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#1
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| Hallo liebe Boardmitglieder Meine Motive zur Erlernung einer 'KK' waren oder sind: 1) Aggressions- oder Stressabbau, 2) Körperliche Fitness und natürlich, ich leugne es nicht 3) Selbstverteidigung. Die Punkte 1 + 2 werden (zumindest mal bei uns) hervorragend abgedeckt. Bei 3 haperts. Grund: Ich Naivling glaubte, man erlernt die Fähigkeit sich im 'Ernstfall' selbst verteidigen zu können. Nun, gewissermassen stimmts ja. Aber die Dinge welche uns beigebracht werden sind mir höchstens in einer militärischen Spezialeinheit oder in einer Meuchelmördertruppe nützlich. Wenn ich das Gelernte nur schon halbwegs zur Anwendung bringen kann, siehts schlecht aus für mein Gegenüber. Mich erinnern die Situationen im Training (und nebenbei auch einige der Diskussionen hier) häufig an meinen Militärdienst (er ruhe sanft): Immer heuchlerisch den imaginären Feind und Eventualfall vor Augen, gegen aussen so tun als würde man sich '...um Gottes Willlen..', nie und nimmer den Ernstfall herbeiwünschen. Insgeheim aber brennt man drauf, das Zeugs auch endlich mal zur Anwendung zu bringen. Oder andersrum: Wer will schon einen Krieg. Aber wenn, dann kommts dicke... *Kopfschüttel*. Da eignet man sich jahrelang Fertigkeiten an, welche nur das Ziel haben andere Menschen aufs Gröbste zu verletzen... Wozu eigentlich? Ja gehts denn noch !!? Das sind doch Dinge für Machos, Machtmenschen oder sonstwie Zurückgebliebene. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Das lernt man schon im Sandkasten. Wenn man sich unbedingt prügeln will, dann kann man sich ja in den einschlägig bekannten und berüchtigten (je nach Sichtweise) Gegenden rumtreiben. Intelligente Menschen meiden diese eher. Die einzigen Situationen, in welche ich gelegentlich geraten könnte (und auch schon war), sind vielleicht Attacken von Betrunkenen. Und dann hat sichs. Muss ich diesem gleich innere Verletzungen, Ellbogenstösse gegen die Schläfe/Hals/Genick, oder sonstwie perfide (und nicht wieder gutzumachende) Dinge zufügen ? Da reicht klein beigeben und verschwinden... Nennt es von mir aus feige, aber ich will ja einem Konflikt aus dem Wege gehen. Oder ihr etwa nicht ??? Was mich einfach ein wenig stört ist das fehlende Augenmerk auf deeskalierende Massnahmen, oder wenn überhaupt, eine verhältnismässige Beendigung der Störung/Provokation... Darauf wird bei uns eindeutig zuwenig Wert gelegt. Oder will man dies etwa gar nicht ? Bei der Polizei gibts, wenn ich mich recht entsinne, Vorschriften, wann was in welcher Situation angebracht ist. Wieso gilt das nicht auch für uns ? Hattet ihr schon Diskussionen darüber, wie dies in eurer SV gehandhabt wird ? Ich werde dies bei uns auf alle Fälle mal anregen... Gruss, die Pflaume |
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#2
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Aber für einen "normalen" Menschen muß ich dir zustimmen, ist wohl eher übertrieben solche Techniken - die einen Menschen töten können - im Ernstfall anzuwenden, außer es geht wirklich um sein Leben. Aber darüber kann man ja bekanntlich diskutieren. |
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#3
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Ich stimme dir vollkommen zu! Und wenn ich so etwas lese von einem 17J. alten Jungen frage Ich mich ob es gut ist das er eine KK erlernt (WC)? |
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#4
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| Man muss aber auch sagen, dass es immer einen Unterschied zwischen nem Trainings-Randori gibt und einen Ernstfall auf der Straße. Man muss schon Jahrelang immer die gleichen Techniken ausüben um in einer gefärhlichen Situation 100%ig diese anwenden kann. Die muss sozusagen in Blut über geangen sein und wer kann shcon behaupten, dass man eine super Technik immer sofort anwenden kann? Ich rede nicht vom schlagen oder Treten. Das kann jeder. Ich meine richtige super Spezialeinheiten ohne Abwehrmöglichkeiten auf jeden Fall tötliche Techniken. |
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#5
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| Im Militärdienst muß man schon gedrillt sein, das ist leider auch nötig, wenn es um echte Einsätze geht. KK und agressionspotential... Hierzu seh ich aber auch verschiedene KK, die agressiv machen können. Auch für mich sind Stressabbau und Deeskalationsmaßnahmen wichtig, auch wenn ich etwas zur Selbstverteidigung lerne. Selbstverteidigung ist der letzte Schritt, wenn andere Maßnahmen nicht erfolgreich waren. Ich kann aber bisher aus eigener Erfahrung sagen, daß es unheimlich Wirkung zeigt, wenn man selbst die Ruhe in Person ist, und diese Ruhe auf einen im Moment agressiven Menschen überträgt. Sozusagen eine ruhige Aura zum Gegenüber uploaden Was ich aber immer wieder bedenklich finde, sind Ausbilder, die einen ein bisschen etwas agressives einimpfen. Das sind wohl auch Typen, die andere Schulen oder Stile schlechtreden. Wie heißt es immer so schön - in der Ruhe liegt die Kraft Da ist was wahres dran! mfg nemesis
__________________ Allzuoft erfreuen wir uns an der Annehmlichkeit der eigenen Meinung, ohne uns der Unannehmlichkeit des Nachdenkens unterzogen zu haben. |
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#6
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Wenn jemand Jahre lang SV techniken übt ist es dennoch warscheinlich das ihn Angst, Adrenalin und Nervosität lehmen!!! Und handlungs Unfähig machen. Wohin gegen z.b. ein Türsteher der ständig mit derartigen Situationen umgeht ganz anders mit diesem Stress fertig wird. |
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#7
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aber wenn du mal an einem mitmenschen geräts, an dem das alles nichts bringt und der vor hat dich zu töten, aus welchen grund auch immer. zum beispiel du bist in einer bank, wo jemand ne bank ausraubt, der typ sieht das du ihn erkannt hast, ist so wütend und will dich umlegen. das war nur ein beispiel, aber dann reichen halt manchmal diese lockeren sachen nicht mehr aus. es gibt einige leute die kann man nicht einfach so mit ein paar tricks ausschalten, die sind halt schon etwas hartnäckiger. und dann kannst du froh, sein, dass du auch einige andere härtete tricks auf lager hast. deshalb brauchst du dich gar nicht zu beschweren, warum sowas unterrichtet wird. im ernstfall wirst du dich sogar dafür bedanken. man kann nie wissen was passiert und wo man zufällig reingerät. manchmal muss man halt feuer mit feuer bekämpfen. |
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#8
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Ja schon, aber geht es hier nicht um etwas anderes? Es geht um die Techniken, die man beim Training lernt und in der Regel kaum realitätsnah oder in der Realität anwendet. Das ein Türsteher von Anfang an anders in eine Schlägerei geht, als unser einst ist ja klar, denn der Beruf setzt das ja vorraus... |
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#9
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zum eigentlichen thema: ich würde jede technik lernen, die mir angeboten ist, egal wie schädlich die für jemand wäre. man kann nie wissen, wann man sowas gebrauchen kann. wer sagt mir denn, dass nicht in drei wochen der atomare weltkrieg losgeht und überall nur noch feinde rumlaufen. okay das war jetzt übertrieben, aber ich glaube ihr wisst, was ich meine. |
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#10
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![]() Aber was bringen dir 1000 Techniken, die du kaum beherscht. Und wenn, dann nur wenn du deinem Gegner vorher sagst, wie er sich hinstellen soll und wie er angreifen soll. da würde ich lieber 10 können, die ich dann richtig und ich meine richtig gut behersche. Wobei 10 in diesem Fall und unter den Vorraussetzungen schon verdammt viel ist... |
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#11
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allein schon bei pride oder ufc und anderen free fight veranstaltungen, kannst du ja sehen, dass es realistisch ist, einige griffe auch auf der strasse hinzubekommen, zum beispiel einen würgegriff oder den armhebel und so weiter. |
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#12
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Ich meine mit einer richtig guten Technik, dass man die immer und bei jedem anwenden kann. Da hab ich mich vielleicht etwas ungenau ausgerückt. Deswegen finde ich, erübrigt, sich ein letztes Sparring Argument. Obwohl ich aúch finde, dass man mehr Sparring machen sollte, wenn man eher SV orientiert ist. |
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