90% der Kämpfe enden auf dem Boden? Natürlich! Wenn ich meinen Gegner KO schlage, wird der wohl nicht noch ne Weile stehen bleiben. Ist doch klar. Aber in diesem Fall brauch ich kein Grappling mehr, dann kann ich auch die gute alte Methode des Stiefelns anwenden.
Wir alle machen unsere
KK/
KS letzten Endes doch vordergründig weil es uns Spaß macht. Es ist - bis auf wenige professionelle Kämpfer - eine Freizeitbeschäftigung wie Fußball oder Schwimmen. Manche messen sich zusätzlich noch gerne mit Gleichgesinnten, die weiten ihr Training dann noch auf Wettkampfvorbereitung aus.
Ein System aber ausschließlich wegen der Selbstverteidigung zu trainieren ist eher Schwachsinn, da es viel zu lange dauert, bis man einigermaßen verteidigungsfähig ist. Was macht man denn die Jahre bis zu diesem Zeitpunkt - nur daheim im Bunker hocken? Wer in schwierigen Gegenden (z.B. in gewissen Vierteln Hamburgs, Berlins oder Frankfurts) wohnt und Angst hat, nach Sonnenuntergang vor die Tür zu gehen, muss sich bloß mit
SV-Material eindecken. Das können von mir aus Messer, Pfefferspray, Gaspistole oder eine ASVC-Kreditkarte sein. Diese Gerätschaften sind effektiver als jede/r
KK/
KS und leicht erlernbar noch dazu. Andernfalls würde sich gegebenenfalls auch ein Umzug anbieten. Wo lebt ihr denn alle, dass ihr Euch für Straßenkämpfe rüsten müsst? Und wenn der Klassenrowdy Euch piesackt, lässt sich das auch ohne
KK/
KS lösen.
Ich denke, man sollte mal auf den Aspekt "Straßenkampf" eingehen. Wann kommt es denn dazu? Zum Beispiel wenn man in einer Disco die Chica von einem sonnenbankgetoasteten Schleimscheißer angräbt. Oder an Bahnhöfen, in siffigen Kneipen oder sonstigen Orten wo sich Gesocks noch so rumtreibt. Da gibt es aber nie nur einen "Schlägertypen". Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie von einem Einzelgänger angepöbelt worden, das sind immer mehrere. Leute, die Streit suchen und andere aus Spaß verhauen wollen, laufen nur im Rudel rum. Wenn man sich mit
KS/
KK also wirklich "auf der Straße" verteidigen will, sollte man den Kampf gegen mehrere Gegner trainieren. Weswegen beispielsweise
BJJ für die Straßen-
SV denkbar ungeeignet ist. Sehr schönes System für den Kampf Mann gegen Mann, aber wenn man in einer Kneipe jemanden mit Ground & Pound bearbeitet, hat derjenige gleich zwei Mann, die einem die Stiefel ins Gesicht knallen, dann hat es sich für eine Weile ausgegrappelt. Ich weiß nicht, ob der Hobby-Grappler jedes Wochenende seine Trainingskollegen im Schlepptau hat. Kann sein, muss aber nicht.
Deswegen sind solche Diskussionen nach dem besten
SV-System sinnlos. Ein perfektes System gibt es nicht. Man sollte sich einfach nach mehreren Probetrainings eine/n
KK/
KS aussuchen, die einem liegt und die einem Spaß macht und schon hat man ein wunderbares Hobby. Wer im Ghetto wohnt oder sich gerne mit Schlägerbanden anlegt, ist am besten beraten, wenn er sich mit Waffen eindeckt. Die helfen zumindest insofern, als dass man auch im Kampf gegen mehrere Angreifer eine größere Chance auf Flucht hat - was das Wichtigeste in einer solchen Auseinandersetzung ist. Bist Du nicht da, bekommt Du auch keine Schläge. So einfach ist das.