelmäßige Sichtreinigung finde ich auch sinnvoll, aber das ständiges Putzen mit aggressiven Putzmitteln ist afaik eher schlecht. Eine Bekannte meinte dadurch würden gerade resistente Lebensformen begünstigt. Siehe mal die Horrorgeschichten in unseren Krankenhäuser. Aber davon käme man wohl auch langsam weg. Ob das jetzt auch Staph etc. begünstigt ist mal so in den Raum gestellt. |
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