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  #1  
Alt 28-11-2011, 11:42
Benutzerbild von DerLenny
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Kampfkunst: Kenpo, Ju-Jutsu, Doce Pares Eskrima
 
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Standard Soll der Trainer dem Schüler "davon laufen" oder soll er einen besseren heranziehen?

Ich habe gerade ein interessantes Video über einen jap. Schwertschmiedemeiste gesehen ( Korehira Watanabe – einer der letzten jap. Schwertschmiede ).
Interessant fand ich die Aussage, dass er es als seine Pflicht ansieht, seinen Lehrling so auszubilden, dass er eines Tages besser als er selbst sein wird.

Hier aus D kenne ich verschiedene Ansichten zu diesem Thema. Die einen sehen es genauso, andere versuchen in einigen Bereichen einen Vorsprung zu bewahren und ein paar Trainer die ich kenne liefern sich mit ihren Schülern quasi eine Wettlauf

Wie seht ihr das?

Geändert von DerLenny (28-11-2011 um 12:03 Uhr).
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  #2  
Alt 28-11-2011, 11:50
Benutzerbild von Budoka_Dante
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Kampfkunst: DJJV Ju-Jutsu, Judo (inaktiv)
 
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Der Trainer sollte versuchen, sowohl aus dem eigenen wie auch dem Potential des Schülers das Beste zu gewinnen.

Dabei gewinnt er dann entweder Abstand, oder wird eingeholt, oder beides wechselt sich phasenweise ab oder sonstwie, allerdings sollte man seine Zielsetzung nicht aus dem Vergleich mit den Schülern ziehen.
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Wer eine Not erblickt und wartet, bis er um Hilfe gebeten wird, ist ebenso schlecht, als ob er sie verweigert hätte. Dante Alighieri
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  #3  
Alt 28-11-2011, 12:20
Benutzerbild von Schnueffler
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Ich sehe das eher Richtung "Wettlauf".
Auch ich kann immer was von meinen Schülern lernen oder mir von ihnen was abschauen. Warum sollte ich also zurückstecken und nichts eigenes mehr erlernen?
Ansonsten versuche ich das Beste aus ihnen heraus zu holen, sprich sie auch besser zu machen als ich es bin.
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Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.
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  #4  
Alt 28-11-2011, 12:22
Benutzerbild von Spark
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Ich sehe das so: Wenn man das ganze der Sache wegen lehrt, dann sollte man darauf aus sein, dass der Schüler den Meister übertrifft.

Nur so kann sich das Ganze entwickeln und besser werden. Es ist keiner Sache dienlich, wenn sie auf einer Stufe verkümmert, nur weil eine Person nicht in der Lage war sein Ego zu bändigen oder sich weiterzuentwickeln und es deswegen dem Schüler verwehrt.

Aber natürlich hängt in vielen Köpfen immer das Bild, dass der Meister eben der "Meister" ist und deswegen ja immer besser sein muss als der Schüler. Aber wenn man diese Ansicht vertritt und den Schüler deswegen klein hält, dann ist das zu kurzsichtig gedacht. Das würde heißen, wenn der Meister nicht mehr ist, dann stirbt sein Stil mit ihm, bzw geht es dann nur abwärts von da an weiter.

Also ganz klar, das Ziel sollte sein den Schüler besser werden zu lassen, indem man zB schon mal vermeidet, dass er die gleichen (zeitfressenden) Fehler macht wie der Meister früher selber.
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  #5  
Alt 28-11-2011, 12:31
Benutzerbild von Sojobo
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Wettlauf.

Heißt: Der Trainer versucht, den Schüler so auszubilden, dass er besser wird, als er selbst. Der Trainer muss aber auch bestrebt sein, selbst immer besser zu werden.

Und ehrlich: Wer meint, ein Trainer müsse nicht selbst stetig bestrebt sein, immer besser zu werden, hat weder Budo, noch Sport, noch das Leben verstanden.
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Sojobo
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  #6  
Alt 28-11-2011, 12:38
Benutzerbild von Schnueffler
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Zitat:
Zitat von Sojobo Beitrag anzeigen
Wettlauf.

Heißt: Der Trainer versucht, den Schüler so auszubilden, dass er besser wird, als er selbst. Der Trainer muss aber auch bestrebt sein, selbst immer besser zu werden.

Und ehrlich: Wer meint, ein Trainer müsse nicht selbst stetig bestrebt sein, immer besser zu werden, hat weder Budo, noch Sport, noch das Leben verstanden.
Sag ich doch!
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Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.
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  #7  
Alt 28-11-2011, 12:59
Benutzerbild von Droom
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naja kommt immer drauf an. Im großen und ganzen halte ich auch Wettlauf für die richtige Antwort. Ein Trainer der "was drauf hat", kommt immer besser rüber (glaubwürdiger, besseres Vorbild, kann das was er meint selber demonstrieren usw) als ein Couchpotato

Aber bei KS-Sportlern auf nem gewissen Level macht das keinen Sinn wenn der 50-60 jährige Trainer noch groß an seinen körperlichen Skills arbeitet um mit seinen Schülern mitzuhalten. Da geht es eher um Erweiterung des Wissens und Verbesserung der Didaktik
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"Kämpfen bis zum Ziel" ---> http://www.youtube.com/watch?v=8vJLm...eature=related
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  #8  
Alt 28-11-2011, 13:22
Benutzerbild von Papatom
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Moin,

wenn man mal von noch vorhandenen, gleichwertigen körperlichen Fähigkeiten ausgeht...

Der Lehrer sollte doch dem Schüler möglichst einfach alles beibringen, was er weiss und kann. Der Schüler durchläuft dann mehrere Phasen. Grundschule, Verfeinern und Lernen von Techniken, Training, Training, Training....irgendwann kommt der Schüler dann ja an einen Punkt, wo er anfängt, sich kreativ, konstruktiv mit dem bisher "nur" erlernten auseinanderzusetzen. Bestenfalls entwickelt er dann einen eigenen Stil und übertrifft seinen Leherer. Wenn nicht, bleibt er eben bei dem beigebrachten. Wobei ich finde, die erste Variante sollte die Wunschvorstellung des Lehrers sein.

Gruß
__________________
Amendt: Liebe ist die Fantasie, dass der andere einem die Großartigkeit widerspiegeln möge, die man in sich selbst wähnt.
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  #9  
Alt 28-11-2011, 13:32
Benutzerbild von punktpunktpunkt
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Ein Trainer sollte das Fachwissen und die didaktischen Fähigkeiten haben seinen Schülern etwas zu vermitteln, das möglichst unegoistisch. So lange das funktioniert ist der Rest doch egal? Von so einem alten Boxopi wie aus Rocky würde auch keiner erwarten, dass der sich mit Stallone herum prügeln muss.

Der Wissensvorsprung zum Mob sollte zwangsläufige Folge größerer Erfahrung und eines beständigen Interesses sein und kein Selbstzweck den man sich erarbeiten muss. Ich möchte als Schüler jedenfalls nicht von jemanden trainiert werden, der sich mir gegenüber zwanghaft beweisen muss. Da sollte ein Trainer doch drüber stehen.
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  #10  
Alt 28-11-2011, 13:38
Benutzerbild von punktpunktpunkt
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Zitat:
Zitat von Papatom Beitrag anzeigen
Moin,

wenn man mal von noch vorhandenen, gleichwertigen körperlichen Fähigkeiten ausgeht...

Der Lehrer sollte doch dem Schüler möglichst einfach alles beibringen, was er weiss und kann. Der Schüler durchläuft dann mehrere Phasen. Grundschule, Verfeinern und Lernen von Techniken, Training, Training, Training....irgendwann kommt der Schüler dann ja an einen Punkt, wo er anfängt, sich kreativ, konstruktiv mit dem bisher "nur" erlernten auseinanderzusetzen. Bestenfalls entwickelt er dann einen eigenen Stil und übertrifft seinen Leherer. Wenn nicht, bleibt er eben bei dem beigebrachten. Wobei ich finde, die erste Variante sollte die Wunschvorstellung des Lehrers sein.

Gruß
Find ich gut!
Denke, dass so auch eine langfristige Progression möglich ist, ohne Veränderung nicht.

Edit:
Ich stelle mal 'ne andere These auf: Ein Trainer der sich nicht objektiv bzw. kritisch mit dem eigenen Können und den eigenen Fehlern auseinander setzen kann, wird sowieso kein besonders hohes Level erreichen und irgendwo herum stagnieren.

Geändert von punktpunktpunkt (28-11-2011 um 13:46 Uhr).
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  #11  
Alt 28-11-2011, 13:43
Benutzerbild von Maddin.G
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Zitat:
Zitat von Sojobo Beitrag anzeigen
Wettlauf.

Heißt: Der Trainer versucht, den Schüler so auszubilden, dass er besser wird, als er selbst. Der Trainer muss aber auch bestrebt sein, selbst immer besser zu werden.

Und ehrlich: Wer meint, ein Trainer müsse nicht selbst stetig bestrebt sein, immer besser zu werden, hat weder Budo, noch Sport, noch das Leben verstanden.
Stimme ich zu.
Ein Trainer sollte selbst nie stehen bleiben aber auch versuchen das Maximum aus dem Schüler herauszuholen. Wo das liegt ist eine andere Frage.
__________________
Alle sagten: Das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht und hats gemacht.
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  #12  
Alt 29-11-2011, 07:44
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Ein Trainer kann seinem Schüler doch nur das beibringen, was er selber weiss und kann. Wie soll ein Trainer jemanden trainieren, damit er besser wird als er selber? Er müsste ihm doch Sachen beibringen, die er selber nicht kann?

Ich hoffe ihr versteht, was ich meine

Ein Schüler, der nur genau das trainiert, was ihm sein Lehrer beibringt, wird nie seinen Lehrer übertreffen. Nur wer selbständigt wirklich anfängt sich mit der Materie auseinander zu setzen und sich eigenständig weiterentwickelt, kann seinen Lehrer übertreffen.

Mir scheint, das gilt nicht nur in den Kampfkünsten
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  #13  
Alt 29-11-2011, 08:31
Benutzerbild von Papatom
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Moin,

also technisch gesehen mag das ja stimmen, halte ich aber für KS/ KK etwas eingeschränkt. Natürlich kann ein guter Trainer einen guten Schüler so fördern und fordern, dass er sich entwickelt und auch seinen Lehrer "übertrifft". Das hängt ja dann nicht davon ab, wie der Lehrer rein technisch gesehen die Gerade schläg und wie der Schüler. Sondern wann er sie einsetzt, wie, mit welchem Timing, Finten, Strategien, ...usw.

Gruß
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  #14  
Alt 29-11-2011, 10:37
Benutzerbild von DerLenny
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Kampfkunst: Kenpo, Ju-Jutsu, Doce Pares Eskrima
 
Registrierungsdatum: 07.10.2010
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Ich denke wir sind uns alle einig, dass man immer bestrebt sein soll dazu zu lernen.
Die Frage ist eher, wie geht man mit dem Wissen um?

Beispiel: Dir fällt etwas auf. Das wurmt dich gewaltig. Du denkst drüber nach. Informierst dich. Probierst. Irgendwann fällt morgens unter der Dusche der sprichwörtliche Groschen. Das Problem über das du jetzt wirklich lange nachgedacht hast ist gelöst. Alle Einzelheiten sind an den richtigen Platz gerutscht.
Dieses Wissen weiterzugeben ist einfach. Das bereits "vorgekaute" Wissen aufzunehmen ist ebenso einfach ("Ei des Kolumbus" Problem).

Also selbst wenn der Lehrer stetig besser wird, hat der Schüler einen Vorteil - nämlich den Lehrer. In einer "gesunden" Schüler-Lehrer Beziehung sollte der Schüler also irgendwann besser werden als der Lehrer (sofern ähnliche körperliche Voraussetzungen gegeben sind).
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  #15  
Alt 29-11-2011, 10:42
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Kampfkunst: 3x5 Minuten Kuscheln
 
Registrierungsdatum: 09.06.2009
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Zitat:
Zitat von Thjr Beitrag anzeigen
Wie soll ein Trainer jemanden trainieren, damit er besser wird als er selber? Er müsste ihm doch Sachen beibringen, die er selber nicht kann?
Ein weitverbreiteter Irrglaube! Man schaue sich nur mal die vielen alten Boxtrainer an. Davon kann keiner, aber absolut keiner besser Boxen als seine Schützlinge. Das einzige was einen guten Trainer ausmacht ist, er weiß was er vermitteln muss und wie er es vermitteln muss.
Mein Trainer zum Beispiel kann viel viel schlechter kicken als ich selber. Trotzdem erkennt er meine Fehler und kann mich daraufhin verbessern. So wird mein Highkick besser, obwohl mein Trainer einen solchen nie beherrscht hat.
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