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Gefällt mir. Kurze Bewegungen, keine unnötigen Schnörkel (den kleinen Hebel ignoriere ich mal), sehr geradlinig und entschlossen. Ich sehe es ähnlich, dass das Attribute sind, die für eine SV notwendig sind. Die Frage ist meiner Meinung nach nun nicht, ob diese Attribute (theoretisch) in einem Stil zu finden sind, sondern eher, ob die Trainingsmethoden des Stils diese Attribute beim Schüler fördern. Gruß Stoiker |
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#77
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| Erstmal sorry für das kurze "Abhandeln" des Videos gestern - ich hatte nicht allzuviel Zeit. Zitat:
Zitat:
Um Sachlich zu bleiben schlage ich Dir daher vor, davon auszugehen, dass ich nie einem Aikido Training beigewohnt habe (ist natürlich nicht wirklich so) und zu versuche, die Argumente anhand ihrer Plausibilität und Qualität zu bewerten. Zitat:
z.B. Zitat:
U.U. sind in dem Video auch Intercepting-Ansätze und (teilweise) Economy of Motion, sowie weiteres zu erkennen. Das sind alles wichtige Attribute für die SV, absolut richtig. ABER: Zitat:
1. Der Mensch (Körper UND Geist) lernt am effektivsten (und nachhaltigsten), wenn man möglichst genau das tut, was erlernt werden soll* und wenn der Lerninhalt möglichst unumständlich dagelegt bzw. so unumständlich wie möglich erfahrbar gemacht werden kann. 2. Genau diese Bewegungen sind die effizientesten, die auch von einem Buckligen im Halbschlaf ausgeführt werden können; nämlich möglichst instinktive Bewegungen. * Unter Umständen ergibt es Sinn, Vorübungen zu machen, sofern diese physiologisch nicht ausgeführt werden können. So können z.B. nur die wenigsten auf Anhieb Radfahren. Sobald ich aber auch nur ansatzweise einmal radfahren kann, werde ich dadurch am schnellsten besser, dass ich Radfahre und nicht dadurch, dass ich "Trockenübungen" mache oder mit Stützrädern rumfahre. BTW: Additionelle Übungen ergeben u.U zwar Sinn, können die eigentliche Übung aber ebenfalls nicht ersetzen. Zitat:
__________________ Practice simplicity to master reality. |
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| Hallo Blume, Liebe Grüße aiki-no-michi |
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| Hi Blume. Das einzige, was ich sehe, ist eine Kritik daran wie lange alles dauert. Wie umständlich alles ist. Wie ineffizient. Dass man Übungen macht, die man in der SV selbst gar nicht braucht (obwohl Du zustimmst, dass additive Übungen auch mal ganz gut sein können). Was ich bisher vermisse ist eine konkrete sachlicher Kritik der 'fertigen' Technik eines fortgeschrittenen Aikidoka. Was passt daran nicht? Wieso kann man sich damit nicht verteidigen? Schön finde ich, dass Du im Video einige Dinge gefunden hast, die in Dein Vokabular passen und die Du selbst als wichtige Prinzipien der SV wertest. Damit ist Deine Bewertung des Videos aber auch schon beendet und Du wendest Dich den Konzepten (nicht der Technik) in aiki-no-michi's Post zu. Was war denn technisch in dem Video eigentlich so falsch, dass das Gezeigte nicht zur SV taugt? Für meinen Geschmack bewertest Du die Pädagogik auf Effizienz. Nicht die KK als technisches Konzept. Nur zur Wiederholung: im Aikido hat man Zeit. Man geht die Sachen langsam an. Es ist nicht das Ziel, innerhalb weniger Wochen/Monate alle SV-relevanten Situationen in den Griff zu bekommen. Ach ja, was meine persönliche Erfahrung mit SV-Situationen angeht: warum muss ich die haben, wenn ich jemanden mit Kompetenz auf diesem Gebiet frage, warum Aikido nicht zur SV taugt? Dein einziges bisher verwertbares Argument ist der Zeitfaktor. Mehr nicht. Gruß, Carsten
__________________ Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen hiesse es Wunst. |
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| Moin moin, Der Vollständigkeit halber muß aber gesagt werden, daß es in mind. Stilrichtung Lehrer gibt, die Vor-Übungen verwenden ohne daß deren Bezug zu einert best. Technik oder Situation direkt zu erkennen wäre. Zitat:
Aikido strukturiert den Körper um und verändert im Laufe der Jahre eben gerade diese nur scheinbar instinktiven Bewegungen. (Es sind Bewegungsmuster, die in der Kindheit mühsam erlernt werden. [Wie z.B. den Körper mit den Händen abzustützen, wenn man nach vorne fällt. Das ist ein Verhalten, das Kinder mühsam lernen müssen, kein instinktives ....] Darum macht auch Aikido-Unterricht vor einem Alter keinen Sinn.) Gerade das ist es, was Aikido so langwierig macht und bei manchen Menschen auch nicht funktioniert. Aikido ist daher auf tägliches Training angelegt, um Körpergefühl, Muskeltonus, Körperschwerpunkt ... zu verändern. Weg von den bis dato gelernten und als instinktiv nur empfundenen Bewegungen und Reaktionen hin zu einem entspannten, "natürlichen" Verhalten. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Man fährt anders Rad, geht anders Treppen rauf, sitzt anders ... Viele alltägliche Bewegungen lernt man noch einmal anders neu. Die Effektivsten Techniken beruhen auf diesem veränderten Körpergefühl und lassen sich nach einigen Jahren spontan, ohne Umweg über das Denken abrufen. Sie werden zu natürlichen Bewegungen des Körpers Daraus folgt: Von dem Nutzen des Aikido für SV kann man erst mit Gewinn reden, bzw. den SV Aspekt des Aikido kann man erst ernsthaft zu üben beginnen, sobald sich das Körpergefühl so weit verändert hat, daß man damit arbeiten kann. Ist dieses Stadium noch nicht erreicht wird einerseits die Technik schlicht nicht funktionieren und lassen sich andererseits keine vernünftigen Aussagen treffen. Darum meine Nachfrage zu Aikidoerfahrungen. Es macht einfach keinen Sinn von jemand, der gerade mal ein paar Jahre übt, auf Aikido als solches zu schließen. Zu bedenken ist weiterhin, daß es sehr unterschiedliche Aikido-Stile gibt. Darunter auch mind. einen Stil, dessen Effektivität auch ich in Frage stelle. (nich hauen) Grüße, Carsten |
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Wenn Du genau hingesehen hättest, wäre Dir das aufgefallen. Ebenso wie z.B. meine Kritik an dem im Budo so häufig vorkommenden Überbewerten und "aus der Ferne" Glorifizieren spiritueller Aspekte östlicher Philosophie, oder der Kritik am Üben von Szenarien, die zu einem falschen Wirklichkeits-Gefühl (bezogen auf einen Kampf) führen (hierauf gehe ich weiter unten auch noch ausführlicher ein). Das ist im Übrigen auch die Antwort darauf: [quite=carstenk]Dass man Übungen macht, die man in der SV selbst gar nicht braucht (obwohl Du zustimmst, dass additive Übungen auch mal ganz gut sein können).[/carstenk] BTW: Hier gefällt mir besonders gut, wie mit "auch mal ganz gut" suggeriert wird, dass meistens ja Übungen mit SV relevantem Inhaltgemacht werden würden. Zitat:
Zitat:
* der Angriff ist statisch * eine Aktion vs. eine Aktion Und das Video zeigt das mal wieder besonders schön. Ok, man könnte jetzt einwenden, es ist ja nur eine Demo um ein Prinzip deutlich zu machen... Leider ist mir der Gegenbeweis, dass Aikido (auch) anders ist, bisher schuldig geblieben. Der Angreiffer ist eine Puppe, ohne Gegenwehr, der zuvor mit einer statischen Bewegung angegriffen hat. z.B. YouTube - Aikido knife defense - shihonage Ich bin allerdings sehr an Gegenbeispielen interessiert. Aber bitte nicht sowas, wo der Angreiffer dadurch angreift, dass er immer wieder stur auf den Verteidiger "zurennt". Zitat:
Eigentlich sind die verwendeten Begriffe selbsterklärende. Falls nicht, bzw. Du kein Englisch sprichst, können wir gerne nochmal darauf zurückkommen. Aber drehen wir das ganze mal um: beschreibe doch Du, mit Deinem deutschen Vokabular, was in dem Video zu sehen ist, dann können wir uns weiter arüber unterhalten. Zitat:
Das wohl einfachste Beispiel: Einen Jab. Zitat:
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| Wenn ich mich sehr lange Zeit mit Aikido beschäftige verlieren die grossen Bewegungen an Bedeutung. Positionierung, Eintreten, Atemi werden wichtiger. Eintreten und Atemi im Augenblick des gegnerischen Angriffes mit abschliessender Gleichgewichtsbrechung (falls nach dem Atemi noch nötig). Sowas wirst Du in Demos leider nicht sehen. Ich zumindest habe es noch nicht erlebt. Im Dojo, beim harten regelmässigen Training allerdings schon. Bei breitensport-orientieren Gruppen wirst Du in dieser Richtung nicht viel finden. Aber nur weil Du da nichts gesehen hast heisst es nicht das es da nichts gibt. Distanz. Timing. Bewegungsökonomie. Bewegungen mit Nachdruck und ohne Zögern ausführen. Wir sind, was die Prinzipien angeht, glaube ich, gar nicht so weit auseinander. Wir verfolgen nur völlig unterschiedliche Wege um unserer Ziele zu erreichen. Gruß, Carsten
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| Hallo Blume, Dir geht es offenbar gerade wie dem Angreifer in dem Video: Du bist in der Defensive und weißt nicht warum. Jetzt verstehe ich auch, weshalb Dir "Selbst-verteidigung" so ein Anliegen ist. Vielleicht wäre "Selbst-erfahrung" der sinnvollere Weg für Dich? Eine zwischenmenschliche Begegnung in einem Rahmen, wo es keinen "Kampf" gibt. Liebe Grüße aiki-no-michi |
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#84
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| * Funktioniert die Technik, hat der Angreifer aufgrund der Gleichgewichtsbrechung keine Möglichkeit für eine zweite Aktion. Funktioniert die Technik nicht, kann es Folgeangriffe geben oder den Konter der Technik des Aikidoka. Beides wird geübt. Daß der Angreifer kooperiert und willenlos alles mit sich machen läßt ist lediglich ein Voruteil. Zitat:
Jetzt wo ich es noch einmal lese, könnte man das tatsächlich so verstehen. Aber als ich den Text geschrieben habe, habe ich gar nicht daran gedacht, sondern ich habe versucht, eine/n Aikidoka zu beschreiben, so nach ca. 15-20 Jahren / 2. oder 3. Dan, der/die jetzt endlich anfangen kann, Aikido zu lernen. Tamura Sensei, der mit dem Schwert, spricht in seinem Kommentar der Dan-Prüfungsordnung davon, daß mit dem 3. Dan langsam eine Ahnung von den SV-Möglichkeiten / Fähigkeiten des Aikido beginnen kann zu entstehen. Will sagen: Das veränderte Körpergefühl + einigermaßen Spontaneität der Bewegungen ist nicht das Ende, sondern lediglich die Voraussetzung des Übens. Erst dann geht es wirklich los. Zitat:
Grüße, Carsten Geändert von pilgrim (12-06-2008 um 10:26 Uhr). |
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Einerseits muss ich ihm recht geben andererseits auch wieder nicht. Ich denke, dass gerade dieses ,,einfache" Üben hilft eine Technik stark zu verinnerlichen, sodass man die Bewegung einfach inne hat und sich darüber keine Gedanken mehr machen muss, sobald der Eingang in die jeweilige Technik stattgefunden hat. Aber gerade um den Eingang zu solchen Techniken zu finden, denke ich auch, dass anderes Training ( freies mit nicht vorhergesagten Angriffen) stattfinden muss, da es einerseits die Reaktion und Wahrnehmung schult und andererseits einem hilft diese Eingangsformen zu verinnerlichen. Das ist sonst irgendwie, wie wenn man die Schwimmtechnik an Land übt, aber nie ins Wasser springt. Eine andere Frage hätte ich jetzt aber nochmal an dich gerichtet. Du sprichst von dem Anfang einer SV-Fähigkeit nach 20 Jahren Aikido bzw zitierst einen Sensei, der sagt, dass man nach dem 2-3 Dan ansatzweise SV-Fähigkeiten bzw Abläufe im Aikido zu verstehen lernt. Bitte korregiere mich, wenn ich das falsch verstanden bzw interpretiert habe. Aber wo ist dann der Sinn Aikido zu lernen? Wenn ich geistige Ausgeglichenheit und Körperliche Fitness haben will, kann ich Yoga machen und ins Fitnesstudio gehen. Soweit ich weiß bezeichnet sich Aikido ja als Kampfkunst? Und ich denke trotz all dem ,,Körper und Geist bilden eine Einheit", Weg zur Erkenntnis bzw Selbstfindungszeug, sollte doch gerade das Wort Kampf nicht vernachlässigt werden. Ich behaupte, wie man trainiert ist viel auschlaggebender, als wie lange man etwas macht und vorallem ist es wichtig, mit welcher Intention. Meines Erachtens kann sich auch ein Aikidoka nach 1-2 Jahren entsprechendem Training vielleicht schon nach 6 Monaten, mit der Hilfe von Aikido Techniken bzw Konzepten verteidigen. Er muss ja nicht nur werfen bzw defensiv agieren wie ich es in meinem anderen Post im Thread schon erwähnt hatte. Also wie gesagt Aikido ist in meinen Augen wie jede andere KK auch, es kommt vorallem aufs Training an und mit welcher Intention man übt. Geändert von Heros (12-06-2008 um 13:34 Uhr). |
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#86
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| derjenige wo aikido zur sv betreibt, der trinkt auch drei kannen kaffee um besser einschlafen zu können ! damit ist alles gesagt ! |
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#87
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![]() Ansonsten habe ich hier dank meines Urlaubs lange nicht reingeschaut. Pilgrim: Was ich damit meinte, dass Aikido Prinzipien lehrt, die anhand von Techniken veranschaulicht und, vielleicht auch unbewusst, geübt werden, hat aiki-no-michi sehr gut ausgeführt. Natürlich ist das bei anderen KK auch so - warum auch nicht?
__________________ "If you aim at nothing, that is usually what you hit." "Viele Wege führen den Berg hinauf - die Aussicht von oben ist aber immer gleich." |
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| Kopfschüttell ... Zitat:
Von daher ist das Argument von KaempferMarkus besser, als ihm bewußt ist. Immer noch Kopfschüttel Geändert von pilgrim (12-06-2008 um 14:52 Uhr). |
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Jaja, ich weiß schon... ![]() |
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