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Selbstverteidigung & Anwendung Ihr wollt wissen was "auf der Straße" funktioniert und wie Kampfkunst "gelebt" wird? Dann postet hier. Erfahrungsberichte willkommen



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  #1  
Alt 06-12-2016, 02:11
inaktiv
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 09.10.2016
Beiträge: 41
Standard Bewertung des Groin-Kicks in einer SV-Situation?

Welchen Stellenwert hat der Groin-Kick, oder auch Sacktritt, denn wirklich
in einer SV-Situation?

Es gibt SV-Videos bei denen der GK ständig vorkommt und quasi als Universalwaffe präsentiert wird. Egal ob von vorne attackiert oder von hinten umklammert einfach mit ordentlich Dampf zwischen die Beine treten und man kann sich damit immer helfen.

Ist das wirklich realisistisch oder läuft man damit Gefahr sich zu sehr auf diese eine Technik zu verlassen? Besonders bei Frauen wäre das ja sehr riskant, wenn sie glauben sich mit einem Sacktritt ganz schnell und einfach wehren zu können.

Ich würde daher mal gerne wissen wie bewährt diese Technik wirklich ist.

Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass ein Sacktritt gar nicht einfach zu platzieren ist und der Angreifer vermutlich schon damit rechnet in den Sack getreten zu werden. Es ist ja nicht so als wüsste er gar nichts von dieser Möglichkeit.

Ebenfalls wichtig wäre es auch mal zu wissen, ob ein Groin-Kick auch gegen weibliche Angreifer wirkt bzw. wie stark es dort wirkt. Angenommen weibliche Angreifer sind gegen den Groin-Kick mehr oder weniger immun so wäre das etwas worüber unbedingt aufzuklären wäre.

Es kann ja auch mal vorkommen, dass es Frau vs. Frau geht oder dass ein Mann von einer Frau attackiert wird.

Angenommen der GK funktioniert bei Frauen nicht sonderlich gut, was gäbe es dann für Alternativziele bei Frauen? Auch das wäre ein sehr wichtiger Punkt.

Geändert von rewdy (06-12-2016 um 02:15 Uhr).
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  #2  
Alt 06-12-2016, 07:02
Benutzerbild von Schnueffler
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Wahrheit des wohltuenden Regens
 
Registrierungsdatum: 02.03.2005
Ort: mitten im Pott
Alter: 42
Beiträge: 30.505
Standard

Kannst dich ja mal hinstellen und dich treten lassen, dann weißt du, wie er wirkt.
In der zweiten Runde kannst du dich dann dagegen verteidigen, weil du weißt, was auf dich zukommen wird.
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Du schlägst zu wie ein Vegetarier!
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  #3  
Alt 06-12-2016, 10:20
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Urban Survival
 
Registrierungsdatum: 01.09.2016
Beiträge: 101
Standard

Letzten Endes wird es doch immer auf die Situation ankommen. Wenn es sich anbietet, warum nicht?

Man kann sich in keinem Fall darauf verlassen, dass das immer klappt und zusätzlich die Auseinandersetzung sofort beendet wie du selbst schon geschrieben hast. Sei es, weil der Gegner ungünstig steht, dich aus einem Hinterhalt angreift oder man den Tritt nicht sauber landen kann.
Daher: Lieber saubere Basics lernen!
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"A man who is not afraid is not aggressive, a man who has no sense of fear of any kind is really a free, a peaceful man."
- Jiddu Krishnamurti
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  #4  
Alt 06-12-2016, 10:28
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: TaiJi, FMA, WC
 
Registrierungsdatum: 16.12.2015
Ort: NRW
Beiträge: 2.495
Standard

Zitat:
Zitat von Winston Beitrag anzeigen
...
Daher: Lieber saubere Basics lernen!
Plus, was noch dazu kommt: Wenn der Andere gemein ist , merkt er nach dem ersten (vielleicht noch unsauberen) Tritt, worauf jemand hinaus will ... und wird diesen Bereich dann besonders gut schützen. Aus die Maus (wenn das das einzige "in meinem Köcher" ist).
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HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)
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  #5  
Alt 07-12-2016, 15:55
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 12.02.2002
Beiträge: 863
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Bei den Leuten, wo die Hoden unten zwischen den Oberschenkeln runschlabbern, wird es schon funktionieren.
Es gibt aber Leute, wo die gar nicht richtig aus det Koerperhoehle rausgekommen sind, wo die wieder reingleiten, wenn eine enge Unterhose getragen wird (ich u.a.), Leute, wo die Oberschenkelmuskeln die freie Passage des Fusses behindert, und alte chinesische Gung Fu Master, die gelernt haben, die un die Koerperhoehle zurueckzuschieben un festzuhalten. In den Faellen ist die Wirkung begrenzt.

Also ist es mit dem Groin-Kick wie mit allen anderen Techniken: Es koennen Umstaende vorliegen, die die Wirkung begrenzt. Ausfuehren und schauen ob es Wirkung zeigt.
So einfach ist es.
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  #6  
Alt 08-12-2016, 11:23
Benutzerbild von miskotty
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Zitat:
Zitat von lino Beitrag anzeigen
bei den leuten, wo die hoden unten zwischen den oberschenkeln runschlabbern, wird es schon funktionieren.
Es gibt aber leute, wo die gar nicht richtig aus det koerperhoehle rausgekommen sind, wo die wieder reingleiten, wenn eine enge unterhose getragen wird (ich u.a.), leute, wo die oberschenkelmuskeln die freie passage des fusses behindert, und alte chinesische gung fu master, die gelernt haben, die un die koerperhoehle zurueckzuschieben un festzuhalten. In den faellen ist die wirkung begrenzt.

Also ist es mit dem groin-kick wie mit allen anderen techniken: Es koennen umstaende vorliegen, die die wirkung begrenzt. Ausfuehren und schauen ob es wirkung zeigt.
So einfach ist es.
wtf???
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  #7  
Alt 08-12-2016, 12:00
Benutzerbild von amasbaal
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Zitat:
Zitat von miskotty Beitrag anzeigen
wtf???
ist echt nicht soooo selten. kommt vor.
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"I prefer them to be awake when I severe their arms and beat them to death with it." Maul Mornie und sein Verhältnis zu k.o.s
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  #8  
Alt 08-12-2016, 12:41
Benutzerbild von Jochen
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http://sd.keepcalm-o-matic.co.uk/i/k...-the-groin.png

Sagt alles.
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  #9  
Alt 08-12-2016, 15:04
Benutzerbild von miskotty
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Ort: 3. ebene 2.tür links
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Zitat:
Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
ist echt nicht soooo selten. kommt vor.
Das deine Eier wegen der Unterhose in die körperhöhle zurückgleiten? Oder das Leute sie zurückziehen und festhalten?
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  #10  
Alt 08-12-2016, 16:58
Benutzerbild von -KINGPIN-
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Kampfkunst: Shito Ryu, PDS, Kyusho, Boxen
 
Registrierungsdatum: 15.01.2016
Alter: 37
Beiträge: 742
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Wie alle empfindlichen Punkte ein lohnendes Ziel. Ersetzt aber nicht hartes Grundlagentraining und Sparring. Dann kommt es noch darauf an wie gekickt wird. Ein geschnappter Kin Geri in der Faustdistanz ist meiner Meinung nach effizienter wie die Fussballkicks welche ich vielmals im Krav Maga sehe..
__________________
„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“

Geändert von -KINGPIN- (08-12-2016 um 17:02 Uhr).
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  #11  
Alt 08-12-2016, 19:34
Benutzerbild von ~Wolf´s Den~
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Kampfkunst: früher: Wing Tsung, heute: intuitives Kämpfen
 
Registrierungsdatum: 26.07.2014
Beiträge: 320
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Ein präziser Groin-Kick kann durchaus das Kampfende für den Gegner bedeuten.

Allerdings darf man den Groin-Kick - wie alle Knockout-Techniken - nicht isoliert betrachten, sondern muss ihn stets in ein taktisches Gesamtkonzept einbetten.

D. h. versuche ich einen direkten Groin-Kick, wird ein Gegner - selbst auf der Straße - ihn entweder instinktiv blocken, mich spiegeln und einen Kontertritt führen oder einen Oberschenkel bzw. den gesamten Körper so eindrehen, dass ich mit meinem Tritt nicht das Ziel treffe und somit keine große Wirkung erreiche. Danach ist mein Gegner vorgewarnt und wird erst richtig loslegen.

Ein Groin-Kick lebt daher vom Überraschungsmoment.

Will ich kicken, muss ich es entweder ansatzlos tun und meinem Gegner zuvor vorspielen, dass ich mich ihm ergebe (Stichwort: Frauenselbstverteidigung - beschwichtigen, zutreten und wegrennen) oder aber ich muss den Kick durch andere Techniken vorbereiten.

Die Vorbereitung kann z. B. derart erfolgen, dass man eine Serie von aggressiven Angriffen mit den Händen zum Kopf des Gegners führt, um ihn zu zwingen die Deckung hochzuhalten und seine Aufmerksamkeit auf die "upper line" zu fixieren.

Aus diesem Getümmel kann man dann plötzlich und überraschend den Groin-Kick in die ungeschütze "lower line" reinziehen. Trifft man sauber, knickt der Gegner reflexhaft und schmerzbedingt ein, was wiederum dazu führt, dass sich die "upper line" komplett oder zumindest teilweise öffnet und man mit einem Powerschlag (ggf. Ellbogen) zum Kopf finishen kann.

Generell ist das mehrfach abwechselnde hoch-tief-Konzept mit Rhythmusunterbrechungen zu empfehlen. Beim tiefen Angriff muss es sich auch nicht immer um einen Groin-Kick handeln. Denkbar wäre auch ein klassischer Low-Kick zum Oberschenkel, um den Gegner zu zermürben oder aber ein Fußfeger, um seine Balance entweder zu stören oder zu zerstören.

Knockout-Techniken dürfen nicht berechenbar kommen, sondern müssen wie aus dem Nebel heraus und quasi von der "blind side" reingefeuert werden. Dann sind sie kampfentscheidend.

Dass ein schneller, kraftvoller Groin-Kick Knockout-Potenzial hat dürfte diskussionslos sein, da wir ja auch im Boxen immer mal wieder zu sehen bekommen, was ein unabsichtlicher oder absichtlicher Tiefschlag an Wirkung erzielt. Und die haben noch Boxhandschuhe und Tiefschützer an, was auf der Straße nicht der Fall ist. Da trifft evtl. der Stahlkappenschuh auf die großen oder auch kleinen Klöten unter der leichten Jeans.

Geändert von ~Wolf´s Den~ (08-12-2016 um 19:43 Uhr).
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