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Offenes Kampfsportarten Forum Hier finden allgemeine Diskussionen zu Kampfkünsten & Kampfsportarten statt, die nicht als eigenes Forum vertreten sind



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  #31  
Alt 01-03-2017, 20:27
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Warriors Eskrima
 
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Ort: /dev/null
Beiträge: 3.712
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Zitat:
Zitat von Tanukiyarô Beitrag anzeigen
Aber andere Frage an dich. Sprichst du eigentlich von einem Lehrer der seine eigene Schule eröffnet hat? Oder von jemanden der sich in eine bestehende Schule einmietet bzw. angestellt ist?
ich spreche von einem Angestellten. Bei jemandem, der seinen eigenen Laden hat, ist der finanzielle Druck noch größer

Zitat:
Zitat von Tanukiyarô Beitrag anzeigen
Und Abseits davon, machen es die meisten Trainer in der FMA dann Hauptberuflich? Oder eher als Nebeneinkommen?
ich denke, für die meisten FMA-Lehrer in D gilt: weder noch. Was abzüglich der Ausgaben am Ende übrigbleibt kann man kaum als Nebeneinkommen bezeichnen.
Die machen das zum Spass

Zitat:
Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
Ich glaube t da falsche Vorstellungen, was man sich mit Harz IV leisten kann.
ich habe als Student auch ca. ein halbes Jahr unter Hartz-4-Niveau gelebt und konnte mir trotzdem ein Vereinsbeitrag von 35 Euro leisten. Allerdings war meine Wohnung auch ziemlich billig
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  #32  
Alt 01-03-2017, 21:09
Benutzerbild von Karateman1
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 04.04.2016
Beiträge: 84
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Zitat:
Zitat von Nansheng Beitrag anzeigen
Also ich habe ja schon ein paar Beiträge von dir gelesen und ich schätze durchaus auch emotionale bzw. mit Herzblut vorgetrage Meinungen.
Wenn es um Dinge und Sachverhalte geht die man selbst erlebt hat, ist dass ganz schön. Das generelle lästern über ein sehr große und inhomogene Gruppe, wie in diesem Fall dem Kung Fu, finde ich hingegen unserious. Mal davon abgesehen das ich Kung Fu eher mit "(entwickelte) Fähigkeit durch (beständige) Arbeit" übersetzen würde, sollte man zwei Fehler nicht machen:
Alles was es an Kung Fu gibt ist *ing *hun und alles davon ist EW**.
Das mal meine Anmerkung dazu.
Das weiterführende mit Sektenartigkeit, Asiakult und bestimmten Anreden sehe ich nicht so wild. Wie es einer definiert das es wie in einer Sekte abläuft ist sehr unterschiedlich. Es Asiakult zu nennen das man in einer ursprünglich chinesischen Kampfkunst landestypische Begriffe verwendet, kann ich auch nicht nachvollziehen (ich habe mir sagen lassen das im Karate japanische Begriffe Verwendung finden).
Ob ich den Übungsleiter jetzt Trainer, Sifu, Sensei oder sonst wie nenne... mein Gott... die Weigerung kommt mir da eher wie Kindergarten und Autoritätsproblem vor.
Ich muss anmerken, dass ich mit "Kung Fu" ausschließlich Wing Chun / Wing Tsun (und wie sie sich sonst noch schreiben) meine.

Vergib mir also meine zu verallgemeinernde Aussage über Kung Fu - über dessen anderen Stile ich nichts sagen kann.

Mit Wing Chun habe ich allerdings nur schlechte Erfahrungen gemacht: Abzocke und Geheimnistuerei pur.

Oh, und zum Thema "einen Lehrer mit einem asiatischen Titel anreden" - DAS - bzw. die Weigerung nennst du "kindisch"?

DREH BLOS NICHT FAKTEN HERUM!

Bist du auch so jemand, der darauf besteht, dass ihn andere mit einem Titel anreden?

Hier muss ich auch nochmal eine Lanze für's Deutsche Vereinskarate brechen: Selbst noch so hohe Danträger kann man mit ganz normalem Namen ansprechen. Meist mit Vornamen. Aber auch noch okay: Herr XY!
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  #33  
Alt 02-03-2017, 00:58
Benutzerbild von period
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Kampfkunst: alles was (b)ringt, Schwerpunkt Freistilringen
 
Registrierungsdatum: 11.02.2005
Ort: Italien
Alter: 28
Beiträge: 1.673
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Das Thema lässt mich offensichtlich auch kurz vor dem Einschlafen nicht los

Was ich noch anmerken wollte: ich für meinen Teil genieße ganz ehrlich auch die "lockere" Athmosphäre des Vereins - sprich, ich gehe da hin, um Leute zu treffen, die ebenfalls da sind, weil sie da sein wollen und das gerne machen, nicht, weil sie das Gefühl haben, dass ihnen sonst vielleicht was für ihr Geld entgehen könnte... ein bisschen so, wie ich mich auf der Arbeit freue, Leute zu treffen die ihren Job gerne machen, und die nicht nur da sind weil sie ihre Stunden runterreißen müssen. Und so ähnlich sehe ich das Leistungsproblem auch: das Niveau wird nicht höher, nur weil alle jeden Tag da sind; es wird höher, wenn mehr Leute das Gefühl haben, dass sie was davon haben wenn sie sich anstrengen - auch wenns vielleicht kein Meistertitel und keine Olympiamedaille ist, sondern nur ein kleines bisschen Anerkennung durch Trainer und Trainingspartner.

So, jetzt aber gute Nacht

Period.
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  #34  
Alt 02-03-2017, 08:01
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: TaiJi, FMA, WC
 
Registrierungsdatum: 16.12.2015
Ort: NRW
Beiträge: 1.979
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Zitat:
Zitat von period Beitrag anzeigen
...Für mich war im Unisport eigentlich in erster Linie der Kraftraum interessant (weil noch billiger als McFit aber mit teilweise entschieden besserem Equipment), ...

Und auch mit Leuten angereichert, die wirklich Ahnung hatten (zumindest bei uns damals).


Zitat:
PS: Noch was, ohne jetzt politisch werden zu wollen - die größte Leistungsdichte in den meisten Sportarten haben meines Wissens Nationen mit groß angelegtem staatlichen Förderprogramm der jeweiligen Disziplinen...
Was Staatsförderung angeht, ist ja wohl die SU ganz vorne - allerdings relativ dicht dahinter von dem US-College-/ Stipendium-System.
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HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)
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  #35  
Alt 02-03-2017, 10:27
Benutzerbild von Gawan
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Kampfkunst: Taijiquan, Karate
 
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Alter: 47
Beiträge: 436
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Ich finde auch, dass Vereine eher eine gute Sache sind und kein Nachteil für die Kampfkunst sein müssen.

In jeder Kunst (auch Tanzen und Yoga) gibt es Leute, die hoch qualifiziert sind, Freude daran haben zu unterrichten und das ehrenamtlich und mehr oder weniger kostenlos (oder sogar trotz eigener Kosten) tun. Vereine bieten eine gute Grundlage dafür, das überhaupt so betreiben zu können. Wenn man Kosten für Räume usw. als Lehrer selbst tragen muss, kann man das sicherlich nicht ehrenamtlich machen.

Die etablierten Vereine machen es allerdings jemandem schwer, der sein Hobby zum Beruf machen und professionell anbieten will. Man kann schlecht 100 Euro pro Monat von jemandem verlangen, der Kampfkunst statt beim Profi einfach für ein paar Euro im örtlichen Verein lernen kann. Da muss man schon einen erheblichen Mehrwert anbieten. Manche können das sicher auch, andere sind auf z.T. fragwürdige Geschäftspraktiken angewiesen.

Ich würde eher sagen, das Geld (bzw. die Abhängigkeit davon) schadet der Kampfkunst.
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  #36  
Alt 02-03-2017, 11:40
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Breitensport Fach Karate
 
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Beiträge: 209
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Zitat:
Zitat von TKD-Dragon Beitrag anzeigen
Man kann für etwa 30-50 Euro im Monat in einer Sportschule KK trainieren.
Ich oute mich als Vereinsfan. Nur mal kurz zu meiner Situation:

Zur Zeit trainiere ich in 2 Dojo, nennen wir sie A und B. Beide sind Sparten eines Vereins. Im Verein des Dojo A bin ich Mitglied für einen Jahresbeitrag von ca. € 65. Im Dojo B bin ich sozusagen Dauergast, kein Vereinsmitglied und zahle nichts. Bei dieser Konstellation kann ich theoretisch (wenn ich alles mitmachen würde) Montag, Mittwoch und Freitag je 1.5 Std. am Vereinstraining teilnehmen und habe am Samstag noch die Möglichkeit zu freiem Training.

Dojo A: Der Dojoleiter betreibt seit 40 Jahren Karate, putzt trotz Ü 60 beim Randori jeden im Dojo weg, immer ansprechbar, wenn es z. B. für Prüfungsvorbereitung mal Einzelbetreuung angesagt ist, natürlich ehrenamtlich im Verein unterwegs.
Dojo B: Drei Herren kurz vor 60, betreiben Karate seit ihrer Kindheit, alle drei ehemalige Wettkämpfer (Kata und Kumite) auf Ebene Bundesland. Für Ansprechbarkeit und Ehrenamt gilt das oben geschriebene.

Und jetzt kommst Du mit 28 Jahren und ? Jahren Erfahrung und willst, dass ich für € 360 bis € 600 pro Jahr bei Dir in Deiner privaten Schule trainiere. Was bietest Du mir für das Geld? Was kannst Du mir bieten, dass ich, monetär gesehen, das ca. 5- fache bis 9- fache der € 65.- ausgeben soll?
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  #37  
Alt 02-03-2017, 12:46
Benutzerbild von TKD-Dragon
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Kampfkunst: ITF Taekwon-do, Kickboxen
 
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Alter: 28
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Zitat:
Zitat von kaffeegeniesser Beitrag anzeigen

Zur Zeit trainiere ich in 2 Dojo, nennen wir sie A und B. Beide sind Sparten eines Vereins. Im Verein des Dojo A bin ich Mitglied für einen Jahresbeitrag von ca. € 65. Im Dojo B bin ich sozusagen Dauergast, kein Vereinsmitglied und zahle nichts. Bei dieser Konstellation kann ich theoretisch (wenn ich alles mitmachen würde) Montag, Mittwoch und Freitag je 1.5 Std. am Vereinstraining teilnehmen und habe am Samstag noch die Möglichkeit zu freiem Training.

Dojo A: Der Dojoleiter betreibt seit 40 Jahren Karate, putzt trotz Ü 60 beim Randori jeden im Dojo weg, immer ansprechbar, wenn es z. B. für Prüfungsvorbereitung mal Einzelbetreuung angesagt ist, natürlich ehrenamtlich im Verein unterwegs.
Dojo B: Drei Herren kurz vor 60, betreiben Karate seit ihrer Kindheit, alle drei ehemalige Wettkämpfer (Kata und Kumite) auf Ebene Bundesland. Für Ansprechbarkeit und Ehrenamt gilt das oben geschriebene.
Genau das ist der Knackpunkt: würdest du den Trainern übel nehmen, wenn sie etwas Geld mit ihrem großen Wissen verdienen wollten? Da liegt meiner Meinung nach der Hund begraben: die meisten Leute sehen es als selbstverständlich an, so ein Training für quasi lau zu bekommen.
Ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte, für so qualifizierte Trainer 30-50 Euro im Monat zu zahlen.
__________________
...und zwar so richtig!
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  #38  
Alt 02-03-2017, 13:02
Benutzerbild von Syron
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Kampfkunst: Den inneren Schweinehund verhauen
 
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Beiträge: 1.298
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Zitat:
Zitat von TKD-Dragon Beitrag anzeigen
Ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte, für so qualifizierte Trainer 30-50 Euro im Monat zu zahlen.
Hat doch auch niemand hier gesagt.

Nur fängt es schon da an, daß es sich nicht jeder leisten kann.
Ich persönlich könnte es zum Beispiel nicht.
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  #39  
Alt 02-03-2017, 13:55
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Breitensport Fach Karate
 
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Alter: 50
Beiträge: 209
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Zitat:
Zitat von TKD-Dragon Beitrag anzeigen
a)Genau das ist der Knackpunkt: würdest du den Trainern übel nehmen, wenn sie etwas Geld mit ihrem großen Wissen verdienen wollten?
b)Da liegt meiner Meinung nach der Hund begraben: die meisten Leute sehen es als selbstverständlich an, so ein Training für quasi lau zu bekommen.
c)Ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte, für so qualifizierte Trainer 30-50 Euro im Monat zu zahlen.
zu a) Übel nehmen würde ich es Ihnen nicht, aber für € 50.- im Monat nicht mehr hingehen. Jedem, der dem Verein beitritt, ist klar, dass da kein Geld zu verdienen ist und das Engagement ehrenamtlich ist. Ich, wie auch genug andere in beiden Vereinen, stelle mich auch hin und gebe ehrenamtlich Training, bin bei Lehrgängen 2 Stunden früher da um aufzubauen und 2 Stunden länger da, um abzubauen, die weiblichen Vereinsmitglieder backen vom eigenen Geld Kuchen für die Bewirtung bei einem Lehrgang, ....

zu b) So funktioniert eben Vereinswesen, ein paar "Naivlinge" machen und tun und der Rest profitiert davon. Ich gebe Dir Recht, manche Profiteure haben dabei auch noch ein Anspruchsdenken, weil ja der Vereinsbeitrag entrichtet wird. Dass die Macher den auch bezahlen und noch Freizeit opfern, wird oft verkannt. Tja, solche gibt's überall, die Welt ist eben ungerecht.

zu c) Falsch ist daran nichts. In dem Falle dass es gerfordert werden würde, würde ich vermutlich versuchen mit Gleichgesinnten etwas anderes auf ehrenamtlicher Basis aufzuziehen.
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  #40  
Alt 02-03-2017, 14:42
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: EnterTheDojo
 
Registrierungsdatum: 18.10.2016
Alter: 97
Beiträge: 32
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Zitat:
Zitat von TKD-Dragon Beitrag anzeigen
Faktisch habe ich aber das Gefühl, dass die Dumpingpreise von Vereinen die Kampfkunst abwerten. Wenn man mal vergleicht, wieviel es zB kostet, wenn man Yoga- oder Tanzunterricht in einer entsprechenden Schule nimmt
Yoga und Tanz gibt es im gleichen Verein, der Spartenbeitrag KK ist oft höher wie der vom Tanzen.

Zitat:
Zitat von TKD-Dragon Beitrag anzeigen
Warum ist es verpönt, mit Kampfsport Geld zu verdienen? Ich denke, es würde die Qualität der KK steigern, wenn Kampfsport aus dem Vereinstum ausgelöst würde.
Es würde nicht die Qualität steigern, sondern nur den Personenkreis einschränken der daran teil haben kann.
Als Kind hätte ich gerne TWD leider war 50 DM absolut unrealisierbar für meine Eltern.
Für den Sport ist es am besten, wenn um so mehr Leute daran teil haben können.

Zur Qualität.
Es gibt genug KK-Schulen die viel kosten, aber von der Qualität her unterirdisch sind. Viel bezahlen hat absolut nichts mit Qualität zu tun.
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  #41  
Alt 02-03-2017, 15:41
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Ex-Florettfechter, Senioren-Karate, Fettverbrennung-Do
 
Registrierungsdatum: 27.04.2016
Beiträge: 251
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Kampfsport im Verein im Gegensatz zur Kampfsportschule. Es sind ja schon einige recht interessante Beiträge gekommen. Ich war nie in einer Kampfsportschule oder einem Leistungszentrum möchte auch nicht verallgemeinern. Für das Fechten stellte es sich so dar, in den 80ern, dass es eine normale Turnhalle wie aus dem Schulsport bekannt ist. Die Ausrüstung wurde geliehen, gab einen großen Karton mit abgelegten Jacken, Kammer mit Zweitmasken und eine Reihe Floretts hinter der Heizung, mit Degen und Säbel und für Linkshänder sah es dünner aus. Ob das heute noch so akzeptiert würde mal dahingestellt, es hielt den Einstieg preislich noch im akzeptablen Bereich und man legte sich dann Stück für Stück die eigene Ausrüstung zu. An der Bahn wurde im normalen Training nicht geübt, für Turniere hat man dann die Kupferbahnen aus dem Lager geholt und festgeklebt. Von Leistungszentren hieß es, sie hätten fest eingelegte Bahnen.
Heute im Karatetraining ist es auch normale Allzweckhalle, da werden dann nur zu gewissen Trainings die Boxsäcke aus dem Keller geholt oder die Matten für Wurfübungen, bzw. ist ja mehr ein Umhebeln, ausgelegt. Dementsprechend ist auch der Trainingsschwerpunkt, hier könnte eine Sportschule schon andere Akzente setzen. Man ergänzt dann das Training dann Zuhause mit Boxsack, Matte, Stoßkissen etc.. Wettkampftraining wird nach Absprache angeboten, das allgemeine Freizeitsporttraining erfüllt die Anforderungen nicht.
Die Abstriche beim Vereinstraining sind schon vorhanden und man muss Eigeninitiative zeigen und das Training selbst ergänzen. Ausgerichtet ist man in beiden Vereinen in denen ich war auf Kinder und man lektioniert einen Gutteil der Trainingszeit entsprechend mit ihnen, beim Karate gibt es noch die Seniorengrupe dazu, bei der es auch angepasst ist. Hier werden in einer Sportschule, Ausbildung für Sicherheitskräfte etc. vermutlich homogenere Paarübungen stattfinden.
Wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse glaube ich nicht wirklich, dass das ländliche Vereinswesen so die Konkurrenz ist, wenn die Sportschule entsprechend in die Trainingsmöglichkeiten investiert hat und sich auf die mittlere Altersgruppe spezialisiert. Ich denke da ist Raum für beides, wenn man es seriös macht und nicht das große Geld erwartet aus einer Nische zu ziehen. Förderlich für eine Kampfkunst an sich, diesen Anspruch kann es nicht erfüllen so weit ich es erlebt habe, es ist ein Ausschnitt davon, ein Kompromiss, auch wenn der eine solide Basis darstellt.
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"Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)
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  #42  
Alt 03-03-2017, 12:27
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Kampfkunst: Taekwondo
 
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Beiträge: 1.494
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Irgend wie kann ich die Gründe, die hier für bessere Qualität in privaten Kampfsportschulen sprechen sollen, nicht nachvollziehen.

Da wird sogar erwähnt, dass Leute mit mehr Beitrag öfter, oder gar länger zum Training erscheinen, als andere, um ihren Beitrag "abzuarbeiten".
Das wäre (und war) für mich ein Grund, nicht in einer privaten Schule als Trainer aktiv zu sein. Ich habe keine Lust, vor einer Gruppe zu stehen, die zum Großteil ihren Beitrag "absitzt, sondern möchte motivierte Trainingsteilnehmer vor mir sehen. Ich nehme mir dann aber auch heraus, jemandem, der meint, für eine Prüfung fit zu sein, offen zu sagen, dass seine Leistung dafür noch nicht ausreichend ist. Oft werden Leute mitgeschleppt, damit sie nicht ihren Vertrag kündigen.

Ich hatte auch einmal eine kurze Zeit lang als Trainer in einer privaten Schule ausgeholfen. Das hat mir aber nicht unbedingt Freude gemacht und ich war froh, als mein Freund wieder selbst das Training übernehmen konnte.

Als ich vor 40 Jahren mit TKD angefangen habe, konnte ich dies nur, da es einen Verein gab, der mir das mit einem niedrigen Budget ermöglichte. Selbst zu Turnieren wurde man von den Vereinskameraden mitgenommen. Meine Eltern hätten sich das nicht leisten können. Und da ich eine Menge mitgenommen habe, war es für mich auch selbstverständlich, dass ich das auch einmal in einem Verein an andere Menschen so weiter geben werde. So zusagen ein Nehmen und Geben.

Es gibt viele Leute, die sich einen Beitrag (und wenn es "nur" 20 € wären) nicht leisten können. Aber gerade diese Leute haben oft Spaß an dem Sport.

Am TKD Geld verdienen tue ich nicht und möchte ich auch gar nicht. Für mich ist es eher ein schönes Erlebnis, wenn jemand auf einem Wettkampf seine Leistung zeigt oder auch, wenn mir jemand nach dem Training sagt, dass das Training gut gefallen hat.

Ich wüsste auch nicht, aus welchem Grund ein Trainer in einem Verein schlechter ausgebildet oder weniger motiviert sein sollte, als in einer privaten Kampfsportschule. Ich nehme regelmäßig an Weiterbildungen teil und habe mir auch eine recht umfangreiche "Bibliothek" zugelegt, um "auf dem Laufenden" zu sein.

Und wenn ich auf die weit über 30 Jahre Trainerdasein zurückblicke, dann gibt es viele Positive Momente, die mich für das Geld, dass ich nicht verdient habe (und auch gar nicht nötig habe) locker entschädigen.
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  #43  
Alt 04-03-2017, 20:54
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Kampfkunst: Warriors Eskrima
 
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Zitat:
Zitat von samabe Beitrag anzeigen
Da wird sogar erwähnt, dass Leute mit mehr Beitrag öfter, oder gar länger zum Training erscheinen, als andere, um ihren Beitrag "abzuarbeiten".
ist halt meine Erfahrung. D. h. nicht, dass die Leute in den Schulen grundsätzlich unmotiviert sind und sich nur zum Training schleppen, um ihren Beitrag abzutrainieren. Diese Leute gehen einfach nicht zum Training, egal wie teuer oder billig es ist. Früher oder später würden sie auch kündigen. Ich rede von Leuten, die eigentlich Spass am Training haben, aber im Fernsehen kommt gerade was oder das Wetter ist gerade schön/hässlich etc. Die brauchen halt einen Motivationsruck. Das Problem speziell bei FMA ist, dass wir wenige Mittel für Motivation von aussen haben: keine Wettkämpfe, Ehrgeiz fällt also weg. Nicht wirklich SV, Angst fällt also auch weg.
Prüfungen sind Blödsinn (ausser, man will Instruktor werden) - das fällt also auch weg. Bleibt nur Spass. Da konkurrieren wir aber mit anderen Sachen, die auch Spass machen: Fernsehen, Feiern etc.

Dann noch Weiterbildung: k. A. wie es in TKD läuft, in FMA musst du mit einem 3-stelligen Betrag pro Seminar rechnen, manchmal allein an Sprit- bzw. Flugkosten. Vom Verein habe ich dafür keine Unterstützung bekommen. Die verstehen unter Weiterbildung irgendwelchen Schwachsinn. Jedenfalls hätten da meine Leute nix davon.

Alles in allem seh ich keinen Grund, warum ich für die Bespassung von anderen Leuten auch noch draufzahlen soll

PS: das Studio, in dem ich momentan bin, ist auch nicht optimal. Es hat aber nichts mit dem zu tun, was hier genannt wurde: Abzocke etc
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Geändert von gion toji (04-03-2017 um 20:57 Uhr).
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  #44  
Alt 04-03-2017, 21:09
Benutzerbild von Karateman1
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Erfahrungsgemäß hat es NULL Einfluss darauf, ob man den normalerweise günstigeren Vereinsbeitrag oder den üblicherweise teureren Kampfkunstschulen-Monatsbeitrag entrichtet.

Es gibt IMMER die verschiedenen Typen:

- die, die IMMER im Training anwesend sind

- die, die hin und wieder auftauchen

- diejenigen, die man alle paar Wochen mal im Training sieht

- die Kandidaten, die man teilweise Monate nicht sieht und die sich anscheinend einmal pro Jahr daran erinnern, dass sie ja mal für den Karateverein unterschrieben haben

- die Leute, die nach einem nicht bestandenen Grüngurt nie wieder auftauchen (was uns zu einem anderen, oft diskutieren Thema bringen würde...)

Es ist übrigens genauso in Fitnessstudios: Tausend Leute bezahlen jeden Monat - und profitieren tun die Handvoll Leute, die mehr oder weniger regelmäßig zwischen Montag und Sonntag auftauchen.

Würde ALLE Kunden eines Fitnessstudios so diszipliniert dabei sein, wie die Handvoll junger Pumper, müsste der Laden gewaltig vergrößert werden.

Es profitieren also diejenigen, die einen Sport wirklich machen wollen von all den undisziplinierten Passivmitgliedern und Zahlern, die man eigentlich nie sieht...
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  #45  
Alt 04-03-2017, 21:44
Benutzerbild von Pyriander
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Aus der anderen Perspektive mal:

ich selber merke einen gewaltigen Unterschied, seit ich hauptberuflich als Trainer arbeite und nicht mehr nur nebenbei.

Ein mehrfach multipliziertes Aufkommen an Training, Schulungen und Seminaren; das Vielfache an Erfahrung, dass ich dabei mache; machen für mich einen gewaltigen Unterschied. Ich muss und kann mich den fast den gesamten Tag mit dem Thema beschäftigen; vorher war es auch meine große Leidenschaft, aber ich habe nun einfach in einem beliebigen Jahr viel, viel, viel mehr Exponierung dazu als vorher.

Bei mir profitieren auch Trainierende durch besseres Training, durchdachteres Training und auch schneller verbesserte Inhalte, als ich das machen konnte, als ich noch nebenbei gearbeitet habe.

Wenn man dann noch einen Job moderner Couleur hat/hatte, also Überstunden, befristete Verträge und ggf. Wohnortwechsel für Karriereschritte oder Anschlussjobs;

dann kann der Unterschied doch sehr groß sein.

Klar, sicherer Job mit festen Arbeitszeiten, Wochenenden und abends zuverlässig frei und 30 Jahre Zeit/Erfahrung kann genau so die Ressourcen für enorme Trainertätigkeit bereitstellen. Bei mir wäre es nicht gegangen.

Geändert von Pyriander (04-03-2017 um 21:46 Uhr).
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