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  #1  
Alt 21-01-2011, 18:24
inaktiv
Kampfkunst: killer commando real street fighting
 
Registrierungsdatum: 26.12.2010
Beiträge: 144
Standard Wieso Boden "auf der Straße" meiden?

Hallo,
Viele Leute behaupten ja, dass man den Bodenkampf "auf der Straße" meiden sollte. Diese Meinung hab ich auch öfters von Leuten gehört, die als Bodyguards oder Türsteher arbeiten oder sonstwie wegen ihrem Beruf mit körperlichen Außeinandersetzungen konfrontiert werden.

Ich frage mich jetzt, was die genauen Gründe dafür sein sollen!!

In Foren hört man öfters, dass es daran liegt, dass ein Kumpel von deinem Gegner dir zum Beispiel in den Kpf treten könnte und deshalb Bodenkampf nur für 1vs1 Situationen geeignet ist. Mein Gegenargument hierfür ist, dass man doch sowieso gegen mehrere Gegner keine Chance hat! Ist meine Behauptung falsch?
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  #2  
Alt 21-01-2011, 18:34
Kable
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Gegen etliche Angreifer ist es meistens schlecht, aber im Stand dürfte man wohl eine "geringe" Chance haben irgendwie davon zu kommen, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. Aber wenn man am Boden ist verringert sich diese Chance wohl sehr.
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  #3  
Alt 21-01-2011, 19:04
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: KM/Kapap
 
Registrierungsdatum: 14.01.2011
Ort: Bonn
Alter: 31
Beiträge: 11
Standard

Hi,

ich denke die Parole Bodenkampf meiden, kommt aus dem Zusammenhang, dass Bodenkämpfe nicht jedermanns Sache ist.

Man muss sich im Bodenkampf wohl fühlen, dafür bedarf es zum einen Veranlagung und zum anderen Training.

Nicht jeder ist dafür beschaffen und wenn man jetzt rein vom SV-System aus geht auch schwer auf die schnelle zu vermitteln.

Daher werden die meisten SV-Systeme wohl immer sagen kein Bodenkampf. Obwohl es fast ein Widerspruch ist, denn statistisch enden ca. 70 % der Rangeleien auf dem Boden ^^

Also so kann ich es mir erklären.
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  #4  
Alt 21-01-2011, 19:05
Benutzerbild von Brodala
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Tools, Targets, Tactics
 
Registrierungsdatum: 22.02.2003
Ort: Bonn
Alter: 28
Beiträge: 1.302
Standard

1. Mobilität eingeschränkt (Ausweichen, v.a. bei eventuellem Waffeneinsatz ENORM wichtig)
2. Peripheres Sehen eingeschränkt (u.a. können Waffen schwer oder spät erkannt werden)
3. Höhere Verletzungsgefahr bei Treffern (Körper kann nicht nach unten nachgeben)
4. Keine Basis für das Entwickeln explosiver Schläge
5. Knie/ Ellbogen in jedem Fall leicht verletzt durch rauhen Untergrund
6. Beim Zubodengehen ist die Verletzungsgefahr sehr hoch (keiner geht ja freiwillig langsam runter)
7. Das Schlagen aus Mount/Guard ohne Handschuhe ist ein anderes als mit und muss vorher trainiert werden

...fallen mit so ad hoc ein. Da gibbet sicher noch viel mehr was GEGEN Bodenkampf in der SV spricht.

Aber: für Polizisten in Einzel-Zugriffen sieht das Ganze etwas anders aus, denke ich.
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COACH FOR PERSONAL DEFENSE READINESS - S.P.E.A.R. SYSTEM
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  #5  
Alt 21-01-2011, 19:23
Benutzerbild von mykatharsis
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Wing Chun
 
Registrierungsdatum: 08.01.2006
Beiträge: 11.455
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Überleben ist im Allgemeinen leichter stehend.
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Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden.. Nietzsche
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  #6  
Alt 21-01-2011, 19:24
Benutzerbild von Trinculo
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Kampfkunst: 没有, Ni NT, ничего, SFA
 
Registrierungsdatum: 15.01.2004
Ort: Land der tausend Hügel
Alter: 41
Beiträge: 18.755
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Da werde ich schmutzig, und vielleicht geht mein iPhone kaputt.
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  #7  
Alt 21-01-2011, 19:42
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Aufgaberingen
 
Registrierungsdatum: 27.08.2010
Alter: 22
Beiträge: 765
Standard

Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Da werde ich schmutzig, und vielleicht geht mein iPhone kaputt.
+Man(n) muss immer bedenken, dass Beton dazu neigt, spontan zu brennen.
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  #8  
Alt 21-01-2011, 19:49
inaktiv
Kampfkunst: Spanisches Ninjitsu, Bankai, Hollowfizierung, GenJutsu, Daiguren Hyorinmaru
 
Registrierungsdatum: 30.06.2007
Alter: 23
Beiträge: 287
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Da werde ich schmutzig, und vielleicht geht mein iPhone kaputt.
Naja, in dem Alter in eine Schlägerei zu geraten ... wird glaube ich nicht passieren, ausser dir will jemand das Iphone abziehen, weil du es so offensichtlich präsentierst.
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  #9  
Alt 21-01-2011, 19:58
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Kampfkunst: böse dreinschaun!
 
Registrierungsdatum: 28.11.2009
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Beiträge: 505
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Zitat:
Zitat von Kater_Karlo Beitrag anzeigen
Naja, in dem Alter in eine Schlägerei zu geraten ... wird glaube ich nicht passieren, ausser dir will jemand das Iphone abziehen, weil du es so offensichtlich präsentierst.
Nuja wohnen ja nicht alle im Ghetto so wie du
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  #10  
Alt 21-01-2011, 20:06
Benutzerbild von Trinculo
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Kampfkunst: 没有, Ni NT, ничего, SFA
 
Registrierungsdatum: 15.01.2004
Ort: Land der tausend Hügel
Alter: 41
Beiträge: 18.755
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Ich hab einfach keine Lust, mich in sauberen Klamotten auf einem schmutzigen Boden zu wälzen. Ich finde das genauso eklig, wie diese MacYoung-Bücher, in denen man sich vor jeder Schlägerei erst mal in die Hose pinkeln muss
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  #11  
Alt 21-01-2011, 20:49
Benutzerbild von amasbaal
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Kampfkunst: Kali Sikaran, Pencak Silat Concept, Modern Arnis u.a.
 
Registrierungsdatum: 20.05.2006
Ort: Köln
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Beiträge: 3.873
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die frage wurde in nem interview mit paul vunak mal anschaulich beantwortet:
vunak wurde im zuge der bjj-welle (er hat es ja selbst in sein system integriert) immer wieder von schülern entsprechend gefragt. irgendwann wollte er darüber wohl nicht mehr nur worte verlieren, ließ die gesammelte gruppe auf dem asphaltierten parkplatz antreten und gab das kommando "alles runter!". mit süffisantem lächeln erzählte er in dem interview, wie sich seine schüler nicht sofort hingeworfen hätten, wie im dojo, sondern erst das ein knie absenkten, dann mit den händen aufstützten, dann kam das andere knie ......
asphalt und beton tut weh und verletzt knochen und gelenke, wenn man heftig "rollt". warum sich das antun, WENN man es vermeiden kann und warum da unten bleiben, WENN man schnell wieder auf die beine kommen könnte?
boden sucht man nicht, man versucht ihn zu vermeiden und wenn man da unten ist, versucht man sich zu lösen und wieder sicher rauf zu kommen. dafür sind aber oft skills notwendig, die man zb. im bjj lernt.
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  #12  
Alt 21-01-2011, 20:54
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: JKD-Concepts/ FMA (T.S.D.), Grappling
 
Registrierungsdatum: 20.07.2007
Ort: BaWü: Zwischen S und PF
Beiträge: 430
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Zitat:
Zitat von Brodala Beitrag anzeigen
1. Mobilität eingeschränkt (Ausweichen, v.a. bei eventuellem Waffeneinsatz ENORM wichtig)
2. Peripheres Sehen eingeschränkt (u.a. können Waffen schwer oder spät erkannt werden)
3. Höhere Verletzungsgefahr bei Treffern (Körper kann nicht nach unten nachgeben)
4. Keine Basis für das Entwickeln explosiver Schläge
5. Knie/ Ellbogen in jedem Fall leicht verletzt durch rauhen Untergrund
6. Beim Zubodengehen ist die Verletzungsgefahr sehr hoch (keiner geht ja freiwillig langsam runter)
7. Das Schlagen aus Mount/Guard ohne Handschuhe ist ein anderes als mit und muss vorher trainiert werden

...fallen mit so ad hoc ein. Da gibbet sicher noch viel mehr was GEGEN Bodenkampf in der SV spricht.

Aber: für Polizisten in Einzel-Zugriffen sieht das Ganze etwas anders aus, denke ich.

100% Zustimmung

Ich würde noch ergänzen, dass der Boden auf "der Straße" (bzw. in der Disco, im Bierzelt oder ... in einer SV-Situation halt) halt auch keine "saubere", ebene, weiche Matte ist, sondern dass ich ggf. auf Steinen, spitzen Gegenständen wie Glasscherben o.ä. oder auch auf der Bordsteinkante, einem Treppenabsatz usw. landen oder während des Bodenkampfes draufrollen kann - egal, ob ich ein guter oder ein schlechter Bodenkämpfer bin.

Außerdem sollte man - um das Argument des TE nochmals aufzugreifen - schon erwähnen, dass Mobilität eben auch ein zentraler Faktor ist, wenn man bei mehreren Gegnern überhaupt eine Chance haben will. Natürlich ist eins gegen zwei immer sehr, sehr schwierig und man braucht sehr gute Attribute, aber es ist immerhin möglich überhaupt etwas zu unternehmen - oder eben (das wäre grundsätzlich mal meine erste Wahl wenn es geht) fliehen. Wenn ich dagegen am Boden fast gänzlich immobil bin kann ich eben noch nicht einmal mehr fliehen.

Das soll nicht heißen, dass man keinen Bodenkampf trainieren sollte; ganz im Gegenteil: Es wurde ja schon mehrfach erwähnt, dass ein hoher Prozentsatz aller Kämpfe zu Boden geht. Deshalb muss ich unbedingt solide Kenntnisse im Bodenkampf erwerben (und nicht nur Techniken trainieren, sondern auch regelmäßig Sparring machen) - insb. (aber natürlich nicht nur) was positional Escapes und Sweeps anbelangt - um eben nicht unterzugehen, falls es doch mal zum Bodenkampf kommt und möglichst wieder auf die Füße zu kommen.
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  #13  
Alt 21-01-2011, 20:56
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: JKD-Concepts/ FMA (T.S.D.), Grappling
 
Registrierungsdatum: 20.07.2007
Ort: BaWü: Zwischen S und PF
Beiträge: 430
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Zitat:
Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
die frage wurde in nem interview mit paul vunak mal anschaulich beantwortet:
vunak wurde im zuge der bjj-welle (er hat es ja selbst in sein system integriert) immer wieder von schülern entsprechend gefragt. irgendwann wollte er darüber wohl nicht mehr nur worte verlieren, ließ die gesammelte gruppe auf dem asphaltierten parkplatz antreten und gab das kommando "alles runter!". mit süffisantem lächeln erzählte er in dem interview, wie sich seine schüler nicht sofort hingeworfen hätten, wie im dojo, sondern erst das ein knie absenkten, dann mit den händen aufstützten, dann kam das andere knie ......
asphalt und beton tut weh und verletzt knochen und gelenke, wenn man heftig "rollt". warum sich das antun, WENN man es vermeiden kann und warum da unten bleiben, WENN man schnell wieder auf die beine kommen könnte?
boden sucht man nicht, man versucht ihn zu vermeiden und wenn man da unten ist, versucht man sich zu lösen und wieder sicher rauf zu kommen. dafür sind aber oft skills notwendig, die man zb. im bjj lernt.
und nochmals ein Daumen hoch...


Wobei man ergänzen sollte, dass Paul Vunak selbst viel BJJ trainiert und auch im PFS (bzw. jetzt auch T.S.D.) durchaus klar erkennbare BJJ- bzw. Grappling-Inhalte drin sind bzw. vermittelt werden und dass Boden-Sparring selbstverständlich auch dazu gehört; eben um - falls man doch (unfreiwillig) auf den Boden muss - eine Chance zu haben heil aus dem Bodenkampf rauszukommen bzw. wieder aufzustehen.

Geändert von Quickkick (21-01-2011 um 21:02 Uhr).
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  #14  
Alt 21-01-2011, 20:59
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Capoeira
 
Registrierungsdatum: 15.01.2009
Beiträge: 263
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Hundekacke?
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  #15  
Alt 21-01-2011, 21:02
Benutzerbild von meschi
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Bujinkan/Ninjutsu, früher Shinson Hapkido
 
Registrierungsdatum: 18.01.2011
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Man wird dreckig
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