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Offenes Kampfsportarten Forum Hier finden allgemeine Diskussionen zu Kampfkünsten & Kampfsportarten statt, die nicht als eigenes Forum vertreten sind



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  #1  
Alt 28-02-2017, 13:32
Benutzerbild von TKD-Dragon
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: ITF Taekwon-do, Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 22.02.2009
Alter: 29
Beiträge: 915
Standard Vereinswesen schadet der Kampfkunst

Ich bin der Meinung, dass das ganze Vereinsmeiertum in Deutschland der Entwicklung und Qualität der Kampfkunst schadet.
Auf der einen Seite kann man sagen: Training in Vereinen ist so günstig, dass dadurch jeder, wirklich jeder die Möglichkeit hat, KK zu trainieren. Das klingt erstmal wie ein Vorteil.
Faktisch habe ich aber das Gefühl, dass die Dumpingpreise von Vereinen die Kampfkunst abwerten. Wenn man mal vergleicht, wieviel es zB kostet, wenn man Yoga- oder Tanzunterricht in einer entsprechenden Schule nimmt - hier würde niemand auf die Idee kommen, Training für 5-10 Euro im Monat anzubieten. Hier zahlt man eher 25-35 Euro PRO STUNDE. Warum sollte man also für Kampfkunst nichts zahlen? Die Instruktoren in Kampfsportarten sind oft hoch qualifiziert und betreiben ihren Sport seit Jahren. Alleine schon, wenn man bedenkt, dass es mehrere Jahre dauert, den schwarzen Gürtel in Karate/TKD/JuJutsu zu bekommen. Dagegen kann man eine Fitneßtrainerausbildung an ein paar Tagen absolvieren.
Wie kommt es also, das hochkarätige Kampfsportler ehrenamtlich in Vereinen trainieren?
Auf lange Sicht leidet dann oft die Motivation der Trainer.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind in einem TKD Verein trainiert habe. Der Trainer dort hat uns die Hälfte der Stunde Basketball spielen lassen, weil ihm das gerade Spaß gemacht hat. An unserem Fortschritt hatte er kein Interesse, er kannte nach 4 Jahren noch nicht mal meinen Namen.
Warum ist es verpönt, mit Kampfsport Geld zu verdienen? Ich denke, es würde die Qualität der KK steigern, wenn Kampfsport aus dem Vereinstum ausgelöst würde.

In anderen Ländern sieht das Ganze anders aus. In Großbrittanien hat sich Taekwon-Do beispielsweise in letzter Zeit extrem verbreitet und es treten immer mehr Spitzensportler von dort hervor. Der Grund: sie trainieren in privaten Schulen, in denen jeden Tag Training angeboten wird. Die Trainer verdienen ihren Lebensunterhalt damit, ihre Schüler weiter zu bringen. Aus meiner Sicht ein Grund, warum Deutschland immer mehr abgehängt wird.

Wie seht ihr das Ganze? Ist das Vereinsweisen förderlich für die KK oder nicht?
__________________
...und zwar so richtig!
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  #2  
Alt 28-02-2017, 13:43
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Wing Tai (ex)
 
Registrierungsdatum: 18.07.2012
Ort: Oberösterreich
Alter: 35
Beiträge: 103
Standard

Zitat:
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind in einem TKD Verein trainiert habe. Der Trainer dort hat uns die Hälfte der Stunde Basketball spielen lassen, weil ihm das gerade Spaß gemacht hat. An unserem Fortschritt hatte er kein Interesse, er kannte nach 4 Jahren noch nicht mal meinen Namen.
In derartigen Vereinen für Kinder geht es wohl hauptsächlich darum, dass die Kinder sich sportlich betätigen.
Wenn er sich deinen Namen nicht merkt ist das sicherlich ein Negativbeispiel. Das ist wohl kaum überall so.

Zitat:
Wie seht ihr das Ganze? Ist das Vereinsweisen förderlich für die KK oder nicht?
Gerade am Land bin ich froh wenn es einen Verein gibt. Eine Kampfschule wird sich aufgrund von fehlender Nachfrage oft nicht rentieren.

Wenn jemand ein wirklich gutes Angebot nutzen will, nimmt er auch eine längere Anfahrt in Kauf.
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  #3  
Alt 28-02-2017, 13:49
Benutzerbild von Punisher-Nukem
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Boxen/MMA
 
Registrierungsdatum: 06.01.2016
Ort: China, 浙江
Alter: 27
Beiträge: 288
Standard

Das ist schwierig, es gibt sehr gute Kämpfer die von ihren Coaches erstmal kostenloses Training bekommen, weil sie arm sind, dazu gab es schon einige Beispiele in der UFC. Mit einem Verein bieten wir in unserem Staat einem armen Athleten die Möglichkeit, im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeit zu trainieren und vielleicht eines Tages damit Geld zu verdienen. Auf der anderen Seite wie ich gerade sagte, gab es zahlreiche Beispiele in der UFC, die so Arm waren, dass die Coaches einfach kein Geld verlangten, weil sie wussten, dass es sich später auszahlen würde.
Was ich bei Vereinen festgestellt habe, dass da nicht nur die Preise niedrig sind, sondern auch die Qualität.
__________________
Ein Kampfsystem, das kein leistungsorientierter Wettbewerb ist, sondern eine Familie, ist eine Vetternwirtschaft
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  #4  
Alt 28-02-2017, 13:52
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kampfsport: Judo, BJJ, Sambo
 
Registrierungsdatum: 08.08.2014
Ort: Berlin
Alter: 29
Beiträge: 165
Standard

wie du schon sagtest wird dort ehrenamtlich Training angeboten! Ich bin selber Trainer im Ehrenamt und biete 2 einheiten die Woche an sowie wird eine dritte vom kollegen übernommen. Bei mir wird kein Spiel gespielt oder sonst was sondern Judo. Und wenn gewünscht inkl. Seperaten Einheiten für WK Kämpfer für Athletik an Ropes, Kettlebells und Sandbags und Seilhangeln etc. Ich krieg kein Geld und wir fahren einmal im Monat zu einem Wettkampf der Sportler muss nur 3 eur pro Turnier zahlen der Verein übernimmt den rest. Aufgrund der Location und Einzugsgebiet ist hier eine Betriebswirtschaftliche Lösung kaum machbar! Und uns geht es eher darum die Kids von Drogen und anderen Scheiss wegzukriegen. Am Liebsten würde ich ein Internat für die Kids anbieten, geht ja leider nicht. ICh kenn ein paar Kollegen die machen Judotrainer hauptamtlich. Rein vom technischen und fachlichen Know-How sehe ich kaum unterschiede zwischen Verein und Gym. Der Gym bietet halt vielmehr Einheiten an! Und ich bin im Verein als auch Gym! Qualität häng ja immer vom einzelnen Trainer ab!
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  #5  
Alt 28-02-2017, 13:54
Benutzerbild von Serjoscha
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Kendo, Kyudo, Judo (inaktiv)
 
Registrierungsdatum: 08.05.2011
Ort: Gießen
Alter: 27
Beiträge: 258
Standard

Das Vereinswesen hat den großen Vorteil, dass es meist noch mehr um den Sport geht als ums Geld. Zumindest ist das bei kleineren Sportarten der Fall. Bei solchen Geschichten wie Fußball ist das ja leider nicht mehr ganz so sehr gegeben.

Ebenso wier bei privaten Schulen gibt es auch bei Vereinen quallitative Unterschiede. Das ist völlig legitim. Und auch Übungsleiter werden teilweise unterschiedlich hoch bezahlt.

Durch übergeordnete Verbände und den austausch zwischen den Vereinen wird die Quallität des Sports auch eher gestärkt als durch Schulen die alle ihr eigenes Süppchen kochen.

Schlechtes Training ist auch in der freien Wirtschaft möglich. Je nachdem wer die Schule führt lkann man also ebenso viel oder wenig lernen wie in einem Verein.

Den Sport dazu jedem zugänglich zu machen bringt auch mehr gute sportler hervor. Wie viele große Talente gibt es wohl, die sich eine Schule nie hätten leisten können?
Auch die Verbreitung einiger Sportarten wäre noch weit geringer als ohnehin schon, wenn man zuerst eine teure Schule eröffnen müsste.
Soetwas muss sich auch rentieren. Da haben Vereine es weitaus leichter.

Zuletzt würde ich auch behaupten, dass ein Trainer, der nur dann motiviert ist, wenn er genug damit verdient, in seiner Motivation ohnehin eingeschränkt ist. Ein erfahrener Sportler, der sein Wissen gerne und mit Freude weitergibt ist vermutlich besser als Trainer geeignet und holt auch mehr aus seinen Schülern raus.
Natürlich ist es nie schlecht wenn diese Mühe auch entlont wird, aber darauf sollte nicht das Hauptaugenmerk liegen.
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  #6  
Alt 28-02-2017, 16:50
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Weng Chun Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 16.06.2014
Beiträge: 84
Standard Unterschiedliche Gründe

Ich bin in einer relativ kleinen Schule in welcher der Besitzer/Trainer die ganze Sache hauptberuflich macht. Ich habe zwar nie in einer Schule trainiert wo der Trainer die Sache nach der Arbeit macht, aber ich kann mir vorstellen das es sich negativ auswirkt wenn man abends beim Training schon voher den ganzen Arbeitstag in den Knochen hat. Also eigentlich weiss ich es, da ich es ja so habe, nur eben aus Schüler! Ich bin oft froh das ich mir mal keine Gedanken machen muss sondern das machen kann was mir gesagt wird. In den Vereinen wird es also die absolute Ausnahme sein, wenn es da Vollzeittrainer gibt, daher ist der Analogieschluss statthaft denke ich.

Leider fehlt mir die Erfahrung einer Erwachsenengruppe im Judo oder Karate aus einem Verein, da hatte ich als Kind mit einem Kunpel mal ein paar Einheiten besucht. Der Unterricht kam mir zielführend vor, aber es wurde schon Rücksicht auf die Kinder genommen denen man angemerkt hat, dass sie sich einfach bewegen wollen nach einem Tag sitzen in der Schule.

Kurzgesagt: Vereinstraining kann sehr wohl aus den Umständen heraus qualitative Nachteile bringen. Hängt aber oft stark vom Trainer ab.
Als Einstieg denke ich, ist es zumindest gut geeignet.
Allgemeiner Schaden für den Sport... das ist schon eine starke Behauptung. Würde ich so nicht sehen. Wer gut ist kann in ein Leistungszentrum gehen.
Das die ganze Bandbreite zwischen Profi- und Breitensport enthalten ist, gibt es in vielen anderen Bereichen auch. Die Kampfkunst, als KUNSTform ist zwar ein wenig anders zu sehen, aber auch bei den Malern gibt es große Leistungsgefälle.
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  #7  
Alt 28-02-2017, 18:29
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 27.02.2014
Beiträge: 2.792
Standard

Blos weil etwas Geld kostet, heißt es nicht, daß die Qualität auch automatisch " gut " sein muß.
Qualitätsunterschiede gibt es bei Vereinen und bei Schulen. Ich habe sowohl Vereine als auch Schulen kennen gelernt. Ich würde nicht sagen, daß das eine besser als das andere ist. Es hält sich die Waage. Beides hat Vor- und Nachteile, schau dir mal Flächenländer an. Da kann sich eine kommerzielle KK/Ks-Schule auf dem Land nicht halten. Da gibt es " nur " Vereine.

Großbritannien:

Da gibt es kein Vereinswesen wie bei uns. Ist bei denen unbekannt. Es gibt Trainer, die für sozial Schwache kostenloses Training anbieten - Ja. Aber normalerweise zahlt man für das Training und auch durchaus mehr als in Deutschland.
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  #8  
Alt 28-02-2017, 19:15
Benutzerbild von Karateman1
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 04.04.2016
Beiträge: 100
Standard

TKD-Dragon, ich weiß ja nicht, ob du durch meine Tiraden, gerade was Vereinsmeiertum in Deutschland angeht, inspiriert warst, diesen Beitrag zu schreiben?

Ich bin, was das Thema angeht, ein wenig ambivalent, da ich einerseits die grauenhafte, eingefahrene Anti-Qualität von Karatevereinen kenne - andererseits die abartig geheimnistuerische Art und Weise, wie zum Beispiel das Wing Chun hierzulande vermarktet wird.

Es hat wohl alles seine Vor- und Nachteile, da beißt die Maus kein Faden ab, wie man so schön sagt...

- in Vereinen kann ich als totaler Anfänger günstig und relativ oft (mindestens zweimal; wenn nicht sogar dreimal pro Woche) trainieren. In den ersten Jahren ist das für Normalsterbliche mehr als ausreichend!

- in Kampfkunstschulen ist der monatliche Beitrag oft schon hart an der Grenze - und mehr als zwei- oder dreimal pro Woche Training muss deswegen noch lange nicht sein. Oft sind die einzigen, die was davon haben, die großen Sifus, Senseis und Gurus, die mit ner Kampfkunstschule ihren Lebensunterhalt verdienen, anstatt einem regulären Beruf nachzugehen.

In diesem Artikel wird die Thematik unter anderem auch angesprochen:

https://karate-im-schwarzwald.jimdo....-geworden-ist/

Es geht darin zwar hauptsächlich um Kobudo - also Kampfkunst mit sperrigen Waffen, die viel Platz benötigen - allerdings auch genau um das Thema: Je mehr zahlende Kunden ich in meiner Kampfkunstschule unterbringen kann, desto besser!

Genau hier ist die messerscharfe Trennlinie zwischen knallharter Abzocke und lascher Quantität für die Massen.

Hier ein paar Pros und Kontras:

Was ich Karate-Vereinstraininer zu Gute halten muss: Es gibt KEINE Gehemnistuerei! Mir ist noch nie ein Karatetrainer begegnet, der einem die Story vom geheimen Todesschlag erzählt, welcher erst ab der (schweineteuren) Oberstufen-Gradierung gezeigt wird. Alles Bullshit! Es wird einem jede Frage beantwortet. Das PROBLEM liegt eigentlich immer am Schüler, der einfach noch nicht so gut ist und deshalb schlicht ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN muss!

Keine Geheimnisse also, sondern HARTE ARBEIT... und hier kommen wir zum Kung Fu; welches ja übersetzt auch "harte Arbeit" bedeuten kann...

DORT wird von Tag 1 abgezockt und verarscht. Ja, es mag Ausnahmen geben, aber wieviele Wing Chun Vereine gibt es hierzulande? - und wieviele betreiben das als Schule ( = Teure Monatsbeiträge und teure Prüfungsgebühren usw.)

Ständig kommen da die Stories von wegen: "Das kannst du noch nicht!" "Das DARFST du noch nicht!" "Das machen WIR nicht" usw.

Sehr oft grenzt das Ganze an Kultverhalten. Wie bei religiösen Sekten werden die Eingeweihten (die höher graduierten) von den Neulingen abgegrenzt. Der Sifu ist sowieso der Oberguru, der einen Hauch des Mystischen versprüht.

Dort herrscht die ganze Bandbreite an Illusionen und Budo-Märchen... perfektes Geschäftsmodell für Leute, deren Ego Streicheleinheiten braucht und für Kunden, die an übergewichtige Weihnachtsmänner glauben.

Das Problem ist das selbe, wie in der spirituellen Welt. Ich kenne beide Welten! Und es ist echt der Hammer, wie sehr sich die Kampfkunstwelt und die spirituelle Welt ähneln - die Übergänge sind geradezu fließend; vor allem dann, wenn es ins Esoterische, Mystische und religiös Sektenhafte abdriftet!

Ich bin momenetan weder Mitglied in einem Verein und schon gar nicht in einer Kampfkunstschule. Beides ist mir momentan zuwider. Ich mag weder diese grauenhaft Deutsche Vereinsmeierei mit ihren starren Strukturen und Haltungen á la: Das haben wir schon immer so gemacht.

Und Sekten sind mir ein Gräuel. Ich habe keine Böcke, jemanden als Sifu anzureden. Das ist Pseudo-Asiatischer Kindergarten!

Fazit: Ich würde gerne Geld dafür bezahlen, eine qualitative, EHRLICHE Kampfkunstschule besuchen zu dürfen.
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  #9  
Alt 28-02-2017, 20:14
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Das Problem, das ich bei den Vereinen sehe ist eben, dass sie z. T. spottbillig sind. Ein Schüler, der für 10 Euro im Monat alle möglichen Kurse machen kann, hat 1. nicht so starke Motivation, überhaupt zum Training zu kommen und seine 10 Euro abzutrainieren und 2. wird viel eher dazu verleitet, mal dies zu machen und mal das und nix davon richtig. Ich habe in einem Verein unterrichtet und hatte solche Spezialisten, die zwar 3 mal die Woche trainiert haben, sich bei mir aber alle paar Monate blicken liessen. D. h. bei denen dürfte ich jedes mal von vorne anfangen, weil sie alles vergessen haben.
Man soll auch bedenken, dass es Vereine nur in Deutschland gibt. Wenn man als ehrenamtlicher Trainer ins Ausland reisen muss, um sich weiterzubilden, zahlt man letztendlich drauf.
Alles in allem würde ich als Trainer eher nicht in ein Verein gehen wollen
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  #10  
Alt 28-02-2017, 20:36
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Es gibt auch Trainer, die das aus Spaß machen und nicht wegen des Geldes.
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  #11  
Alt 28-02-2017, 21:07
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Zitat:
Zitat von gion toji Beitrag anzeigen
Das Problem, das ich bei den Vereinen sehe ist eben, dass sie z. T. spottbillig sind. Ein Schüler, der für 10 Euro im Monat alle möglichen Kurse machen kann, hat 1. nicht so starke Motivation, überhaupt zum Training zu kommen und seine 10 Euro abzutrainieren und 2. wird viel eher dazu verleitet, mal dies zu machen und mal das und nix davon richtig. Ich habe in einem Verein unterrichtet und hatte solche Spezialisten, die zwar 3 mal die Woche trainiert haben, sich bei mir aber alle paar Monate blicken liessen. D. h. bei denen dürfte ich jedes mal von vorne anfangen, weil sie alles vergessen haben.
Man soll auch bedenken, dass es Vereine nur in Deutschland gibt. Wenn man als ehrenamtlicher Trainer ins Ausland reisen muss, um sich weiterzubilden, zahlt man letztendlich drauf.
Alles in allem würde ich als Trainer eher nicht in ein Verein gehen wollen
Das Problem mit dem unregelmäßigen erscheinen zum Training kenne ich auch. Aber wenn man genug Geld hat ist das in Schulen nicht sehr viel anders.
Ich mache es mir ganz einfach: wer sich am meisten bemüht bekommt auch die meiste Aufmerksamkeit.
Wer nur rumgammeld wird entsprechend unterrichtet.

Schüler sind unterschiedlich motiviert, also muss man auch unterschiedlich mit ihnen umgehen.
Und ein Motivierter Trainer motiviert auch seine Schüler.

Wo das Problem mit Seminaren im Ausland liegt weiß ich nicht. Man will im Sport ja auch selbst Vortschritte machen.



Zitat:
Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
Es gibt auch Trainer, die das aus Spaß machen und nicht wegen des Geldes.
Sehe ich genauso!
Man hat sich Jahrelang mit dem Sport auseinandergesetzt weil er einem wichtig ist. Da sollte einem auch ggf. daran liegen ihn weiterzugeben und zu verbreiten.
Ohne Trainer stirbt der Sport aus. Und dann hat man garnichts mehr davon.
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  #12  
Alt 28-02-2017, 21:32
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Zitat:
Wo das Problem mit Seminaren im Ausland liegt weiß ich nicht. Man will im Sport ja auch selbst Vortschritte machen.
das Problem mit den Seminaren im Ausland ist, dass das, was ein Verein einem Trainer in einem Jahr zahlt, gerade mal für den Flug reicht
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  #13  
Alt 28-02-2017, 21:44
Benutzerbild von Schnueffler
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Kampfkunst: Wahrheit des wohltuenden Regens
 
Registrierungsdatum: 02.03.2005
Ort: mitten im Pott
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Beiträge: 30.495
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Zitat:
Zitat von gion toji Beitrag anzeigen
das Problem mit den Seminaren im Ausland ist, dass das, was ein Verein einem Trainer in einem Jahr zahlt, gerade mal für den Flug reicht
Auch da muss man sich mMn. die Frage stellen, unter welchen Gesichtspunkten will ich auf das Seminar?
Will ich es, um mich als Trainer weiterzubilden oder will ich es für mich selbst?
Bei ersterem erwarte ich auch auf eine Zahlung durch den Verein, beim zweiten zahle cih drauf.
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  #14  
Alt 28-02-2017, 22:16
Benutzerbild von Tanukiyarô
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Kampfkunst: Kendô
 
Registrierungsdatum: 17.04.2016
Beiträge: 120
Standard

Zitat:
Zitat von TKD-Dragon Beitrag anzeigen
Ich bin der Meinung, dass das ganze Vereinsmeiertum in Deutschland der Entwicklung und Qualität der Kampfkunst schadet.
Kommt darauf an was man damit meint.
Wenn du damit meinst das wenn der Vereinswesen irgendwann vom Verbandswesen kontrolliert wird und von Funktionären die schon lange keinen direkten Kontakt mehr mit den Mitgliedern auf der Matte mehr haben und alles kontrollieren wollen mit dem ganzen Politikgehabe. Dann muss ich dir zustimmen.
Zitat:
Auf der einen Seite kann man sagen: Training in Vereinen ist so günstig, dass dadurch jeder, wirklich jeder die Möglichkeit hat, KK zu trainieren. Das klingt erstmal wie ein Vorteil.
Faktisch habe ich aber das Gefühl, dass die Dumpingpreise von Vereinen die Kampfkunst abwerten.
Im Auge eines preisbewussten Konsumenten sicherlich. Aber zumindest bei uns im Verein suchen wir ja gerade keine Konsumenten, sondern Mitglieder die sich freiwillig einbringen, weil wir dieselbe Leidenschaft teilen.
Zitat:
Wenn man mal vergleicht, wieviel es zB kostet, wenn man Yoga- oder Tanzunterricht in einer entsprechenden Schule nimmt - hier würde niemand auf die Idee kommen, Training für 5-10 Euro im Monat anzubieten. Hier zahlt man eher 25-35 Euro PRO STUNDE. Warum sollte man also für Kampfkunst nichts zahlen?
Grundsätzlich sprichst nichts dagegen.
Ich mein die EWTO machst ja auch. Kommt halt darauf an was man will.
Zitat:
Die Instruktoren in Kampfsportarten sind oft hoch qualifiziert und betreiben ihren Sport seit Jahren. Alleine schon, wenn man bedenkt, dass es mehrere Jahre dauert, den schwarzen Gürtel in Karate/TKD/JuJutsu zu bekommen. Dagegen kann man eine Fitneßtrainerausbildung an ein paar Tagen absolvieren.
Ich glaub das ist eine falsche Dichotomie.
Klar kann jemand irgend'nen Fitness Schein machen und in irgendeinen Studio anfangen zu arbeiten. Es gibt aber genauso hochqualifizierte Leute die Sportwissenschaften und/oder Ernährungswissenschaft studieren mit eigener Erfahrung im Spitzensport und dann ihre Praxis/Gym eröffnen.
Und genauso kannste hier deine eigene Kampfkunst gründen. Dich zum Soke erklären, in irgendeinen Massenverband von Großmeistern eintreten die dich anerkennen solange du sie anerkennt und ihr schön Collaboration Seminaren zum Promoten macht. Und eine eigene Schule aufmachen und den Leuten Gott weiß was bei bringen.
Zitat:
Wie kommt es also, das hochkarätige Kampfsportler ehrenamtlich in Vereinen trainieren?
Auf lange Sicht leidet dann oft die Motivation der Trainer.
Vielleicht weil sie auch mal in einem Verein angefangen haben und an die Gemeinschaft was zurück geben wollen?
Ansonsten ist Motivation auch wieder ein hoch individuelles Thema.
Würde der junge Braungurt den man zum geben des Kindertrainings genötigt hat motivierter sein wenn man ihn bezahlen würde? Sicherlich ja.
Auf der anderen Seite können aber andere Leute auch durchaus motiviert werden es den "Kunden" recht zu machen.Stichwort McDôjô.
Zitat:
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind in einem TKD Verein trainiert habe. Der Trainer dort hat uns die Hälfte der Stunde Basketball spielen lassen, weil ihm das gerade Spaß gemacht hat. An unserem Fortschritt hatte er kein Interesse, er kannte nach 4 Jahren noch nicht mal meinen Namen.
Mein Beileid.
Zitat:
Warum ist es verpönt, mit Kampfsport Geld zu verdienen?
Kommt von den Erwartungen der Leute an.
Manche wollen halt immer noch einen keuchen,asketischen Mr.Miyagi.

Und andere Kampfkünste haben zum Teil auch noch bestimmte Vorgaben.
Ich trainiere zum Beispiel eine alte japanische Schwertkampfunst. Und es ist bei uns ein Vorsatz das man mit dem Unterrichten kein Geld verdienen sollte.

Persönlich habe ich damit kein Problem wenn Leute mit Kampfkunst Geld verdienen. Solange sie mich nicht ständig mit ihrer Werbung auf Facebook nerven.
Zitat:
Ich denke, es würde die Qualität der KK steigern, wenn Kampfsport aus dem Vereinstum ausgelöst würde.
Das Problem ist das Qualität ein subjektiver Wert ist. Und was der eine als positiv betrachtet ist des anderen negativ.
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  #15  
Alt 28-02-2017, 22:40
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Ort: Dülmen, NRW
Beiträge: 3.727
Standard

Zitat:
Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
Auch da muss man sich mMn. die Frage stellen, unter welchen Gesichtspunkten will ich auf das Seminar?
Will ich es, um mich als Trainer weiterzubilden oder will ich es für mich selbst?
Bei ersterem erwarte ich auch auf eine Zahlung durch den Verein, beim zweiten zahle cih drauf.
nene, ich meinte schon, in dem Stil, den ich auch unterrichte, um mich weiterzubilden und den Krams dann auch weiterzugeben (und natürlich auch für mich selbst)
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